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Zion National Park

Bundesstaat: Utah
Höhe: 1.125-2.653 ü.M.
Lage: Der Zion Nationalpark liegt in der Südwestecke Utahs nordöstlich von St.George

Kurzinfo
Schmale Canyons mit mächtigen Felsmonolithen und steilen, bis zu 900 Meter hohen Felswänden - so genannte Big Walls - sind das geologische Kennzeichen dieses leider inzwischen schon sehr überlaufenen Nationalparks. Hauptattraktion ist die enge, bewaldete Schlucht des Zion Canyon mit vielen außergewöhnlichen Felsformationen, Wasserläufen, kleinen Oasen sowie einer üppigen und äußerst vielfältigen Vegetation. Zahlreiche Wanderwege - zum Teil mit Klettersteigcharakter - führen zu schönen Aussichtspunkten, in schmale Slot Canyons, zu Natursteinbögen oder ins unberührte Hinterland.

Temple of Sinawava
Temple of Sinawava

Wissenswertes
Die allmähliche Anhebung des Colorado Plateau, die heute noch andauert, führte dazu, dass sich die Fließgeschwindigkeit der zuvor recht trägen Flüsse allmählich erhöhte. Die Erosionskraft des Wassers zernagte die Oberfläche der weicheren Gesteinsschichten und schuf so die vielen tiefen Schluchten innerhalb dieses Felsengebirges. Wie gewaltig diese Naturkräfte sind, kann man als Besucher erkennen, wenn im Frühjahr nach der Schneeschmelze oder als Folge heftiger Sommergewitter meterhohe Sturzfluten durch die schmalen Canyons rauschen und an Stellen, wo sonst nur leichte Wasserschleier zu sehen sind, plötzlich reißende Wasserfälle in die Tiefe donnern. Besonders bemerkenswert ist die Vielzahl der heimischen Vögel. Über 270 Arten - vom Truthahngeier bis zum Kolibri - wurden von Vogelkundlern innerhalb des Parks bisher gezählt. Zu den Säugetieren gehören die häufig zu beobachtenden Maultierhirsche, aber auch Rotluchse, Berglöwen, Kojoten, Graufüchse, Wildschweine, Kaninchen, Biber und viele Fledermausarten. In Acht nehmen sollte man sich bei Wanderungen vor dem dreiblättrigen Poison Ivy, einer unscheinbaren efeuähnlichen Rankpflanze, deren Blätter bei Hautkontakt lang andauernde, stark juckende Hautausschläge verursachen können.

Klima / Reisezeit
Die Hauptniederschläge fallen in den Wintermonaten von Dezember bis März - als leichter Schneefall in den Bergen und als Regen in den niedrigeren Lagen. Die Straßen, aber auch viele Wanderwege können wegen Schnee und Eis von November bis April gesperrt sein. Vereinzelt können Schneestürme aber auch noch im Oktober oder Mai auftreten. Die Blütezeit der Wildblumen beginnt in den niedrigeren Parkregionen im März, im Zion Canyon in den Monaten April/Mai und auf den Hochplateaus im Juni/Juli. Längere Wanderungen durch die Narrows beschränken sich auf zwei relativ kurze Perioden innerhalb des Jahres - Mitte Juni bis Mitte Juli und Mitte September bis Mitte Oktober. Im Frühjahr ist der Wasserstand des Virgin River generell zu hoch, und im Sommer besteht häufig die Gefahr meterhoher Sturzfluten. Die prächtige Laubfärbung im Zion Canyon beginnt Mitte Oktober und endet Anfang November.

Indian Paintbrush
Indian Paintbrush

Parkgebiete
Der Park besitzt zwei Hauptgebiete, die über separate Zufahrtsstraßen zu erreichen sind. Die etwas abgelegenere und weniger häufig besuchte gebieteKolob Canyon Area im Nordwesten des Parks liegt in der Nähe der I-15 zwischen St. George und Cedar City. Den größeren Südteil des Parks durchquert der Highway 9, der die beiden Städtchen La Verkin und Mount Carmel Junction miteinander verbindet. An diesem Highway liegen auch die beiden Parkeingänge South Entrance und East Entrance, so dass jeder, der diese Straße befährt, Eintrittsgebühren bezahlen muss, auch ohne geplante Besichtigung des Parks. Vom Südeingang bis zur Kolob Area beträgt die Entfernung 37 Meilen.

Zwischen diesen beiden Parkgebieten liegt noch ein relativ selten besuchter Teil des Parks, der von der Kolob Terrace Road durchquert wird. Diese 20 Meilen lange Panoramastraße führt vom kleinen Ort Virgin am Highway 9 hinauf auf ein Hochplateau bis zum Lava Point und zum Kolob Reservoir, einem kleinen Stausee. In diesem Gebiet beginnt auch eine der schönsten Backcountry Trails des Parks zur Subway, einer ungewöhnlichen, vom Wasser des North Creek durchströmten Lavaröhre.

Zion Nationalpark
Angels Landing

Zion Canyon und Shuttle Bus System
Vom Highway 9 führt der Zion Canyon Scenic Drive als Stichstraße nach Norden in den Zion Canyon. Diese Aussichtsstraße mit ihren kleinen Parkbuchten wird aufgrund des hohen Besucheraufkommens in den Sommermonaten (1. April-31.Oktober) für private Fahrzeuge gesperrt. Besucher müssen dann den kostenlosen Shuttle Bus benutzen, der tagsüber im 10-Minuten-Takt alle Haltestellen anfährt, so dass man bequem überall aus- und wieder einsteigen kann. Früh morgens und spät abends fahren die Busse allerdings weniger häufig. An den meisten Haltestellen des Zion Canyon Shuttle gibt es übrigens Toiletten und Frischwasserstellen.

