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USA Nationalparks Südwesten - Vermillion Cliffs National Monument
Kurzinfo
Das Wildnisgebiet im Grenzgebiet von Utah und Arizona grenzt direkt an das riesige Grand Staircase Escalante National Monument im Süden Utahs. Der in Arizona gelegene Teil dieser Wilderness wurde im Jahr 2000 zum Vermillion Cliffs National Monument erklärt. Bekannt wurde das Gebiet vor allem durch spektakuläre Fotos der Wave, einer riesigen weich geschwungenen und hübsch gestreiften Sandsteinwelle im Gebiet der Coyote Buttes North. Mindestens genauso eindrucksvoll sind die weiter südlich gelegenen, nur über Sandpisten erreichbaren Gebiete der Coyote Buttes South und der White Pocket, vor allem aber die extrem schmalen, bis zu 150 Meter tiefen Schluchten und Canyons des Paria River und der Buckskin Gulch, Ziel einer der abenteuerlichsten Trekkingtouren im gesamten Südwesten.
Sehenswürdigkeiten & sights
Coyote Buttes North - The Wave
Zufahrt und Trailhead: vom Hwy 89 zweigt knapp 5 Meilen westlich der Paria Contact Station (nahe Milemarker 26) in einer Rechtskurve eine Dirt Road nach links ab. Dies ist die House Rock Valley Road, eine knapp 30 Meilen lange, relativ breite und bei Trockenheit auch von PKW befahrbare ‚graded dirt road', die den Highway 89 mit dem Highway 89 Alt östlich von Jacob Lake in Nord-Süd-Richtung verbindet. Auf dieser Dirt Road fährt man 8,5 Meilen nach Süden bis zum Wire Pass Trailhead. Dieser ist gleichzeitig Ausgangspunkt für die Wanderung zur Wave und durch die Buckskin Gulch. Das einzige Problem auf dieser 8,5 Meilen langen ungeteerten Zufahrtsstraße ist nach etwa 4 Meilen ein quer verlaufender Wash, der sich nach heftigen Regenfällen in ein tiefes und bis zu 20 Meter langes Schlammloch verwandeln kann, das dann für mehrere Tage entweder gar nicht oder nur mit Allrad und High Clearance passierbar ist. In diesem Fall kann man entweder warten, bis die Bagger den Weg wieder begradigen (was einige Tage dauern kann!), einen professionellen Shuttle für den Transport zum Trailhead bezahlen (bei Paria Oupost), die zusätzlichen 4 Meilen one-way bis zum Trailhead zu Fuß zurücklegen oder einen sehr langen Umweg in Kauf nehmen und die Zufahrt von Süden wählen. Dies sind allerdings 21 Meilen Dirt Road, darunter einige sandige Abschnitte.
Distanz: 3 Meilen one-way
Benötigte Zeit: mindestens ein halber Tag
Höhenunterschied: 150 Meter
Eine längere Querfeldeinwanderung durch eine von rotem Sand und Fels dominierte hügelige Wüstenlandschaft endet nach kurzem steilem Aufstieg bei der Wave, einer surrealistisch anmutenden, farbenprächtigen Sandsteinwelle, deren gestreifte Wände sich anmutig und weich in großem Bogen in den Himmel emporschwingen. Da die Sonnenstrahlen das Innere der Wave erst relativ spät am Vormittag auszuleuchten beginnen, kann man bei einem frühen Start die Morgenstunden dazu nutzen, um die ebenso interessante Umgebung der Wave ein bisschen genauer zu erkunden, was je nach Neugier und Entdeckerfreude wiederum mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Besonders interessant ist dabei das langsam ansteigende Amphitheater direkt oberhalb der Wave, das von einem kleinen Natursteinbogen, dem Top Rock Arch überragt wird. Von oben bietet sich auch ein unvergleichlicher Blick hinunter zur Wave und weit nach Süden ins Gebiet der Coyote Buttes South. Besonders schöne Fotos entstehen hier nach Regenfällen, wenn sich in den ausgewaschenen Felsbecken und Potholes kleinere und größere Wasserpools bilden, die Himmel und Felsstrukturen auf eindrucksvolle Weise wiederspiegeln. Ein längerer Abstecher führt vom Gebiet der Wave weiter nach Süden bis zum Melody Arch.
