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Die Gila Wilderness nördlich von Silver City bildet zusammen mit der etwas weiter östlich gelegenen Aldo Leopold Wilderness und der Blue Range Wilderness, die bis weit hinüber nach Arizona reicht und in der vor kurzem sogar wieder mexikanische Grauwölfe ausgewildert wurden, das größte zusammenhängende Wildnisgebiet New Mexicos. Eine der wenigen Straßen in diesem abgelegenen, waldreichen Bergland führt von Silver City nach Norden zu den Gila Cliff Dwellings, einem kleinen, aber sehr sehenswerten Felsklippenpueblo der Mogollon-Kultur, das um 1.280 n.Chr. erbaut und bereits 100 Jahre später schon wieder verlassen wurde. Die Cliff Dwellings sind auch Ausgangspunkt für mehrere sehr abwechslungsreiche Fluss- und Canyonwanderungen entlang den verschiedenen Seitenarmen des Gila River und in die angrenzende Gila Wilderness.
Sehenswürdigkeiten & sights
Gila Cliff Dwellings National Monument **
Das National Monument mit Felsklippensiedlungen der Mogollon-Kultur befindet sich 44 Meilen nördlich von Silver City in den Bergen des Gila National Forest. Aufgrund der äußerst kurvigen und schmalen Straße beträgt die reine Fahrtzeit von Silver City zum National Monument 1½-2 Stunden one-way. Für die lohnende Rundwanderung von einer Meile und die Besichtigung der Felswohnungen sollte man nochmals eine Stunde einplanen.
Der Wanderweg beginnt an einem Parkplatz im Wald, etwa 1½ Meilen westlich des Visitor Center am Ufer des Gila River. Dies ist gleichzeitig der Ausgangspunkt für die Canyonwanderung entlang der Gila West Fork. Der Weg zu den Ruinen überquert zunächst den Bach und steigt dann durch den Wald kurz steil bergauf bis zum Fuße der langgezogenen Felswand, in der sich wie Schwalbennester die in die Höhlenöffnungen gemauerten Pueblos befinden. Die gesamte Anlage besteht aus 5 natürlichen Felshöhlen mit insgesamt 40 gemauerten Räumen. Erbaut wurden diese Cliff Dwellings im späten 12. Jahrhundert. Sie dienten etwa 10 bis 15 Familien als Wohn- und Vorratsräume. Beste Tageszeit für Fotoaufnahmen von den Klippenpueblos ist der späte Nachmittag, wenn die tiefstehende Sonne direkt auf die Felshöhlen scheint.
Das Visitor Center am Eingang des Parks beherbergt außer einem kleinen Buchverkaufsstand auch ein Museum mit Fundstücken aus den Höhlenwohnungen und Darstellungen zur Geschichte der Mogollon-Kultur. Von den Parkrangern erhält man Auskunft über Wander- und Reitmöglichkeiten im Gebiet der angrenzenden Gila Wilderness, in der noch Berglöwen und Schwarzbären leben. Öffnungszeit des Visitor Centers: Juni bis Anfang Sept. 8-18 Uhr, sonst 9-16 Uhr
Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails & Trekkingtouren
Bei den Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails entlang den verschiedenen Seitenarmen des Gila River muss das Bachbett sehr häufig überquert werden. Die Touren eignen sich daher am besten für den Sommer, denn man bekommt garantiert nasse Füße, je nach Wasserstand sogar nasse Knie oder Oberschenkel. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze und nach heftigen Sommergewittern können manche der Furten sogar gänzlich unpassierbar sein. Als Kleidung empfehlen sich schnelltrocknende Shorts und hochgeschlossene Turn- oder Wanderschuhe, mit denen man durchs Wasser waten kann, bei längeren Backpacking Trips durch die Wilderness zusätzlich ein zweites Paar Schuhe und mehrere Paar Socken. Im undurchsichtigen Ufergestrüpp bitte immer auch auf Klapperschlangen achten!