Die einzige Ausnahme für die Nutzung des Shuttle Bus betrifft die Gäste der im Zion Canyon gelegenen Zion Lodge. Diese erhalten eine Sondergenehmigung und dürfen auch im Zion Canyon ihr Fahrzeug benutzen. Für alle anderen gibt es am Visitor Center eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen. Da sich dieser Parkplatz in den Sommermonaten jedoch schnell füllt, sollten Besucher, die auf einem der beiden Campingplätze übernachten, ihr Fahrzeug dort stehen lassen und den kurzen Weg zum Visitor Center zu Fuß zurücklegen. Für Parkbesucher, die im nahe gelegenen Springdale übernachten, gibt es einen zweiten Shuttle Bus, der das Städtchen mit dem Vitisor Center am Zion Canyon verbindet.

Fahrbeschränkungen Zion-Mt.Carmel Tunnel
Eine zweite Fahrtbeschränkung betrifft den Zion-Mt.Carmel Tunnel am Highway 9 zwischen Abzweigung Zion Canyon und East Entrance. Dieser schmale und niedrige Tunnel wurde 1920 erbaut, als die Fahrzeuge noch kleiner waren und es weniger Verkehr gab als heute. Größere Wohnmobile oder Trucks können den Tunnel daher nur mit einem speziellen Escort-Service befahren, was zusätzlich zur Parkgebühr nochmals 10.- Dollar extra kostet und regelmäßig an beiden Tunneleingängen zu Wartenzeiten führt, da die Fahrbahn jeweils abwechselnd für eine der beiden Richtungen geöffnet wird. Diese Regelung betrifft Fahrzeuge ab einer Breite von 7,10 Fuß (2,4 m) bzw. einer Höhe ab 11,4 Fuß (3,4 m). Ein generelles Fahrverbot besteht auf diesem Streckenabschnitt für Fahrzeuge über 13,1 Fuß Höhe (knapp 4 Meter) und einer Gesamtlänge über 40 Fuß (12,16 m).

Hinweis: Da es entlang dem Highway 9 durch das hohe Besucheraufkommen im Parkbereich regelmäßig zu langen Wartezeiten und Staus kommt, sollte man - sofern man die Straße nur zur Durchfahrt nutzen möchte - lieber auf die weiter südlich gelegenen Highways 59 und 385 über Hilldale, Colorado City und Fredonia ausweichen. Diese Strecke ist nur unwesentlich länger und man erspart sich damit auch die relativ hohe Eintrittsgebühr in den Park!

Zion Nationalpark
In der Nähe des Zion-Mt. Carmel-Tunnel

Sehenswertes

Zion Canyon Scenic Drive
Der Zion Canyon Scenic Drive beginnt etwa 0,7 Meilen nördlich des Visitor Center am unteren Ende des Zion Canyon. Er folgt der North Fork des Virgin River auf insgesamt 6½ Meilen bis zum Temple of Sinawava am Eingang zu den Narrows, wo sich der Canyon dramatisch verengt und man nur noch zu Fuß durch das Flussbett weiter canyonaufwärts vordringen kann. Entlang der Parkstraße besitzt der Canyon eine durchschnittliche Breite von einer halben Meile. Die Felswände ragen 600 bis 900 Meter hoch in den Himmel. Unterwegs passiert man zahlreiche beeindruckende Felsformationen wie die Three Patriarchs, Mountain of the Sun, Lady Mountain, Great White Throne und Angel's Landing. Der kostenlose Zion Shuttle Bus hält im Sommer an allen Aussichtspunkten und Trailheads. Von dort führen viele schöne Wanderwege unterschiedlicher Länge zu idyllischen Wasserfällen, türkisblauen Pools, Felsgrotten mit üppiger Vegetation und spektakulären Aussichtspunkten oberhalb des Canyons.

Zion-Mt. Carmel Highway
Helle Sandsteinfelsen dominieren die Landschaft im östlichen Parkgebiet

Zion-Mt. Carmel Highway (Highway 9)
Diesen schönen, auch als Scenic Byway ausgewiesen Streckenabschnitt zwischen Ost- und Südeingang sollte man am besten in Ost-West-Richtung befahren. Auf diese Weise erlebt man am intensivsten den dramatischen Wechsel der Landschaft vom Hochplateau hinunter zum 600 Meter tiefer gelegenen Wüstengebiet am Eingang des Zion Canyon. Eine besondere landschaftliche Attraktion, die Checkerboard Mesa, liegt gleich hinter dem östlichen Parkeingang. Die kreuz und quer verlaufenden Einritzungen im dem hellen Sandsteinhügel sind Folge der Erosionskräfte von Wind und Wasser. Dahinter wird der Streckenverlauf immer spektakulärer. Zunächst passiert man einen kurzen Tunnel (160 m), gleich danach einen zweiten. Am Parkplatz vor dem längeren Tunnel beginnt der kurze, aber schöne Wanderweg Canyon Overlook Trail. Hinter dem Tunnel geht es in vielen steilen Zickzackkurven und Spitzkehren hinunter zum Südeingang und dem Beginn des Zion Canyon.

