
Die perfekte Hochsommer-Wanderung
Zufahrt
Von der I-15 nimmt man die Ausfahrt Richtung Kanarraville, einer Kleinstadt am Rande der Hurricane Cliffs etwa 5 Meilen nördlich der Kolob Canyon Area des Zion Nationalparks. Man fährt bis zur Stadtmitte und zweigt dann ab auf die 100 North Street, die in Richtung der Berge führt. Leider ist es nicht mehr möglich, auf dieser Straße noch eine Meile weiter bis zum ehemaligen Trailhead an einer Furt über den Kanarra Creek zu fahren, da die Straße jetzt direkt am Ortsrand gesperrt ist. Man muss also sein Auto auf dem Parkplatz am Ortsrand von Kanarraville parken und die zusätzliche Strecke zu Fuß laufen. Das macht aber nichts, denn es wartet ja eines der schönsten Wandererlebnisse des Südwestens - die Erfrischung naht.
   
In den Narrows wird es richtig spannend
Wanderung
Zunächst ein Tipp: nehmen Sie sich für die Wanderung einen stabilen, langen Ast oder Holzstab mit. Dieser kann stellenweise sehr hilfreich sein, da der schmale Fußpfad, der sich am Bachbett entlang windet, oft sehr abschüssig, sandig oder rutschig ist. Er verhindert auch, dass man bei den häufigen Bachüberquerungen und beim Waten durch die Narrows auf den glatten Steinen ausrutscht und ins Wasser fällt, was vor allem bei einer teuren Fotoausrüstung schnell die ganze Wanderfreude verderben könnte. Aus dem gleichen Grund sollte man auch auf gute Schuhe achten, mit denen man längere Zeit durchs Wasser waten kann und die ausreichend Profil besitzen, damit man beim Klettern über die oft glatten und nassen Felsblöcke genug Halt hat.
   
Aufstieg über einen angelehnten Baustamm
Die Wanderung selbst bietet sehr viel Abwechslung und macht dadurch auch Kindern sehr viel Spaß, vor allem das Waten durch die von hohen Felswänden eingeschlossenen Narrows. Hier bietet sich hinter jeder Wegbiegung wieder ein neuer, spannender Anblick, von Fotomotiven gar nicht zu reden. Ist man dann an der engsten Stelle des Slot Canyons angekommen, steht man unvermittelt vor einem hohen Felsabsatz, der den Weg versperrt und einem Wasserfall, der sich über diese Felskante malerisch in ein breites, flaches Wasserbecken ergießt. Um an dieser Stelle weiter zu kommen, wurde aber eine Art Aufstiegshilfe eingerichtet. Man muss dafür über einen langen, schräg angelehnten Baustamm nach oben steigen, was durch einige aufgenagelte Holzleisten und zwei an der Felswand angebrachte Seile zusätzlich erleichtert wird.

Wasserfall am Ende der Narrows
Es folgt nochmals ein kurzer Narrowsabschnitt und ein zweiter Wasserfall, den man allerdings diesmal ohne Hilfe überwinden muss. Das geht aber recht gut, indem man bis zu dem Felsblock watet und sich dann an den Felswänden abstützt, bis man oben ist. Nur auf dem Rückweg muss man dann aufpassen, weil man an dieser Stelle ein Stück ins tiefe Wasser springen muss. Oberhalb dieses zweiten Wasserfalls wird der Canyon dann zusehends breiter und lichter. Aber auch hier gibt es wieder kleine Wasserfälle und Pools, die zum Verweilen einladen, bevor man sich auf den spannenden und abwechslungsreichen Rückweg macht.
Gesamtdistanz der Wanderung: 2,5 Meilen one-way bis zum Ende der Narrows
Höhenunterschied: 245 Meter