Salt Lake City
Salt Lake City, die Hauptstadt Utahs, ist nicht nur das wirtschaftliche und politische Zentrum des Staates, sondern auch der Hauptsitz der Mormonenkirche LDS (Latter-day Saints), der 40 Prozent der Stadtbevölkerung und weltweit etwa 7,5 Millionen Menschen angehören. Ebenso interessant wie eine Besichtigung des Temple Square sind Ausflüge in die nahegelegenen Wasatch Mountains (s. auch Provo Canyon Scenic Byway), zur größten Kupfertagebaumine der Welt und zum Antilope Island State Park, der größten Insel des Great Salt Lake.
Joseph Smith, ein Farmer im Staate New York, gründete 1830 eine neue christliche Religion, die sich hauptsächlich durch eine sehr strenge Moral, enge Familienbindungen, einfache und gesunde Lebensführung und starkes soziales Engagement von den bisherigen Glaubensrichtungen unterscheiden sollte. Angetrieben von seinem Sendungsbewusstsein verfasste er ein Buch und begann, weitere Anhänger für seinen Glauben zu werben. Misstrauisch beobachtet und verfolgt von seinen Nachbarn, zog die kleine Gruppe schließlich nach Ohio und Missouri.
Hier landete Smith aufgrund seiner ständigen Agitation, vor allem aber wegen seiner Angriffe gegen die Sklaverei, 1839 im Gefängnis. Von Gewalt und Verfolgung bedroht, zog man schließlich weiter Richtung Osten bis nach Illinois, wo die Siedler ein großes Stück Sumpfland kauften, urbar machten und darauf ihre erste große Stadt mit einer großen Tempelanlage errichteten. Aber auch dieser Versuch scheiterte. 1844 wurden Smith und sein Bruder von einer aufgebrachten Menschenmenge ermordet. Aus Angst vor weiterer Rache und Verfolgung entschloss sich sein Nachfolger, Brigham Young, mitten im Winter 1845 mit 3500 Personen weiter nach Westen zu ziehen. Nach 17 Jahren ununterbrochener Verfolgung erreichte die Gruppe schließlich die völlig verlassene Gegend des Salt Lake Valley im Herzen Utahs. Hier hatten sie schließlich ein Gebiet gefunden, in dem sie sesshaft werden und ihre Religion ungestört ausüben konnten. Zentral geplant und gesteuert, wurde die weitere Besiedlung des Landes systematisch vorangetrieben.
Zehn Jahre nach Gründung der Stadt führte Misstrauen und Argwohn der Bevölkerung außerhalb Utahs zum sogenannten "Utah War". Gerüchte von einer Mormonenrebellion veranlassten Präsident James Buchanan, die größte Streitmacht zusammenzuziehen, die es in Amerika jemals in Friedenszeiten gab. Während die Mormonen durch Vertreibung von Viehherden erfolgreich den Nachschub für die auf die Stadt anrückenden Truppen störten, bewegte sich fast die gesamte Stadtbevölkerung in einer geordneten Evakuierung nach Süden. Als die Soldaten schließlich im Juni 1858 in die Stadt einrückten, fanden sie nur verlassene Straßenzüge und eine Handvoll Männer - bereit, sämtliche Gebäude in Flammen zu legen, falls die Truppen es wagen sollten, die Stadt zu besetzen. Eine kriegerische Auseinandersetzung war damit abgewehrt - die Einwohner konnten zurückkehren.
Erst mit dem Bau der Eisenbahn 1870 und der zunehmenden Einwanderung anderer Bevölkerungsgruppen sank der Anteil der Mormonen an der weißen Bevölkerung Utahs von über 90 Prozent allmählich auf 50 Prozent. Einige Zeit versuchte man noch, über die Gründung einer eigenen politischen Partei die bisherige Machtstellung aufrechtzuerhalten, aber die Gegenkräfte waren bereits zu stark. Als man 1880 die politische Auseinandersetzung um die Polygamie verlor, wurde die Partei aufgelöst. Aber auch ohne die offizielle politische Macht besitzen die Mormonen bis heute großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss.