Kolob Canyons Area
Von der I-15 sind es nur wenige Minuten bis zum Parkeingang mit Visitor Center und dem Beginn der 5 Meilen langen Aussichtsstraße durch den Park. Einen ersten Eindruck von der landschaftlichen Schönheit dieses Parkgebiets erhält man bei einer kurzen Wanderung durch das Bachbett des im Sommer weitgehend ausgetrockneten Taylor Creek. Von hier geht es in vielen Kurven weiter bergauf bis zum Lee Pass, einem weiteren schönen Aussichtspunkt und Trailhead für die Trekkingtour zum Kolob Arch, dem größten Steinbogen der Welt. Der schönste Blick auf das beeindruckende Weitwinkelpanorama tiefroter Felswände in der Kolob Area bietet sich am späten Nachmittag vom Aussichtspunkt am Ende der Parkstraße. Hier beginnt auch der kurze Wanderweg zum Timber Creek Overlook.

Kolob Canyons Area
Abendstimmung in der Kolob Canyons Area

Kolob Terrace Road
Eine nur selten genutzte Straße, die Kolob Terrace Road, erschließt das Parkgebiet zwischen Kolob Area und Zion Canyon. Diese Straße beginnt am Highway 9 bei der Kleinstadt Virgin und führt von dort Richtung Nordosten bis zum Kolob Reservoir. Hauptziel der meisten Besucher ist der Aussichtspunkt Lava Point mit schönem Panoramablick auf die Cedar Breaks im Norden, die Pink Cliffs im Nordosten, die Narrows des Zion Canyon im Osten und Mt. Trumbell im Süden. Lava Point liegt am Ende einer 1,8 Meilen langen, etwas holprigen und mit tiefen Schlaglöchern versehenen Stichstraße auf knapp 2.400 Metern Höhe. Hier ist es im Sommer meist 5 bis 10 Grad kühler als im tiefer gelegenen Zion Canyon.

Hop Valley

Hop Valley
An der nur wenig befahrenen Kolob Terrace Road

In der Nähe des Aussichtspunktes befindet sich auch ein kleiner Einfachcampground. 3½ Meilen nördlich der Abzweigung zum Lava Point erreicht die Kolob Terrace Road das Kolob Reservoir, einen schön gelegenen Stausee. Eine der schönsten Backcountry Wanderungen im Park, ‚The Subway' beginnt ebenfalls an der Kolob Teracce Road am Left Fork Trailhead, 8,2 Meilen nördlich der Abzweigung vom Highway 9.

Tipp: im Red Coyote Café in Virgin gibt es im Sommer Sonntag nachmittags Life Country Music zu hören!

Hop Valley

Hop Valley
Das Kolob Reservoir

Reiten
Die Zion Lodge organisiert Reittouren durch verschiedene Gebiete des Zion Nationalparks. Einstündige Touren führen am Virgin River entlang, eine dreistündige folgt dem Sand Bench Trail und eine Ganztagestour führt von der East Entrance Station zum Cable Mountain.

Fahrradfahren
Fahrräder können in Springdale bei Springdale Cycles, 932 Zion Park Blvd. gemietet werden. Neben den normalen Straßen gibt es auch einen speziellen Fahrradweg, den 2 Meilen langen Parus Trail zwischen Zion Human History Museum und Canyon Junction. Wer auf dem Zion Canyon Scenic Drive unterwegs ist, sollte daran denken, dass die Shuttle Busse Radfahrer nicht überholen dürfen. Man sollte also gegebenenfalls absteigen und auf die Seite gehen, um die Busse vorbeizulassen. Wer genug hat vom Radfahren, kann seine Bikes vorne an den Bussen befestigen (max. 2 Fahrräder pro Bus).

Klettern
Die hohen Canyonwände des Zion Nationalparks bilden neben dem Yosemite Nationalpark in Kalifornien das größte Big Wall Klettergebiet der Vereinigten Staaten. Infos und Topos erhält man im Visitor Center. Während der Nistzeit der Peregrine Falken werden einige der Routen zeitweise gesperrt. Für Übernachtungstouren benötigt man ein spezielles Permit.


Big Wall Kletterfelsen im Zion Nationalpark

Wanderungen im Zion Canyon

Weeping Rock Trail
Trailhead: im Zion Canyon, Haltestelle Weeping Rock
Distanz: ½ Meile retour
Steigung: 30 Meter, kurzer, steiler Anstieg
Benötigte Zeit: ½ Stunde
Der relativ einfache, geteerte Weg führt zu einer großen Aushöhlung im Fels, über deren Kanten zarte Wasserschleier fallen. Im Frühling und Sommer überziehen hängende Gärten aus Wildblumen die Felswände (beste Fotozeit gegen Mittag).

Emerald Pools Trail
Trailhead: im Zion Canyon, Haltestelle Zion Lodge
Distanz: 1,2 bis 2,2 Meilen retour
Steigung: Lower Emerald Pools 20 Meter, Middle Emerald Pool 50 Meter, Upper Emerald Pool 70 Meter
Benötigte Zeit: 1-3 Stunden
Drei von Quellen gespeiste Pools, kleine Wasserfälle und schöne Ausblicke auf den Zion Canyon machen diese Tour zu einer der schönsten und damit leider auch zu einer der am meisten frequentierten Wanderungen innerhalb des Parks. Der Weg beginnt gegenüber der Zion Lodge. Man überquert eine Fußbrücke und nimmt den geteerten Weg nach rechts zu den Lower Emerald Pools. Von dort sind es nur 0,2 Meilen bis zu dem etwas oberhalb gelegenen Middle Pool. Unterwegs führt ein steiler Weg von 0,3 Meilen bis zum Upper Emerald Pool mit feinen weißen Sandbänken unter steil aufragenden Felswänden.

