Bundesstaat: Utah
Höhe: 1.500-2.130 ü.M. am Canyonrand, 1.120-1.195 ü.M. am Green und Colorado River
Lage: Utahs größter Nationalpark umfasst eine grandiose Canyonlandschaft, die südlich von Moab beginnt und bis zur Glen Canyon National Recreation Area am Nordende des Lake Powell reicht.
Kurzinfo
Der Park umfasst eine wilde und ursprüngliche Fels- und Canyonlandschaft, die im Laufe von Jahrmillionen durch die Erosionskraft des Green und Colorado River aus dem weiten Sandsteinplateau gemeißelt wurde. Die beiden Flüsse teilen auch das Parkgebiet in vier große Regionen, zwischen denen keine Verbindungsstraßen existieren. Am leichtesten erreichbar ist das Gebiet von Island in the Sky nördlich von Moab, das von einem langen geteerten Scenic Drive sowie einer 120 Meilen langen Jeeproad, dem White Rim Trail, erschlossen wird. Hier befindet sich auch der Upheavel Dome, ein gewaltiger blaugrün gefärbter Krater, von dem man nicht genau weiß, ob er von einem Meteoriteneinschlag stammt oder vulkanischen Ursprungs ist. Etwas weiter südlich liegt das Gebiet der Needles mit seinen charakteristischen Felsnadeln. Hier beginnt auch eine der schönsten Tageswanderungen in den Canyonlands durch den Elephant Canyon zum Druid Arch. Weit abgelegen und nur mit Geländewagen erreichbar sind die beiden großen Wildnisgebiete The Maze und Horseshoe Canyon im Westen des Parks.

Blick vom White Rim auf die Flußschleifen des Colorado
Wissenswertes
Geologie
Die vielen verschiedenfarbigen Gesteinsschichten, die heute in den bis zu 1.000 Meter tiefen Schluchten der Canyonlands zu sehen sind, stammen aus verschiedenen Epochen der Erdgeschichte. Interessant ist vor allem die Paradox Formation, die im Cataract Canyon zu sehen ist und große Mengen an Salz und anderen Mineralien enthält. Unter dem mächtigen Druck der darüberliegenden Gesteinsschichten wurde diese salzhaltige Formation immer wieder verschoben, was schließlich zu den sonderbaren Verwerfungen und Faltungen dieser Felslandschaft führte. Die tiefen Schluchten und Canyons sind das Werk der beiden Flüsse Green und Colorado River, die sich im Laufe von Jahrmillionen tief in die Felsen eingegraben haben.
Flora und Fauna
Die extremen klimatischen Verhältnisse der Canyonlands mit ihrer ungewöhnlichen Mischung aus Sturzfluten, langer Trockenheit, Hitze und kalten Wintern ermöglicht nur wenigen Pflanzen und Tieren ein Überleben. Die wenigen Tiere, die sich an diese lebensfeindlichen Umweltbedingungen angepasst haben, sind meist nachaktiv und daher nur selten zu sehen. Zu ihnen gehören Kojoten, Kaninchen, Känguruhratten, Squirrels und Fledermäuse. Der spärliche Pflanzenwuchs besteht hauptsächlich aus Kakteen, Gräsern und Sträuchern. Lediglich in Flusstälern mit ausreichend Wasser trifft man ab und zu auch auf eine erstaunlich üppige Vegetation.
Geschichte
Überall in den Canyonlands findet man Steinwerkzeuge, Ruinen, Felszeichnungen und Vorratskammern der prähistorischen Anasazi und Fremont Kultur. Ihnen folgten nomadisierende Gruppen der Ute und Navajo Indianer. John Wesley Powell war der erste Weiße, der das Gebiet im Jahr 1869 während einer Flussexpedition wissenschaftlich erforschte. Später wurde das Gebiet von Cowboys als Viehweide genutzt. Viele ihrer Camps und Viehzäune sind auch heute noch zu sehen.
Die zahlreichen Jeeproads, die inzwischen von Offroad-Freaks zur Erkundung des Parks benutzt werden, stammen allerdings nicht von ihnen, sondern von Prospektoren, die während der 50er Jahre dieses Jahrhunderts das Gebiet auf der Suche nach Uran durchforschten und zahlreiche Minen anlegten. Erst 1964 wurden einige Teile dieser großartigen Naturlandschaft unter Präsident Kennedy zum Nationalpark erklärt. Weitere Gebiete folgten im Jahr 1971.

Pottash und Shafer Trail
Klima / Reisezeit
Der Park ist ganzjährig geöffnet. Die Hauptbesuchszeit beginnt bereits an Ostern zur Zeit der Schneeschmelze, wenn die reißenden Stromschnellen des Green und Colorado River ein besonders aufregendes Raftingerlebnis versprechen. Allerdings kann in dieser Jahrezeit das Wetter noch ziemlich wechselhaft sein. Stürmische Winde und frostige Nächte sind keine Seltenheit. Heiß und trocken sind die Sommermonate mit Tagestemperaturen bis 40 Grad. Bei Wanderungen und Biketouren sollte man dann auf jeden Fall immer genügend zu Trinken mitnehmen. Gewitter treten am häufigsten im Spätsommer auf. Die schönste Reisezeit ist der Herbst mit beständigem Wetter, viel Sonnentagen und warmen Tagestemperaturen. Reizvoll sind auch die Wintermonate Dezember und Januar mit leichten Schneefällen, nach denen die roten Felsen aussehen, als seien sie mit Puderzucker bestäubt. Die Tagestemperaturen liegen dann zwischen 0 und 10 Grad, während sie nachts leicht unter den Gefrierpunkt sinken.
