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New Mexico



Dog Canyon


Nach dem Steilanstieg führt der Dog Canyon Trail nun in leichten Serpentinen bergauf Richtung Second Bench. Vor mir liegt eine Fels- und Kakteenlandschaft wie aus einem Wildwestfilm - nur mit dem Unterschied, dass ich hier ganz lebendig und live mittendrin bin. Mit den Augen folge ich langsam den geschwungenen Linien der Felswände auf der gegenüberliegenden Canyonseite. Vielleicht kann ich jetzt am frühen Morgen ein paar Wildtiere entdecken. Aber so sehr ich mich auch anstrenge – es ist nichts zu sehen. Nur ein paar Eidechsen huschen ab und zu lautlos vor mir über den Weg. Selbst die Klapperschlangen lassen sich nicht blicken. Denen ist es jetzt in der prallen Sonne wahrscheinlich schon viel zu heiß. Zum Glück.


Dog Canyon

Nach knapp 3 Meilen erreiche ich die halb verfallene Line Cabin. Durch den vorbeifließenden Bach und die vielen großen Cottonwood Trees ist es hier angenehm schattig und kühl. Der ideale Platz für eine kurze Rast. Da die Sonne inzwischen unbarmherzig vom Himmel brennt, bleibe ich bei meinem Plan, von hier aus nicht mehr weiterzuwandern, sondern umzukehren.


Line Cabin

Der Dog Canyon Trail endet zwar erst nach weiteren 3 Meilen oben bei der Joplin Ridge Road, aber das Ganze ist dann eine ziemlich anstrengende Tagestour, für die sich die kühleren Monate im Frühjahr oder Herbst besser eignen als der Hochsommer. Während ich mich so umsehe, kommt mir der Gedanke, dass man aus dieser Wanderung auch eine schöne Zweitagestour machen könnte - mit Zwischenübernachtung hier an der Line Cabin. Na wer weiss – vielleicht komme ich ja irgendwann wieder.


Dog Canyon trail

Auf dem Rückweg habe ich auch noch ein bisschen Glück mit dem Wetter, denn am Himmel ziehen immer wieder einzelne Quellwolken vorbei, die einen angenehmen Schutz vor der inzwischen fast unerträglichen Mittagshitze bieten. Nach Überquerung der Second Bench, einer Hochebene mit vielen großen, freistehenden Felsblöcken, geht es durch die schöne Wüstenlandschaft des Dog Canyon mit ihren Mescal Agaven und Soaptree Yukkas wieder bergab bis zur First Bench und dann auf dem felsigen Zickzackpfad hinunter ins Tal bis zum Visitor Center.

Als ich dem Ranger erzähle, dass ich während meiner Wanderung absolut niemand getroffen habe, lacht er nur und meint, dass es hier im Hochsommer so gut wie keine Besucher gibt und dass er selbst das lezte Mal im Mai dort oben war. Gut zu wissen, denke ich. Sollte ich irgendwann einmal wieder hierher kommen, erzähle ich den Rangern wohl besser vorher, wo ich hingehe. Wegen den Klapperschlangen und so ...


    Foto-Story Teil 1         Infos Dog Canyon


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