Riverside Walk
Trailhead: Haltestelle Temple of Sinawava am Ende des Zion Canyon
Distanz: 2 Meilen retour
Steigung: gering
Benötigte Zeit: 1½ Stunden
Einer der populärsten Wanderwege des Parks führt vom Parkplatz am Ende des Scenic Drive entlang dem Flussbett des Virgin River in den immer schmaler werdenden Zion Canyon. Die feuchten Felswände sind überzogen von üppiger Vegetation, die viele Vögel und Wildtiere anzieht. Am Ende des Weges verengt sich der Canyon so sehr, dass für einen Wanderweg kein Platz mehr ist. Hier beginnt die Trekkingtour durch die Narrows, eine recht anstrengende und nicht ganz ungefährliche Wanderung durch das Flussbett des Virgin River.


Eine willkommene Abkühlung im Hochsommer

The Narrows
Trailhead: am Ende des Riverside Walk oder bei Chamberlain's Ranch, erreichbar über eine 18 Meilen lange Dirt Road, die östlich des Parks vom Highway 9 nach Norden abzweigt Distanz: max. 16 Meilen one-way
Steigung: 389 Meter
Benötigte Zeit: 1-2 Tage
Der anspruchsvolle Weg führt über die gesamte Länge durch das stellenweise kaum 6 Meter breite Flussbett des Virgin River. Zu beiden Seiten des Flusses steigen die Felswände bis zu 700 Meter steil in den Himmel, so dass nur wenig Tageslicht den Canyonboden erreicht. Das Waten durch das Flussbett ist eine sehr feuchte und anstrengende Angelegenheit, denn das Wasser - im Juni und September meist knöcheltief - kann bis in Brusthöhe reichen. Da sich die Wassertiefe oft nur schwer abschätzen lässt, benutzen die meisten Wanderer einen langen Stock. Zu den besonderen Gefahren gehören Unterkühlung und die sogenannten "flash floods", die nach Sommergewittern als meterhohe Sturzfluten durch die schmale Schlucht rasen.

Für die Canyonwanderung bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Eine schöne Halbtagestour führt beispielsweise vom Beginn der Narrows 1½ Meilen durch das Flussbett bis zum Orderville Canyon - zurück auf dem gleichen Weg. Wer den gesamten Canyon durchwandern möchte, sollte die Tour am nördlichen Trailhead bei Chamberlain's Ranch beginnen. Von dort folgt man dem Virgin River flussabwärts, was wesentlich weniger anstrengend ist als in umgekehrter Richtung. Für Tages- und Zweitagestouren benötigt man auf jeden Fall ein Permit der Parkranger (nicht, wenn man wie die meisten Besucher dem Flussbett nur ein kurzes Stück folgt und wieder umkehrt). Die Anzahl dieser Genehmigungen pro Tag ist begrenzt. Sie werden am Tag zuvor in allen Besucherzentren des Parks ausgestellt. Die notwendige Ausrüstung für diese Tour (Stock, Neoprensocken und wasserfeste Boots) kann man sich in Springdale westlich des Nationalparks gegen eine Tagesgebühr ausleihen. Achtung: im Canyon wächst auch Poison Ivy!

Angels Landing
Angels Landing ist eines der schönsten Wanderziele im Park

Angels Landing  
Trailhead: Zion Canyon, Haltestelle The Grotto
Distanz: 2 Meilen one-way bis Scout Lookout, 2,5 Meilen one-way bis Angels Landing
Steigung: 325 Meter bis Scout Lookout, 453 Meter bis Angels Landing
Benötigte Zeit: 4 Stunden
Ausgangspunkt dieser abwechslungsreichen und spannenden, aber auch sehr anstrengenden Tour ist der Shuttle-Stopp ‚The Grotto' im Zion Canyon. Blickt man von hier aus nach Norden, erkennt man auf der linken Talseite bereits das Ziel dieser Wanderung, einen gewaltigen Felsmonolithen, der wie ein überdimensionaler Schiffsbug in den Zion Canyon hineinragt. Was man aus dieser Perspektive allerdings noch nicht erkennt, ist der schmale Grat, der auf diesem Felsrücken entlangführt und an einem 450 Meter oberhalb des Tals gelegenen Felsvorsprung mit dem schönen Namen Angels Landing endet. Obwohl dieser Aussichtspunkt etwas tiefer liegt als der Canyonrim hat man von hier aus den wohl schönsten Panoramablick innerhalb des Zion Canyon. Genau gegenüber liegt Weeping Rock, davor in einer Fluss-Schleife des Virgin River die Felsnadel ‚The Organ' und etwas rechts davon das beeindruckende Felsmassiv des Grand White Throne. Nach Norden erstreckt sich der Blick weit hinein in die breite, bewaldete Schlucht des Zion Canyon.

