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Chaco Culture National Historic Park
Chaco Canyon Kurzinfo
Die riesigen und zum Teil sehr gut erhaltenen Ruinenstätten liegen in einer der verlassensten und einsamsten Wüstengebiete des Südwestens. So unwirtlich und lebensfeindlich die Landschaft auf den ersten Blick auch erscheinen mag - Chaco Canyon zählt neben Mesa Verde zu den interessantesten und beeindruckendsten Zeugnissen indianischer Architektur in Nordamerika. Wer hierher kommt, sollte sich genügend Zeit nehmen, um die verlassenen Bauwerke, die grandiose Landschaft, die Stille und den sternenklaren Himmel auf sich wirken zu lassen.
Chaco Canyon Höhe: 1900-2050 ü.M.
Chaco Canyon Lage: Inmitten einer steppenartigen Wüstenlandschaft im Nordwesten New Mexicos zwischen Farmington und Grants
Chaco Canyon Wissenswertes
Vor rund 1000 Jahren entstanden inmitten der kargen steppenartigen Landschaft des Chaco Canyon die gewaltigen Bauwerke einer indianischen Hochkultur, wie sie für Nordamerika einzigartig sind. Ihre Erbauer waren die Anasazi, eine der drei großen indianischen Gruppen der damaligen Zeit. Diese ancient ones oder ancient enemies, die bis dahin in isolierten, kleinen Siedlungen gelebt hatten, begannen um das Jahr 900 n.Chr., sich in größeren Gemeinschaften zusammenzuschließen. Was war der Grund?
Sicher ist, dass es vom Chaco Canyon aus weitreichende Handelsbeziehungen gab. So wurden Skelette tropischer Papageien gefunden, die als Ziervögel gehalten und nach ihrem Tod sorgfältig bestattet wurden. Ebenso fand man Kupferschellen, die wahrscheinlich aus Mexiko stammen, da die Herstellung dieses Metalls im damaligen Südwesten unbekannt war. Die vielen Muscheln stammen dagegen von der Pazifikküste Kaliforniens. Türkis wurde damals in großen Mengen in den Türkisminen bei Cerillos, etwa 100 Meilen südöstlich, abgebaut, zum Chaco transportiert und dort zu Schmuck- und Zeremonialgegenständen weiterverarbeitet. Daneben entdeckte man anhand von Luftaufnahmen ein weitverzeigtes Straßensystem mit bis zu neun Meter breiten Straßen, die vom Chaco Canyon strahlenförmig in alle Himmelsrichtungen ausgingen. Eine dieser Straßen reichte bis ins neunzig Meilen entfernte Aztec, einer weiteren Siedlungsanlage der Anasazi-Kultur.
All dies deutet darauf hin, dass hier im Chaco Canyon nach und nach ein immer größer werdendes Handelszentrum entstand, das beeinflusst und inspiriert wurde von den Hochkulturen Mittelamerikas. Grüne Steine wie Jade oder Türkis waren die begehrtesten Schmucksteine der Tolteken Mexikos, da sie die grünen Federn des heiligen Quetzalcoatl, der Schlange mit dem gefiederten Kopf, symbolisierten. Darstellungen dieser Figur finden sich an zahlreichen Wänden des Chaco Canyon. Der Einfluss dieser Hochkulturen Mittelamerikas zeigt sich auch auf den Gebieten der Architektur, der Technik und der Astronomie. So wurden beispielsweise neuartige raffinierte Bewässerungssysteme angelegt, Säulen und Steintreppen als neuartige Architekturelemente verwendet und Mauerkonstruktionen entwickelt, die es erstmals erlaubten, Gebäude mit vier oder fünf Stockwerken Höhe zu errichten.
Die beeindruckendsten Zeugnisse der damaligen Zeit sind jedoch die gewaltigen Wohn- und Kultbauten, die die Menschen im Chaco Canyon errichteten. Im Gegensatz zu den Pueblosiedlungen in anderen Gebieten, die nach Bedarf erweitert und umgebaut wurden, entstanden hier sorgfältig geplante Stadtanlagen mit großen Innenhöfen, Gemeinschaftskivas und bis zu fünfstöckigen Gebäuden.