Eine genaue Wegbeschreibung zur Wave mit genauer Karte und zahlreichen Farbfotos, die unterwegs im Gelände die Orientierung erleichtern, erhält man in der Paria Contact Station am Hwy 89, 30 Meilen westlich von Page nahe Milepost 21. Jeder, der die Wave besuchen möchte, benötigt außerdem ein schriftliches Permit. Da die Wave mittlerweile sehr bekannt ist und zu viele Besucher gleichzeitig die empfindlichen Sandsteinstrukturen zerstören könnten, hat das BLM, das das Gebiet verwaltet, die Anzahl dieser Hiking Permits auf 20 pro Tag beschränkt. Davon können 10 pro Tag bis zu 4 Monate im Voraus über das Internet reserviert werden, 10 weitere sind sogenannte Walk-In Permits, die man von 15. März bis 15. November vor Ort bei der Paria Contact Station erhält (im Winter beim Kanab Field Office (s. Adresse). Dafür muss man am Tag vor! der geplanten Tour bis spätestens 9 Uhr in der Rangerstation sein und einen Antrag ausfüllen. Bei mehr als 10 Personen werden die Permits verlost. Am höchsten sind die Chancen, eines dieser begehrten Walk-In Permits zu ergattern in den weniger besuchten Winter- und Sommermonaten, am geringsten im Mai und Oktober (bis zu 60 Antragsteller pro Tag!). Wer an einem Tag kein Permit bekommen hat, kann es am nächsten Tag wieder versuchen und erhält dann zwei Lose, um die Chancen ein wenig zu erhöhen. Walk-In Permits sind für einen Besuch der Wave im Zeitraum von zwei Wochen gültig, Online Permits nur für den reservierten Tag (https:www.blm.gov/az/arolrsmain.htm). Telefonische Auskünfte erhält man unter Tel. 435-644-6400.
Achtung: bei der Wanderung zur Wave handelt es sich um eine längere Querfeldeinwanderung ohne! markierte Wanderwege. Wer nicht aufpasst, kann sich hier trotz Wegbeschreibung und Karte ganz schön verlaufen, besonders, wenn man allein unterwegs ist oder Zusatzabstecher in die Umgebung macht. In diesem Fall empfiehlt sich die Mitnahme eines GPS-Geräts. Hilfreich ist es auch, sich bereits auf dem Hinweg immer wieder einmal umzudrehen und sich den Rückweg aus dieser veränderten Perspektive gut einzuprägen. Da es unterwegs keinen Schatten gibt, sollte man vor allem im Hochsommer ausreichend Wasser mitnehmen!
Im Gebiet der Coyote Buttes North gibt es oft starke Winde, die sich hin und wieder zu regelrechten Sandstürmen auswachsen können. Während einer Wanderung ist dies zwar sehr unangenehm, andererseits sind es aber genau diese Sandstürme, die maßgeblich zur Entstehung der Wave beitragen, indem sie die Felsen wie ein riesiges Sandstrahlgebläse immer wieder abschleifen und glatt polieren.
Eine Campingplätze & campgrounds ist im Gebiet der Coyote Buttes North leider nicht gestattet. Begrenzte Zeltmöglichkeiten gibt es einige Meilen südlich des Wire Pass Trailhead am Stateline Campground oder 2 Meilen entfernt von der Paria Contact Station am White House Trailhead (s. Campingplätze & campgrounds).
USA Nationalparks Südwesten
In der Sprache der Paiute-Indianer bedeutet Paria ‚Schlammwasser', ein treffender Begriff für einen Fluss, dessen flaches Bachbett in der Hitze des Hochsommers größtenteils aus feinem, grauem Schlamm besteht, sich aber nach Regenfällen in einen gewaltigen, alles mit sich reißenden Strom verwandelt, der in meterhohen Flutwellen durch die extrem schmalen und tief eingeschnittenen Canyonschluchten rast. An der tiefsten Stelle, der Bucksin Gulch, sind die Felswände so hoch und steil, dass selbst um die Mittagszeit kein Sonnenstrahl bis zum Grunde des Canyons vordringen kann.
Wer genügend Zeit, Abenteuerlust und ausreichend Kondition mitbringt, kann von verschiedenen Trailheads südlich des Highway 89 eine absolut spektakuläre mehrtägige Trekkingtour durch den USA Nationalparks Südwesten unternehmen. Lohnend sind aber auch kürzere Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails, beispielsweise vom White House Trailhead flussabwärts bis zu einer Stelle mit interessanten Aushöhlungen in den Canyonwänden oder vom Wirepass Trailhead durch die tiefe Schlucht der Buckskin Gulch.