   Angels Landing
Etwas Schatten gibt es nur im Refrigerator Canyon

Ist der erste Teil des Weges bis Scout Lookout noch von jedem, der über ausreichend Kondition verfügt, gut machbar, ist für den zweiten Teil schon etwas Mut und Geschicklichkeit erforderlich, denn aus dem Wanderweg wird nun eine Art Klettersteig, der an den besonders exponierten und abschüssigen Stellen durch lange Stahlseile und Ketten abgesichert ist. Dieser Teil des Weges, bei dem es auf einer Distanz von 0,5 Meilen nochmals 150 Höhenmeter zu überwinden gilt, ist definitiv nichts für Leute mit Höhenangst und sollte auch nur dann begangen werden, wenn kein Gewitter droht, denn der Felsvorsprung ist ebenso wie der lange, exponierte Grat extrem blitzschlaggefährdet! Im Sommer empfiehlt es sich, diese Wanderung bereits sehr früh am Morgen zu beginnen, denn man ist die ganze Zeit - bis auf die kurze Strecke durch den Refrigerator Cayon - der prallen Sonne ausgesetzt! Wer nach der anstrengenden Tour Lust auf ein kleine Siesta und etwas Abkühlung hat, findet am Virgin River etwas nördlich der Holzbrücke eine schöne Badestelle.

Angels Landing    Angels Landing
Über diesen schmalen Grat klettert der Pfad hoch zu Angels Landing

Eine Verlängerung dieser Wanderung führt vom Scout Lookout zum West Rim Viewpoint und von dort dem West Rim Trail noch weiter folgend bis zum Lava Point auf knapp 2.400 Metern Höhe. Distanz ab Grotto Picnic Area: 12,8 Meilen one-way bis zum West Rim Viewpoint, 13,3 Meilen bis Lava Point, Steigung knapp 1000 Meter. Für diese Tour benötigt man hin und zurück mindestens zwei Tage und damit ein Backcountry Permit der Parkverwaltung. Die Wanderung lässt sich aber auch als one-way Hike durchführen, falls man über ein zweites Fahrzeug verfügt, das man für den späteren Rücktransport am Lava Point parkt. Man erreicht diesen Viewpoint, an dem sich auch ein Einfachcampground befindet, über eine kurze ungeteerte Stichstraße, die vom nördlichen Ende der Kolob Canyon Road nach Osten abzweigt.

Angels Landing
Panoramablick von Angels Landing hinunter in den Zion Canyon

Fotogalerie Angels Landing

Hidden Canyon Trail / Observation Point
Trilhead: Zion Canyon, Haltestelle Weeping Rock
Distanz: 2,5 Meilen
Steigung: 300 Meter
Benötigte Zeit: 3 Stunden
Bei der Weggabelung kurz hinter dem Trailhead wendet man sich nach rechts und folgt dem East Rim Trail 0,8 Meilen in Serpentinen bergauf bis zu einem schönen Aussichtspunkt auf das von hohen Felswänden gesäumte Tal des Zion Canyon. Hier beginnt der immer schmaler werdende Hidden Canyon Trail, der auf langen Strecken direkt am Abgrund entlang führt und dadurch Klettersteigcharakter besitzt. Besonders gefährliche Passagen sind durch Ketten gesichert. Am Eingang des Hidden Canyon bildet sich nach Regenfällen ein kleiner Wasserfall. Der Weg durch den Canyon selbst ist etwa 1 Meile lang und relativ eben. Die hohen Felswände lassen jedoch nur um die Mittagszeit das Tageslicht bis zum 20 Meter breiten Grund des Canyons vordringen. Zu den besonderen Attraktionen dieser Schlucht gehören mehrere Sandsteinhöhlen, ein kleiner natürlicher Steinbogen und eine äußerst vielfältige Vegetation.

   
Slot Canyon auf dem Weg zum Observation Point

Eine schöne Alternative führt von der Abzweigung zum Hidden Canyon nach links weiter dem East Rim Trail folgend bergauf. Hinter zwei Biegungen gelangt man zu einen kurzen, aber äußerst sehenswerten Slot Canyon, den man auf halber Höhe auf einem in den Felsen gesprengten Weg durchquert. Ein weiteres mögliches Ziel ist von hier aus der Observation Point mit tollem Rundumblick auf den in der Tiefe gelegenen Zion Canyon (4 Meilen one-way ab Weeping Rock Trailhead, Gesamtsteigung 655 Meter).

Wanderungen am Zion-Mt. Carmel Highway

Canyon Overlook
Trailhead: am Zion-Mt. Carmel Highway zwischen South und East Entrance, unmittelbar östlich des längeren (West-)Tunnels
Distanz: 1 Meile
Steigung: 50 Meter
Benötigte Zeit: 1 Stunde
Der Weg bietet sehr schöne Ausblicke ohne große Steigungen. Er führt durch die Schlucht oberhalb des Pine Creek bis zu einem Aussichtspunkt auf den unteren Zion Canyon, Bridge Mountain, Streaked Wall, East Temple, West Temple und Towers of the Virgin. The Great Arch, ein 120 Meter hoher natürlicher Steinbogen, der etwas zurück in die Felswand versetzt ist, liegt direkt unterhalb.

Wanderungen in der Kolob Canyon Area

Taylor Creek Trail  
Trailhead: am Taylor Creek Trailhead und Parkplatz, etwa 2 Meilen hinter dem Kolob Visitor Center
Distanz: 2,7 Meilen one-way
Steigung: 137 Meter
Benötigte Zeit: etwa 3 Stunden
Dies ist die schönste Halbtageswanderung in der Kolob Area. Vom Parkplatz geht es zunächst über Stufen 200 Meter steil bergab bis zum Grunde des Taylor Canyon. Unten angelangt, wendet man sich nach rechts und folgt dann stets dem schattigen Bachbett des Taylor Creek, der immer wieder überquert werden muss. Die Wanderung eignet sich daher auch sehr gut für die heiße Jahreszeit. Unterwegs bieten sich immer wieder beeindruckende Panoramablicke auf die mächtigen Felsendome aus farbigem Sandstein, die den Canyon auf beiden Seiten flankieren und für die Kolob Area typisch sind. Auch eine kleine Log Cabin gibt es zu sehen. Der Weg endet am Double Arch Alcove, einer riesigen Grotte mit feuchten, bemoosten Wänden, die aus mehreren übereinander gelagerten Felsstufen besteht und von einem gewaltigen Steinbogen überragt wird.