Interessantes
Das Parkgebiet von Island in the Sky
Island in the Sky liegt nur wenige Meilen südwestlich von Moab und ist daher von den vier großen Bereichen des Canyonlands Nationalparks am leichtesten erreichbar. Charakteristisch für dieses Gebiet sind die gewaltigen Schluchten des Colorado und Green River, die sich hier in mehreren Stufen tief in die Felslandschaft eingegraben haben. Der Highway 313, ein geteerter 35 Meilen langer Scenic Drive, führt oben auf dem Canyonplateau entlang nach Süden bis zu einem Aussichtspunkt auf den Zusammenfluss der beiden großen Flüsse Green und Colorado River. Unterwegs bieten sich immer wieder grandiose Blicke in die Tiefe und auf die bis zu 100 Meilen entfernten Bergketten der LaSal, Abajo und Henry Mountains.
Eine Stufe tiefer, nämlich 350 Meter unterhalb dieser Hochebene, verläuft der 120 Meilen lange White Rim Trail, einer der schönsten Jeep Trails im Südwesten. Für die gesamte Tour benötigt man allerdings mindestens zwei Tage, mit dem Mountainbike sogar eine Woche. Eine weitere faszinierende Möglichkeit, das Gebiet zu erkunden, sind mehrtätige Raftingtouren durch den Labyrinth, Stillwater und Cataract Canyon (s. Outdoor-Aktivitäten in Moab und Green River).
Island in the Sky Scenic Drive
Beginnen sollte man jedoch mit dem oben genannten Scenic Drive, für den man sich inklusive Fotostopps und Kurzwanderung zum Upheavel Dome etwa einen halben Tag Zeit nehmen sollte. Hierfür verlässt man Moab Richtung Norden und fährt etwa 10 Meilen auf dem Hwy 191, bis nach links der Hwy 313, also der Scenic Drive abzweigt Richtung Canyonlands.
Ein erster Abstecher führt nach 15 Meilen Richtung Osten zum Dead Horse Point State Park mit Blick auf die 600 Meter tiefer liegenden Fluss-Schleifen des Colorado River. Der Aussichtspunkt selbst liegt auf einem isolierten Felsvorsprung, der nur durch einen schmalen Felsgrat mit dem restlichen Canyonplateau verbunden ist. Früher nutzte man diese Felsplattform, um Wildpferde einzufangen. Einer Erzählung zufolge stammt der merkwürdige Name dieses Ortes von einigen dieser Pferde, die nach einem solchen Roundup auf dem schmalen Plateau zurückgelassen wurden. Verwirrt jagten sie ständig im Kreis herum, ohne den rettenden Rückweg zu finden, bis sie schließlich völlig erschöpft waren und verdursteten. Zum State Park gehört ein Visitor Center mit Verkauf von Postkarten, Büchern, Broschüren, Landkarten und Getränken (Öffnungszeit: 16. Mai-15. Sept. 8-18 Uhr, sonst 9-17 Uhr) sowie ein kleiner Campground mit Frischwasser und Toiletten.
Kurz danach erreicht man The Neck, eine Felsbrücke, die nur wenig breiter ist als die Straße und das Visitor Center von Island in the Sky (22 Meilen ab US 191). Bei den Rangern erhält man neben einer guten Übersichtskarte auch aktuelle Informationen über den Zustand der Geländestrecken sowie die erforderliche Genehmigung für Übernachtungen entlang der White Rim Road.
Eine halbe Meile hinter dem Visitor Center liegt der Shafer Canyon Overlook, nochmals eine halbe Meile weiter der Shafer Trail Overlook. Von beiden Viewpoints hat man einen schönen Ausblick auf die Canyonschluchten des Colorado und die schmale, ungeteerte Shafer Trail Road, die in steilen Zickzack-Kurven hinunterführt zum White Rim.
Als nächstes erreicht man die Haltebucht am Mesa Arch, einem der bekanntesten Foto-Spots des Parks mit Blick auf den weit entfernten Washer Woman Arch und gleich danach die Abzweigung für die 5 Meilen lange Stichstraße zum Upheavel Dome. Eine weitere kurze Stichstraße zweigt hier gleich wieder nach links ab zum Willow Flat Campground zum Green River Overlook. Die Stichstraße zum Upheavel Dome endet an einem großen Parkplatz mit Picknick Area. Von hier führt eine sehr schöne Kurzwanderweg von 0,8 Meilen one-way zu zwei Aussichtspunkten auf das ungewöhnlich blaugrün gefärbte Kraterinnere. Ein längerer Wanderweg, der 8,3 Meilen lange Syncline Trail, umrundet den gesamten Kraterrand. Zurück auf der Parkroad erreicht man schließlich den Buck Canyon Overlook und die Picknick Area beim Grand View Point, dem wohl spektakulärsten Aussichtspunkt im Gebiet von Island in the Sky mit Blick auf den Zusammenfluss von Green und Colorado River (30-minütige Kurzwanderung bis zum Viewpoint).
Island in the Sky - Jeeproads
Wer die Canyonlands nicht nur weit entfernt aus der Vogelperspektive sehen möchte, sollte sich unbedingt in Moab einen Jeep mieten oder an einer der geführten Jeeptouren teilnehmen, die tief ins Innere dieser wilden Canyonschluchten hineinführen. Für eine kurze Schnuppertour von einem halben bis einem Tag empfiehlt sich der Abschnitt Shafer Trail/Pottash Trail. Wer etwas mehr Zeit hat und gerne unter freiem Himmel übernachtet, sollte sich unbedingt an die White Rim Road wagen. Dieser 100 Meilen langen Jeeptrail ist zwar zur Not in einem Tag machbar. Richtig genießen kann man diese schöne Tour aber nur, wenn man sich mindestens zwei Tage dafür Zeit lässt und unterwegs an einem der einfachen Campsites übernachtet.