Man weiß heute, dass diese Bauwerke nicht allein Wohnzwecken dienten, denn sie waren nur zum Teil oder nur zu bestimmten Anlässen bewohnt. Vielleicht waren sie reine Repräsentationsbauten einer reich gewordenen Oberschicht, die in diesen palastähnlichen Gebäuden lebte, von Zeit zu Zeit fremde Handelsdelegationen empfing und große zeremonielle Feste veranstaltete. Diese These einer Zweiklassengesellschaft wird heute zunehmend von der Wissenschaft untermauert. So stellten Archäologen fest, dass es neben diesen Prachtbauten noch weitere Siedlungen im Chaco Canyon gab - einfache dörfliche Behausungen mit jeweils 10 bis 20 kleinen, einstöckigen Gebäuden, unregelmäßigem Grundriss und recht grob behauenem Mauerwerk. Diese Siedlungen lagen den großen Bauwerken gegenüber auf der schattigen Seite des Tals. Wahrscheinlich lebten hier einfache Handwerker, die vom Handel profitierten, indem sie Schmuckgegenstände herstellten, die man bei den Ausgrabungen auf der anderen Seite des Canyons in den großen Pueblos fand, und die auf dem Handelsweg bis nach Mexiko gelangten. Davon zeugen zahlreiche Werkzeuge und über 500.000 Türkise, die meisten davon noch Rohlinge, manche aber auch schon geschliffen und zu Armbändern Halsketten oder Mosaiken verarbeitet.
Ebenso wie die meisten der großen Pueblosiedlungen im Südwesten wurde auch der Chaco Canyon nach kurzer Blütezeit im Jahre 1200 von seinen Bewohnern verlassen, allerdings bereits 100 Jahre früher als die Felsklippensiedlungen von Mesa Verde im Norden. Über die Gründe gibt es hier wie dort bis heute nur Vermutungen. Ob die lange Trockenperiode im San Juan Becken die Abwanderung auslöste, ist fraglich. Die Forschungsergebnisse deuten eher darauf hin, dass langanhaltende, heftige Regenzeiten zu Erosion und Überschwemmungen und letztlich zur Versalzung der Felder führten. Andere vermuten, dass äußere Feinde der Grund waren, da im 12. Jh. viele der Pueblos zu wehrhaften Siedlungen umgebaut und mit einem kleinen, leicht zu verteidigenden Eingang versehen wurden. Allerdings hat man im Chaco keinerlei Anzeichen kriegerischer Auseinandersetzungen entdeckt, und man weiß, dass die von Norden einwandernden Stämme der Navajos und Apachen erst Jahrhunderte später in diesem Gebiet eintrafen, als die Pueblos schon längst verlassen waren.
Ein möglicher Grund könnte auch der Untergang des Toltekenreiches sein, der sich zur gleichen Zeit vollzog. Vielleicht war auf diese Weise der wichtigste Abnehmer der Handelswaren verschwunden und damit auch die Basis des einstigen Reichtums. Zusammen mit den immer schwieriger werdenden Umweltbedingungen könnte dies der Anlass dafür gewesen sein, dass das einstmals so gut funktionierende soziale Gefüge zu bröckeln begann, Ansehen und Einfluss der Oberschicht dahinschwanden und die große Gemeinschaft, zu der einmal 4000 bis 6000 Menschen gehört hatten, wieder in kleine Stammesgruppen zerfiel, die nach und nach in andere, fruchtbarere Siedlungsgebiete abwanderten. Viele Fragen über das Leben der Menschen im Chaco Canyon, die Entstehung und den Untergang dieser Kultur sind von den Wissenschaftlern inzwischen beantwortet worden. Aber ebenso viele Fragen sind dabei neu aufgetaucht und warten auf eine Antwort. Und so kann sich jeder, der staunend vor den hohen Mauern zu Füßen der im Abendlicht goldfarben leuchtenden Canyonwände steht, seine eigenen Gedanken machen über ein Volk und eine Kultur, über die es keinerlei schriftliche Zeugnisse gibt, sondern nur ein paar Ruinen, die heute wie damals durch ihre Form und Schönheit beeindrucken.