West Fork of the Gila River (Trail #151)
Trailhead: am Parkplatz für die Rundwanderung zu den Cliff Dwellings
Distanz: 3 Meilen one-way
Steigung: gering
Benötigte Zeit: 2-3 Stunden
Vom großen Parkplatz aus folgt der Weg dem breiten Bachbett des Gila River. Im Verlauf der Wanderung verengt sich das Tal immer mehr und wird schließlich zu einem schmalen Canyon, nach knapp drei Meilen sogar zu einer engen Klamm mit steil in den Himmel aufragenden Felswänden. Je enger die Felsen zusammenrücken, desto häufiger muss auch das Flussbett überquert werden. Am Endpunkt der Wanderung erkennt man hoch oben in einer Felshöhle die Ruinen eines alten Felsklippenpueblos.
Middle Fork of the Gila River (Trail #157)
Trailhead: am Ende des Parkplatzes beim Gila Cliffs Visitor Center führt eine kurze Stichstraße nach rechts etwas bergauf und zu einem kleinen ungeteerten Parkplatz auf der linken Straßenseite
Distanz: 2 Meilen one-way
Steigung: gering
Benötigte Zeit: 1½ -2 Stunden
Vom Parkplatz folgt man dem breiten Fußweg hinter der Schranke, der nach wenigen Minuten hinunter ins Tal führt. Recht schnell erreicht man die erste flache Furt. Ein schmaler Fußpfad wechselt nun ständig von einer Fluss-Seite auf die andere. Auch hier wird das Tal zunehmend enger, die Felswände steiler. Der Weg ist besonders im Hochsommer recht angenehm zu gehen, denn zwischen den einzelnen Furten wandert man durch offene Auenwälder mit großen schattenspendenden Bäumen. Eine besondere Attraktion unterwegs sind heiße Quellen, die an einer flachen Stelle im Fluss zwischen der 2. und 3. Furt zutage treten und das Wachstum farbiger Algen fördern. Achtung: in den kleinen Pools in Ufernähe ist das Wasser nicht warm, sondern kochend heiß! Wer will, kann die beiden Touren auch zu längeren Tages- oder Campingplätze & campgroundsstouren ausdehnen.
Abstecher
The Catwalk*
Nordöstlich von Glenwood führt in sechs bis neun Metern Höhe ein an den Felswänden hängender Eisensteg durch die schmale Canyonschlucht des Whitewater Creek. Der drei Meilen lange Wanderweg beginnt an einem hübschen schattigen Picknickplatz direkt am Fluss und führt etwa 1½ Meilen in den Canyon hinein.
Hinter einer Hängebrücke endet der Weg an einem Felsvorsprung. An den Felswänden über dem Eisensteg ist der Wasserstand der beiden großen Fluten von 1971 und 1983 markiert. Letztere überschwemmte den Steg um fast 1½ Meter.
Lohnend ist diese nicht alltägliche Wanderung vor allem im Frühjahr und im Sommer nach starken Regenfällen. Zufahrt: auf der US 180 bis Glenwood. Gleich hinter dem nördlichen Ortsausgang auf die SR 174 abbiegen (ausgeschildert), fünf Meilen bis zum Trailhead. Benötigte Zeit: Abstecher mit Wanderung ca. 2 Stunden
In den 1880er Jahren war diese Felsenschlucht Zufluchtsort von Revolverhelden wie Butch Cassidy und einzelnen Apachengruppen unter ihrem berühmten Führer Geronimo. Auch einige Goldsucher versuchten hier ihr Glück, wobei nicht wenige ihr Leben riskierten und verloren. 1889 baute man eine Mühle, deren Mauerreste noch heute am Berghang oberhalb des Picknickplatzes zu sehen sind. Um die Mühle betreiben und die etwa 200 Einwohner des Städtchens Graham, das um die Mühle herum entstand, mit Wasser versorgen zu können, baute man 1893 eine erste und kurz darauf eine zweite Wasserleitung durch die Schlucht. Der Canyon war so eng, dass die Rohre an der nackten Felswand befestigt werden mussten. 1913 wurde die unrentable Mühle geschlossen und der Ort verlassen. Erst 1961 wurde das eiserne Laufgitter an die Felswände montiert, auf dem man heute in weniger halsbrecherischer Art und Weise die Schlucht durchqueren kann als die Erbauer der Wasserleitung vor 100 Jahren.
