
Wahweap Hoodoos - 'Chocolate & Vanilla Icecream'
Hinweise
Für Fahrten abseits der geteerten Highways benötigt man bis auf wenige Ausnahmen einen Geländewagen mit guter Bodenfreiheit. Dies gilt auch für die vom BLM als 2WD Road ausgewiesene Cottonwood Canyon Road, besonders im Abschnitt südlich des Grosvenor Arch. Mit einem normalen Miet-PKW riskiert man hier je nach Straßenzustand Schäden am Fahrzeugboden, die von der Versicherung nicht gedeckt sind. Allradantrieb ist für die meisten Strecken zwar nicht unbedingt notwendig, kann aber gelegentlich durchaus hilfreich sein, beispielsweise bei sehr holprigen und tief ausgewaschenen Steigungsstrecken oder bei Pisten mit tiefem Sand.
Vor längeren Abstechern in das Wildnisgebiet und Wanderungen kontaktiert man am besten das nächstgelegene GSENM Visitor Center (s. Adressen). Dort erhält man nicht nur genaue Wegbeschreibungen für interessante Wanderungen in dem jeweiligen Gebiet, sondern auch aktuelle und sehr detaillierte Auskünfte über den Zustand der einzelnen Dirt Roads und Wanderwege sowie über die Wetteraussichten für die kommenden Tage. Wer eine oder mehrere Übernachtung in freier Wildnis plant, erhält hier auch das notwendige Backcountry Permit.
   
Leuchtende Felswände im Spooky Slot Canyon
Vor dem Befahren längerer Dirt Roads wie beispielsweise der 57 Meilen langen Hole-in-the-Rock Road unbedingt Fahrzeug und Reifen noch mal durchchecken und den Benzintank auffüllen. Dazu genügend Lebensmittel und viel, viel Frischwasser mitnehmen - einfach als Sicherheit für den Fall der Fälle. In der Wildnis ist man wirklich auf sich allein gestellt und es kann unter Umständen Tage dauern, bis ein anderes Fahrzeug zufällig vorbeikommt. Falls möglich, sollte man sich auch nicht alleine auf den Weg machen. In diesem Fall zumindest den Rangern Bescheid geben, was man vorhat und wann man plant, wieder zurück zu sein.
Da die meisten Wanderwege nur äußerst spärlich oder gar nicht markiert sind, vorher bei den Rangern genaue Wegbeschreibungen einholen bzw. die entsprechenden Topomaps besorgen. Hilfreich sind auch ein Kompass bzw. ein gutes GPS-Gerät.

Wanderung durch den Peekaboo Canyon
Klima / Reisezeit
Zu den Gefahren, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte, gehören neben der gleißenden Sommerhitze mit Tagestemperaturen um die 40 Grad Celsius auch die sogenannten Flash Floods, die nach Sommergewittern als meterhohe reißende Sturzfluten durch die schmalen Canyons jagen. Also unbedingt vor solchen Wanderungen den Wetterbericht einholen und auch unterwegs immer wieder den Himmel beobachten, um heraufziehende Gewitterwolken rechtzeitig zu erkennen. Fängt es während der Wanderung an, zu regnen, diese Canyons unbedingt so schnell wie möglich verlassen, d.h. entweder in Richtung Ausgang oder falls möglich, hoch zum Canyonrand. Genauso gilt: niemals in Washes oder Canyons übernachten.
Nach Regenfällen verwandeln sich auch die meisten der lehmigen Dirt Roads in rutschige, tiefe Schlammpisten, die dann selbst von 4WD Fahrzeugen nicht mehr befahrbar sind. In der Regel dauert es dann wieder 10 bis 12 Stunden, bis der Boden so weit trocknet, dass man an eine Weiterfahrt denken kann - ein weiterer Grund, um Abstecher in das Gebiet sorgfältig vorzubereiten und auf das Wetter zu achten.
Die beste Jahreszeit für einen Besuch des GSENM ist von Ende September bis Anfang November. Im Oktober beginnt in den tiefer gelegenen Wüstengebieten auch die Laubfärbung und die Gefahr von Überschwemmungen oder Flash Floods ist gegenüber den Sommermonaten nur noch sehr gering. Der Herbst bietet auch ideale Tages- und Nachttemperaturen für ausgedehnte Wanderungen oder mehrtägige Trekkingtouren.
Im Winter, d.h. von Dezember bis Februar, manchmal noch bis März, sind die höheren Lagen beispielsweise an der Hell's Backbone Road in tiefen Schnee gehüllt. Selbst in den Wüstengebieten kann es in dieser Jahreszeit zu gelegentlichen leichten Schneefällen kommen. Die Dirt Roads werden dann schlammig, matschig und damit oft unpassierbar. Viele der offiziellen Campgrounds haben in dieser Zeit geschlossen. Im Frühjahr (März bis Mai) ist das Wetter dagegen oft unbeständig, d.h. warme Tage werden immer wieder unterbrochen durch Kälteeinbrüche mit Regenschauern oder sogar Schneefällen. Washes und Canyons können nach der Schneeschmelze überschwemmt sein. Andererseits führt diese hohe Frühjahrsfeuchtigkeit auch zu einer ungeahnten Blütenpracht von Wildblumen und Kakteen in der sonst ausgetrockneten Wüste.
Interessantes
Um sich die Orientierung in dem riesigen Gebiet etwas zu erleichtern, sollte man sich im ersten Visitor Center, das man erreicht, eine der kostenlosen Übersichtskarten des GSENM besorgen. Darauf sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten, Dirt Roads und Infostellen eingezeichnet. Für Abstecher abseits der Hauptstraßen und Wanderungen erhält man in den Besucherzentren darüber hinaus Kopien mit Topomaps und Wegbeschreibungen. Ausführliche Infos und Tipps zum Thema Slot Canyons und Canyoneering findet man im Internet (z.B. unter www.canyoneeringusa.com oder www.americansouthwest.net) bzw. in den zahlreichen Spezialbüchern (Hiking Guides, Canyoneering Guides), die man direkt vor Ort in allen größeren Buchläden oder Outdoorshops erhält.
Sehenswürdigkeiten und Wanderungen entlang dem Higway 89 (von West nach Ost)
Paria Movie Set
37 Meilen östlich von Kanab zweigt westlich der Paria Contact Station (0,2 Meilen östlich von Milepost 31) eine ausgeschilderte Dirt Road ab Richtung Norden. Sie führt vorbei an farbig gestreiften Sandstein-Mesas und endet am Paria Movie Set, wo von 1963 bis 1991 zahlreiche Westernfilme und TV-Shows gedreht wurden, darunter Sergeants Three mit John Wayne und Frank Sinatra. Die halb verfallenen Gebäude einer nachgebauten Wildwest-Town, die einst zu sehen waren, wurden allerdings bei einer Überschwemmung im Jahre 1998 fast vollständig zerstört und weggeschwemmt. Die beiden anschließend an höherer Stelle neu errichteten Holzgebäude, darunter ein Saloon mit Schautafeln zur Geschichte des Orts, wurden bei einem Brand wieder zerstört.