Shafer Trail / Pottash Trail   
(70 Meilen ab/bis Moab, davon 17 Meilen unpaved)
Diese Streckenkombination besitzt eine Fülle landschaftlicher Höhepunkte und ist als Halbtages- oder Tagestour eine interessante Alternative zur White Rim Road. Von Moab aus gelangt man über die geteerte UT 279 zum Beginn des Pottash Trail, der hinunter führt zum White Rim mit schönen Aussichtspunkten auf den Colorado. Von dort geht es über die vielen steilen Zickzackwindungen und Spitzkehren der Shafer Trail Road hinauf zum Scenic Drive von Island in the Sky (Hwy 313) und von dort über den Hwy 191 wieder zurück nach Moab. Der ungeteerte Teil der Strecke ist 17 Meilen lang. Dabei überwindet man gleichzeitig einen Höhenunterschied von 486 Metern.

Shafer Trail Overlook
Hier noch ein Tipp, wie man diese Jeeptour zu einer interessanten Tagestour inklusive dreier schöner Kurzwanderungen ausbauen kann: man fährt die Strecke in umgekehrter Richtung, beginnt also in Moab, fährt dann auf den Hwys 191 und 313 ins Gebiet von Island in the Sky und dort bis zum Endpunkt Grand View Point (1. Kurzwanderung), nimmt auf dem Rückweg die Stichstraße zum Upheavel Dome (2. Kurzwanderung), fährt dann auf dem Shafer Trail hinunter zum White Rim, erreicht schließlich die Pottash Road sowie den Hwy 279 und beendet dann den Tag mit einer Wanderungen zum fotogenen Corona Arch (s. Wanderungen Moab). Die Gesamtdistanz für diese etwas längere Tour beträgt inklusive Abstecher zum Grand View Point etwa 105 Meilen.
White Rim 4WD Road
Die 100 Meilen lange White Rim Road verläuft stets auf halber Höhe zwischen den tief eingegrabenen Flüssen Green bzw. Colorado River und Canyonrand. Die große Rundtour beginnt in Moab und führt dann wahlweise über die Shafer Trail Road im Parkgebiet von Island in the Sky oder über die Pottash Road am Highway 279 hinunter zum White Rim. Dort folgt man dieser Felskante rund um die beiden Canyonschluchten des Green und Colorado River und kehrt dann über die ungeteerte Mineral Road zurück zum Hwy 313 und von dort über den Hwy 191 zurück nach Moab. Wählt man die interessantere Strecken-Variante über den Shafer Trail, beträgt die Gesamtdistanz ab/bis Moab ca. 155 Meilen. Für die Tour benötigt man unbedingt ein Allradfahrzeug mit guter Bodenfreiheit, einen Ersatzkanister mit Benzin (Jeeps haben einen recht großen Spritverbrauch!), ausreichend Lebensmittel, Wasser und entsprechendes Kartenmaterial (erhältlich in Moab). Die Tour ist für erfahrene Backroad-Driver mit etwas Vorsicht auch mit einem normalen Miet-SUV machbar, allerdings sind Schäden am Fahrzeug auf unbefestigten Straßen generell nicht versichert und mit einem Jeep macht das Ganze auch einfach mehr Spaß!

Auf Entdeckungstour entlang der White Rim Road
Die Übernachtungsplätze bzw. Campsites unterwegs müssen besonders für die Wochenenden im Frühjahr und Herbst rechtzeitig im voraus reserviert werden (kostenpflichtig!). Ist kein Übernachtungsplatz mehr verfügbar, muss man die Tour auf einen anderen Termin verschieben! Reservierungen müssen mindestens zwei Wochen im voraus schriftlich oder per Fax unter folgender Adresse beantragt werden: National Park Service, Reservation Office, 2282 S. West Resource Blvd., Moab, UT 84532-3298, Fax: (435) 259-4285. Telefonische Reservierungen oder Reservierungen per Email sind derzeit leider nicht möglich. Man kann sich die Permits dann per Post zuschicken lassen oder direkt vor Ort beim Island in the Sky Visitor Center am Hwy 313 abholen (Öffnungszeit: 9-16.30 Uhr, im Sommer etwas länger). Weitere Auskünfte zu Reservierungen bzw. Permits telefonisch über Tel. 435-259-4351 oder online unter der Internetadresse http://www.nps.gov/cany/planyourvisit/reservations.htm). Im Visitor Center gibt es auch eine Tafel, auf der jeweils alle bereits bestehenden Reservierungen für die kommenden Tage eingesehen werden können. Am begehrtesten und daher auch am frühesten belegt sind die wenigen Campsites am Gooseberry, White Crack und Murphy Hogback Campground, da sich diese etwa auf halber Distanz zwischen Start- und Endpunkt der White Rim Road befinden.
Die verschiedenen Bikeshops in Moab bieten diese Rundfahrt auch als einwöchige MTB-Tour an inklusive Transportservice (s. Moab).
