Bundesstaat: Utah
Höhe: 2.400-3.400 ü.M.
Lage: Zum Dixie National Forest gehören die hochgelegenen und größtenteils bewaldeten Bergregionen westlich, nördlich und nordöstlich der Nationalparks Zion und Bryce Canyon.
Kurzinfo
Der Dixie National Forest umfasst ein über 3.000 km2 großes Waldgebiet im Südwesten von Utah. Durch das Markagunt Plateau nördlich des Zion Nationalparks führen die als Scenic Byway ausgewiesenen Highways 14, 148 und 143 zu tiefblauen Bergseen, abgelegenen Ski- und Mountainbikeregionen und zu den roten Felsklippen des Cedar Breaks National Monument. Zahlreiche Geländestrecken und Wanderwege führen von den Hauptrouten in noch weitgehend unberührte Wildnisgebiete.
Klima / Reisezeit
Bedingt durch die extreme Höhenlage muss man auch im Hochsommer stets mit bitterkalten Nächten rechnen. Die meisten Campgrounds in den Bergregionen haben dementsprechend nur von Ende Mai/Anfang Juni bis Anfang Oktober geöffnet.
Interessantes
Dry Lakes /Summit Canyon
Der 19 Meilen lange Scenic Backway beginnt nördlich der Stadt Summit an der alten US 91 und endet an der U 143 etwa 8 Meilen südlich von Parowan. Die nur zum Teil geteerte Schotterstraße ist bei trockenem Wetter und etwas vorsichtiger Fahrweise von normalen PKW recht gut befahrbar. Gleich zu Beginn klettert die Straße in vielen Steigungen und engen Kurven hinauf zum Sugarloaf Mountain mit über 3000 Metern Höhe. Unterwegs genießt man immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Cedar Canyon, den Summit Canyon und das Parowan Valley. Auch bergabwärts bieten schöne Aussichtspunkte mit Blick auf die Ashdown Gorge und das Cedar Breaks National Monument Gelegenheit für zahlreiche lohnende Fotostops. Für diesen Abstecher sollte man ungefähr mit einer Stunde Fahrtzeit rechnen.
Brian Head - Panguitch Lake Scenic Byway 143
Der Highway 143, der das Plateau in Ost-West-Richtung überquert, verbindet die beiden Städte Panguitch und Parowan nördlich des Zion Nationalparks. Der höchste Punkt entlang dieser Strecke ist das Brian Head Ski Resort auf 3.400 Metern Höhe mit guten Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und einem vielfältigen Freizeitangebot - von Wintersportaktivitäten (Abfahrtslauf, Skilanglauf und Snowmobiltouren) bis zu Mountainbike- und ATV-Touren im Sommer.
16 Meilen südwestlich von Panguitch liegt innerhalb eines bewaldeten Tals mit vulkanischer Vergangenheit der künstlich aufgestaute Panguitch Lake, ein beliebtes Angelrevier mit zahlreichen Campgrounds und Lodges direkt am See. Wer Lust hat, sich die Regenbogenforellen für sein Mittagessen selbst zu angeln, kann an verschiedenen Stellen Angelzubehör kaufen und Boote mieten.
Mammoth Springs, eine kristallklare Quelle, umgeben von einer ungewöhnlich üppigen Vegetation aus Moosen und Farnen, liegt 5½ Meilen südlich des Panguitch Lake. Die letzten 2 Meilen führen über die ungeteerte Forest Route 068. Folgt man dieser Nebenstrecke, gelangt man zur Mammoth Cave, einer großen Lavahöhle mit einem auf zwei Ebenen verlaufenden Tunnelsystem. Für die Erforschung der unterirdischen Kammern und Röhren benötigt man neben etwas Abenteuerlust auch gutes Schuhwerk und mindestens zwei starke Taschenlampen. Besorgen Sie sich vor Beginn der Tour vorsichtshalber gute topographische Landkarten dieses Gebiets, denn in dem Gewirr größtenteils unmarkierter Dirt Roads kann man sich recht schnell verfahren.