Farbige Sandsteinmesa in der Nähe des Paria Movie Set
Vom Paria Movie Set sind es weitere 2 Meilen bis zur ehemaligen Mormonensiedlung Pareah, von der jedoch außer ein paar Mauerresten ebenfalls nicht mehr viel erhalten ist. Eine anstrengende Wanderung von 4,2 Meilen one-way (450 Höhenmeter, 5-6 Stunden) führt vom Paria Movie Set auf die Vermillion Cliffs zum 10 Meter breiten und 7 Meter hohen Starlight Arch.
The Toadstools - Rimrock Hoodoos   
Von einem kleinen Parkplatz an der Nordseite der US 89, 12 Meilen westlich von Big Water bzw. 1 Meile östlich der Paria Contact Station, erreicht man über einen Querfeldeinweg von ca. 1 Meile one-way die Toadstools (auch Rimrock Hoodoos oder Paria Rimrocks genannt), einen faszinierenden Felsengarten mit Hoodoos in allen Formen, Größen und Farben. Nachdem man sich am Trailhead in die Register Box eingetragen hat, geht man durch die Öffnung im Zaun und folgt dann einfach immer dem ausgetrockneten, schmalen Wash nach Norden in Richtung der großen, hellen Felswand bis zum Toadstool-Hoodoo, einer schlanken, dunkelroten Felsnadel, die majestätisch auf einem großen Felsblock thront. Dahinter befindet sich, von der hellen Sandsteinwand überragt, ein weites Felsplateau mit einigen dicken, weißen Hoodoo-Türmen. Geht man von hier aus nach links über die Felsplatten und dann wieder nach rechts, gelangt man in einen hübschen Felsengarten, angefüllt mit zierlichen, weißen Hoodoos und ungewöhnlich geformten Mushroom-Rocks.

Toadstool Hoodoo
Wahweap Hoodoos   
Zu den faszinierendsten Sehenswürdigkeiten und Naturwundern des GSENM gehören die White Ghosts oder Wahweap Hoodoos - eine aus mehreren Gruppen bestehende Ansammlung aus schlanken, hoch aufragenden weißen Felsnadeln mit dunklen Steinhüten, eingebettet in eine Fantasielandschaft aus weichem Gips, der die Hügel und Abhänge wie schmelzende Vanille-Eiskrem überzieht. Betreten sollte man diese wunderschöne Gegend nur mit sehr viel Vorsicht, denn jeder Schritt führt hier im Nu zu starker Erosion, unter Umstände sogar zur unwiderbringlichen Zerstörung oder zum Einsturz dieser äußerst fragilen Gebilde.