Island in the Sky - Wanderungen
Die meisten Wanderwege im Gebiet von Island in the Sky verlaufen oben auf dem flachen Canyonplateau und sind daher nicht besonders interessant. Die Wanderwege, die vom Rim hinunter zum Colorado führen, sind vor allem im Sommer sehr anstrengend, denn es gilt, 700 Meter Höhenunterschied zu überwinden!. Keinesfalls versäumen sollte man jedoch die interessante Kurzwanderung zum Upheavel Dome mit seinem etwas surrealistisch wirkenden blaugrünen Krater.
Neck Spring Trail
Trailhead: beim Shafer Canyon Overlook
Distanz: 5 Meilen retour
Steigung: 100 Meter
Diese mäßig schwierige Wanderung führt durch den Taylor Canyon zu den beiden Quellen Neck und Cabin Springs, die vor Errichtung des Nationalparks von Ranchern als Viehtränke genutzt wurden. Von hier erfolgt der Aufstieg über einen anderen Weg, der an der Parkstraße etwa eine halbe Meile südlich des Trailheads endet. Die Wasserstellen mit ihrer grünen Pflanzenwelt sind eine Seltenheit in dieser kargen Wüstenlandschaft, so dass hier mit etwas Glück Vögel und Wildtiere zu beobachten sind.
Lathrop Trail
Trailhead: 1,3 Meilen hinter The Neck
Distanz: 9 Meilen one-way
Steigung: 700 Meter!!
Der einzige markierte Weg im Gebiet von Island in the Sky führt vom Canyonrand bis hinunter zum Colorado. Erst nach etwa 2½ Meilen beginnt der eigentliche Abstieg zum White Rim. Man folgt dabei größtenteils einer alten Jeepstrecke, die an mehreren verlassenen Uranminen vorbeiführt. Wegen der Einsturzgefahr und gefährlicher Gase dürfen diese Mineneingänge aber auf keinen Fall betreten werden! Vom White Rim folgt man der Lathrop Canyon Road bis zum kleinen Zeltplatz am Fluss. Da der Weg nach oben sehr anstrengend ist und man unterwegs keinerlei Schatten und Wasserstellen findet, sollte man diese Tour nur bei ausreichender Kondition und mit genügend Wasservorräten unternehmen.
Mesa Arch Trail
Trailhead: auf der linken Straßenseite 5½ Meilen hinter The Neck
Distanz: ½ Meile retour
Steigung: 25 Meter
Vom Parkplatz am Straßenrand führt der Weg durch typische Wüstenvegetation entlang eines Hügels bis zu Mesa Arch, einem flachen Steinbogen, der einen fotogenen Rahmen bildet für den Panoramablick auf die Schluchten der Canyonlands und die La Sal Mountains am Horizont. Wer direkt durch den Steinbogen blickt, erkennt ganz in der Ferne den Washer Woman Arch - besonders bei Sonnenaufgang ein wunderschönes Fotomotiv.
White Rim Overlook Trail
Trailhead: an der Grand View Picnic Area
Distanz: 1½ Meilen retour
Steigung: keine
Der einfache Rundweg führt zu einem schönen Aussichtspunkt auf das Monument Basin.
Gooseberry Trail
Trailhead: an der Grand View Picnic Area
Distanz: 2½ Meilen one-way
Steigung: 420 Meter
Der schwierige, anstrengende Weg führt vom Canyonrand über Stellen mit zum Teil extremer Steigung hinunter zum White Rim bis in die Nähe des Gooseberry Campground.
Aztec Butte Trail
Trailhead: an der Stichstraße zum Upheavel Dome, etwa 1 Meile hinter der Abzweigung
Distanz: ½ Meile one-way, Steigung: 60 Meter
Aztec Butte ist eine der wenigen Stellen im Park, an denen Überreste indianischer Puebloruinen zu sehen sind. Von der Spitze des Hügels hat man einen schönen Rundblick auf das Gebiet von Island in the Sky.
Upheavel Dome Trail   
Trailhead: am Ende der 5,3 Meilen langen Stichstraße zum Upheavel Dome
Distanz: 0,8 Meilen one-way bis zum 1. Overlook, 1,8 Meilen one-way bis zum 2. Overlook
Steigung: 45 Meter
Von der Picknick Area führt der Weg leicht bergauf über Slickrock und Felsplatten zum ersten Viewpoint oberhalb des Upheavel Dome. Vor dem Betrachter liegt ein riesiger Krater von 3 Meilen Durchmesser und 350 Metern Tiefe, in dessen Mitte seltsam blaugrün gefärbte Felsbrocken einen kleinen Hügel bilden. Während man früher annahm, dass dieser Krater durch die Bewegungen und Verformungen von Salz- und Sandsteinschichten entstand, vermutet man heute, dass ein Meteoriteneinschlag die Ursache war. Nur die Aufwerfungen in der Mitte des Kraters stammen vermutlich durch tiefer liegende Salzschichten. Nachdem man von diesem ersten Aussichtspunkt den Ausblick auf diese surrealistische Landschaft in sich aufgenommen hat, kann man nach links über große Felsblöcke noch weiterwandern bis zum einem weiteren Aussichtpunkt oberhalb eines tiefen Felsabsturzes.

Blick in den grünlich gefärbten Krater
Syncline Loop Trail
Trailhead: am Ende der 5,3 Meilen langen Stichstraße zum Upheavel Dome
Distanz: 11 Meilen Rundweg
Steigung: 360 Meter
Der Weg umrundet vom Parkplatz aus den gesamten Kraterrand des Upheavel Dome. Diese Wanderung ist wesentlich länger und anstrengender als der oben beschriebene Weg zu den beiden Viewpoints, bringt aber zusätzlich nicht viel Sehenswertes. Wer Lust hat, kann unterwegs auch in den Krater absteigen.