Trekkingtour durch den USA Nationalparks Südwesten
Für die 40 Meilen lange Trekkingtour durch den USA Nationalparks Südwesten bis zum Endpunkt bei Lee's Ferry benötigt man mindestens 4 Tage. Aufgrund der vielen schwierigen Passagen und Flussüberquerungen ist es jedoch besser, gleich 5-6 Tage einzuplanen. Damit hat man auch gleich noch genügend Zeit für den ein oder anderen Abstecher in einen der zahlreichen Seitencanyons. Beste Zeit für eine solche Trekkingtour sind die Monate März bis Juni und Ende September bis November. Im Winter ist das Wasser zu kalt und von Juli bis September besteht die Gefahr von Flash Floods, besonders in dem extrem schmalen oberen Teil des Canyons zwischen den Meilen 4,2 und 9,0. Für das häufig notwendige Waten im Paria River eignen sich leichte Stoff- oder Lederboots besser als schwere Wanderstiefel. Normalerweise ist das Wasser zwar nur knöcheltief, nach der Schneeschmelze im Frühjahr oder nach heftigen Regenfällen kann es aber durchaus Hüfthöhe erreichen. Plötzlich hereinbrechende Sommergewitter können im Bereich der Paria Narrows sogar Flutwellen von bis zu 7 Metern Höhe erzeugen. Also Vorsicht!
Eine weitere Besonderheit der Schlucht sind Stellen mit Treibsand, die sich vor allem nach solch heftigen Regenfällen immer wieder bilden und maximal Knietiefe erreichen. Sie stellen zwar keine richtige Gefahr dar, aber ärgerlich ist es doch, in solch einem Loch zu stecken und nur mit Mühe dann wieder weiterzukommen. Aus diesem Grund haben die meisten Wanderer einen langen Stock dabei, mit dem man diese tückischen Stellen rechtzeitig ertasten kann. Frischwasser findet man unterwegs an mehreren Quellen. Das Flusswasser ist weniger geeignet, denn es enthält chemische Verunreinigungen von den umliegenden Farmen und muss vor Verwendung abgekocht oder mit speziellen Mitteln entkeimt werden.
Da das Trailende 150 Straßenmeilen vom Ausgangspunkt der Tour entfernt ist, muss man sich auch rechtzeitig um einen Shuttle Service kümmern, der einen wieder zurück zum eigenen Fahrzeug bringt. Vermittelt wird dieser Service unter anderem von den Rangern der Paria Contact Station. Hier erhält man auch das notwendige kostenpflichtige Hiking Permit sowie alle notwendigen Informationen für eine genaue Planung der Tour wie z.B. den aktuellen Zustand der Wanderwege oder einen Wetterbericht für die nächsten Tage.
Streckenvarianten:
1. Buckskin Trailhead - Lees Ferry, Gesamtdistanz: 43,4 Meilen / 70 Kilometer (mind. 4 Tage)
2. Wire Pass Trailhead-Lees Ferry, Gesamtdistanz: 40,4 Meilen / 65 Kilometer (mind. 4 Tage)
3. White House Ruins Trailhead-Lees Ferry, Gesamtdistanz: 34 Meilen / 55 Kilometer (mind. 3 Tage)
4.Buckskin Trailhead-White House Ruins, Gesamtdistanz: 23 Meilen / 37 Kilometer (2 Tage)
Der beliebteste Einstiegspunkt für die mehrtägige Trekkingtour ist der White House Trailhead, erreichbar über eine 2 Meilen lange Dirt Road, die direkt vom Paria Information Center nach Süden abzweigt. An diesem Trailhead befindet sich auch ein kleiner Einfachcampground mit Toiletten und Picknicktischen. Die beiden anderen Trailheads Wire Pass und Buckskin Gulch liegen an der House Rock Valley Road (Road 700 zwischen Milepost 25 und 26), einer Dirt Road, die 4,9 Meilen westlich des Paria Information Center nach Süden abzweigt. Vom Highway 89 sind es 4,5 Meilen bis zum Trailhead Buckskin Gulch, 8,5 Meilen bis zum Trailhead Wire Pass.