Die nördliche Gruppe der Wahweap Hoodoos
Detailinfos
 
 
  Wahweap Hoodoos
Sehenswürdigkeiten und Wanderungen entlang der Skutumpah Road (von Süd nach Nord)
Im Westteil des GSENM gibt es eine schöne, insgesamt 46 Meilen lange Streckenverbindung zwischen dem Highway 89 im Süden und dem Highway 12 im Norden. Der erste Teil dieser Strecke, die 16 Meilen lange geteerte Johnson Canyon Road, zweigt 7 Meilen östlich von Kanab nach Norden ab. An ihrem Ende folgt man nicht der breiten Dirt Road geradeaus Richtung Glendale/Afton, sondern der nach rechts abzweigenden, ebenfalls ungeteerten Skutumpah Road (Rd. 500). Diese 33 Meilen lange, zunächst sehr breite und nur mit wenigen waschbrettartigen Rillen versehen 'graded' Dirt Road wird in ihrem weiteren Verlauf allerdings immer schmaler, kurviger und rauer, weshalb ein Geländewagen für diesen Abstecher sehr zu empfehlen ist. Die ausgedehnten Wälder rechts und links der Straße sind übrigens ein Rückzugsgebiet für viele Wildtiere wie Schwarzbären, Berglöwen, Bobcats, Füchse, Kojoten, Hirsche, Stachelschweine, Stinktiere und wilde Truthähne, so dass man hier besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden immer etwas vorsichtiger fahren sollte.
Im nördlichen Abschnitt, dort wo die Skutumpah Road die malerischen White Cliffs durchquert, gelangt man schließlich zu den Highlights dieser Tour, den tief eingeschnittenen Slot Canyons Lick Wash, Willis Creek und Bull Valley Gorge. Wer nicht die Zeit hat, alle drei zu erkunden, sollte sich für eine schöne Kurzwanderung den Willis Creek Slot aussuchen, der mit seinen weich geschwungenen, schwarz-goldenen Felswänden wunderschöne Fotomotive bietet und auch leicht zu begehen ist. Bei Schlechtwetter empfiehlt es sich, das ganze Gebiet möglichst zu meiden, denn zum einen besteht in den schmalen Slot Canyons dann die Gefahr von Flash Floods, zum anderen bildet der lehmhaltige Untergrund in diesem Bereich der Skutumpah Road bei Nässe sofort einen dünnen Schmierfilm, auf man selbst mit Allrad schnell ins Rutschen kommt. Nördlich des Willis Creek Trailhead wird die Dirt Road dann wieder etwas besser. Von hier bieten sich auch schöne Fernblicke nach Norden auf die roten Felswände des Bryce Canyon. Die letzten 3 Meilen der Strecke bis Cannonville sind schließlich wieder geteert.
Lick Wash
Trailhead: vom Südende der Skutumpah Road (an der Einmündung in die Johnson Canyon Road) fährt man auf der Skutumpah Rd. 14,8 Meilen nach Norden, von ihrem nördlichen Ende an der Einmündung der Cottonwood Canyon Road 18,2 Meilen nach Süden. An dieser Stelle zweigt eine nur 0,1 Meilen lange, unmarkierte Dirt Road ab zum Trailhead und zur Register Box. Da die Abzweigung nicht markiert ist, sollte man hier etwas langsamer fahren und auf ein kleines Schild mit der Aufschrift ‚Flood Area' achten.
Distanz: ca. 1 Meile one-way bis zum Ende der Narrows, 4 Meilen one-way bis zur Einmündung des Park Wash
Folgt man dem Lick Wash Richtung Südosten, erreicht man bereits nach kurzer Zeit den Canyoneingang. Nun folgen im Wechsel engere und weitere Passagen, bis sich der Canyon nach etwa einer Meile weitet. Hier kann man entweder umkehren oder noch weiter wandern bis zur LeFevre Cabin und zur Einmündung des Park Wash.
Bull Valley Gorge
Die Wanderung beginnt in einer Senke, bei der die Skutumpah Road auf einer schmalen, kaum erkennbaren Brücke die an dieser Stelle 40 Meter tiefe Bull Valley Gorge überquert. Direkt nördlich dieser Brücke gibt es einige wenige Parkmöglichkeiten rechts und links der Straße. Der Trailhead mit einer kleinen Register Box befindet sich auf der westlichen Straßenseite. Von dort aus geht man einem schmalen Fußpfad folgend immer oberhalb der Schlucht entlang nach Westen. Dabei bieten sich bereits von oben immer wieder interessante Blicke hinunter in den Canyon, der langsam flacher wird, bis man schließlich gefahrlos hinabsteigen kann.

Im Inneren der Bull Valley Gorge
Detailinfos
 
 
  Bull Valley Gorge
Willis Creek   
Diese Wanderung führt in einen der schönsten und abwechslungsreichsten Slot Canyons des Südwestens mit mehreren unterschiedlich hohen Narrows Passagen und weich geschwungenen, schwarzgolden gefärbten Canyonwänden, die sich bei richtigem Lichteinfall malerisch im klaren Wasser des Willis Creek widerspiegeln - ein einzigartiges Naturerlebnis und ein Traum für alle Landschaftsfotografen! Dabei wandert man die ganze Zeit mehr oder weniger im flachen, teils sandigen, teils mit kleinen Kieseln übersäten Bachbett des Willis Creek, was für zusätzliche Abwechslung sorgt und die Wanderung auch bei großer Hitze recht angenehm macht.
    