Chaco Canyon Zufahrt
Man erreicht den Chaco Canyon über zwei verschiedene Anfahrtswege - von Süden und von Norden. Beides sind ungeteerte Dirt Roads, wobei die Südroute in wesentlich schlechterem Zustand ist und vom Park Service ausdrücklich nicht empfohlen wird. Trotzdem soll sie der Vollständigkeit halber hier erwähnt werden. Bei beiden Dirt Roads handelt es sich außerdem um Lehmpisten, was bedeutet, dass sich der Belag nach Regenfällen in zähklebrigen, schmierigen Schlamm verwandelt, in dem man selbst mit Geländewagen und Allradantrieb nicht mehr weiterkommt. Daher sollte man vor der Fahrt in den Chaco Canyon auf jeden Fall den Wetterbericht beachten. Nach Regenfällen dauert es in der Regel einen halben Tag, bis die Erde wieder trocken ist.
Chaco Canyon Sehenswürdigkeiten & sights
Beim Visitor Center beginnt die 20 Meilen lange, geteerte Rundstraße, an der die meisten der Ruinen liegen. Sehenswert sind vor allem Pueblo Bonito, Chetro Ketl und auf der anderen Seite des Canyons Casa Rinconada, die Große Kiva. Nehmen Sie sich für die Rundfahrt und die Besichtigung der wichtigsten Anlagen mindestens einen halben Tag Zeit. Weitere Ruinen können auf verschiedenen Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails in die nähere Umgebung erreicht werden. Im Visitor Center gibt es ein schön angelegtes Museum. Hier erhält man auch die für alle längeren Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails notwendigen Hiking Permits sowie gute Parkbroschüren. Öffnungszeit: im Sommer 8-18 Uhr, sonst bis 17 Uhr. Direkt neben dem Parkplatz des Visitor Center gibt es übrigens einige schöne Picknickplätze unter schattenspendenden Ramadas
Una Vida *
Der kurze Weg von ½ Meile beginnt beim Parkplatz am Visitor Center und führt zu den Ruinen von Una Vida, einer eher kleinen, noch wenig erforschten und nur zum Teil freigelegten Siedlung aus der Zeit zwischen 1050 und 1150. Una Vida umfasste etwa 100 Räume und acht Kivas. An den Felswänden hinter den Hügeln sind mehrere gut erhaltene Felszeichnungen zu sehen. Für diese Kurzwanderung ist keine Genehmigung erforderlich.
Hungo Pavi
Die Ruinenanlage von Hungo Pavi gehört zu den größten im Chaco Canyon. Sie war in der Zeit von 900 bis 1100 n.Chr. bewohnt. Die beiden Kivas und die 143 Räume sind noch so erhalten, wie sie die ersten Wissenschaftler im Jahre 1896 vorfanden. Bisher wurden keinerlei Ausgrabungen durchgeführt.
Chetro Ketl **
Chetro Ketl ist ein bedeutender Vertreter der insgesamt dreizehn Großpueblos im Umkreis von 20 Meilen, die aus der Bonito Phase stammen, der Blütezeit der Chaco Kultur zwischen 1100 und 1300 n. Chr. Die große, stadtähnliche Anlage mit etwa 500 Räumen besitzt wie Pueblo Bonito einen nahezu D-förmigen Grundriss, ist aber nach Südosten ausgerichtet. In Chetro Ketl findet man Reste von Steinsäulen, die eine mit Baumstämmen bedeckte Vorhalle bildeten - eine architektonische Besonderheit, die man nur im Chaco Canyon findet und die auf die Einflüsse mexikanischer Hochkulturen hindeutet.
Interessant sind die zwei großen Kivas im Boden und die beiden hochgemauerten, halb überirdischen Kivas, in deren mit Erde ausgefüllten Wandnischen zwölf lange Perlenketten aus Türkis und anderen Schmucksteinen gefunden wurden. Hinter dem Pueblo führten einst Treppen hoch auf den Canyonrand. Dort mündeten sie in eine Straße zu dem Ruinenkomplex von Pueblo Alto. Benötigte Zeit: ½ bis 1 Stunde
Pueblo Bonito ***
Pueblo Bonito ist die größte und am besten erforschte Ruinenstätte des Chaco Canyon. In der Parkbroschüre, die man im Visitor Center erhält, ist die Anlage so abgebildet, wie sie früher wohl ausgesehen haben mag: ein exakter D-förmiger Grundriss, die Frontseite der Stadt nach Süden ausgerichtet. Das Zentrum bildete eine große, ebene Plaza, die durch eine Mauer in zwei Hälften geteilt war und auf der etwa 38 Kivas Platz fanden, das Ganze umgeben von etwa 600 mehrstöckigen Gebäuden - eine architektonische Meisterleistung der damaligen Zeit.
