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Santa Fe


Santa Fe, "The City Different", ist nicht nur Hauptstadt New Mexicos, sondern auch eine der sehenswertesten Städte im gesamten Südwesten. Die Sonne, ein meist strahlend blauer Himmel, die klare Luft, die warmen Erdfarben und runden Formen der Adobegebäude, Kunst, Geschichte und nicht zuletzt die einzigartige Mischung spanisch-mexikanischer, indianischer und angloamerikanischer Kultur verleihen dieser Stadt Charme und eine eher südländische Atmosphäre voller Lebensfreude.

Santa Fe Plaza
Die Plaza ist Treffpunkt für Alt und Jung

Wissenswertes

Santa Fe ist die älteste Regierungsstadt der USA. Sie wurde 1609 von Gouverneur Don Pedro de Peralta auf einem alten indianischen Siedlungsplatz gegründet. Aus dieser Zeit stammt noch die große Plaza in der Innenstadt und der beeindruckende Gouverneurspalast. Während der Pueblorevolte im Jahre 1680 war dieser Palast Zufluchtsort für die über 1000 spanischen Einwohner der Stadt, die sich hier fünf Tage lang verschanzten, während ringsum fast die gesamte Stadt in Flammen aufging. Als die Spanier 12 Jahre später zurückkamen, mussten sie den größten Teil der Stadt völlig neu aufbauen. Nach der Unabhängigkeit von Mexiko entwickelte Santa Fe Handelsbeziehungen zum amerikanischen Osten. Es entstand der legendäre Santa Fe Trail, eine Handelsroute, die bis ins 1500 Kilometer entfernte Missouri reichte. Erst als die Eisenbahn 1880 Santa Fe erreichte, verlor dieser wichtige Handelsweg seine Bedeutung. Seit 1850 ist Santa Fe Hauptstadt New Mexicos.

Loretto Inn
Gebäude im modernen Pueblostil

Interessantes

Altstadt  
Die Altstadt mit ihren schmalen, winkligen Gassen lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Das sehenswerte Stadtzentrum besteht fast ausschließlich aus Adobehäusern im Pueblostil, in denen unzählige Restaurants, Geschäfte, Boutiquen und Kunstgalerien untergebracht sind. Das beeindruckendste Gebäude an der großen Plaza ist der Gouverneurspalast aus dem Jahre 1610, vor dem Indianer ihren Schmuck zum Verkauf anbieten. Im Innern befinden sich Ausstellungsstücke zur indianischen und spanisch-mexikanischen Geschichte. Im Museumsshop findet man eine große Auswahl indianischer Literatur sowie eine Vielzahl von Audio- und Videokassetten mit indianischer Musik und indianischen Zeremonien.

Santa Fe
Bummel durch die Altstadtgassen

Sehenswert ist auch das alte La Fonda Hotel unweit der Plaza, ein mehrstöckiges Adobegebäude mit interessanter Inneneinrichtung und einer typisch neumexikanischen Bar. Das Hotel wurde zwar erst im Jahr 1920 erbaut, aber das alte Gasthaus im Innern ist viel älter. Es war einst Haupttreffpunkt von Händlern, Trappern, Soldaten und Politikern. Heute ist das La Fonda einmal im Jahr Treffpunkt von Harley Davidson Fahrern und ihren Fans aus ganz Amerika. Bei der Lobby des Hotels können Whitewater Raftingtouren verschiedener Veranstalter gebucht werden. Die 1869 erbaute St. Francis Cathedral südöstlich der Plaza gehört zu den wenigen Bauwerken New Mexicos im französisch-romanischen Stil. Eine ihrer Wandnischen beherbergt die älteste hölzerne Madonnenfigur der Welt (vermutlich 1625). Von der Plaza erstreckt sich die Altstadt weiter Richtung Südosten bis zur Loretto Chapel in der Nähe des Santa Fe River.

St.Francis Cathedral
Das Kirchenschiff der St. Francis Cathedral

Museum Hill  
Zu dem weitläufigen Museumskomplex oberhalb von Santa Fe gehören insgesamt vier Museen, für deren Besuch man sich möglichst einen halben Tag Zeit lassen sollte. Als erstes erreicht man das Museum of Spanish Colonial Art mit einer schönen Sammlung geschnitzter und bemalter Heiligenfiguren, kunstvoll verzierten Spiegeln, Holzmobiliar, Stickereien und Silberschmuck aus der Gründungszeit der Stadt.