The Great Salt Lake
Der Salzsee besitzt eine maximale Ausdehnung von 116 km Länge und 54 km Breite. Die jährlichen Schwankungen des Wasserpegels um etwa einen halben Meter werden verursacht durch den Wasserzufluss nach der Schneeschmelze im Frühjahr und der folgenden Austrocknung im Hochsommer und Herbst. Länger andauernde Pegelschwankungen bis zu 6 Metern werden verursacht durch Klimawechsel, aber auch durch Eingriffe des Menschen wie industrielle Mineralien- und Salzgewinnung oder die Ableitung von Wasser für Bewässerungsprojekte. Im Jahr 1963 erreichte der See mit 7,2 Metern einen bis dahin nicht erreichten Niedrigpegel, so dass Experten befürchteten, er könne bald völlig austrocknen.
Unglücklicherweise begann man genau in dieser Zeit einige größere Bauprojekte in Ufernähe. Zwischen 1982 und 1987 stieg der See jedoch völlig unerwartet wieder um 3½ Meter an. Große Teile von Salt Lake City inklusive Flughafen, Eisenbahnlinie und der Interstate I-80 waren unmittelbar von einer Überschwemmung bedroht. Dämme und Naturschutzgebiete waren überflutet. In dieser Situation beschloss eine Notkommission der Regierung, das überschüssige Wasser zum West Pond in der westlich gelegenen Great Salt Lake Desert abzupumpen. Bereits nach einem Jahr war der Wasserspiegel wieder auf sein Normalmaß gesunken, so dass alle weiteren Aktivitäten eingestellt wurden. Die Salzkonzentration des Sees liegt je nach Wasserstand bei 6 bis 20 Prozent (gegenüber 3,5 Prozent im Meerwasser). Neben Salz besitzt das bitter schmeckende Wasser auch einen hohen Anteil an Mineralien, die von großen Firmen industriell abgebaut werden (Magnesium, Lithium, Gips, Chlor, Kalium). Die orangerote und blaugrüne Färbung bestimmter Uferbereiche stammt von Bakterien und Algen.
Anreise/Transport
Der Salt Lake City International Airport liegt etwa 6 Meilen westlich von Downtown. Zu den Einrichtungen gehören eine Touristeninformation, Geldwechsel, Restaurants und Autovermietungen. Mit Taxis oder lokalen Buslinien gelangt man vom Flughafen in die Innenstadt. Die Greyhound Buslinie, 160 W South Temple, bietet Fernverbindungen nach Las Vegas, Los Angeles, San Francisco, Denver, Portland und Seattle. Vom Río Grande Depot, 300 S Río Grande Nähe Downtown, fahren die Züge der Amtrak täglich nach Los Angeles, Denver, Chicago, San Francisco und Seattle. Das innerstädtische Bussystem UTA kann im Bereich 400 South bis North Temple und 200 East bis West Temple kostenlos benutzt werden. Detaillierte Pläne mit Haltestellen und Fahrtzeiten erhält man bei den Informationsstellen, in Einkaufszentren und öffentlichen Gebäuden.