Impressionen vom Taylor Creek Trail

Kolob Arch Trail
Trailhead: beim Lee Pass an der Kolob Canyon Road im nordw. Parkteil, 4 Meilen hinter dem Visitor Center
Distanz: 7 Meilen one-way
Steigung: 213 Meter
Benötigte Zeit: 8-10 Stunden
Dieser lange, aber lohnenswerte Wanderweg in der nur wenig besuchten Kolob Area führt entlang dem Bachbett des Timber Creek und des La Verkin Creek zum größten Steinbogen der Welt. Der riesige Kolob Arch besitzt eine Spannweite von 94,2 Metern - 1 Meter länger als sein Konkurrent Landscape Arch im Arches Nationalpark. Das beste Fotolicht hat man am frühen Morgen, so dass man diese Wanderung am besten als Zweitagestour plant und in der Nähe des Steinbogens übernachtet (Alternativroute siehe Hop Valley Trail).

Wanderungen an der Kolob Terrace Road

The Subway  
Trailhead: Left Fort Trailhead an der Kolob Terrace Road, etwa 8 Meilen nördlich der Abzweigung vom Highway 9 (die Canyoneering-Variante beginnt am Wildcat Trailhead etwa 7 Meilen weiter)
Distanz: 4,5 Meilen one-way ab Left Fork Trailhead
Höhenunterschied: 122 Meter
Benötigte Zeit: 6-8 Stunden
Diese etwas ungewöhnliche Wanderung mit Abenteuercharakter beginnt an der Kolob Terrace Road im wenig besuchten Mittelteil des Parks. Highlight der Tour ist ein nach oben offener langer Felsentunnel, durch den sich das Wasser des North Creek in mehrere terrassenförmig angeordnete blaugrün schimmernde Pools ergießt. Beim Klettern über die Felsen ist jedoch Vorsicht geboten, denn an manchen Stellen sind die von Algen und Moosen überzogenen Steine sehr glattgeschliffen und rutschig.

Für diese Wanderung benötigt man übrigens ein kostenpflichtiges Backcountry Permit der Parkverwaltung, das man entweder im Zion Canyon Visitor Center oder im Kolob Canyon Visitor Center erhält. Pro Tag wird allerdings nur eine begrenzte Anzahl solcher Walk-In Permits ausgestellt. Diese werden nach dem Prinzip first-come, first-serve vergeben, und zwar entweder für den gleichen oder den darauf folgenden Tag. Man sollte sich auch ein wenig Zeit nehmen, denn das Ausstellen der Permits dauert etwas. Eine Alternative, um schon im Voraus an ein Permit zu gelangen, ist die Teilnahme an einer online Lotterie der Parkverwaltung. Nähere Infos dazu erhält man unter der Internetadresse https://zionpermits.nps.gov/ . Die konkrete Reservierung muss dabei 3 Monate vor dem geplanten Hike erfolgen. Dazu wählt man auf besagter Internetseite die Kategorie ‚Slot Canyon Daytrips' (https://zionpermits.nps.gov/backcountry.cfm?TripTypeID=3) und dann als Wanderung ‚Left Fork North Creek (Subway)'. Hat man durch die Lotterie eine Reservierung für das gewünschte Datum erhalten, muss man sich trotzdem noch einmal vor Ort am Tag zuvor oder am gleichen Tag in einem der beiden Visitor Center das Permit abholen.


Bei dieser Wanderung bekommt man garantiert nasse Füße

Als Trailhead kommen zwei Alternativen in Betracht, der Left Fork Trailhead oder der etwas weiter nördlich gelegene Wildcat Canyon Trailhead, der allerdings nur für Leute mit technischer Ausrüstung und Erfahrung im Canyoneering in Frage kommt. Die Wanderung ab dem Left Fork Trailhead erfordert zwar kein technisches Know-how, ist aber im Gegensatz zu den anderen hier beschriebenen Wanderwegen aufgrund des stellenweise schwierigen Terrains und des nur spärlich markierten Trails eher ein Wilderness Hike, bei dem man durch die vielen Bachdurchquerungen auch recht schnell nasse Füße bekommt. Besonders im Frühjahr empfiehlt es sich deshalb, die Wanderung nur mit Neopren Socken und speziellen Wading Boots zu unternehmen. Wer die Wanderung im Hochsommer unternehmen möchte, sollte aufgrund der Flash-Flood Gefahr unbedingt vorher den Wetterbericht einholen. In dieser Jahreszeit sollte man bei der Planung der Wanderung auch bedenken, dass der Abstieg hinunter in den Great West Canyon sehr steil ist und der Aufstieg auf dem Rückweg bis zum Nachmittag in der prallen Sonne liegt. Schatten hat man dort erst am Abend wieder.


Im Inneren der Subway

Die Wanderung beginnt am Left Fort Trailhead. Von dort folgt man dem gut erkennbaren schmalen Trampelpfad Richtung Nordosten, bis man nach einem Kilometer am Canyonrand des Great West Canyon steht. Hier geht es nun über lose Steine und Geröll 120 Meter sehr steil bergab bis zum Fluss. Die Stelle für den Aufstieg sollte man sich übrigens gut merken oder noch besser mit einem GPS-Gerät markieren, denn man kann sie auf dem Rückweg leicht verfehlen! Unten angelangt, wendet man sich nun nach links und folgt dann stets dem Fluss in nordöstlicher Richtung, bis man nach ca. 3 Stunden die Lavaröhre der Subway erreicht (GPS Daten 37°18'33''N - 113°03'08''W).