Frisco Box *
In der Nähe des Städtchens Luna, etwa 100 Meilen nordwestlich von Silver City, findet man einen der interessantesten Wanderwege New Mexicos. Die Tageswanderung (10 Meilen hin und zurück) durch die Frisco Box ist ein kleines Wildnisabenteuer für alle, die die Einsamkeit lieben und denen es nichts ausmacht, über Steine und Felsen durch ein Flussbett zu klettern. Zu den Höhepunkten dieser Tour gehört auch ein heißer Badepool oberhalb des Canyons.
Bei der Rangerstation in Luna sollte man zunächst eine kurze Pause einlegen und sich nach dem Zustand der Straßen, dem Wasserstand im Canyon und den Wetteraussichten erkundigen. Von der Rangerstation aus biegt man bei der Kirche rechts ab auf die Forest Road 19 und nach etwa vier weiteren Meilen nach links auf die FR 210. Auf dieser Straße sind es noch etwa neun Meilen bis zum Parkplatz. Die Straße führt zum Teil über privates Ranchland, so dass man zwei Tore öffnen und wieder schließen muss. Die letzte Meile der FR 210 ist übersät mit Schlaglöchern und großen Steinen. Wer das seinem Auto nicht zumuten möchte, lässt es lieber stehen und geht die letzte Strecke bis zum Trailhead zu Fuß. Der Pfad folgt dem Bachbett des San Francisco River Richtung Osten, wobei man sich den Weg rechts oder links vom Flussbett oft selbst suchen muss. Nach etwa 1,5 Meilen befindet sich rechts, 15 Meter oberhalb des Weges, ein heiße Quelle mit Holzbänken und einem natürlichen Pool, in dem man baden kann. Nach weiteren 1,5 Meilen beginnt die Schlucht, der man folgt, bis es nicht mehr weiter geht.
Campingplätze & campgrounds
Übernachten kann man entweder auf einem der beiden kleinen Gruppencampingplätze des National Monument zwischen dem Visitor Center und den Gila Cliff Dwellings oder etwas einfacher, aber dafür landschaftlich schöner am Fork Forest Camp auf einer kleinen Anhöhe hoch über einer Fluss-Schleife oder am Grapevine Camp. Beide Campgrounds befinden sich an der Zufahrtsstraße zu den Cliff Dwellings wenige Meilen vor dem Eingang zum National Monument. Für Wohnmobile sind diese Einfachcampgrounds allerdings weniger geeignet.
Gila Hot Springs Vacation
Zufahrt: 4 Meilen südlich des Gila Cliff Dwelling NM am Hwy 15 (steile, enge Zufahrt!)
Anzahl Plätze: 36 (17 mit full hookup)
Ausstattung: Waschmaschinen, Laden, Snack Bar
Öffnungszeit: ganzjährig
CG Whitewater
Tel. (505) 539-9631
Lage: an der Zufahrtsstraße zum Catwalk
Anzahl Plätze: 16 (alle mit full hookup)
Ausstattung: Waschmaschinen, Laden, Restaurant
Alpine Village
Zufahrt: in Alpine am Hwy 180
acht Meilen westlich von Luna, Nähe Frisco Box
Anzahl Plätze: 52
Ausstattung: Waschmaschinen
Öffnungszeit: 1. April-1. Dez.
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