Bundesstaat: New Mexico
Kurzinfo
Die Straße der Türkise ist eine landschaftlich reizvolle Alternativstrecke zur I-25 zwischen Albuquerque und Santa Fe durch die schönen Bergwälder auf der Ostseite der Sandía Mountains. Lohnende Abstecher unterwegs führen auf den Gipfel des Sandía Crest und zu kleinen Künstlerstädtchen in ehemaligen ghost towns. Man verlässt Albuquerque auf der I-40 Richtung Osten. Bei Tijeras (Exit 175) zweigt man ab auf die SR 14 Richtung Santa Fe. Die Stichstraße Nr. 44 zum Gipfel des Sandía Crest ist nur von Mai bis Oktober geöffnet.

Blaick vom Sandia Crest auf Albuquerque
Interessantes
Sandía Crest Scenic Byway
Bei San Antonio, 21 Meilen nordöstlich von Albuquerque, zweigt eine 15 Meilen lange Stichstraße ab, die in vielen Windungen und Spitzkehren durch die schönen Bergwälder der Sandia Mountains bis zum Gipfel des 3.255 m hohen Sandía Crest hinaufführt. Unterwegs findet man zahlreiche schöne Picknickplätze und Wanderwege.
Kurz vor Erreichen des Gipfels gelangt man zur Ski Area, deren Sessellift auch im Sommer in Betrieb ist. Vom Aussichtspunkt auf dem Sandia Crest bietet sich bei klarem Wetter schließlich eine phantastische Sicht auf das 1500 Meter tiefer liegende Albuquerque und die weite Ebene des Río Grande. Vom Sandía Crest kann man zu Fuß die zwei Meilen bis zum Gipfel des Sandía Peak wandern, der Endstation der Sandía Peak Tramway.

Einladung zur Kaffepause in Madrid
Künstlerstädtchen - 'ghost towns'
Die Straße der Türkise erhielt ihren Namen von den Türkisminen bei Cerillos, in denen schon zu präkolumbianischer Zeit die begehrten blaugrünen Schmucksteine abgebaut wurden. Die alten Bergbaustädte in den Bergwäldern des Cibola National Forest waren schon lange verlassen und zu ghost towns verfallen, als sie Anfang der 70er Jahre von Künstlern und Aussteigern wiederentdeckt wurden. Heute sind sie vorwiegend auf Tourismus eingerichtet und haben dementsprechend leider einiges von ihrem ursprünglichen Flair eingebüßt.

Cheapest Silver West of Pecos
Golden
Die ehemalige Bergbausiedlung liegt an der SR 14 etwa 33 Meilen nordwestlich von Albuquerque. Hier wurde 1826 das erste Gold westlich des Mississippi gefunden.
Madrid
Bis zur Mitte des 20. Jh. wurde in dieser mehrere Tausend Einwohner zählenden Bergbaustadt Kohle abgebaut. Inzwischen hat sich der kleine Ort 44 Meilen nordöstlich von Albuquerque zu einem belebten Künstlerstädtchen entwickelt mit Töpfereien, Kunsthandwerksläden und kleinen Kneipen.

Künstlerskulptur für den Frieden
Cerillos
Drei Meilen nördlich von Madrid erreicht man das etwas abseits gelegene Cerillos über eine kurze Stichstraße. Die Vergangenheit von Cerillos reicht zurück bis ins 12. Jh., als die Anasazi, Vorfahren der heutigen Puebloindianer, mit primitiven Werkzeugen den wertvollen Türkis aus den Stollen brachen. Ende des 19. Jh. zogen Gold- und Silberfunde Prospektoren und Abenteurer aus allen Teilen Amerikas an. Die Stadt erlebte einen regelrechten Wirtschaftsboom und war eine Zeitlang sogar als Hauptstadt New Mexicos im Gespräch. Später war das Städtchen mit seiner Wildwestatmosphäre beliebter Schauplatz für Film- und Fernsehaufnahmen. Heute macht Cerillos einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. Außer einem kleinen Trading Post und einem kleinen Streichelzoo gibt es hier nichts Besonderes mehr zu sehen.


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