Gold leuchtende Felswände im Willis Creek Slot Canyon
Detailinfos
 
 
  Willis Creek Slot Canyon
Sehenswürdigkeiten und Wanderungen entlang dem Higway 12 (von West nach Ost)
Kodachrome Basin State Park
In Cannonville zweigt eine geteerte Stichstraße von 9 Meilen ab nach Süden Richtung State Park. Direkt an dieser Abzweigung befindet sich auch das Cannonville Visitor Center. Ein Abstecher ins Kodachrome Basin lohnt sich vor allem wegen der vielen hübschen Felsnadeln, die in diesem engen Tal eine Höhe von bis zu 50 Metern erreichen. Einer von ihnen, ‚Big Stone', erhebt sich majestätisch direkt über dem Campground. Dieser liegt inmitten eines natürlichen Amphitheaters und besitzt 24 Plätze mit Tischen und Feuerstellen, Toiletten, Duschen und zentraler Dumpstation. Erkunden lässt sich das Gebiet auf mehreren Wanderwegen. Besonders lohnend ist der Panorama Trail, ein Rundweg von 3 Meilen zu vielen interessanten Steinformationen und Felsnadeln. Südlich des State Park geht die Straße über in die ungeteerte Cottonwood Canyon Road, eine der landschaftlich reizvollsten Verbindungsstrecken mit dem Highway 89 im Süden des National Monument.
Calf Creek Recreation Area
Schön gelegene Recreation Area mit Picknickplatz und Campground am Higway 12 westlich von Escalante mit Wanderwegen zu den Lower und Upper Calf Creek Falls (siehe Calf Creek Recreation Area).

Die Lower Calf Creek Falls
Escalante Petrified Forest State Park
1,5 Meilen westlich von Escalante erreicht man über eine Dirt Road von 0,7 Meilen den nördlich des Highway 12 gelegenen State Park. Dieser bietet neben einem recht akzeptabel ausgestatteten Campground (Tische, Feuerstellen, Toiletten, Duschen, Dumpstation) mit 21 Stellplätzen auch Gelegenheit, im nahe gelegenen Wide Hollow Reservoir zu angeln oder zu schwimmen. Feuerholz sollte man sich bereits außerhalb des Parks besorgen. Am Parkplatz neben dem Campground beginnt der Petrified Forest Trail, ein Rundweg von einer Meile zu einer Ansammlung von farbigem, versteinertem Holz. Zu weiteren Fundstellen gelangt man über den Trail of Sleeping Rainbows, der vom Wide Hollow Trail abzweigt (zusätzlich 0,75 Meilen).
Cedar Wash Road
In Escalante zweigt man auf der Center Street / Cedar Wash Road nach Süden ab. Die nur von Fahrzeugen mit guter Bodenfreiheit befahrbare Dirt Road macht im weiteren Verlauf einen großen Bogen nach Osten, wo sie schließlich in die ebenfalls ungeteerte Hole-in-the-Rock Road mündet, über die man zum Highway 12 zurückkehren kann (3,4 Meilen). Entlang der Cedar Wash Road lohnt sich 9,1 Meilen südlich von Escalante die kurze Wanderung zu der nur 5 Minuten entfernten Covered Wagon Natural Bridge. 1,2 Meilen weiter befindet sich der (unmarkierte) Trailhead für die etwas schwierigere Tour zum Cedar Wash Arch. Infos und Topomaps erhält man beim Escalante Visitor Center.
Escalante Natural Bridge
Vom Escalante River Trailhead 14 Meilen östlich von Escalante am Highway 12 folgt man den ausgetretenen Pfaden 2 Meilen flussaufwärts bis zu einer Natursteinbrücke auf der linken Seite des Canyons. Unterwegs muss der Fluss mehrfach überquert werden. Wer die Wanderung etwas verlängern möchte, geht noch eine weitere Meile flussaufwärts bis zu dem auf der rechten Seite einmündenden Sand Creek Canyon.
Maverick Natural Bridge und Phipps Arch
Vom Escalante River Trailhead östlich von Escalante (s.o.) geht man entlang dem markierten Trail 1,5 Meilen flussabwärts bis zu Phipps Wash, der von rechts einmündet. Man folgt nun diesem Wash eine weitere halbe Meile bis zu einem schmalen Seitencanyon auf der rechten Seite, in dem sich die Maverick Natural Bridge befindet. Folgt man dem Phipps Wash noch etwas weiter, erreicht man nach einer weiteren Meile einen etwas breiteren Seitencanyon zur Linken. Vom Eingang dieses Canyons kann man ein paar Steinmännchen folgend über loses Geröll den Hang links hinauf klettern bis zum Steinbogen Phipps Arch (Gesamtdistanz hin und zurück 5 Meilen). Infos beim Visitor Center in Escalante.