Sehenswürdigkeiten & sights
Temple Square
Lage: im Zentrum von Downtown, zwischen North Temple und South Temple Street
Die Gebäude und Parkanlagen des Temple Square bilden das Zentrum der Mormonenkirche Utahs. Das auffälligste Gebäude ist der Salt Lake Temple, erbaut aus den hellen Granitblöcken des Cottonwood Canyon, 20 Meilen südöstlich der Stadt. Der höchste der quadratischen, schlanken Türme misst 64 Meter und ist gekrönt von einer goldverzierten Kupferstatue des Engels Moroni. Fertiggestellt wurde der Tempel 1893 nach über vierzigjähriger Bauzeit. Touristen ist der Zutritt nicht erlaubt. Ungewöhnlich ist auch der kuppelförmige Tabernacle, eine eigenwillige Konstruktion des Brückenarchitekten Henry Grow. Im Innern befinden sich 6.500 Sitzplätze und eine riesige Orgel aus dem Jahr 1867 mit 12.000 Pfeifen und fünf Manualen. Das jeden Sonntag morgen stattfindende Konzert des Mormon Tabernacle Chor (320 Gesangsstimmen) wird in Fernsehen und Radio übertragen. Einen Eindruck von der hervorragenden Akustik dieser Halle erhält man als Besucher auch während der regelmäßig stattfindenden Chorproben (Donnerstag Abend und Sonntag sehr früh morgens). Zur Anlage gehören schließlich noch zwei Besucherzentren (eines am Nord- und eines am Südeingang), die Assembly Hall, die heute vorwiegend als Konzerthalle genutzt wird, gepflegte Park- und Grünanlagen, Blumenrabatte und Springbrunnen. Öffnungszeit: im Sommer 8-22 Uhr, sonst 9-21 Uhr.
Family History Library
Lage: westlich des Temple Square, 35 N. West Temple
Die größte genealogische Bibliothek der Welt umfasst über eine Million Mikrofilmrollen mit der Familiengeschichte einer Milliarde Menschen aus dem Raum Europa/Nordamerika. Wer sich für Ahnenforschung - egal welcher Glaubensrichtung - interessiert, findet hier eines der besten Archive. Öffnungszeit: Mo 7.30-18 Uhr, Di-Fr 7.30-22 Uhr, Sa 7.30-17 Uhr.
Beehive House
Lage: an der Kreuzung South Temple und State Street, südöstlich des Temple Square
Das 1855 errichtete Haus von Brigham Young und seiner Familie (27 Frauen und 56 Kinder!) kann auf geführten Touren besichtigt werden. Touren So 10-13 Uhr, Mo-Sa 9.30-16.30 Uhr. Gegenüber liegt das Lion House aus dem Jahr 1855/56, ein Adobegebäude, das von einem Steinlöwen bewacht wird und Brigham Young als Vorratshaus für seine Großfamilie diente. Eine Besichtigung ist nicht möglich.
Hansen Planetarium
Lage: 15 S. State Street, östlich des ZCMI Center in Downtown
Museum mit Meteoriten- und Mondgestein sowie Gegenständen der Apollo-Mission. Regelmäßiges Veranstaltungsprogramm mit kombinierten Laser- und Musikshows. Im Geschenkladen erhält man astronomische Poster, Bücher und Postkarten. Öffnungszeit: Mo-Sa 9-21 Uhr, So 13-17 Uhr.
Salt Lake Art Center
Lage: 20 S. West Temple zwischen Symphonie Hall und Salt Palace
Kunstzentrum mit Gemälden, Fotografien und Skulpturen. Zum abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm gehören Workshops, Filmvorführungen, Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen. Laden mit Verkauf von Büchern, Postern, Kunst und Kunsthandwerk. Öffnungszeit: Mo-Sa 10-17 Uhr, So 13-17 Uhr.
Symphony Hall
Lage: an der Südwestecke von S. Temple Street und W. Temple Street
Das moderne Gebäude mit einer 13 Meter hohen und 41 Meter langen Glasfront beherbergt eine der besten Konzerthallen der Welt. Zur luxuriösen Ausstattung gehören Goldblätter, Kerzenleuchter aus Kristall, Messinggeländer und Eichenholz. Während der Konzertaufführungen werden die Wasserfontänen vor dem Gebäude von farbigen Scheinwerfern beleuchtet. Dienstags und freitags halbstündige geführte Touren. Auskünfte über Touren und Konzertaufführungen Tel. (533-6407/6683.
Utah State History Museum
Lage: am Westende der 300 South, 455 West
Die geräumige Lobby im Eisenbahndepot der Denver and Río Grande Railroad beherbergt wechselnde Ausstellungen zur Geschichte Utahs. Der Bahnhof aus dem Jahr 1910 ist heute Haltestation der Amtrak Personenzüge Richtung Denver, Chicago oder Los Angeles.
