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Pecos National Historic Park

Bundesstaat: New Mexico

Kurzinfo

Die Blütezeit von Pecos begann, als die großen Stätten der Anasazi-Kultur wie Mesa Verde und Chaco Canyon schon lange verlassen waren. Pecos ist eines der Pueblos, die sehr stark unter dem Eindringen der Spanier zu leiden hatten, und so spielte es auch bei der Pueblorevolte im Jahre 1680 eine führende Rolle. Das einzige steinerne Zeugnis dieser Auseinandersetzung, eine Kiva innerhalb der Klosteranlage, ist für die heutigen Puebloindianer ein Symbol für die Tragik ihres Überlebenskampfes und ihre Bereitschaft zum Widerstand. Pecos beeindruckt vor allem durch seine schöne Lage inmitten des Santa Fe National Forest und durch die gewaltigen Überreste der ehemaligen spanischen Mission.


Wissenswertes

Das Gebiet von Pecos war schon lange besiedelt, bevor um 1450 n. Chr. die Blütezeit des Pueblos begann. Bedingt durch die geographisch günstige Lage zwischen dem Tal des Río Grande und den Ebenen der Great Plains, dem Lebensraum verschiedener indianischer Nomadenstämme, wuchs Pecos rasch zu einer großen Siedlung heran. Das Pueblo umfasste, einer Festung gleich, fast 700 Räume mit bis zu fünf Stockwerken. Man trieb Handel mit den Teja und Apachen, Plainsindianern der Umgebung, bei denen man Muscheln, Keramik, Tabak, Mais, Türkise und Baumwolldecken gegen Büffelhäute, Büffelfleisch und Feuersteine eintauschte.

Rund 100 Jahre später wurde das Land von Spaniern besetzt und Provinz von Neuspanien. Die Pueblos waren als eigene Verwaltungseinheiten tributpflichtig, d.h. sie mussten Arbeitsleistungen für die Regierung erbringen und Abgaben in Form von Naturalien leisten. Mit den Soldaten und Siedlern kamen Franziskanermönche, die in den Pueblos Missionskirchen und Klöster errichteten. Man verlangte von den Indianern, beim Bau von Kirchen und Klostergebäuden mitzuarbeiten und zusätzliche Nahrungsmittel für die Priester und die Kirchengemeinde anzubauen. Gleichzeitig wurden die Kivas, ihre heiligen unterirdischen Räume zerstört und die Ausübung ihrer bisherigen Religion verboten.


Unter diesen Bedingungen kam es im Jahre 1680 zu einer Pueblorevolte, bei der sich sämtliche Indianerstämme des Río Grande Tals gemeinsam gegen die spanische Unterdrückung auflehnten. Am 10. Juli stürmten sie die neue Hauptstadt Santa Fe, zerstörten Gebäude, Klöster und Missionskirchen in den Pueblos und töteten etwa 400 spanische Siedler und Priester, so dass die Spanier fluchtartig das Land verließen. Die Indianer, die auch die Missionskirche von Pecos niedergebrannt hatten, errichteten an deren Stelle eine neue Kiva, um das in ihren Augen zerstörte Gleichgewicht mit der Natur wiederherzustellen. 1692 kamen die Spanier zurück und mit ihnen die Priester, die auch diese neue Kiva wieder zerstören und mit Erde zuschütten ließen. Obwohl der Druck der spanischen Herrschaft in der Folgezeit etwas nachließ, verbesserten sich die Lebensbedingungen der Indianer nicht. Seit 1700 verstärkten sich die Raubüberfälle der Comanchen. Gleichzeitig breitete sich eine Pockenepidemie aus. 1821 lebten in Pecos, das vor Ankunft der Spanier 2000 Einwohner gezählt hatte, gerade noch 125 Menschen. Im Jahr 1838 siedelten die letzten 17 Bewohner ins nahegelegene Jemez-Pueblo über.

Pecos
Die Ruinen der spanischen Missionskirche

Interessantes

Das im Pueblostil erbaute Visitor Center mit schönen gedrechselten Holzbalken und Türen beherbergt einen kleinen Buchladen und ein liebevoll gestaltetes Museum, in dem die Geschichte von Pecos erläutert wird. Zu sehen sind verschiedene Fundstücke aus dem Pueblo wie Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände, Pfeilspitzen, Keramik, Schmuck und Flöten. Hier können Sie sich auch einen deutschen Trailguide für den landschaftlich sehr schönen Rundweg ausleihen, der gleich hinter dem Museum beginnt. Sehenswert sind vor allem die mächtigen Ruinen der Missionskirche, Teile der alten Klosteranlage und die ehemalige Stadtmauer, die die Einwohner von Pecos zum Schutz vor den Plainsindianer errichteten. Man sieht die weite Ebene zu Füßen dieser Stadtmauer, wo die Handelsgeschäfte abgewickelt wurden und die Plainsindianer ihre Zeltlager aufschlugen. Innerhalb der Stadtmauer befindet sich eine gedeckte Kiva, in die man über eine Leiter hinunter steigen kann. An einem der Stützbalken befindet sich ein kleiner weißer Knopf. Drückt man ihn, so ertönen indianische Trommeln und Gesänge. Distanz: etwa 1 Meile.

Pecos

Übernachtung

Pecos River
Tel. (505) 421-2211
Zufahrt: I-25 (Exit 319), 12 Meilen östlich des National Monument
Anzahl Plätze: 62
Ausstattung: Waschmaschinen, Laden, Snack Bar, Angeln und Schwimmen im Fluss
Öffnungszeit: ganzjährig

Adresse

Pecos National Historic Park
P.O. Drawer 418
Pecos, NM 87552-0418


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