Markagunt Scenic Byway 14
Der 40 Meilen lange Byway verläuft südlich des Highway 143 und beginnt bei Cedar City an der I-15. Ein besonderes Erlebnis bietet die Strecke im Herbst, wenn sich die leuchtend gelben und roten Blätter der Eichen- und Ahornbäume und die roten Sandsteinfelsen gegenseitig an Farbenpracht überbieten. Von Cedar City aus klettert die Straße zunächst durch einen schmalen Canyon. Am Zion Overlook lohnt sich ein erster Halt für den Ausblick auf die Kolob Canyons Area des Zion Nationalparks, bevor man weiterfährt Richtung Navajo Lake. Dieser See mit seiner ungewöhnlich blaugrünen Farbe besitzt keinen natürlichen Abfluss. Stattdessen versickert das Wasser in mehreren unterirdischen Lehmkavernen, bevor es weit entfernt wieder zutage tritt. An einer Haltebucht, 24 Meilen östlich von Cedar City, kann man manchmal drei dieser ‚sink holes' am östlichen Ende des Sees erkennen. Der hübsch gelegenen Navajo Lake NF-Campground mit 28 Stellplätzen und Dumpstation ist wegen der kalten Nächte in 3000 Metern Höhe nur von Mitte Juni bis Anfang / Mitte Oktober geöffnet. Die Navajo Lake Lodge am Westende des Sees mit Café, Laden und Bootsvermietung schließt in der Regel erst Ende Oktober.
Eine ungewöhnlich reizvolle Wanderung von nur 1 Meile retour führt an rosafarbenen Felsklippen vorbei zu den Wasserfällen der Cascade Falls, lohnend vor allem im Frühjahr zur Zeit der Schneeschmelze. Man erreicht den Anfang des Cascade Falls National Recreation Trail, wenn man von der Straße zum Navajo Lake nach 0,3 Meilen nach links abzweigt (3 Meilen Gravel Road bis zum Trailhead).
Schöne Angel- und Wandermöglichkeiten bietet auch der Duck Creek Campground 28 Meilen östlich von Cedar City mit 83 Stellplätzen (1. Juni-31. Oktober). Letzter Haltepunkt entlang des Highway 14 ist Duck Creek Village, ein beliebtes Wintersportgebiet und Filmkulisse zahlreicher Hollywoodwestern.
Ein lohnender Abstecher führt über 9 Meilen Gravel Road nach Süden zum Aussichtspunkt Strawberry Point. Von hier reicht der Blick über den Zion Nationalpark bis zu den weit entfernten Canyons, Klippen und Berggipfeln des nördlichen Arizona.
Cedar Breaks National Monument
Lage: an der U 148 zwischen Cedar City und Long Valley Jct.
Die Cedar Breaks sind ein von Wäldern eingerahmtes natürliches Amphitheater aus weiß und rot gefärbten Felsklippen - ähnlich den weitaus spektakuläreren Formationen des Bryce Canyon. Ein Abstecher hierher lohnt sich vor allem, wenn man einen hübsch gelegenen Übernachtungsplatz sucht oder zum Wandern etwas abseits der vor allem im Sommer recht überlaufenen Nationalparks im Süden. Da die Cedar Breaks auf über 3000 Metern Höhe liegen, sind Park und Campground (Point Supreme NP mit 29 Plätzen) allerdings nur von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet. Im Visitor Center (1 Meile nördlich des Südeingangs) mit Ausstellungen zur Geologie, Flora und Fauna des Gebiets erhält man Informationen über die verschiedenen Wanderwege des Parks. Zwei davon führen am Canyonrand entlang zu schönen Aussichtspunkten, während der Alpine Pond Trail in ein dicht bewaldetes Gebiet innerhalb des Amphitheaters hinunterführt (2 Meilen hin und zurück).
Eine längere Trekkingtour - der Rattlesnake Creek Trail - erstreckt sich vom Canyonrand außerhalb der Nordgrenze des Parks bis weit in die unberührte Einsamkeit der Ashdown Gorge Wilderness. Der Weg folgt dem Rattlesnake und Ashdown Creek auf insgesamt 9 Meilen und besitzt auf dieser Strecke ein Gefälle von über 1000 Metern! Vor Erreichen des Ashdown Creek hat man die Möglichkeit für einen Abstecher ins Cedar Breaks National Monument, oder man folgt dem Weg weiter flussabwärts Richtung Ashdown Gorge. Vor Beginn dieser Wanderung sollte man sich bei den Rangern des Cedar Breaks National Monument unbedingt nach den Wettervorhersagen und dem Zustand der Trails erkundigen, denn im Sommer besteht in den schmalen Canyons sehr häufig die Gefahr plötzlicher Überschwemmungen und Sturzfluten. Im Visitor Center erhält man auch die erforderlichen topographischen Landkarten. Der 5 Meilen lange Scenic Drive ist für Autos von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet, im Winter auch für Skilangläufer und Snowmobilfahrer.
Adresse
Cedar City Ranger District of the Dixie National Forest
P.O. Box 627
Cedar City, UT 84721-0627
Tel. (801) 865-3200


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