Island in the Sky - Campgrounds
Dead Horse Point SP
Lage: im Gebiet von Island in the Sky, 23 Meilen südl. der UT 191 am Highway 313
Anzahl Plätze: 21
Ausstattung: Toiletten, Dumpstation, Frischwasser
Öffnungszeit: ganzjährig
Willow Flat Campground
Lage: im Gebiet von Island in the Sky, 41 Meilen südl. der UT 191 am Highway 313, etwas abseits der Stichstraße zum Upheavel Dome
Anzahl Plätze: 12 Zeltplätze
Ausstattung: Picknicktische, kein Trinkwasser, keine Toiletten
Öffnungszeit: ganzjährig
The Needles
Die etwas abgelegenere Region der Needles gehört mit ihren bizarren Felsnadeln zu den interessantesten und schönsten Gebieten der Canyonlands. Neben der Parkroad erschließen zahlreiche Backcountry Trails und 4WD-Roads die nur wenig besuchte und noch weitgehend unerschlossene Wildnis im Hinterland.
Hauptzufahrtsstraße ist der landschaftlich reizvolle Scenic Byway 211, der etwa 15 Meilen nördlich von Monticello nach Westen abzweigt. Bereits nach 12 Meilen erreicht man das noch nicht zum Nationalpark gehörende Newspaper Rock State Historical Monument, eine hohe Felswand, auf der im Laufe von 2000 Jahren verschiedene Indianerstämme, Mexikaner und amerikanische Siedler ihre Felszeichnungen und -inschriften hinterlassen haben - ein beeindruckendes Zeugnis der amerikanischen Besiedlungsgeschichte.

Newspaper Rock
Auf den nächsten 10 Meilen folgt die Straße dem Felsengebiet entlang dem Indian Creek, das mit den markanten Felsnadeln der Sixshooter Peaks zu den beliebtesten Klettergebieten Utahs gehört. Die schattigen Picknickplätze am Ufer des Indian Creek können übrigens zum Zelten genutzt werden, ebenso wie der einfache Indian Creek BLM Campground, erreichbar über die ungeteerte Lockhard Basin Road, die etwa 13 Meilen hinter dem Newspaper Rock vom Byway 211 nach rechts, also nach Norden abzweigt.
Kurz vor Erreichen der Nationalparkgrenze führt eine kurze Stichstraße zu Needles Outpost, einem Blockhaus mit kleinem Laden, Tankstelle und Campingplatz.
Kurz danach erreicht man - nun innerhalb des Parks - das Visitor Center der Needles (geöffnet tägl. 9-16.30 Uhr, von März bis Oktober auch länger), in dem man neben aktuellen Infos und Broschüren auch Permits für Übernachtungen im Hinterland des Parks erhält. Ein paar Meilen danach verzweigt sich die Parkstraße. Nach rechts gelangt man zum Big Spring Canyon Overlook sowie zu den Trailheads für den Slickrock Trail und Confluence Overlook Trail, weiter geradeaus erreicht man den großzügig angelegten Squaw Flat Campground mit zwei voneinander getrennten Loop-Roads. Hinter dem Campground geht die bis hierher geteerte Straße in eine schmale und sehr kurvige ‚graded' Dirt Road über, die bei trockenem Wetter mit Vorsicht auch von PKW bewältigt werden kann. Für Camper und Wohnmobile über 21 Fuß ist die Piste allerdings zu schmal. Diese Dirt Road endet nach insgesamt 3 Meilen am Parkplatz beim Elephant Hill, dem Ausgangspunkt zahlreicher schöner Wanderwege und abenteuerlicher 4WD-Roads.
Jeeproads im Gebiet der Needles
Salt Creek Canyon/ Horse Canyon 4WD Road
Distanz: 4 Meilen one-way bis Peekaboo, Horse Canyon nochmals 6 Meilen one-way
Die Dirt Roads in die beiden Canyons südlich des Needles Visitor Centers sind leider nach Unwettern bis auf weiteres gesperrt. Aktuelle Auskünfte erhält man entweder vor Ort bei den Parkrangern oder über die offizielle Parkseite www.nps.gov/cany/. Für die Fahrt in das Gebiet benötigt man auf jeden Fall ein Permit! Vom Cave Spring Trailhead führt die Dirt Road zunächst 2,5 Meilen nach Süden. Dann verzweigt sich die Piste. Nach rechts gelangt man nach weiteren 1,5 Meilen zur Peekaboo Campsite am Eingang zum Salt Creek Canyon. Von hier aus geht es derzeit leider nur noch zu Fuß weiter, bis zum sehenswerten Angel Arch immerhin 10 Meilen one-way durch das sandige Flussbett! Eine weitere Jeeproad zweigt vor dem Canyoneingang von der Salt Creek Road nach links ab Richtung Horse Canyon. Zu den Attraktionen dieser Schlucht gehören die Steinbögen Gothic Arch, Castle Arch und Fortress Arch, die jeweils über kurze Wanderwege erreichbar sind. Eine 0,5 Meilen lange Stichstraße führt unterwegs zur Tower Ruin. Achtung: in beiden Canyons können tiefer Sand, Treibsand und Wasser vorkommen, daher immer zuerst bei den Rangern nach dem aktuellen Straßenzustand erkundigen! Mit PKW oder Wohnmobilen sind diese Pisten auf keinen Fall befahrbar!