Eine gute Topomap zu dieser Wanderung sowie ausgezeichnete Beschreibungen sämtlicher Hikes im Zion Nationalpark findet man auf der Seite des amerikanischen Fotografen Joe Braun http://www.citrusmilo.com/zionguide/.

Die anspruchsvollere Variante ab Wildcat Canyon Trailhead wird in der Regel als one-way Hike durchgeführt, d.h. man startet am Wildcat Canyon Trailhead und folgt dem North Creek flussabwärts bis zum Left Fork Trailhead. Diese Tour erfordert neben einem zweiten Fahrzeug Erfahrung im Abseilen und ein mindestens 20 Meter langes Kletterseil. Hinzu kommen mehrere längere Schwimmpassagen durch das eiskalte Flusswasser. Nähere Infos erhält man unter http://www.climb-utah.com/Zion/subway.htm.

Hop Valley Trail
Trailhead: am Hop Valley Trailhead gibt es kleinen Parkplatz, die Loop Road dort ist aber sehr eng. Vorsicht auch vor den spitzen Steinen!
Distanz: 8 Meilen one-way bis zum Kolob Arch
Benötigte Zeit: 6-10 Stunden
Der Hop Valley Trail ist eine etwas längere Alternativ-Route für die Wanderung zum Kolob Arch (siehe Kolob Arch Trail). Teile des Wegs sind allerdings sehr sandig, was das Gehen vor allem im Hochsommer sehr anstrengend macht. Schönste Zeit für diese Wanderung ist der Herbst, wenn sich die Blätter der Laubbäume bunt färben. Weniger gut geeignet ist dagegen das Frühjahr, da die zahlreichen Furten durch den Hop Creek dann noch zu matschig sind.

Hop Valley
Im Sommer blühen im Park zahlreiche Wildblumen

Übernachtung
Einzige Unterkunftsmöglichkeit für Nichtcamper innerhalb des Parks ist die Zion Lodge, Reservierung möglichst frühzeitig über TW Recreational Services, P.O. Box 400, Cedar City UT 884720, Tel. (435) 586-9476. Die Lodge mit Snack Bar, Restaurant, kleinem Laden und Post Office liegt im Zentrum des Parks am Zion Scenic Drive, etwa 3 Meilen hinter dem Parkeingang. Gäste der Lodge erhalten für die Zufahrt zur Lodge im Sommer ein Sonderpermit. Ausreichend Motels findet man außerhalb des Parks in den Städten Springdale, Rockville, Hurricane und Mt. Carmel Junction. Gleich am Beginn des Zion Canyon Scenic Drive liegen die beiden Einfachcampgrounds des Parks - South Park mit 150 und Watchman mit 223 Plätzen. South Park bietet großzügige Stellplätze unter schattigen Bäumen mit Feuerstellen, Tischen und Bänken, geeignet vor allem für Zelte und Pickup Camper. Watchman bietet kaum Schatten und richtet sich mit seinen Elektrizitätsanschlüssen eher an Wohnmobilbesitzer.


Übernachten kann man auch in Springdale

Da der Besucherandrang in den Sommermonaten recht groß ist, sollte man zur Hauptreisezeit bei beiden Plätzen bis spätestens gegen Mittag seinen Platz belegt haben. Von Anfang April bis Ende Oktober können für den Watchman Campground Reservierungen vorgenommen werden (Tel. 1-800-365-2267 oder www.nps.gov) , ansonsten gilt für beide Campgrounds das Prinzip first-come, first-serve.

Watchman CG
Lage: beim Zion Canyon Visitor Center
Anzahl Plätze: 223
Ausstattung: einfache Toiletten, zentrale Dumpstation, Elektrizitätsanschlüsse, Frischwasser
Öffnungszeit: ganzjährig

South Park CG
Lage: nördlich des Zion Canyon Visitor Center
Anzahl Plätze: 140
Ausstattung: einfache Toiletten, zentrale Dumpstation, Feuerstellen, Tische, Bänke, Frischwasser
Öffnungszeit: Mitte März bis Ende Oktober

Zion Canyon Campground
Lage: am Hwy 9, ½ Meile südlich des Zion South Entrance
Anzahl Plätze: 171 (89 mit full hookup)
Ausstattung: Duschen, Waschmaschinen, Laden, Restaurant, Möglichkeit zum Schwimmen und Angeln
Öffnungszeit: ganzjährig

In der Kolob Area im Nordwesten des Parks gibt es keine Campingmöglichkeit. Der nächste kommerzielle Campingplatz befindet sich ca. 7 Meilen nördlich in Kanarraville. Schöne und preislich günstige Zeltplätze findet man an der Red Cliffs Recreation Site nahe der I-15, etwa 15 Meilen nordöstlich von St. George. Ein Einfachcampground mit 5 Stellplätzen befindet sich auch am Ende der Kolob Terrace Road beim Aussichtspunkt Lava Point. Achtung: dies ist Bärengebiet!