Anasazi Indian Village State Park
Lage: in Boulder an der US 12
Zum State Park gehören die Ruinen eines prähistorischen Anasazi-Dorfes aus der Zeit von 1050 bis 1200 n.Chr., die originalgetreuen Nachbauten ehemaliger Wohn- und Vorratsräume sowie ein Museum, in dem verschiedene Ausgrabungsgegenstände wie Sandalen, Töpfereien, Steinäxte, Pfeilspitzen und Korbwaren zu sehen sind. Der Weg zum Ruinengelände beginnt gleich hinter dem Museum. Unterwegs sieht man die Überreste verschiedener Baustile und Epochen, wie Teile freigelegter Erdgrubenwohnungen und die unterschiedlichen Mauerstrukturen ehemaliger Wohnhäuser. Das Dorf bestand ursprünglich aus 40 bis 50 Gebäuden, in denen etwa 200 Menschen lebten. Die meisten dieser Gebäude wurden durch ein Feuer vernichtet, das die Bewohner vermutlich mit Absicht legten, bevor sie diese Siedlung für immer verließen. Hinter dem Museum befinden sich die Rekonstruktionen eines Pueblowohnraums und einer Vorratskammer. Öffnungszeit: Mitte Mai bis Mitte Sept. täglich 8-18 Uhr, sonst 9-17 Uhr.
Sehenswürdigkeiten und Wanderungen entlang der Hole-in-the-Rock Road (von Nord nach Süd)
Die Hole-in-the-Rock Road ist eine 57 Meilen lange Dirt Road im östlichen Bereich des National Monument mit Zugang zu einer ganzen Reihe ungewöhnlicher und interessanter Slot Canyons. Sie beginnt 5 Meilen östlich von Escalante am Highway 12 und endet bei Hole-in-the-Rock, einer schmalen und sehr steilen Felsspalte in der Nähe des Lake Powell, durch die Mormonensiedler im Jahr 1879 auf ihrem Weg ins südöstliche Utah Planwagen und Vieh hinunterließen. Anders als die zuvor beschriebenen Dirt Roads mündet die Hole-in-the-Rock Road im Süden nicht in einen geteerten Highway, sondern eben direkt an dieser Steilklippe, was bedeutet, dass man die jeweilige Fahrtstrecke auch wieder zurück muss (Fahrtzeit für die Gesamtdistanz je nach Straßenzustand ca. 1½ bis 2½ Stunden one-way ohne Abstecher). Der erste Abschnitt der Piste bis zur Picknick Area Devils Garden (12,5 Meilen südlich des Hwy 12) ist noch relativ breit und nur mäßig ‚washboarded', aber je weiter man kommt, desto schlechter wird ihr Zustand. Für die letzten 7 Meilen benötigt man auf jeden Fall einen Geländewagen mit guter Bodenfreiheit und Allradantrieb. Von der Hole-in-the-Rock Road führen zahlreiche kürzere und längere Nebenpisten zu den verschiedenen Trailheads. Für viele dieser Nebenpisten benötigt man ebenfalls ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit, da die Spurrillen rechts und links oft sehr tief eingegraben sind, so dass man auf den hoch aufragenden Mittelstreifen leicht aufsitzen kann. Bei Nässe sollte man das gesamte Gebiet übrigens meiden, den erstens droht dann die Gefahr von Flash Floods und zweitens wird die stark lehmhaltige HITTR dann zu einer Rutschpiste, auf der man selbst mit Allrad nicht mehr vorwärtskommt.
Zebra & Tunnel Slots
Bei diesen beiden Canyons handelt es sich um zwei extrem kurze und gleichzeitig auch sehr ungewöhnliche Slot Canyons, die zudem noch völlig unterschiedlichen Charakter haben. Während der Zebra Slot durch seine dunkelrot-lila-grau gestreiften, ineinander fließenden Felsvorhänge verblüfft, hat man beim pechschwarzen Tunnel Slot tatsächlich das Gefühl, durch eine extrem schmale und hohe Felsspalte hindurchzugehen. Zu den interessanten Funden unterwegs gehören sicherlich noch die Moqui Marbles. Dies sind ungewöhnlich schwere, etwa pflaumengroße Steinkugeln oder Halbkugeln, deren äußere dunkelgraue Hülle aus Eisenoxyd besteht, während das Innere mit hellem Sandstein gefüllt ist. Das Alter dieser ungewöhnlichen Steine beträgt etwa 130 bis 150 Millionen Jahre. Besonders zahlreich findet man die Moqui Marbles im sandigen Bachbett in der Nähe des Zebra Slot, eingeschlossen in dessen Canyonwänden sowie direkt vor und hinter dem Tunnel Slot.
   