Utah State Capitol
Lage: auf einem Hügel nördlich von Downtown, Kreuzung 300 North und State Street
Das Gebäude aus dem Jahr 1915 ähnelt architektonisch weitgehend seinem großen Vorbild in Washington. Die Außenmauern bestehen aus Granit, die Innenwände inklusive der ionischen Säulen aus poliertem Marmor. Wandgemälde schildern die Geschichte früher Forscher und Pioniere. Vor dem Eingang befindet sich eine Bronzestatue des Indianers Massasoit. Vom Capitol bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt und die State Street, die sich 28 Meilen schnurgeradeaus nach Süden erstreckt. Öffnungszeit: im Sommer täglich 8-20 Uhr, sonst 8-18 Uhr. Im Sommer kostenlose Führungen jede halbe Stunde Mo-Fr 9-15 Uhr.
Pioneer Memorial Museum
Lage: in der Nähe des State Capitol, 300 N. Main Street (kostenloser Parkplatz zwischen Museum und Capitol) Vierstöckiges Museum mit einem wahren Sammelsurium an Ausstellungsstücken zur Geschichte der Mormonen und der Besiedlung Utahs. Das Carriage House nebenan beherbergt Sättel, Pferdekutschen und eine alte Schmiede. Kleiner Souvenirladen. Öffnungszeit: im Sommer Mo-Sa 9-17 Uhr, So 13-17 Uhr.
Utah Museum of Natural History
Lage: im Westen des Universitätsgeländes; von der University Street zwischen 200 South und 300 South auf den President's Circle abbiegen (kostenloser Parkplatz)
Sehenswertes naturgeschichtliches Museum mit ausgestopften Wildtieren sowie Nachbildungen von Dinosauriern und ausgestorbenen Säugetieren. Interessant sind auch die Ausstellungen zur Kultur der frühen Indianerstämme und zur Geschichte des Bergbaus (über 600 Mineralien!). Öffnungszeit: Mo-Sa 9.30-17.30 Uhr, So und Feiertage 12-17 Uhr.
Utah Museum of Fine Arts
Lage: im Süden des Universitätscampus, Nähe S. Campus Drive
Kleines, aber vielfältiges Kunstmuseum mit Ausstellungsstücken aus China, Indien, Südostasien, Europa, Afrika und drei Galerien mit wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer amerikanischer Kunst. Öffnungszeit: Mo-Fr 10-17 Uhr, Sa und So 14-17 Uhr.
State Arboretum of Utah
Lage: auf dem Universitätsgelände
Ein Lehrpfad durch das Universitätsgelände führt Besucher zu über 40 verschiedenen Baumarten aus allen Teilen der Welt. Eine Broschüre erhält man im Museum of Natural History. Sehenswert sind auch der Rosengarten, der größte Russische Olivenbaum der Welt (Höhe 20 Meter, Umfang 36 Meter!) und der Red Butte Garden im Nordostteil des Campus mit Orchideen, Sukkulenten und Kakteen (geöffnet täglich 9 Uhr bis Sonnenuntergang).
Fort Douglas Military Museum
Lage: östlich der Universität, von der 500 South ½ Meile nach Norden auf dem Wasatch Drive
Das Museumsgebäude im viktorianischen Stil zeigt Ausstellungen und Fotos zur Geschichte des Forts von 1862 bis zum Zweiten Weltkrieg. In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts diente der Militärposten nicht nur der Sicherung der Postlinie und dem Schutz weißer Siedler vor Indianerangriffen, sondern auch der Überwachung und Kontrolle der Mormonen. Öffnungszeit: Di-Sa 10-12 Uhr und 13-16 Uhr.