Als nächstes folgt die Milner Plaza mit der schönen Bronzeskulptur eines Apache Crown Dancers und zwei weiteren großen Museen, dem Museum of Indian Arts & Culture mit herausragenden Exponaten zu den verschiedenen Indianerkulturen des Südwestens sowie dem Museum of International Folk Art (beide geöffnet Di-So 10-17 Uhr). Das Folk Art Museum beherbergt eine faszinierende und auf der Welt wohl einmalige Sammlung kurioser und ungewöhnlicher Volkskunstgegenstände aus allen Ländern der Welt, die nach Themen geordnet zu Spielszenen oder ganzen Miniaturstädten gruppiert und bis ins kleinste Detail liebevoll ausgestaltet wurden.


Museum of Indian Arts & Culture

Kostenlos ist der Eintritt für das letzte Museum der Gruppe, das Weelwright Museum of the American Indian, das architektonisch an einen Navajo-Hogan erinnert. Im Innern werden in wechselnden Ausstellungen Werke regionaler indianischer Künstler präsentiert. Der Case Trading Post im Untergeschoss bietet erlesenes, aber auch sehr teures indianisches Kunsthandwerk zum Verkauf an. Zufahrt zum Museum Hill: I-25 Exit 282, auf dem St. Francis Drive Richtung Stadtzentrum, dann den Schildern zum Museum Hill folgen, Öffnungszeit: Mo-Sa 10-17 Uhr, So 12-17 Uhr, Weelwright Museum im Sommer Mo-Sa 10-17 Uhr, So 13-17 Uhr, im Winter montags geschlossen.

Museum of Fine Arts
Lage: an der Nordwestecke der Plaza, 107 W. Palace Ave.
Öffnungszeit: Di-So 10-17 Uhr
Das 1017 im typischen Pueblostil erbaute Museum gehört zu den sehenswertesten Gebäuden von Santa Fe. Gleich hinter der großen Eingangshalle mit ihren schwarzen, dekorativ bemalten Deckenbalken befindet sich ein schöner, von Arkadengängen gesäumter Innenhof mit schattigen Bäumen, Bänken, Blumen und Springbrunnen. Die Wandfresken mit indianischen Motiven stammen von dem Künstler Will Shuster aus dem Jahr 1934. Die Gemäldegalerien im Innern des Gebäudes erstrecken sich über zwei Stockwerke. Die meisten Bilder stammen von Künstlern, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Taos und Santa Fe niederließen und dort eine eigene Kunstszene entwickelten. Hauptthema sind Motive und Landschaften des Südwestens.

Will Shuster     Will Shuster
Indianische Wandmalereien im Museum of Fine Arts

Institute of American Indian Arts (IAIA)
Lage: gegenüber der St. Francis Kathedral, 108 Cathedral Place
Öffnungszeit: Mo-Sa 10-17 Uhr, So 12-17 Uhr
Museum mit Wechselausstellungen zu moderner indianischer Kunst. Der kleine Laden am Ausgang verkauft indianisches Kunsthandwerk. Das Eintrittsticket gilt zwei Tage.

Old Santa Fe Trail
Zwischen 1821 und 1880 endete der Santa Fe Trail am Südende der Plaza. An dieser berühmten Straße, die ihren Namen bis heute behielt, befinden sich mehrere interessante Gebäude. Auf dem Weg vom Stadtzentrum Richtung Süden sollte man vor allem der Loretto Chapel, der San Miguel Chapel - die Kapelle im Pueblostil ist das älteste Kirchengebäude der USA - und dem neu renovierten State Capitol einen Besuch abstatten, Aufgrund seiner ungewöhnlichen architektonischen Form, die an die alten indianischen Pueblokivas und das Sonnensymbol von Zia erinnert, wird dieses Gebäude von Einheimischen auch als "Round-house" bezeichnet. Kostenlose Führungen.

Canyon Road
Die Canyon Road - einst eine Route der Puebloindianer über die Berge - ist heute das Künstlerviertel und die Seele" Santa Fe's. Die Straße mit ihren buntbemalten Häuserfronten, Galerien, Läden und Restaurants beginnt am Paseo de Peralta südlich des Santa Fe River und endet bei der Christo Rey Church, einer Adobekirche aus dem Jahr 1940.