Zu den Hauptattraktionen der Tour gehören der extrem schmale Wire Pass Canyon bzw. die bis zu 700 Meter hohe und an manchen Stellen nur einen Meter breite Buckskin Gulch, ein von den Sturzfluten geschaffener Slot Canyon, in den selbst um die Mittagszeit kaum ein Lichtstrahl eindringen kann. An vielen Stellen ist es dunkel und kalt wie in einer Höhle. Wer in diesem Spaltencanyon von einer Sturzflut überrascht wird, hat kaum eine Chance, es sei denn, er erreicht noch den Middle Trail, einen durch Steinmännchen markierten Canyonausstieg auf der Nordseite 6 Meilen unterhalb des Zusammentreffens von Buckskin Gulch und Wire Pass Trail. Ein weiterer ‚inoffizieller' Notausstieg befindet sich auf halbem Weg zwischen Wire Pass Trailhead und der Einmündung des Paria River. Bei letzterem handelt es sich jedoch nicht um einen Wanderweg, sondern um eine anstrengende und nicht ganz ungefährliche Kletterroute, für die man unbedingt über Klettererfahrung und passendes Sicherungsmaterial verfügen sollte.
Zu den schwierigen Passagen zählt vor allem der "Cesspool", 6,6 Meilen unterhalb des Zusammentreffens von Wire Pass und Buckskin Gulch, ein Gebiet mit Treibsand und tiefem Schlamm. Die meisten Wanderer benutzen hier einen langen Stock, mit dem man unbekanntes Gelände und schlammige Wasserstellen auf ihre Tiefe prüfen kann. Einige Meilen unterhalb dieser Stelle versperrt ein riesiger Felsblock den Weg. Der Abstieg an diesem etwa 10 Meter hohen Felsen erfolgt über Trittstufen, die in den Fels gehauen sind und vorhandenen Nylonseile. Wem dies zu gefährlich aussieht, kann sich zusätzlich von seinem Partner mit einem eigenen Seil sichern lassen.
Einer der interessantesten Abstecher während dieser Trekkingtour führt zum Wrather Canyon Arch, einem der größten Natursteinbögen Arizonas mit einer Spannweite von fast 70 Metern. Er befindet sich im Wrather Canyon, einem unmarkierten und leicht zu verfehlenden Seitencanyon des Paria River. Nach 20,6 Meilen auf dem Paria Trail wendet man sich nach rechts, d.h. nach Südwesten und folgt dem Seitencanyon etwa 1 Meile.
Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails
Wire Pass Slot Canyon & Buckskin Gulch
Trailhead: Wire Pass Trailhead (s. Wanderung zur Wave)
Distanz: ca. 3,5 Meilen one-way
Wem die mehrtägige Tour zu anstrengend oder zu zeitaufwändig ist, kann vom Wire Pass Trailhead auch eine schöne Halbtages- oder Tagestour durch den Wire Pass Slot Canyon und die Buckskin Gulch unternehmen. Man wandert einfach so weit in diese Schluchten hinein, wie man möchte und kehrt dann auf dem gleichen Weg wieder zurück. Achtung: die beiden Slot Canyons sind extrem Flash-flood gefährdet!
Vom White House Trailhead bis zur Confluence
Trailhead: der White House Trailhead befindet sich südöstlich der Paria Contact Station am Ende der 2 Meilen langen Dirt Road zum White House Campground.
Vom Parkplatz geht man einige Schritte nach rechts bis zu einem Holzschild, das den Trailhead markiert, dann weiter dem schmalen Fußpfad folgend hinunter ins Flussbett des Paria River. Dort wendet man sich nach links und wandert dann einfach immer dem Flusslauf folgend canyonabwärts, so weit und so lange man möchte. Zu den landschaftlichen Highlights dieser Tour gehören eine ganze Reihe schöner, vom Wasser ausgehöhlter Arkaden und Felsenfenster in den Canyonwänden rechts und links des Flusses, eine Passage tief eingeschnittener Narrows und der Slide Rock Arch, ein großer Sandsteinbogen. Nach etwa 3½ bis 4 Stunden erreicht man schließlich die Confluence, bei der USA Nationalparks Südwesten und Buckskin Gulch zusammentreffen.
Rundwanderungen
Wer möchte, kann die beiden oben aufgeführten Streckenwanderungen zu einer zweitägigen Rundtour ausdehnen und etwas unterhalb der Confluence bzw. noch 2 Meilen weiter auf den etwas höher gelegenen Sandbänken der Wall Spring übernachten.
Eine kurze, aber ebenfalls sehr lohnende Tagestour (Gesamtdistanz 10,2 Meilen) führt vom Buckskin Trailhead durch den Upper Buckskin Canyon flussabwärts bis zum 4,5 Meilen entfernten Treffpunkt von Wire Pass Canyon und Buckskin Canyon, dann durch den Wire Pass Canyon wieder 1,7 Meilen flussaufwärts bis zum Wire Pass Trailhead. Von hier wandert man dann die restlichen 4 Meilen auf der House Rock Valley Road zurück bis zum Buckskin Trailhead.