Lavender Canyon 4WD Road
Distanz: Lavender Canyon 14,2 Meilen one-way bis zur Parkgrenze, weitere 3 Meilen bis zum Cleft Arch
Vom Scenic Byway 211 zweigen zwischen Newspaper Rock und Parkgrenze kurz nacheinander zwei Jeeproads nach Süden ab. Die eine davon führt in den wenig interessanten Davis Canyon, die andere in den Lavender Canyon. Auch für diese Dirt Roads ist ein Jeep empfehlenswert, denn neben längeren sandigen Passagen gibt es unterwegs noch mehrere tief eingeschnittene ‚washes'. Am besten befahrbar sind beide Pisten kurz nach Regenfällen, wenn der Sand etwas feuchter ist. Nach längeren Trockenperioden können sich beide Canyons dagegen in regelrechte Sandfallen verwandeln, aus denen man ohne Allradantrieb nicht mehr herauskommt. Also Vorsicht! Die Lavender Jeep Road endet nach 14,2 Meilen bei einem verschlossenen Tor an der Parkgrenze. Wer hier mit dem Fahrzeug weiter will, benötigt neben einem Permit der Parkranger auch den (täglich wechselnden!) Zahlencode für dieses Tor.
Camping ist übrigens nur auf dem BLM-Gebiet außerhalb des Parks erlaubt. Zu den Sehenswürdigkeiten des Lavender Canyon gehören mehrere Anasazi Ruinen sowie der beeindruckende Cleft Arch mit einer Spannweite von 24 Metern und eine Höhe von 15 Metern.
Elephant Hill 4WD Road
Distanz: 10 Meilen Rundtour
Die Elephant Hill 4WD Road gehört zu den schwierigsten Allradstrecken in den USA und stellt damit selbst für erfahrene Offroad-Freaks eine echte Herausforderung dar. Die steile Klettertour über den blanken Fels hinauf zum Elephant Hill beginnt am Picknickplatz drei Meilen hinter dem Squaw Flat Campground. Der Rückweg ist noch steiler und schwieriger. Mögliche Abstecher führen in die verschiedenen Seitencanyons, zum Confluence Overlook und zum Chesler Park.
Wanderungen im Gebiet der Needles
Cave Spring Trail
Trailhead: 0,7 Meilen hinter dem Visitor Center folgt man der Ausschilderung 1 Meile
Distanz: 0,6 Meilen Rundweg
Der größtenteils ebene Weg über empfindlichen Slickrock Boden führt zu einer Höhle, die bis zur Einrichtung des Nationalparks im Jahr 1964 von Cowboys als Lagerplatz genutzt wurde. Unterwegs überbrücken zwei Leitern einige steile Felspartien.
Pothole Point Nature Trail
Trailhead: 5 Meilen hinter dem Visitor Center
Distanz: 0,6 Meilen Rundweg
Zu den geologischen Besonderheiten dieser Wanderung gehören die zahlreichen ‚potholes', natürliche Felsbecken, in denen sich nach Niederschlägen das Regenwasser sammelt. Unterwegs bieten sich auch schöne Ausblicke auf die interessanten Felsformationen der Needles in der Ferne.
Slickrock Trail
Trailhead: 6,2 Meilen hinter dem Visitor Center
Distanz: 2,4 Meilen Rundweg
Der Weg durchquert die typische Fels- und Wüstenlandschaft der Canyonlands und endet an einem schönen Aussichtspunkt mit Panoramablick auf das Gebiet der Needles und die Einmündung des Little Spring in den Big Spring Canyon.
Confluence Overlook Trail
Trailhead: am Endpunkt der Parkroad
Distanz: 5½ Meilen one-way
Steigung: gering
Die Wanderung führt vom Big Spring Canyon Overlook nach Westen zu einem schönen Aussichtspunkt auf die Schluchten des Green und Colorado River in über 300 Metern Tiefe. Unterwegs quert der Weg den Big Spring Canyon. Die höhergelegenen Stellen bieten immer wieder schöne Ausblicke auf das Gebiet der Needles im Süden.
Druid Arch & Chesler Park Trail   
Trailhead: Parkplatz am Elephant Hill
Distanz: zum Druid Arch 5,4 Meilen one-way, als Rundtour kombiniert mit dem Chesler Park Loop Trail 15 Meilen (11 Meilen plus 2x2 Meilen für den Abstecher zum Druid Arch)
Höhenunterschied: 196 Meter zum Druid Arch, 425 Meter (auf und ab) für die Rundtour
Eine der schönsten Tageswanderungen im Südwesten beginnt am Elephant Hill Trailhead im Gebiet der Needles. Ziel ist der riesige, wie ein spitzes Dreieck geformte und hoch oben auf einem Felsplateau gelegene Druid Arch am Ende des Elephant Canyon. Wer die entsprechende Ausrüstung für eine Zeltübernachtung im Freien dabei hat, kann diese Tour auch noch mit dem Chesler Park Loop Trail zu einer schönen Zweitagestour kombinieren.

Fliegende Untertasse in der Nähe des Elephant Hill Trailhead
Der Wanderweg beginnt bei einem braunen schmalen Pfosten am hinteren linken Ende des Elephant Hill Parkplatzes mit einem kurzen steilen Aufstieg über mehrere in den Fels gehauene Stufen. Oben angelangt, folgt man dem durch Steinmännchen gut markierten Pfad über ein langgestrecktes Felsplateau mit Slickrock, Sagebrush und kleinen Wacholderbäumen. Den malerischen Rahmen für diese Wüstenszenerie bilden in der Ferne die markanten rot-weiß gestreiften Felsnadeln und -türme der Needles. Nach dieser relativ ebenen Strecke geht es zwischen großen Felsblöcken und durch einen schmalen, dunklen Felsspalt hinunter in den Elephant Canyon, dessen ausgetrocknetes, sandiges Bachbett man nach insgesamt 2,1 Meilen erreicht. Hier teilt sich auch der Weg. Nach links, also dem Bachbett des Elephant Canyon folgend, geht es weiter zum Druid Arch, geradeaus in den Chesler Park.