Gestreifte Faltenvorhänge im Zebra Slot Canyon
Detailinfos
 
 
  Zebra & Tunnel Slots
Peek-A-Boo und Spooky Slot Canyons   
Peek-A-Boo und Spooky, zwei Slot Canyons der Extraklasse, bieten nicht nur tolle Fotomotive in Hülle und Fülle, sondern auch Abenteuer, Kletterspaß und Nervenkitzel - vorausgesetzt, man ist körperlich einigermaßen fit und hat keine Angst davor, sich durch extrem schmale Ritzen und Felsspalten zu zwängen. Statt großer Rucksäcke, schwerer Stative und großer Kameras sollte man bei dieser Tour eher einen Minirucksack und eine kleine Kompaktkamera mitnehmen, da alles andere unterwegs eher hinderlich ist und an den schmalen Engstellen zurückgelassen werden müsste.
   
Steinbögen im Vorderen bereich des Peek-A-Boo
Detailinfos
 
 
  Peekaboo & Spooky Slot Canyons
Stevens Arch
Nach 36 Meilen auf der Hole-in-the-Rock Road führt eine ausgeschilderte Abzweigung nach links auf die 7 Meilen lange Forty Mile Ridge Road zum Trailhead für den Stevens Arch, eine Tagestour von 8 Meilen (Höhenunterschied 500 Meter, Dauer ca. 7 Stunden). Achtung: die letzten 2 Meilen der Forty Mile Ridge bestehen aus Tiefsand mit hohem Mittelstreifen, d.h. um nicht aufzusitzen braucht man unbedingt ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit! Unterwegs (nach 3,7 Meilen) lohnt die kurze Querfeldeinwanderung zum Sunset Arch.
Broken Bow Arch
Eine schöne Halbtageswanderung, die auch im Sommer machbar ist, führt südlich des markanten Dance Hall Rock vom Willow Gulch Trailhead (42 Meilen ab Hwy 12, die nächste Dirt Road hinter dem ‚Sooner Wash' nach links, dann 2 Meilen bis zum Trailhead) durch das von Büschen und Bäumen gesäumte Bachbett des Willow Creek bis zu dem 2 Meilen entfernten Broken Bow Arch, einem mächtigen, fast 30 Meter hohen und 30 Meter breiten Steinbogen, der sich wie ein Halbkreis vom linken oberen Felsenrand bis zum Canyonboden spannt (bestes Fotolicht am frühen Nachmittag).
Sehenswürdigkeiten und Wanderungen entlang der Cottonwood Canyon Road (von Nord nach Süd)
Die als Scenic Backway ausgewiesene und landschaftlich sehr abwechslungsreiche Dirt Road von 46 Meilen Länge verbindet Cannonville am Highway 12 über den Kodachrome Basin State Park in Nord-Süd-Richtung mit der US 89 im Süden. Vor Beginn der Tour sollte man sich unbedingt beim Cannonville Visitor Center nach den aktuellen Straßenverhältnissen bzw. Wettervorhersagen erkundigen, denn der Zustand dieser Piste kann sich innerhalb kurzer Zeit dramatisch ändern. Ist es trocken und die Straße gerade frisch begradigt, kann man sie für einige Zeit selbst mit PKW und kleineren Wohnmobilen befahren. Sind dann mehrere Tage vergangen, tiefe Spurrillen und Schlaglöcher vorhanden, oder gar Teile der Straße durch heftige Regenfälle weggeschwemmt, sollte man sie nur mit einem Geländewagen mit guter Bodenfreiheit befahren. Bei Nässe empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Piste zu meiden, denn der lehmhaltige Boden bildet dann sofort einen glatten Schmierfilm, auf dem man selbst mit eingeschaltetem 4WD keinen Halt mehr findet.
Zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke gehören der Grosvenor Arch, der Cottonwood Canyon mit seinen bunt gefärbten, zuckerhutähnlichen Sandsteinformationen und etwas weiter südlich dann der Hackberry Canyon sowie der Yellow Rock. Direkt südlich davon zweigt die BLM Road 431 nach Osten ab, über die man mit einem Geländewagen die nördliche Gruppe der Wahweap Hoodoos erreichen kann. In ihrem weiteren Verlauf durchquert die Cottonwood Canyon Road eine aus dunklen Felshügeln bestehende, vegetationslose Mondlandschaft. Danach folgt ein allmählicher Übergang in eine von mächtigen, grauen Mesas umrahmte Ebene bis zur Einmündung der Straße in den Highway 89.
Grosvenor Arch
Dieser wunderschöne Natursteinbogen aus hellem Sandstein, der beim Blick nach oben an eine gotische Fensteröffnung in einer mittelalterlichen Kathedrale erinnert, ist mit seiner beeindruckenden Spannweite von 33 Metern eines der lohnendsten Ziele entlang der Cottonwood Canyon Road. Man erreicht ihn über eine Stichstraße von einer Meile, die etwa 10 Meilen südlich des Kodachrome Basin State Park von der Hauptpiste nach Osten abzweigt. Geht man vom Parkplatz näher an die Felswand heran, erkennt man sehr schön, dass es sich bei diesem Steinbogen in Wirklichkeit um ein Doppelfenster mit einer großen und einer kleineren Öffnung handelt. Beste Zeit für Fotos sind der späte Vormittag sowie der frühe Nachmittag.

Grosvenor Arch
Cottonwood Narrows
Ein schöne Kurzwanderung von 1,5 Meilen one-way führt durch die Cottonwood Narrows, einen Sandsteincanyon mit einigen schönen Engstellen, der parallel zur Cottonwood Canyon Road von Nord nach Süd verläuft. Man kann die Wanderung entweder am nördlichen oder südlichen Trailhead beginnen, auf dem gleichen Weg dann durch den Canyon hin- oder zurückwandern, oder man geht eine Strecke durch den Canyon und dann entlang der Dirt Road wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour (Gesamtdistanz dann nur 2,5 Meilen) . Der nördliche (unmarkierte) Trailhead befindet sich 3,7 Meilen südlich der Abzweigung zum Grosvenor Arch in der Senke am unteren Ende der Steilstrecke (Parkmöglichkeit auf der östlichen Sraßenseite), der südliche, ebenfalls unmarkierte Trailhead 1 Meile weiter südlich (Parkmöglichkeit und Register Box auf der westlichen Sraßenseite).
Hackberry Canyon
Eine Wanderung durch den unteren Teil des Hackberry Canyon ist vor allem bei großer Hitze ein herrlich erfrischendes Erlebnis, denn man wandert größtenteils direkt im (meist knöcheltiefen) Bachbett, dessen Ufer von Gräsern und großen Cottonwood Trees gesäumt ist. Diese Bäume bilden mit ihren knackig hellgrünen Blättern vor allem im Frühjahr einen schönen farblichen Kontrast zu den meist dunkelroten Felswänden dieses halbschattigen, lichtdurchfluteten Canyons.