Coyote Buttes South
Weniger bekannt, aber nicht minder spektakulär als das Gebiet der Coyote Buttes North ist das Gebiet der Coyote Buttes South mit seinen surrealistisch geformten, rosa, orange und zartrot gestreiften Felshügeln und -teepees. Für eine Fahrt in dieses sehr abgelegene Gebiet benötigt man unbedingt einen guten Geländewagen mit Allradantrieb, denn auf beiden möglichen Zufahrtswegen gilt es schwierige Felspassagen und längere Abschnitte mit tiefem Sand zu überwinden. An dieser Stelle ein kurzer Hinweis zum Fahren auf Sand: am griffigsten, d.h. am besten zu befahren ist Sand nach vorausgegangenen Regenfällen, da etwas griffiger und kompakter. Ansonsten gilt die Faustregel: niemals anhalten, sondern mit konstanter Geschwindigkeit weiterfahren, auch wenn man das Gefühl hat, völlig haltlos hin- und herzuschlittern. Sitzt man doch einmal fest, hilft nur noch eine Schaufel. Generell ist es empfehlenswert, in diesem Gebiet mit mehreren Personen bzw. Fahrzeugen unterwegs zu sein, um im Notfall Hilfe organisieren zu können. Für die Erkundung der CBS benötigt man darüber hinaus ein GPS Gerät, da es keinerlei markierte Trails gibt und das Gebiet sehr unübersichtlich ist.
Auch für die Coyote Buttes South benötigt man ein Permit, allerdings ist dieses etwas leichter zu bekommen als für die Wave bzw. die Coyote Buttes North. Max. Pro Tag werden max. 10 Permit ausgestellt, die man über die gleiche BLM Internetseite bestellen kann wie für die Coyote Buttes North. Daneben gibt es auch hier die Möglichkeit, vor Ort ein Permit zu bekommen. Sind die 10 Permits allerdings alle schon per Internet vergeben, gibt es keine zusätzlichen Tagespermits. Da man für die Erforschung dieses wunderschönen Gebiets mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag benötigt, besorgt man sich am besten gleich Permits für zwei aufeinanderfolgende Tage und übernachtet vor Ort. Damit hat man ausreichend Zeit, einen ganzen Nachmittag und sowie den darauf folgenden Morgen in dieser einzigartigen Landschaft zu verbringen.
Die Coyote Buttes South bestehen aus zwei Abschnitten, Paw Hole und Cottonwood, wobei Paw Hole etwas einfacher zu erreichen ist und sich damit gut als Einstieg bzw. als Teststrecke eignet, bevor man sich zu einer Fahrt zu den Cottonwoods entscheidet. Man erreicht den Ausgangspunkt für die Wanderung zu den Paw Hole Teepees über die bereits erwähnte House Rock Valley Road (BLM 700). Nachdem man den Wire Pass Trailhead und den Stateline Campground passiert hat, nimmt man die unmarkierte Dirt Road nach Osten Richtung Lone Tree Reservoir, ein paar hundert Meter dahinter folgt man der sandigen Piste weitere 2,5 Meilen bis zum Paw Hole Trailhead.
Noch ein wenig schwieriger zu erreichen ist das Gebiet Cottonwood Cove, wobei es hierfür zwei verschiedene Zufahrtswege gibt, einmal über die bereits genannte Paw Hole Area (schwieriger), zum anderen über eine Dirt Road (BLM 1017), die 4 Meilen südlich der Abzweigung zum Lone Tree Reservoir von der House Rock Valley Road nach Osten abzweigt. Diese Variante ist zwar etwas länger, empfiehlt sich aber insbesondere auch nach längeren Regenfällen, da in diesem Fall das Lone Tree Reservoir überflutet sein kann. Man sollte sich allerdings nicht täuschen! Beide Strecken sind äußerst schwierige Allradpisten mit vielen heiklen Felspassagen und Tiefsand!
An dieser Stelle die Beschreibung von Variante2: Von der House Rock Valley Road zweigt man 4 Meilen südlich der Abzweigung zum Lone Tree Reservoir nach Osten ab auf eine gute Dirt Road, die BLM 1017, Richtung Corral Valley. Auf der House Rock Valley Road von Süden, d.h. von der US 89A kommend, erreicht man diese Abzweigung nach ca. 10 Meilen. Hier folgt man zunächst 3 Meilen der BLM 1017 Richtung Osten und dann 6 Meilen der BLM 1066 Richtung Norden bis Poverty Flat, einem verlassenen Ranchhaus. Hier folgt man der sehr sandigen Dirt Road 2 Meilen bis zu der auf der BLM-Karte verzeichneten Campmöglichkeit Cottonwood Cove Access.
