Touridee USA – Die Reiseführer über den Westen Amerikas


Little Sahara Recreation Area

Bundesstaat: Utah
Höhe: 1.459-1.663 ü.M.
Lage: 115 Meilen südwestlich von Salt Lake City in der Sevier Desert zwischen Delta und Payson.
Zufahrt: Von Eureka fährt man auf der US 6 18 Meilen nach Süden, von Delta auf der US 6 34 Meilen nach Norden. Bei Jericho Junction überquert man die Bahnlinie und erreicht kurz darauf das Visitor Center.

Kurzinfo

Der größte Teil des vom Bureau of Land Management verwalteten Parks ist OHV (Off Highway Vehicle) Gelände und so kommen auch die meisten Besucher hierher, um mit ihren Dune-Buggies kreuz und quer über die Sanddünen zu flitzen. Die größten Chancen, das interessante Schauspiel zu beobachten, hat man am Wochenende, wenn ganze Familien mit großen Wohnmobilen und einem Anhänger voll ATV's eintreffen, um sich ein paar Tage auf diesem Abenteuerspielplatz auszutoben.

Little Sahara
Dünengebiet am Sand Mountain

Wissenswertes

Der Sand, der das Dünengebiet bildet, stammt größtenteils von Ablagerungen des Sevier River, der vor etwa 15.000 Jahren in den damaligen Lake Bonneville mündete. Nach der Verlandung des Sees wurden die einzelnen Sand- und Quarzpartikel von südwestlichen Winden aufgewirbelt und bis zum Sand Mountain transportiert, an dessen Hängen sie sich schließlich ablagerten. Mit einer Fläche von 124 Quadratmeilen bildet die Little Sahara Recreation Area das größte Dünengebiet innerhalb des Staates Utah.

Die Rockwell Natural Area ist die Heimat des Giant Four-Winged Saltbush, einer Wüstenpflanze, die nur in diesem Gebiet anzutreffen ist. Im Gegensatz zu anderen Saltbush-Arten hat diese Spezies einige Besonderheiten entwickelt, um sich an die ungewöhnlich harten Umweltbedingungen in dem Dünengebiet anzupassen. Ein riesiger Stamm, extrem schnelles Wurzelwachstum und die Fähigkeit, Luftwurzeln zu bilden - all dies nutzt die Pflanze, um sich gegen die ständig neu bildenden und verändernden Sanddünen zu behaupten.


Wochenend-Spielplatz für Dune-Buggies und ATV's

Sehenswertes

Zu den beliebtesten OHV-Gebieten gehören die mit etwas Grass bewachsenen Hügel rund um den markanten Black Mountain sowie der Sand Mountain am Ende der Parkstrasse, wo die Sanddünen eine Höhe von über 200 Metern erreichen. Aber auch ohne Dune-Buggy macht es Spaß, die Dünen (am besten barfuss) hinaufzuklettern und dann mit Schwung wieder hinunterzurutschen. Der nordwestliche Teil des Parks wurde als Rockwell Natural Area unter Naturschutz gestellt und ist für motorisierte Fahrzeuge gesperrt. Das abgelegene Wüstengebiet, das man nur zu Fuß erkunden kann, ist die Heimat von Maultierhirschen, Pronghorn Antilopen, Schlangen und Raubvögeln. Hinweis: Ist das Visitor Center geschlossen, entrichtet man die Parkgebühr an der Self Pay Station, wo man auch ein Faltblatt mit Übersichtskarte und Informationen zum Park findet. Die Tagesgebühr beinhaltet die Übernachtung auf einem der Campingplätze.

Übernachtung

Im Park gibt es mehrere Einfachcampingplätze. White Sands liegt an einer Stichstrasse, die kurz hinter dem Visitor Center nach rechts abzweigt. Der Platz bietet 99 Stellplätze mit Einfachtoiletten und Frischwasser sowie direkten Zugang zu einem Dünengebiet. Etwa auf halbem Weg zum Sand Mountain liegt der Oasis Campground mit 114 geteerten Stellplätzen für Wohnmobile und zentraler Dumpstation. Die Jericho Picnic Area gleich nebenan dient in der Hauptsaison als sogenannter Overflow-Campground. Am beliebtesten ist zweifellos der am Ende der Strasse gelegene Sand Mountain Campground mit drei geteerten Loops zum Abstellen der Wohnmobile, Frischwasser und Einfachtoiletten.


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