Shopping

Die gesamte Altstadt ist ein einziges Einkaufsparadies. Nirgendwo sonst in New Mexico findet man ein derart großes Angebot an exklusivem Kunsthandwerk, Schmuck und ausgefallener Kleidung. Allerdings hat Qualität auch ihren Preis. Bei den Indianern, die ihre Waren jeden Tag in den Arkadengängen vor dem Gouverneurspalast ausbreiten, kann man Silberschmuck und andere Kunsthandwerksgegenstände oft etwas günstiger erwerben als in den Nobelgeschäften und Galerien. Besondere Gelegenheiten zum Bummeln und Einkaufen sind die das ganze Jahr über stattfindenden Märkte und Feste. Shops, Galerien und Restaurants findet man auch in der Canyon Road und im Sanbusco Market Center an der Ecke Montezuma / Dudrow Street südwestlich der Altstadt. Vom Frühsommer bis zum Oktober verwandelt sich der große Parkplatz vor diesem Shoppingzentrum dienstags und samstags in einen Marktplatz, auf dem die Bauern der Umgebung frische Landprodukte wie Obst, Gemüse und Blumen verkaufen.


Outdoor-Aktivitäten

Whitewater Rafting  
In Santa Fe kann man von April/Mai bis Juli/August bei verschiedenen Veranstaltern Raftingtouren auf dem Río Grande und dem Río Chama buchen. Die Touren beginnen entweder an der US 84 nördlich von Abiquiu am Ghost Ranch Living Museum (Río Chama), an der County-Grenze südlich von Pilar oder direkt am Pilar River Parkplatz an der NM 68 (Río Grande). Anfahrtszeit von Santa Fe bis Abiquiu ca. 1,5 Stunden, bis Pilar ca. 1 Stunde. Siehe auch Orilla Verde.

Santa Fe Rafting Co.
P.O.Box 23525
Santa Fe, NM 87502-3525
Tel. (505) 988-4914

Kokopelli Rafting Adventures
Büro: 541 W. Cordova Rd, Santa Fe, Tel. (505) 983 3734
Halbtages-, Tages- und Mehrtagesexkursionen auf dem Río Chama und Río Grande. Auch Wandertouren.

New Wave Rafting Co.
Verkaufsbüro: 107 Washington Avenue (nordöstlich der Plaza)
Anschrift: Rte. 5, Box 302ASanta Fe, NM 87501; Tel. (505) 984-1444
Touren von April bis Anfang September (Taos Box April bis Juli). Im Preis ist der Transport von und nach Santa Fe eingeschlossen.

Rocky Mountain Tours
217 W. Manhatten
Santa Fe, NM 87501
Tel. (505) 984-1684 (24-Std.)
Von April bis Oktober; Touren halbtags, ganztags und mehrtägig, veranstaltet auch Heißluftballonfahrten, Rundflüge, Ausritte und Jeeptouren.

Singing Water Tours
Das Santa Clara Pueblo südlich von Española an der NM 30 veranstaltet halbtägige Raftingtouren auf dem Río Grande, beschauliche Fahrten unter der Leitung von Indianern, bei der man Gelegenheit hat, Tiere zu beobachten und etwas über die Legenden, Mythen und das Leben dieses Indianerstammes zu erfahren. Information und Reservierung in der Lobby des La Fonda Hotels in Santa Fe oder bei Singing Water Tours Tel. (505) 753-9663.

Rundflüge
Warbird Aerobatics
Tel. (505) 471-4151
Recht teure Flüge mit Militärmaschinen, z.B. Fototour im Umkreis von 25 Meilen über den Río Grande und die Sangre de Christo Mountains, Kunstflug mit Loops in einem alten Air Force T-34 und Spezialflüge für ausgebildete Piloten.

Jeepexkursionen
Rocky Mountain Tours
217 W. Manhatten
Santa Fe, NM 87501
Tel. (505) 984-1684 (24-Std.)
Ganztagestouren (sechs Stunden) und vierstündige Touren bei Sonnenuntergang mit Möglichkeit zur Tierbeobachtung. Ziele sind alte Geisterstädte, die Region um Taos und alte indianische Ruinen. Kostenloser Hoteltransfer.

Thermalquellen/Day Spa's
Die Region um Santa Fe ist bekannt für ihre hervorragenden Thermalquellen und Health Spa's, in denen man sich bei angenehmer Musik für einige Stunden so richtig verwöhnen lassen kann. Die übliche Anwendung umfasst das Baden in den warmen oder heißen Whirlpools, Massagen und Kräuterpackungen. Ojo Caliente Mineral Springs, ein kleiner Ort am Hwy 285 etwa 40 Meilen nördlich von Santa Fe, eines der ältesten Naturheilbäder Nordamerikas, besitzt fünf verschiedene Thermalquellen, die durch vulkanische Aktivität unter der Erde entstehen.

Ten Thousand Waves
Japanese Health Spa
Ski Basin Rd., Santa Fe
Tel. (505) 982-9304
Das Resort ist eine ungewöhnliche Mischung aus amerikanischem Hightech und fernöstlicher Massagetradition. Warmwassersprudelbecken, Wasser-Massagen, Restaurant und Unterkünfte.


