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Hauptsehenswürdigkeit des El Morro NM ist ein 60 Meter hohes, lang gestrecktes Felsenriff aus hellem Sandstein, das sich wie der Bug eines gewaltigen Schiffes aus der Ebene emporhebt. Viele Jahrhunderte lang war dieser Felsen ein markanter Orientierungspunkt und Rastplatz für vorbeiziehende Indianer, spanische Entdecker und weiße Siedler. Sie alle hinterließen in dem weichen Sandstein ihre Inschriften und Namen, so dass man diese Felswände heute betrachten und lesen kann wie ein in den Stein eingraviertes Geschichtsbuch. Ein schöner Rundweg führt an diesen Inschriften vorbei hinauf auf das Felsplateau und zu den teilweise freigelegten Ruinen von A'ts'ina, einem kleinen indianischen Pueblo aus dem 13. Jahrhundert.
El Morro Höhe: 2.200 ü.M.
El Morro Lage: 58 Meilen südöstlich von Gallup an der US 53
Der Tafelfelsen aus hellgelbem Sandstein, von den Spaniern ‚El Morro' und von den Amerikanern ‚Inscription Rock' genannt, liegt an einem alten indianischen Handelsweg zwischen den Pueblos von Zuñi und Ácoma. Das mit Regen- und Schmelzwasser gefüllte Wasserbecken im Schatten des Felsens war jahrhundertelang die einzige Wasserstelle im Umkreis von 30 Meilen und damit gut als Rast- und Siedlungsplatz geeignet. Rund um den Felsen fand man die Siedlungsspuren prähistorischer Indianergruppen. Um 1275 verließen diese Menschen die Ebene und erbauten hoch oben auf dem Felsplateau eine Pueblosiedlung. Erst 1950 wurden diese Ruinen entdeckt und in den Jahren 1954/55 von Richard Woodbury, zwei Studenten und sechs Zuñi-Indianern teilweise ausgegraben. Die Zuñi nannten das Pueblo ‚A'ts'ina' (Inschriften auf Stein). Nach und nach kamen unter Erde und Gestrüpp die Reste eines Pueblos ans Tageslicht, das einst 875 Räume umfasst hatte. Diese drei- bis fünfstöckigen Gebäude waren gruppiert um eine große, quadratische Plaza. Daneben fand man auch eine runde und eine viereckige Kiva. Die etwa 1000 bis 1500 Bewohner des Pueblos hatten ihre eigenen Wasservorräte in den tiefen Felslöchern des Plateaus. Sie betrieben Ackerbau auf den umliegenden Feldern und entwickelten dafür ausgeklügelte Bewässerungssysteme. Sie waren es auch, die als erste ihre Zeichen in die Felswände einritzten.
Lange nachdem die Indianer, von denen man annimmt, dass sie die Vorfahren der Zuñi-Indianer waren, ihre Siedlungen verlassen hatten, kamen die ersten weißen Forscher und Entdecker in das Gebiet. Den spanischen Konquistadoren folgten weiße Siedlertrecks und die Soldaten der U.S. Armee. Sie alle schätzten die Frischwasserquelle am Fuße der Felsen und viele von ihnen hinterließen auch ihre Inschriften und Namen. Die älteste dieser in den weichen Sandstein eingeritzten Inschriften stammt von Juan de Oñate aus dem Jahre 1605.
Sehenswürdigkeiten & sights
Das Visitor Center des Parks besitzt ein kleines Museum und einen Laden, in dem man Bücher, Landkarten, Postkarten und Andenken kaufen kann. Es ist im Sommer täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet, sonst von 8 bis 17 Uhr. Von hier aus gelangt man über einen breiten, geteerten Fußweg zu den Felswänden mit den Inschriften und zu dem kleinen Wasserpool, der den Reisenden in früheren Zeiten als Frischwasserstelle diente. Sehr schön ist auch der Mesa Top Trail, der von dort aus um die Felsnase herum und dann in einer kurzen Kraxelpartie hinauf auf das steinige Felsplateau führt. Von oben hat man dann eine wunderschöne Aussicht auf die bewaldete Umgebung. Im weiteren Verlauf des Weges gelangt man über die glattpolierten Felsen hinweg zu den Ruinen von A'ts'ina und zum tief in das El Morro Plateau eingegrabenen Box Canyon. Mitten im Zentrum dieses Canyons befinden sich zwei schlanke, freistehende Felsnadeln. Besonders schön ist diese 2 Meilen lange Rundwanderung im Licht der frühen Morgensonne.
Campingplätze & campgrounds
An der Zufahrtsstraße zum Visitor Center zweigt nach links eine kurze Stichstraße ab zum schön gelegenen und ruhigen Campground des Parks. Die 12 Stellplätze für Zelte, Pickups und kleinere Wohnmobile liegen hübsch zwischen Wacholderbäume eingebettet an einer Loop Road. Als Zeltuntergrund dienen mit Kies angefüllte quadratische Pads. Daneben hat jeder Platz einen großen Picknicktisch mit Bänken und eine Feuerstelle. Zu den weiteren Einrichtungen gehören Einfachtoiletten und Frischwasserstellen. Eine gute Campingplätze & campgroundssgelegenheit für Wohnmobile bietet der nahe gelegene Campground RV El Morro Lodge.
RV El Morro Lodge
Lage: recht idyllisch zwischen alten Wacholderbäumen.
Zufahrt: knapp eine Meile östlich des National Monuments an der US 53
Anzahl Plätze: 24
Ausstattung: Café, kleiner Laden
Öffnungszeit: ganzjährig
Adresse
El Morro National Monument
Ramah, NM 87321
Tel. (505) 783-4226
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