An der Abzweigung zum Chesler Park
Für den weiteren Weg zum Druid Arch folgt man nun weiter stets den Steinmännchen im teils sandigen, teils felsigen Bachbett des Elephant Canyon. An einigen Stellen führt der Weg jedoch aus dem Bachbett hinaus und verläuft dann etwas oberhalb am Felshang. Da man diese Ausstiege leicht verfehlen kann, sind diese in der Regel durch zwei nebeneinander liegende Steintürmchen markiert. Wichtig ist dies insbesondere gegen Ende der Wanderung, denn wer hier den Aufstieg aus dem immer schmaler werdenden Canyon verpasst, landet nicht oben beim Druid Arch, sondern zuerst in immer dichter werdendem Gestrüpp und dann an einem tiefen Wasserloch, bei dem es kein Weiterkommen mehr gibt. Wer sich bis hierher verlaufen hat, sollte dann einfach wieder umkehren und nach den Steinmännchen suchen, die die Stelle markieren, an der der Pfad den Canyonboden verlässt und steil an der linken Canyonwand bergauf klettert. Anstrengend ist dann nochmals die letzte steile Kraxelpartie mit fast 100 Meter Höhenunterschied hinauf zu einer Felsplattform gegenüber dem malerisch vor einem tiefblauen Himmel sich abzeichnenden Steinbogen.

Morgens liegt der Elephant Canyon noch im Schatten
Am besten übernachtet man vor dieser Tour am nahegelegenen Squaw Flat Campground und beginnt die Wanderung zum Druid Arch bereits im frühen Morgengrauen, denn dann erreicht man den Steinbogen am späten Vormittag, wenn er gerade voll von der Morgensonne angestrahlt wird. Wer die Wanderung im Hochsommer durchführen möchte, sollte ebenfalls sehr früh am Morgen aufbrechen, denn dann hat man zumindest auf dem langen Rückweg durch den Elephant Canyon noch ein wenig Schatten, bevor die gleißende Mittagssonne den Canyon in einen wahren Glutofen verwandelt. Außerdem ist man dann bereits wieder gegen 13 Uhr zurück am Trailhead, gerade rechtzeitig, um nicht mitten in dieser offenen Felslandschaft von einem Nachmittagsgewitter überrascht zu werden.

Nur noch 2,5 Meilen
Wer die Wanderung zum Druid Arch mit dem Chesler Park Loop zu einer Zweitagestour kombinieren möchte, kann unterwegs auf mehreren extra angelegten Campsites übernachten. Diese befinden sich etwas abseits des Wegs, sind aber gut mit Holzschildern markiert (CP1, CP2 ...). Die notwendigen Permits hierfür sowie eine Übersichtskarte der verschiedenen Trails im Bereich der Needles erhält man im Needles Visitor Center. Für diese etwas längere Variante startet man am besten am Nachmittag und folgt dann der oben beschriebenen Route 2,1 Meilen bis zur Abzweigung zum Chesler Park, geht dann aber den Schildern folgend 0,8 Meilen weiter geradeaus Richtung West/Südwest und dann nach Südosten/Süden, bis von links der Weg Richtung Elephant Canyon einmündet. Dem Hauptweg weiter geradeaus folgend gelangt man schließlich zu den Backcountry Campsites im Chesler Park. Hier baut man am besten zunächst das Zelt auf, bevor man sich dann ohne Gepäck auf den Weg macht, um die spektakulären Narrows des Joint Trail zu erkunden (dieser Weg ist Teil des Chesler Park Loop Trail und befindet sich westlich der Campsites). Am nächsten Tag geht es dann auf gleichem Weg zurück Richtung Osten und dann über den Verbindungsweg zum Druid Arch bis zu dessen Einmündung in den Elephant Canyon. Der weitere Weg folgt auf den letzten 2 Meilen dem oben beschriebenen Weg zum Druid Arch und von dort wieder die 5,4 Meilen zurück zum Elephant Hill Trailhead. Für diese Zweitagestour sollte man unbedingt ausreichend Wasservorräte mitnehmen, da es unterwegs keinerlei Frischwasserstellen gibt!

Prachtblick auf den gewaltigen Druid Arch
Campgrounds im Gebiet der Needles
Squaw Flat Campground
Lage: 2,7 Meilen hinter dem Visitor Center
Anzahl Plätze: 26 (zwei getrennte Loop Roads), max. Länge für Wohnmobile 28 Fuß
Ausstattung: Tent Pads, Picknicktische, Toiletten, Frischwasser
Öffnungszeit: ganzjährig
Needles Outpost
Lage: am Scenic Byway 211 kurz vor der Parkgrenze
Anzahl Plätze: 29 Plätze
Ausstattung: Frischwasser, Picknicktische, Toiletten, Duschen
Öffnungszeit: 19. März-31. Okt.
Weitere einfache Zeltplätze findet man am Indian Creek BLM Campground sowie an der Peekaboo Campsite am Eingang zum Salt Creek Canyon. Der frühere BLM Campground am Newspaper Rock wurde inzwischen leider geschlossen. Die nächstgelegenen Motels befinden sich in Monticello, Blanding und Moab.

