
Plaza Blanca - die geheimnisvolle Felsenstadt
Zufahrt und Wanderung
Von Santa Fe kommend fährt man auf dem Highway 84 über Espanola nach Abiquiu - eine Fahrstrecke von insgesamt 45 Meilen. In Abiquiu angelangt, zweigt man ab auf die NM 155, eine geteerte Nebenstrecke, die dem schilfbewachsenen Ufer des Rio Chama folgt und an mehreren Wohnhäusern vorbeiführt. Bereits 0,2 Meilen nach dieser Abzweigung mündet von links eine Art Feldweg ein, die Balanced Rock Road, die schon bald in einen breiten, sandigen Wash mündet und im weiteren Verlauf nur noch mit einem 4W-Fahrzeug befahren werden sollte. Attraktion am Rande sind hier zwei ‚Rotkappen'-Hoodoos auf der rechten Seite des Wash, zu denen man mit wenigen Schritten hinaufklettern kann.

Sonnenaufgang in der White City
Fährt man auf der NM 155 weiter gen Osten, trifft man nach etwa 2 Meilen auf eine weitere schmale Dirt Road, die ebenfalls von links einmündet und als ‚Wet Weather Road' gekennzeichnet ist. Hier biegt man allerdings noch nicht ab, sondern fährt noch etwas weiter, bis man links eine etwas breitere Dirt Road sieht, über der ein großes Holzschild mit der Aufschrift ‚Dar es Salam' angebracht ist (2,3 Meilen ab Highway 84, GPS-Daten N 36°13'24", W 106°17'57"). Hier biegt man nun links ab und folgt dem breiten Feldweg nach Norden, bis er sich nach weiteren 0,6 Meilen gabelt. Fährt man an dieser Gabelung links, trifft man nach 0,4 Meilen auf die Dar al Islam Moschee, geradeaus erreicht man nach 0,1 Meilen eine Parkfläche mit einem großen Wacholderbaum, an der man sein Fahrzeug abstellen kann (GPS-Daten N 36°13'55", W 106°18'13").

Umgeben von einer weißen Märchenkulisse
Von hier bietet sich bereits ein schöner Blick hinunter in das Tal, dessen Eingang von einer Gruppe schlanker ‚Alabaster'-Hoodoos mit dunkelgrauen Hüten bewacht wird. Dort angekommen, wendet man sich nach links und folgt dann einem breiten, steinigen Wash, der in großen Windungen nach Nordwesten verläuft. Je weiter man diesem ausgetrockneten Bachbett folgt, desto höher und gewaltiger werden die mächtigen weißen Felstürme, bis sie schließlich eine Höhe von 150 Metern erreichen und dabei so dicht zusammenrücken, dass sie eine geschlossene Säulenwand bilden und an ein weißes Märchenschloss oder einen aus weißem Marmor erbauten Felsentempel erinnern.

In den Schluchten des 'Marble Canyon'
Während man bereits hier aus dem Staunen kaum herauskommt, wartet ein paar hundert Meter weiter schon die nächste Attraktion - ein sanft geschwungener, alabasterfarbener Slot Canyon, der sich immer weiter verengt, bis er schließlich unvermittelt an einem etwa 3 Meter hohen Dryfall endet. Hier kann man mit etwas Geschick aus dem Slot Canyon herausklettern. Oben angelangt, bietet sich ein weiteres spektakuläres Panorama, denn nun steht man inmitten eines riesigen Amphitheaters, das von strahlend weißen Felswänden eingerahmt ist. Von hier oben bietet sich auch ein letzter grandioser Blick nach Osten auf die gewaltigen Felsbastionen und Säulengänge der White City und hinunter in das tief eingeschnittene Schluchtenlabyrinth des Slot Canyon, aus dem man gerade empor geklettert ist (GPS-Daten N 36°14'18", W 106°18'29", Gesamtdistanz ab Parkplatz: ca. 0,7 Meilen).

Blick auf den 'Egyptian Temple'