Pioneer Trail State Park
Lage: südöstlich der Universität, vom Wasatch Drive ½ Meile nach Osten auf der Sunnyside Ave. (850 South) Zum State Park gehört das ‚This Is The Place Monument', eine dreieinhalb Meter hohe Bronzestatue von Brigham Young mit zugehörigem Visitor Center (täglich 11-17Uhr), sowie Old Deseret, eine nachgebaute Pioniersiedlung mit zwölf alten Blockhütten, Handwerksvorführungen und Kutschfahrten (Memorial Day bis Labour Day nur an Wochenenden 11-17 Uhr).
Hogle Zoo
Lage: 2600 E Sunnyside Ave. (gegenüber Pioneer Trail State Park)
Der kleine Stadtzoo besitzt keine besonderen Attraktionen. Zu sehen sind Elefanten, Nashörner, Flusspferde, Gibbons, Gorillas, Orang Utans und weitere Affenarten. Für Kinder gibt es eine Miniatureisenbahn, ein Discovery Center und einen Streichelzoo. Öffnungszeit: im Sommer täglich 9-19.30 Uhr (Einlas bis 18 Uhr), im Winter 9-16 Uhr.
Abstecher
Lagoon Amusement Park And Pioneer Village
Lage: 16 Meilen nördlich von Salt Lake City, westlich von Farmington Zufahrt: I-15 (Lagoon Exit), ab da ausgeschildert
Großer Vergnügungspark mit vielen Fahrattraktionen, Imbissbuden, Parkanlagen, Pavillons, Minieisenbahn, Livemusik und Theateraufführungen. Zur Anlage gehört auch Pioneer Village, eine nachgebaute Siedlung aus der Zeit der Jahrhundertwende und Lagoon A Beach, ein Wasserpark mit Liegewiesen und mehreren Wasserrutschbahnen. Öffnungszeit: Anfang April bis Memorial Day nur Sa und So, danach bis Labour Day täglich, Labour Day bis Ende September Sa und So; jeweils 11-20 Uhr (im Sommer bis 23 Uhr).
Unmittelbar südlich des Freizeitparks liegt der Pioneer Village Campground (bei Campingplätze & campgrounds ermäßigter Eintrittspreis für den Park).
Skyline Drive
Die als Scenic Byway ausgewiesene, ungeteerte Nebenstrecke führt von Bountiful nördlich von Salt Lake City durch die alpine Berglandschaft der Wasatch Mountains bis nach Farmington ("Bountiful-Farmington-Loop"). Für die 28 Meilen lange Strecke benötigt man etwa zwei bis drei Stunden. Um zum Ausgangspunkt der Tour zu gelangen, folgt man in Bountiful der 400 North bis zur abbiegenden Vorfahrt nach links, fährt dort jedoch weiter geradeaus bis zur 2. Ampel, dort wieder links. Dann folgt man der 1350 East bis zum Beginn der ungeteerten Piste unterhalb des großen B am Berghang. Nach den ersten drei bis vier Meilen mit vielen Schlaglöchern und waschbrettartigen Querrillen wird die Straße extrem schmal und staubig. Sie ist daher nur mit hochgelegenen Pickups oder Geländewagen befahrbar. Zu den landschaftlichen Höhepunkten der Strecke gehören schroffe Felsen, Wiesen mit Teppichen aus Wildblumen, kleine verträumte Seen und schöne Panoramablicke auf Salt Lake City bis zum Great Salt Lake.
Bingham Canyon Copper Mine
Lage: 25 Meilen südwestlich von Salt Lake City in den Oquirrh Mountains Zufahrt: I-15 (Midvale Exit 301), dann auf der UT 48 nach Westen durch Copperton bis zur Mine.
