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Fantasy Canyon |
Eine indianische Legende von Chief Red Moose, veröffentlicht in der Salt Lake Tribune am 16.7.1972
Zwei Adler flogen mit der Botschaft davon und bereits am ersten Tag fanden sie den Medizinmann in seiner einsam gelegenen Behausung in den Bergen. Eine Staffel der leichtfüßigsten Wildpferde brachte den Mächtigen mit Windgeschwindigkeit über Berge, Flüsse, Täler und Ebenen. Gerade rechtzeitig, denn als sie Whiteriver erreichten, konnte der Mezininmann bereits das rote Leuchten am Himmel erkennen, an der die Unterweltler bereits die Erdoberfläche erreicht hatten.
Zuerst rief er den Westwind, der in einem gewaltigen Orkan Erde, Staub, Felsen und Bäumen vor sich hertrieb, um damit das schreckliche Loch zu füllen. Aber all dies bewirkte nichts, es fiel einfach nach unten und verbrannte in den Feuern darunter. Dann wurde der Regengott um Hilfe gebeten und dieser sandte große Wassermassen in Wolken und Sturmwellen, aber alles löste sich in Dunst und Nebel auf, während der Anführer der Teufel in langes und lautes Gelächter ausbrach, begleitet vom ausgelassenen Gejohle seiner Kumpane. Und so rief der Meister den Gott des Nordens.
'Hilf uns, hilf uns' sang und trommelte er, 'oh, großer Herr über Eis und Schnee'. Die Hilfe kam schnell wie ein Pfeil, eindringlich, tief, bitter kalt. Der Gott des Nordens fing im Nu alle Unterirdischen, die versuchten, sich über die Erde zu verbreiten. Innerhalb eines Augenblicks verwandelte er sie alle in Eis. Noch heute stehen der Anführer der Unterirdischen, die große Hexenmutter, der Zauberer und alle anderen genauso an der gleichen Stelle wie in dem Moment, als sie von der plötzlichen Kälte getroffen wurden.
Als die Wärme zurückkam, der Westwind wieder blies, und das Eis schmolz, übernahm der Staub dessen Stelle und nun stehen die Monster in dem Loch, das sie gegraben haben - alle in Stein verwandelt - als eine Warnung an alle üblen Gestalten drunten in der Hölle, die gute grüne Erde in Ruhe zu lassen.
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