Paria Canyon - Vermillion Cliffs National Monument
Kurzinfo
Das Wildnisgebiet im Grenzgebiet von Utah und Arizona grenzt direkt an das riesige Grand Staircase Escalante National Monument im Süden Utahs. Der in Arizona gelegene Teil dieser Wilderness wurde im Jahr 2000 zum Vermillion Cliffs National Monument erklärt. Bekannt wurde das Gebiet vor allem durch spektakuläre Fotos der Wave, einer riesigen weich geschwungenen und hübsch gestreiften Sandsteinwelle im Gebiet der Coyote Buttes North.
Coyote Buttes North - The Wave
Zufahrt und Trailhead: vom Hwy 89 zweigt knapp 5 Meilen westlich der Paria Contact Station (nahe Milemarker 26) in einer Rechtskurve eine Dirt Road nach links ab. Dies ist die House Rock Valley Road, eine knapp 30 Meilen lange, relativ breite und bei Trockenheit auch von PKW befahrbare ‚graded dirt road', die den Highway 89 mit dem Highway 89 Alt östlich von Jacob Lake in Nord-Süd-Richtung verbindet. Auf dieser Dirt Road fährt man 8,5 Meilen nach Süden bis zum Wire Pass Trailhead. Dieser ist gleichzeitig Ausgangspunkt für die Wanderung zur Wave und durch die Buckskin Gulch. Das einzige Problem auf dieser 8,5 Meilen langen ungeteerten Zufahrtsstraße ist nach etwa 4 Meilen ein quer verlaufender Wash, der sich nach heftigen Regenfällen in ein tiefes und bis zu 20 Meter langes Schlammloch verwandeln kann, das dann für mehrere Tage entweder gar nicht oder nur mit Allrad und High Clearance passierbar ist. In diesem Fall kann man entweder warten, bis die Bagger den Weg wieder begradigen (was einige Tage dauern kann!), einen professionellen Shuttle für den Transport zum Trailhead bezahlen (bei Paria Oupost), die zusätzlichen 4 Meilen one-way bis zum Trailhead zu Fuß zurücklegen oder einen sehr langen Umweg in Kauf nehmen und die Zufahrt von Süden wählen. Dies sind allerdings 21 Meilen Dirt Road, darunter einige sandige Abschnitte.
Distanz: 3 Meilen one-way
Benötigte Zeit: mindestens ein halber Tag
Höhenunterschied: 150 Meter
Eine längere Querfeldeinwanderung durch eine von rotem Sand und Fels dominierte hügelige Wüstenlandschaft endet nach kurzem steilem Aufstieg bei der Wave, einer surrealistisch anmutenden, farbenprächtigen Sandsteinwelle, deren gestreifte Wände sich anmutig und weich in großem Bogen in den Himmel emporschwingen. Da die Sonnenstrahlen das Innere der Wave erst relativ spät am Vormittag auszuleuchten beginnen, kann man bei einem frühen Start die Morgenstunden dazu nutzen, um die ebenso interessante Umgebung der Wave ein bisschen genauer zu erkunden, was je nach Neugier und Entdeckerfreude wiederum mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann. Besonders interessant ist dabei das langsam ansteigende Amphitheater direkt oberhalb der Wave, das von einem kleinen Natursteinbogen, dem Top Rock Arch überragt wird. Von oben bietet sich auch ein unvergleichlicher Blick hinunter zur Wave und weit nach Süden ins Gebiet der Coyote Buttes South. Besonders schöne Fotos entstehen hier nach Regenfällen, wenn sich in den ausgewaschenen Felsbecken und Potholes kleinere und größere Wasserpools bilden, die Himmel und Felsstrukturen auf eindrucksvolle Weise wiederspiegeln. Ein längerer Abstecher führt vom Gebiet der Wave weiter nach Süden bis zum Melody Arch.
Eine genaue Wegbeschreibung zur Wave mit genauer Karte und zahlreichen Farbfotos, die unterwegs im Gelände die Orientierung erleichtern, erhält man in der Paria Contact Station am Hwy 89, 30 Meilen westlich von Page nahe Milepost 21. Jeder, der die Wave besuchen möchte, benötigt außerdem ein schriftliches Permit. Da die Wave mittlerweile sehr bekannt ist und zu viele Besucher gleichzeitig die empfindlichen Sandsteinstrukturen zerstören könnten, hat das BLM, das das Gebiet verwaltet, die Anzahl dieser Hiking Permits auf 20 pro Tag beschränkt. Davon können 10 pro Tag bis zu 4 Monate im Voraus über das Internet reserviert werden, 10 weitere sind sogenannte Walk-In Permits, die man von 15. März bis 15. November vor Ort bei der Paria Contact Station erhält (im Winter beim Kanab Field Office (s. Adresse). Dafür muss man am Tag vor! der geplanten Tour bis spätestens 9 Uhr in der Rangerstation sein und einen Antrag ausfüllen. Bei mehr als 10 Personen werden die Permits verlost. Am höchsten sind die Chancen, eines dieser begehrten Walk-In Permits zu ergattern in den weniger besuchten Winter- und Sommermonaten, am geringsten im Mai und Oktober (bis zu 60 Antragsteller pro Tag!). Wer an einem Tag kein Permit bekommen hat, kann es am nächsten Tag wieder versuchen und erhält dann zwei Lose, um die Chancen ein wenig zu erhöhen. Walk-In Permits sind für einen Besuch der Wave im Zeitraum von zwei Wochen gültig, Online Permits nur für den reservierten Tag (https:www.blm.gov/az/arolrsmain.htm). Telefonische Auskünfte erhält man unter Tel. 435-644-6400.
Achtung: bei der Wanderung zur Wave handelt es sich um eine längere Querfeldeinwanderung ohne! markierte Wanderwege. Wer nicht aufpasst, kann sich hier trotz Wegbeschreibung und Karte ganz schön verlaufen, besonders, wenn man allein unterwegs ist oder Zusatzabstecher in die Umgebung macht. In diesem Fall empfiehlt sich die Mitnahme eines GPS-Geräts. Hilfreich ist es auch, sich bereits auf dem Hinweg immer wieder einmal umzudrehen und sich den Rückweg aus dieser veränderten Perspektive gut einzuprägen. Da es unterwegs keinen Schatten gibt, sollte man vor allem im Hochsommer ausreichend Wasser mitnehmen!
Im Gebiet der Coyote Buttes North gibt es oft starke Winde, die sich hin und wieder zu regelrechten Sandstürmen auswachsen können. Während einer Wanderung ist dies zwar sehr unangenehm, andererseits sind es aber genau diese Sandstürme, die maßgeblich zur Entstehung der Wave beitragen, indem sie die Felsen wie ein riesiges Sandstrahlgebläse immer wieder abschleifen und glatt polieren.
Eine Campingplätze & campgrounds ist im Gebiet der Coyote Buttes North leider nicht gestattet. Begrenzte Zeltmöglichkeiten gibt es einige Meilen südlich des Wire Pass Trailhead am Stateline Campground oder 2 Meilen entfernt von der Paria Contact Station am White House Trailhead (s. Campingplätze & campgrounds).
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