Campground Needles Outpost
Maze District und Orange Cliffs Unit
Die abgelegene Canyonlandschaft ‚The Maze' ist noch weitgehend unberührte Wildnis. Wer hierher kommt, sollte mindestens drei Tage Zeit mitbringen, ein geländegängiges Allradfahrzeug besitzen und ausreichend Benzin, Frischwasser und Lebensmittel im Kofferraum haben. Ausgangspunkt für die Erkundung dieser Landschaft ist die Hans Flat Ranger Station im Westen des Parks (ganzjährig von 9-16.30 Uhr geöffnet). Man erreicht diese Rangerstation über eine ungeteerte, 46 Meilen lange ‚graded' Dirt Road, die vom Highway 24 ½ Meile südlich der Zufahrt zum Goblin Valley nach Osten (also in die entgegengesetzte Richtung) abzweigt. An der Rangerstation besorgt man sich zunächst am besten alles verfügbare Infomaterial über das Gebiet sowie die notwendigen Permits für Übernachtungen auf einem der vorhandenen Einfachcampgrounds. Zwei davon befinden sich beim Maze Overlook, sieben im Land of Standing Rocks.
Längere Exkursionen und Trekkingtouren in das Gebiet sollte man unbedingt vorher mit den Rangern besprechen, denn nur so kann im Notfall Hilfe organisiert werden. Wege sind oft nur spärlich mit Steinmännchen markiert, innerhalb ausgetrockneter ‚washes' meist gar nicht. Achtung: sämtliche Dirt Roads, die von der Hans Flat Ranger Station tiefer in das Gebiet des Nationalparks führen, sind selbst mit Geländewagen ausgesprochen schwierig zu befahren. Darüber hinaus verwandelt sich der an vielen Stellen anzutreffende Lehmboden nach Regenfällen in schlüpfrigen, rotbraunen Matsch, der an Schmierseife erinnert und auf dem man selbst mit Allradantrieb keinen Halt mehr findet. Besonders schlecht ist die Piste zwischen Teapot Rock Camp und dem Land of Standing Rocks. Hier empfehlen die Parkranger die Mitnahme von Ersatzreifen, Werkzeug und Klappspaten, damit man im Notfall selbst die Strecke ausbessern bzw. Reparaturen am Fahrzeug durchführen kann.
Lohnende Ziele im Gebiet von ‚The Maze' sind Cleopatra's Chair, die Orange Cliffs, der Maze Overlook mit den Chocolate Drops und the Land of Standing Rocks mit unzähligen bizarren Felsnadeln und Steinskulpturen. Interessante Backcountry Trails führen von den beiden letztgenannten Standpunkten in schmale Seitencanyons, zu prähistorischen Felszeichnungen und hinunter zu den Stromschnellen des Cataract Canyon am Ufer des Colorado.
Achtung: im gesamten Gebiet von ‚The Maze' gibt es weder Lebensmittel, noch Frischwasser oder Benzin, auch nicht an der Hans Flat Ranger Station! Man muss also sämtliche Vorräte (inklusive Reservekanister) von außen mitbringen! In einigen der Canyons gibt es zwar das ganze Jahr über Wasser. Dieses muss jedoch vor dem Trinken aufbereitet bzw. entkeimt werden.
Horseshoe Canyon Unit
Die relativ kleine Horseshoe Canyon Unit befindet sich nördlich von The Maze. Hauptattraktion dieses Gebiets ist die Great Gallery, eines der beeindruckendsten Rock Art Panels im Südwesten. Im Gegensatz zu den meisten indianischen Felszeichnungen stammen diese Felsmalereien jedoch weder von den Fremont Indianern noch von den Anasazi, sondern von einer viel älteren Jäger- und Sammlerkultur, die nach dem früheren Namen des Horseshoe Canyon auch als Barrier Canyon Kultur bekannt wurde. Typisch für diese Felsmalereien sind die meist lebensgroß dargestellten menschenähnlichen Figuren, bei denen jedoch Hände und Füße fehlen. Ähnliche Felsmalereien findet man übrigens auch im Buckhorn Draw (s. dort). Archäologen schätzen das Alter dieser Rock Panels auf etwa 2000 bis 3000 Jahre.
Erreichbar ist die Horseshoe Canyon Unit auf drei verschiedenen Wegen. Ein Zufahrtsweg führt von der Hans Flat Ranger Station im Gebiet von The Maze über eine schlechte 4WD-Piste ca. 15 Meilen nach Norden bis zum östlichen Canyonrim des Horseshoe Canyon. Für die Zufahrt zum Westrim folgt man entweder der (meist gut befahrbaren) Dirt Road Richtung Hans Flat Ranger Station, von der man jedoch nach 25 Meilen abzweigt auf die ebenfalls ungeteerte, 5 Meilen lange Stichstraße zum Horseshoe Canyon oder man fährt direkt von Green River auf der Airport Road nach Süden. Von dieser geteerten Straße zweigt eine 47 Meilen lange Dirt Road nach Süden ab Richtung Horseshoe Canyon. Einfache Campsites gibt es nur am Westrim.
Hier beginnt auch der 3,8 Meilen lange Wanderweg hinunter in den Horseshoe Canyon und zur Great Gallery. Vom Canyonrand geht es dabei zunächst fast 250 Meter steil bergab und dann am Canyonboden entlang durch tiefen Sand bis zur Great Gallery. Für die Wanderung, die besonders im Hochsommer sehr anstrengend ist, sollte man insgesamt 5-6 Stunden einplanen!
Adresse
Canyonlands National Park
2282 SW Resource Blvd.
Moab, UT 84532
Tel. 435-719-2313
www.nps.gov/cany/


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