Ein interessanter Abstecher führt südlich von Salt Lake City zur größten und ältesten Kupfertagebaumine der Welt mit einem Durchmesser von 2½ Meilen und einer Tiefe von 800 Metern. Seit Beginn des Tagebaus im Jahr 1906 wurden hier insgesamt 12 Millionen Tonnen Kupfer gefördert. Am Ende der Straße befindet sich ein Visitor Center und ein Aussichtspunkt. Öffnungszeit: Mitte April bis Ende Oktober täglich 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Ein unvergleichlicher Panoramablick auf die Kupfermine, Salt Lake City, den Großen Salzsee und die Wasatch Range bietet sich vom Oquirrh Overlook 10½ Meilen östlich der Stadt Tooele. Zufahrt: in Tooele nach Osten auf der Vine Street und dann 7½ Meilen durch den Middle Canyon bis zum Picknickplatz auf der rechten Straßenseite (Ende der geteerten Strecke). Ab hier beginnt eine raue und schmale, nur noch von Geländewagen befahrbare Piste. Eine Meile ist es bis zum Butterfield Pass (2.553 ü.M.), von hier nach links weitere 2½ Meilen bis zum Oquirrh Overlook (2.857 ü.M.).
Big Cottonwood Canyon Scenic Byway
Lage: zwischen Salt Lake City und Park City in den Wasatch Mountains
Der bewaldete Canyon ist im Sommer ein beliebtes Wandergebiet und im Winter ein Paradies für Abfahrts- und Skilangläufer. Man erreicht die Zufahrt zum 15 Meilen langen Scenic Byway von der I-215 (Exit 6200 South, Canyon Exit). Hier folgt man der U-152 nach Osten Richtung Solitude und Brighton. Der schönste und populärste Wanderweg beginnt bei Mill B South Fork und führt zu den drei Gebirgsseen Blanche Lake, Florence Lake und Lillian Lake (3,1 Meilen, anstrengend!). Etwas leichtere Wanderwege beginnen in der Nähe des Brighton Ski Resorts am Ende des Canyons (2.645 ü.M.). Ziele sind die Seen Twin Lakes, Lake Mary, Lake Martha, Lake Katherine und Dog Lake. Einfache Campingplätze & campgroundssmöglichkeiten bieten der Spruces Campground (9,1 Meilen canyonaufwärts, Anfang Juni bis Mitte Oktober) und der Redman Campground zwischen Solitude und Brighton (Mitte Juni bis Anfang Oktober). Komfortabler nächtigt man in der Silver Fork Lodge (11,3 Meilen canyonaufwärts) und in der Brighton Lodge mit beheiztem Swimmingpool in Brighton. Mietblockhütten und ein Restaurant bietet der Brighton Village Store.
Little Cottonwood Canyon Scenic Byway
Lage: südlich des Big Cottonwood Canyon in den Wasatch Mountains Zufahrt: I-215 (Exit 6200 South, Canyon Exit). Hier folgt man der U-210 Richtung Snowbird und Alta. In Alta, einer ehemaligen Goldgräberstadt am Ende des 11 Meilen langen Canyons, befindet sich das älteste Ski Resort Utahs, gegründet im Jahr 1938. Das nahegelegene Albion Basin, im Hochsommer übersät von Wildblumen, ist eine der meistfotografierten Regionen des nördlichen Utah. In Snowbird, eine Meile vor Alta, führt eine Seilbahn auf den 3.300 Meter hohen Gipfel des Hidden Peak (Mitte Mai bis Mitte Oktober 11-20 Uhr). Das Activity Center in Snowbird vermietet Mountainbikes und veranstaltet Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails, Kletterkurse und Mountainbiketouren. Beim White Pine Trailhead, 5,3 Meilen ab Canyoneingang, beginnen drei schöne Wanderwege zu idyllisch gelegenen Gebirgsseen (White Pine Lake 3½ Meilen, Steigung 700 Meter; Red Pine Lake 3½ Meilen, Steigung 580 Meter; Maybird Lakes 4½ Meien, Steigung 626 Meter). Einfache Zeltplätze findet man am Tanners Flat Campground (4,3 Meilen canyonaufwärts, Mitte Mai bis Mitte Okt.) und am Albion Basin Campground (11 Meilen canyonaufwärts, die letzten 2½ Meilen ungeteert, Anfang Juli bis Ende Sept.).
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