Veranstaltungen

Ende Februar
dreitägige Winter Fiesta in der Santa Fe Ski Area mit Schneeskulpturenwettbewerb, Ski-Hindernisrennen, Ausstellungen und Musikveranstaltungen in der Stadt

letztes Maiwochenende
Santa Fe Powwow & Indian Market
Pojoaque Pueblo 13 Meilen nördlich von Santa Fe

Anfang Juli ( 14 Tage)
Rodeo de Santa Fe mit Teilnehmern aus den USA und Kanada

letztes Juliwochenende
Spanish Market vor dem Gouverneurspalast; bekannte Kunsthandwerker aus New Mexico stellen ihre Werke zum Verkauf aus

Santa Fe Indian Market  
zweitägiges Fest am 3. Augustwochenende
indianische Tänze, Verkauf von Kunsthandwerk

Fiesta de Santa Fe  
am Wochenende nach Labour Day, drei Tage dauerndes, temperamentvoll spanisch-mexikanisches Volksfest

Anfang Dezember
Winter Spanish Market


Feststimmung während der Santa Fe Fiesta

Übernachtung

Besonders während großer Feste und Märkte müssen Unterkünfte in Santa Fe lange im voraus gebucht werden. Reservieren kann man über die zentrale accomodations hotline (zuständig auch für Taos und Albuquerque) unter der Ruf-Nummer (505) 983-6565 oder innerhalb der USA kostenlos unter 1-800-338-6877. Eine weitere Reservierungszentrale ist Santa Fe Central Reservations, 320 Artist Road, Santa Fe, NM 87501, kostenlose Reservierung innerhalb der USA über die Tel. 1-800-776-7669 oder weltweit über die Internet-Adresse http://taoswebb.com/nmusa/NMResv und E Mail res@taoswebb.com

Los Campos
Lage: recht zentral, etwa 2 Meilen bis zur Stadtmitte
Zufahrt: I-25 (Exit 278), dann 2,5 Meilen nördlich auf der Cerillos Road
Anzahl Plätze: 95
Ausstattung: Laden, Waschmaschinen, Swimmingpool
Öffnungszeit: ganzjährig

Rancheros de Santa Fe
Zufahrt: I-25 (Exit 290), nach links ½ Meile, dann nach rechts 1 Meile auf den Hwy 300 (Old Las Vegas Hwy)
Anzahl Plätze: 131 (32 mit full hookup), separate Zeltplätze im Wald
Ausstattung: Tische, Grillplätze, kleiner Laden, Waschmaschinen
Öffnungszeit: 15. März-1. Nov.

KOA Santa Fe
Lage: an der I-25 Richtung Pecos
Zufahrt: I-25 (Exit 290), nach links ½ Meile, dann nach rechts auf den Hwy 300 (Old Las Vegas Hwy), 3 Meilen bis zum Campground
Anzahl Plätze: 100 RV- und Zeltplätze sowie einige Kamping Kabins, die Zeltplätze sind z.T. sehr uneben
Ausstattung: Laden, Waschmaschinen, Snack Bar
Öffnungszeit: 1. März-1. Nov.

Adresse

Santa Fe Visitor and Convention Bureau
210 W.Marcey Street
Santa Fe, NM 87501


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Ácoma Pueblo

Ácoma zählt zu den ältesten ständig bewohnten indianischen Siedlungen des amerikanischen Südwestens. Aufgrund der exponierten Lage auf einem hoch über die Ebene aufragenden Felsenplateau nennt man die Puebloanlage auch Sky City. Besonders interessant sind die von den Indianern angebotenen Führungen, bei denen man viel über die Lebensanschauung, die Geschichte und die Traditionen dieses Stammes erfährt.

Ácoma Pueblo
Ácoma Pueblo - auf Felsen erbaut


Wissenswertes

Ácoma Pueblo, das einst mehrere Tausend Einwohner hatte, wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und gehört zusammen mit Taos Pueblo zu den beiden ältesten ständig bewohnten Siedlungen der Vereinigten Staaten. Wie viele Indianerstämme hat auch Ácoma eine lange Geschichte leidvoller Auseinandersetzungen mit den Weißen.

Nach einem Überfall auf einen spanischen Trupp wurde das Pueblo besetzt, 70 Indianer über die Felsen in den Tod gestoßen, die jungen Mädchen als Sklaven nach Mexiko gebracht und die übrigen Frauen sowie alle jungen Männer zwischen 12 und 25 Jahren gefangengenommen. Männern über 25 Jahren hackte man einen Fuß ab und verurteilte sie zu 20 Jahren Zwangsarbeit.