Red Ledge RV Park & Campground
Zufahrt: von der Zufahrt zur Kolob Area auf der I-15 weitere 2 Meilen nach Norden (Exit 42) oder von Norden kommend I-15 (Exit 51), dann jeweils 4,5 Meilen bis Downtown Kanarraville
Anzahl Plätze: 22 (alle full hookup), einige Minicabins und Zeltplätze
Ausstattung: Duschen, Waschmaschinen, Laden
Öffnungszeit: ganzjährig

Abstecher

Snow Canyon State Park
Lage: Der nur wenig bekannte Park liegt in der äußersten Südwestecke Utahs, etwa 10 Meilen nördlich von St. George.
Die abwechslungsreiche Parklandschaft besteht aus einer Mischung aus sonderbar waschbrettartig gefalteten Sandsteinhügeln, Höhlen, schwarzen Lavafeldern, Sanddünen und hoch aufragenden roten Felstürmen, die in Filmen wie "Butch Cassidy" oder "Sundance Kid" als stimmungsvolle Kulisse dienten. Die als Scenic Byway ausgewiesene 6 Meilen lange Snow Canyon Road führt direkt durch den Canyon und ist Teil des Hwy 300, der von St.George über die Städtchen Santa Clara und Ivins nach Norden führt und schließlich 10 Meilen nördlich von St. George in den Hwy 18 mündet. An dieser Parkroad befinden sich auch ein kleiner Campingplatz und die verschiedenen Trailheads.

Von der I-18 südlich der Abzweigung auf die Snow Canyon Road führt eine geteerte Stichstraße von ½ Meile zum Aussichtspunkt Panorama Point. Die rot leuchtenden Felstürme und Sandsteinmonolithen, die wie gigantische Bauwerke über zwei erstarrten Lavaflüssen in den Himmel aufragen, bieten vor allem in den Morgen- und Abendstunden sehr reizvolle Fotomotive.


Kakteenblüte im Snow Canyon

Smithsonian Butte National Backcountry Byway
Eine reizvolle, ungeteerte Nebenstrecke verbindet auf 7,6 Meilen den von Arizona kommenden Hwy 389 / 59 mit dem Highway 9 in der Nähe des Zion South Entrance. Von Süden nach Norden fahrend bieten sich dabei immer wieder schöne Blicke auf das reizvolle Bergpanorama des Zion Nationalparks weit in der Ferne. Die bei trockenem Wetter von allen Fahrzeugen mit guter Bodenfreiheit befahrbare Dirt Road beginnt am Hwy 59 nordwestlich von Colorado City nahe dem Milepost 8. Achtung: die Abzweigung ist nicht ausgeschildert! Man folgt einfach dem breiten ungeteerten Feldweg mit rötlichem Bodenbelag Richtung Norden. Kurze Zeit später klettert der nun immer rauer und steiniger werdende Weg in vielen schmalen Kurven hinauf in die hügelige Felslandschaft zu Füßen des Smithsonian Butte und des Canaan Mountain. Der Byway endet am Städtchen Rockville 7 Meilen westlich des Zion South Entrance.


Smithsonian Butte National Backcountry Byway

Coral Pink Sand Dunes State Park
Lage: an der Grenze zu Arizona, einige Meilen westlich von Kanab
Zufahrt: Von Kanab aus folgt man der US 89 etwa 8 Meilen Richtung Norden. Zwischen Milepost 72 und 73 zweigt man dann auf die 9 Meilen lange geteerte Hancock Road ab, folgt ihr Richtung Süden bis zum Ende und biegt dann nach links ab Richtung State Park. Der größte Teil dieses Tals westlich von Kanab besteht aus rosafarbenen Sanddünen, die eine Höhe bis zu 100 Metern erreichen. Die Besucher dieses State Parks sind meist Amerikaner, die hier in einem speziell ausgewiesenen Gebiet mit ihren ATV's und Dünenbuggies über die Sandhügel flitzen.

Der Park besitzt einen kleinen Campground und eine sogenannte Day-Use-Area. Ein kurzer Brettersteg führt von hier aus in ein besonders geschütztes Dünengebiet. Hinweistafeln entlang dieses Naturlehrpfads erläutern Geologie, Flora und Fauna des Parks. Zwischen Day-Use-Area und Campground liegt die Zufahrt zum ATV-Gelände. Der ganzjährig geöffnete Campground des Parks liegt in einem kleinen Kiefernwäldchen. Zur Einrichtung gehören 22 Stellplätze, Toiletten, Duschen und eine zentrale Dumpstation. Etwas abgelegener und ruhiger übernachtet man an dem vom BLM unterhaltenen Einfachcampground Ponderosa Grove 2 Meilen nördlich des Parks.


Die Sand Dunes sind ein beliebtes ATV-Gebiet

Silver Reef
Ein Abstecher führt nördlich von Harrisburg Jct. von der I-15 zwischen St. George und Cedar City zu einer ghost town, in deren Nähe 1870 reiche Silbervorkommen entdeckt wurden. Zwischen 1878 und 1882 besaß der kleine Ort eine Bevölkerungszahl von 1500 Menschen, darunter viele mit chinesischer Abstammung. Die letzte Mine schloss 1891. Hauptattraktion des Ortes, das neben Ruinen inzwischen auch schon wieder einige moderne Gebäude besitzt, ist das einst im Stadtzentrum gelegene und aus Stein erbaute Wells Fargo Building. Im Innern befindet sich die Jerry Anderson Gallery und das kleine Silver Reef Museum (Öffnungszeit: Mo-Sa 9-17 Uhr). Zufahrt: I-15 Exit 22 oder 23, 1,3 Meilen ausgeschilderte Zufahrt auf geteerter Straße.


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