White Pocket
Wunderschön geformte helle Sandsteinhügel und -wellen dominieren das Gebiet der White Pocket 4 Meilen östlich der Cottonwood Teepees, allerdings handelt es sich auch hier bei allen Zufahrtswegen um äußerst schwierig zu befahrende sandige Allradpisten mit zusätzlichen Steigungspassagen. Zufahrt wie bei Coyote Buttes South Richtung Poverty Flat. Dort folgt man der sandigen Dirt Road Richtung Nordosten 6 Meilen bis zur White Pocket. Wem die sandige Steilpassage zu schwierig ist, kann die letzten 2 Meilen auch zu Fuß zurücklegen.
Genaue Wegbeschreibungen bzw. Karten erhält man bei Permitvergabe von den Rangern. Sehr ausführliche Beschreibungen der Coyote Buttes North und South finden sich auch im Buch von Laurent Martrès ‚Photographing the Southwest - Volume 2 - A guide to the natural landmarks of Arizona' sowie im Buch von Peter Felix Schäfer ‚Wandern im Südwesten der USA, ISBN 3-8334-4648-X).
Geführte Jeeptouren in das Gebiet der North und South Coyote Buttes veranstaltet Canyon Country Outback Tours in Kanab, Tel. 1-888-783-3807, Internet www.ccobtours.com. Der gleiche Veranstalter bietet auch einen Shuttle Service für die mehrtägige Trekkingtour durch den USA Nationalparks Südwesten.
Campingplätze & campgrounds
Die nächsten Komfortcampgrounds befinden sich entweder in Kanab, Utah, 44 Meilen westlich oder in Page, 30 Meilen östlich der Paria Contact Station. Einzige Campingplätze & campgroundssmöglichkeiten vor Ort sind der einfache White House Campground 2 Meilen südlich der Rangerstation am White House Trailhead sowie der Stateline Campground an der House Rock Valley Road südlich des Wire Pass Trailhead. Beide besitzen nur eine kleine Anzahl einfacher Zeltplätze, die vor allem im Frühjahr und Herbst im Nu belegt sind. Wer dort nichts findet, kann jedoch zur Not auch irgendwo im Bereich der House Rock Valley Road auf BLM Gebiet übernachten.
Paria Outpost, ein einfaches Bed & Breakfast mit Restaurant, befindet sich unweit der Paria Contact Station am Highway 89 (nahe Milemarker 21). Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, kann dort ebenfalls übernachten. Die Besitzer bieten auch geführte Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails und Jeeptouren in die abgelegeneren Wildnisgebiete des Grand Staircase Escalante und USA Nationalparks Südwesten-Vermillion Cliffs National Monument an sowie einen Shuttle Service nach Lees Ferry und zum Wire Pass Trailhead. Nähere Infos unter www.paria.com.
Campingplätze & campgroundssmöglichkeiten am Ende der mehrtägigen Trekkingtour durch den USA Nationalparks Südwesten bieten der einfache, aber schön gelegene Campground bei Lees Ferry oder die etwas weiter westlich gelegene Marble Canyon Lodge (s. Lees Ferry).
Adressen
Paria Contact Station
Hwy 89, MM 21, New Paria, UT
Lage: am Highway 89, 44 Meilen östlich von Kanab bzw. 30 Meilen westlich von Page nahe Milepost 21 (auf der Südseite des Highway kurz vor dem Paria River)
Öffnungszeit tgl. 8.30 Uhr bis 16.15 Uhr vom 15. März bis 15. November (im Winter geschlossen).
Achtung: die Station befindet sich in Utah. Dort gilt im Gegensatz zu Arizona ab dem ersten Sonntag im April die Sommerzeit, d.h. 8.30 Uhr in Arizona ist dann bereits 9.30 Uhr in Utah!
Internetadresse: https://www.az.blm.gov
Big Water Visitor Center
100 Upper Revolution Way, Big Water, UT
Lage: 16 Meilen westlich von Page, am westlichen Ortsausgang von Big Water
Tel. 675-3200
Öffnungszeit: tgl. 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Kanab Visitor Center
745 East Highway 89, Kanab, UT 84741
Tel. 644-4680
Öffnungszeit: tgl. 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr
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