Ácoma war auch das letzte Pueblo, das sich nach der Pueblorevolte und der spanischen Rückeroberung im 17. Jahrhundert den Spaniern ergab. Heute leben im Pueblo und verstreut auf dem umliegenden Farmland etwa 4350 Stammesmitglieder. Das Haupteinkommen bezieht der Stamm aus dem steigenden Tourismus, dem Verkauf von Töpferwaren und der Förderung von Öl, Kohle, Erdgas und Uran. Bis in die Mitte der 50er Jahre führte keine Straße auf die Mesa. Der Zugang erfolgte über eine in den Stein gehauene Treppe. Die etwa zehn Familien, die heute noch ständig im Pueblo leben, haben weder Elektrizität, noch Toiletten oder fließend Wasser. Die meisten der übrigen Familien kehren nur an Fest- und Feiertagen ins Pueblo zurück.



Zufahrt

Von der I-40 zweigt östlich von Grants (Exit 102) eine 11 Meilen lange Stichstraße nach Süden ab Richtung Ácoma Pueblo (Hwy 30/32). Sie führt weit nach Süden in das Reservatsgebiet hinein zu einem schönen Aussichtspunkt hoch über dem Tal und endet schließlich am neu erbauten Cultural Center zu Füßen des Ácoma Pueblo. Kurz zuvor durchquert man eine flache Talsohle mit einer ganzen Reihe fotogener Felsgruppen. Das Gebiet ist jedoch ‚Off Limits', d.h. für Nicht-Stammesmitglieder gesperrt. Fotos von der Straße aus sind dagegen erlaubt, allerdings muss man dafür ein gültiges Fotopermit besitzen, das man für 10 Dollar im Cultural Center erwerben kann.



Interessantes

Das Sky City Cultural Center liegt direkt unterhalb der 125 Meter hohen Sandsteinmesa, auf dessen Plateau sich das Pueblo befindet. Zum Komplex gehört auch das Haak'u Museum mit einer sehenswerten Ausstellung traditioneller Töpferwaren sowie eine Forschungseinrichtung mit einer großen Bibliothek, ein kleiner Laden, ein Casino-Hotel und ein Café-Restaurant, in dem Frühstück und Lunch serviert werden.

Eine Besichtigung der Puebloanlage hoch oben auf dem Felsplateau ist nur im Rahmen einer geführten Tour möglich. Diese werden je nach Besucheraufkommen mehrmals täglich, während der Hochsaison sogar stündlich angeboten und dauern etwa eine bis anderthalb Stunden. Für die Führung werden pro Person 10 Dollar verlangt plus 10 Dollar für ein Kamerapermit, das gut sichtbar an der Kamera befestigt werden muss. Man fährt mit Kleinbussen hinauf zum Pueblo und besichtigt dann zu Fuß die Siedlung mit ihren traditionellen Adobebauten, dem Friedhof und der gewaltigen spanischen Missionskirche San Esteban del Rey aus dem frühen 16. Jahrhundert.

San Esteban del Rey
Die Missionskirche San Esteban del Rey


Während der Führung durch das Pueblo werden den Besuchern auch Töpferwaren, Keramikarbeiten, Schmuck und Fry Bread, indianisches Fladenbrot, zum Verkauf angeboten. Wer möchte, kann auf dem Rückweg zu Fuß über die alten Steintreppen, den ‚Padre's Trail' vom Berg hinuntersteigen und dann in etwa 10 Minuten durch das Tal zurück zum Cultural Center wandern.

Öffnungszeit: Das Pueblo ist an mehreren Tagen im Jahr wegen zeremonieller Veranstaltungen geschlossen (24. und 29. Juni, 10.-13. Juli, 25. Juli, 1. und 2. Oktoberwochenende und 1. Samstag im November). Ansonsten ist das Pueblo im Sommer (April bis Oktober) von 8-18 Uhr, im Winter (November bis März) 8-16.30 Uhr geöffnet. Das Snack Bar-Restaurant schließt jeweils eine Stunde früher.

Ácoma Pueblo
Der Eingang zu den Zeremonialräumen erfolgt immer noch über Leitern


Veranstaltungen

Erstes oder zweites Februarwochenende
Governor's Feast in Old Acoma

Erster Sonntag im Mai
Santa Maria Feast Day in McCartys

10. August
Feast Day in Acomita - San Lorenzo Feast Day

2. September
Harvest Dance at Sky City - San Esteban Feast Day

24.-28. Dezember
Luminaria Tour, Christmas Festival in der San Esteban del Rey Mission


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