Frühling im Hackberry Canyo
Detailinfos
 
 
  Hackberry Canyon
Yellow Rock
Yellow Rock ist ein ungewöhnlich gefärbter, flach gewölbter Sandstein- bzw. Slickrockfels von etwa 100 Metern Höhe unmittelbar südlich des Lower Hackberry Canyon. Das Besondere an diesem Felsen sind nicht nur die interessanten Farbmuster aus weiß-gelb-orangen Farbtönen, sondern auch die teilweise schon surrealistisch anmutenden Felsstrukturen, die an manchen Stellen wie dicke Kissen aussehen, manchmal an riesige Spiralen erinnern. Um gute Fotos zu erhalten, ist hier der richtige Zeitpunkt besonders wichtig, da sowohl Formen als auch Farben erst bei tief stehender Sonne, also entweder am frühen Morgen oder am späten Abend, richtig zur Geltung kommen.

'Bemalte' Felsen
Detailinfos
 
 
  Yellow Rock
Burr Trail Road
Der 36 Meilen lange Scenic Byway, benannt nach einem unwegsamen Cattle Drive im Gebiet der Waterpocket Fold, verbindet die Kleinstadt Boulder am Highway 12 mit der Notom-Bullfrog Road im Westteil des Capitol Reef Nationalparks. Die ersten 31 Meilen von Boulder bis zum Capitol Reef Nationalpark sind geteert, dahinter beginnt die nur von Fahrzeugen mit ausreichend Bodenfreiheit befahrbare Dirt Road Richtung Capitol Reef. Bei Regen ist dieser Streckenabschnitt allerdings auch von 4WD Fahrzeugen nicht mehr befahrbar.

Hoodoos entlang der Burr Trail Road
Detailinfos
 
 
  Burr Trail Road
Übernachtung
Zentrum des recht spärlichen touristischen Angebots rund um das Grand Staircase Escalante NM ist die Kleinstadt Escalante am Highway 12 mit einem kleinen Supermarkt, mehreren Motels, zwei B&B's, einem RV Campground sowie einigen Restaurants und Cafés. Weitere Übernachtungsoptionen sind die Boulder Mountain Ranch und die beiden Einfachcampgrounds Posey Lake und Blue Spruce an der Hell's Backbone Road sowie in Boulder das hübsche Pole's Place Motel (Tel. 435-335-7422 oder Tel. 1-800-730-7422) und die Boulder Mountain Lodge (Tel. 435-355-7460). Sehr schön übernachtet man auch auf dem Campground des Escalante Petrified Forest State Park nordwestlich von Escalante sowie bei der Calf Creek Recreation Area 15 Meilen östlich der Stadt mit zahlreichen idyllischen Zeltplätzen direkt am Fluss (s. Calf Creek Recreation Area). Eine große Anzahl von Stellplätzen für Zelte und kleinere Wohnmobile bietet auch der landschaftlich reizvolle und sehr ruhig gelegene Kodachrome Basin State Park 9 Meilen südlich von Cannonville.
Neben diesen offiziellen Campgrounds gibt es natürlich auch die Möglichkeit, innerhalb des riesigen Wildnisgebiets irgendwo unter freiem Sternenhimmel zu übernachten, entweder in der Nähe der Dirt Roads (car camping) oder bei mehrtägigen Wanderungen entlang der Trails. Infos über geeignete Plätze und Frischwasserstellen plus die für Übernachtungstouren notwendigen Backcountry Permits erhält man in allen Besucherzentren. An einigen Trailheads gibt es auch sogenannte Self-Register Stations.
Boulder Mountain Ranch
Reservierung über Tel. 435-335-7480
Lage: an der Hell's Backbone Road westlich von Boulder
Zufahrt: 3 Meilen westlich von Boulder zweigt man ab auf die ungeteerte, aber bei trockenem Wetter recht gut befahrbare Hell's Backbone Road, nach weiteren 3½ Meilen folgt man dem Schild nach links etwa 500 Meter bis zur Ranch. Die einfache, aber schön gelegene Pferderanch bietet neben Reittouren unterschiedlicher Länge und Dauer auch Übernachtungsmöglichkeiten (Zimmer innerhalb der Lodge und rustikale Cabins für 2 bis 6 Personen). Reservierung empfohlen. Wer mag, kann auf dem Gelände auch zelten.
Kodachrome Basin State Park
Reservierung über Tel. 435-679-8562 oder über www.stateparks.utah.gov
Lage: am Ende einer geteerten Stichstraße 9 Meilen südlich von Canonville
Anzahl Plätze: 27 RV- und Zeltplätze (keine hookups)
Ausstattung: zentrale Dumpstation, Toiletten, Duschen, Trinkwasser, Picknicktische
Öffnungszeit: ganzjährig (Duschen und Toiletten im Winter geschlossen, Pit Toilets verfügbar)
Escalante Petrified Forest State Park
Reservierung über Tel. 1-800-322-3770 oder über www.stateparks.utah.gov
Lage: westlich von Escalante
Zufahrt: von Escalante auf dem Highway 12 1,5 Meilen nach Westen, dann auf einer Gravel Road 0,7 Meilen nach Norden
Anzahl Plätze: 22 RV- und Zeltplätze (keine hookups), einige direkt am Ufer des Wide Hollow Reservoirs
Ausstattung: zentrale Dumpstation, Trinkwasser, Toiletten und Duschen
Öffnungszeit: ganzjährig
Broken Bow RV Camp
Tel. 435-826-4959 oder Tel. 1-888-241-8785
Lage: in Escalante, 495 W. Main Street
Anzahl Plätze: 29 (alle mit full hookup), einige Cabins
Ausstattung: Waschmaschinen, Toiletten, Duschen
Öffnungszeit: 15. März bis Ende November
Posey Lake
Höhenlage: 2.645 m
Lage: am Posey Lake an der ungeteerten Hell's Backbone Road
Zufahrt: von Escalante14 Meilen auf der Hell's Backbone Road nach Norden, dann 2 Meilen auf einer Nebenstrecke nach Westen
Anzahl Plätze: 23
Ausstattung: Trinkwasser, Möglichkeit zum Schwimmen im See
Öffnungszeit: 15. Juni - 15. September
Blue Spruce Campground
Höhenlage: 2.389 m
Lage: an der ungeteerten Hell's Backbone Road
Zufahrt: von Escalante19 Meilen auf der Hell's Backbone Road nach Norden, dann nach links ½ Meile
Anzahl Plätze: 6
Ausstattung: Trinkwasser, Möglichkeit zum Angeln im nahen Bach
Öffnungszeit: Memorial Day bis Mitte September

Mushroom Rocks im Bereich der Paria Rimrocks
Adressen
In den vergangenen Jahren wurden vom Bureau of Land Management, das diese Gebiete verwaltet, mehrere Besucherzentren eingerichtet. Sie befinden sich an den beiden großen Highways im Süden und Norden des National Monument, d.h. am Highway 12 und am Highway 89. Daneben gibt es am Highway 89 westlich von Big Water noch die Paria Contact Station, die zuständig ist für das im Süden angrenzende Gebiet des Paria Canyon und Vermillion Cliffs NM (z.B. Coyote Buttes, The Wave, s. Arizona). Jedes Visitor Center ist auf die jeweilige Region spezialisiert, d.h. man erhält dort stets die besten und genauesten Auskünfte über das lokale Wetter sowie die in der Umgebung befindlichen Dirt Roads und Hiking Trails. Die Öffnungszeiten variieren von Visitor Center zu Visitor Center, einige haben im Winter ganz geschlossen. Die genaue Lage der Besucherzentren ist auf den Karten des GSENM angegeben. Infos über das GSENM findet man auch online unter www.ut.blm.gov/monument.
Kanab Visitor Center
745 East Highway 89
Kanab, UT 84741
Tel. 435-644-4680
Öffnungszeit: tägl. 8-16.30 Uhr
Escalante Interagency Visitor Center
755 West Main
Escalante, UT 84726
Tel. 435-826-5499
Öffnungszeit: tägl. 7.30-17.30 Uhr
Cannonville Visitor Center
10 Center Street (an der Abzweigung Richtung Kodachrome Basin SP)
Cannonville, UT
Tel. 435-826-5640
Öffnungszeit: 8-16.30 Uhr
Paria Contact Station
am Highway 89, 44 Meilen östlich von Kanab
Öffnungszeit: tägl. 8.30-16.15 Uhr
15. März bis 15. November
Big Water Visitor Center
100 Upper Revolution Way
Big Water, UT
Tel. 435-675-3200
Öffnungszeit: tägl. 9-17.30 Uhr
Boulder Information Desk
im Anasazi State Park Visitor Center
460 N. Highway 12
Boulder, UT 84716
Tel. 435-335-7382
Öffnungszeit: tägl. 9-17 Uhr
Abstecher
Hell's Backbone Road
Ausgangspunkt dieses 38 Meilen langen abenteuerlichen Scenic Drive ist die Stadt Escalante. Obwohl die größtenteils geschotterte Nebenstrecke von PKW mit entsprechender Bodenfreiheit bei trockenem Wetter recht gut befahrbar ist, sollte man sich vor Beginn der Tour unbedingt beim Grand Staircase Escalante Visitor Center in Escalante nach dem aktuellen Straßenzustand erkundigen. Schnee und Schmelzwasser können die Straße noch bis in den Juni hinein unpassierbar machen.
Von Escalante aus steigt die Straße bis auf 2.760 Meter Höhe in der Nähe des Roger Peak. Unterwegs bieten sich immer wieder phantastische Ausblicke auf die tiefer liegenden Canyons und die weit entfernten Gebirgszüge der Navajo und Henry Mountains. Am Einfachcampground Posey Lake, etwa 2 Meilen westlich an einer Stichstraße gelegen, kann man übernachten, im nahegelegenen See nach Forellen angeln oder einen alten Feuerbeobachtungsturm besteigen (2 Meilen Rundweg ab Stellplatz 14 des Campgrounds). Westlich des Roger Peak geht es dann hinunter zu Hell's Backbone, einem gefährlich schmalen Felsgrat, den früher die schwer beladenen Maultiere auf ihrem beschwerlichen Weg Richtung Escalante überqueren mussten. Teile des alten Maultierpfades erkennt man noch unterhalb der heutigen Brücke. Die Nebenstrecke endet an der US 12, knapp 3 Meilen westlich von Boulder.
Eine schöne Übernachtungsgelegenheit - nicht nur für Pferdefreunde - bietet die an der Hell's Backbone Road gelegene Boulder Mountain Ranch, eine rustikale Bed & Breakfast-Lodge 3½ Meilen westlich von Boulder mit freundlich eingerichteten Zimmern und einigen Cabins. Zum Reitangebot gehören zweistündige, halb- oder ganztägige Trail Rides im Sommer sowie Skilanglauf und Snowmobiltouren im Winter (Tel. 435-335-7480).
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