Die Stadt wurde in drei verschiedenen Bauphasen errichtet, aber jede Erweiterung innerhalb der 300-jährigen Bauzeit richtete sich nach einem genauen Plan, der die endgültige Form schon zu Beginn festgelegt hatte. Die festungsähnliche Anlage hatte nur einen einzigen Zugang auf der südöstlichen Frontseite, eine schmale Tür von etwa 80 cm Breite, die bei Gefahr leicht von innen verschlossen werden konnte. Den besten Überblick über den Gesamtkomplex hat man von den verschiedenen Wanderwegen oben auf dem Canyonrand. Benötigte Zeit: ca. 1 Stunde
Kin Kletso / Pueblo del Arroyo **
Folgt man der Stichstraße am Wendepunkt der Rundstraße ein kurzes Stück, gelangt man zu zwei weiteren Ruinenanlagen. Gleich zur Linken liegt Pueblo del Arroyo. Es gehört wie Chetro Ketl und Pueblo Bonito zu den Great Houses. Nach weiteren 500 Metern liegt zur Rechten Kin Kletso. Im Gegensatz zu den D-förmigen Grundrissen der großen Pueblos besitzt Kin Kletso einen streng rechteckigen Grundriss, beeinflusst vielleicht durch Einwanderer aus Mesa Verde, die zwischen 1150 und 1300 in kleinen Gruppen in den Chaco übersiedelten. Ähnliche Grundrisse findet man in den um die gleiche Zeit erbauten Anlagen Wijiji, New Alto und Casa Chiquita. Benötigte Zeit: ½ Stunde
Casa Rinconada ***
Diese sehr gut erhaltene Großkiva mit einem Durchmesser von rund 20 Metern liegt auf der Südseite des Chaco Wash, genau gegenüber den beiden großen Puebloanlagen von Pueblo Bonito und Chetro Ketl. Sie wurde um 1100 erbaut, gegen Ende der klassischen Puebloperiode. Nicht weit von der Kiva entfernt liegen die dorfähnlichen kleinen Siedlungen, deren Bewohner wohl einer niedrigeren sozialen Schicht angehörten und diese große Kiva vielleicht als gemeinschaftlichen Zeremonialraum nutzten. Auffallend ist, dass dieser Rundbau nicht unterirdisch angelegt war, sondern von Mauern eingefasst über den Erdboden aufragte.
Auf der südlichen Seite befindet sich eine Vorhalle, von der aus Steintreppen in den großen Innenraum führen. Vier Vertiefungen im Boden zeigen die Stellen, an denen früher große Holzstämme das Gewicht der Decke stützten. Dieses Dach bestand aus großen, querliegenden Holzbalken, einer Schicht kleinerer, versetzt angeordneter Stämme, einer weiteren Schicht aus Ästen, Zweigen und Rindenstücken, einer Schicht aus Lehmmörtel und schließlich einem Putz aus feinem Sand. Neben den Vertiefungen für die Stützbalken fand man innerhalb der Kiva auch quadratische, gemauerte Feuerstellen, ein Entlüftungssystem und Wandnischen zur Aufbewahrung von Zeremonialgegenständen. Benötigte Zeit: ½-1 Stunde
Chaco Canyon Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails & Trekkingtouren
Im Chaco gibt es insgesamt vier längere Wanderwege, für die man allerdings ein Hiking Permit ausfüllen muss. Dieses erhält man entweder im Visitor Center oder direkt an den Trailheads. Wer im Chaco Canyon wandert, den erwarten unvergessliche Eindrücke in wunderbarer Stille und Einsamkeit. Allerdings sollte man beim Wandern einige Dinge beachten: Das Sammeln oder Beschädigen von Fossilien bzw. archäologischen Gegenständen ist nicht erlaubt. Achten Sie vor allem im Sommer auch auf ausreichenden Sonnenschutz und genügend Trinkwasser. Im Chaco gibt es übrigens die giftige Prärieklapperschlange. Man sollte also immer gut aufpassen, wo man hintritt und nicht in Felsspalten hineinlangen. Die Wege sind übrigens gut erkennbar mit Steinmännchen oder witzigen Petroglyphen markiert.
Alto Mesa Trail
Distanz: 4,8 Meilen (7,6 Kilometer)
Steigung: 116 Meter
Benötigte Zeit: 3-4 Stunden
Auf dem Weg gelangt man zum Ruinenkomplex von Pueblo Alto, dem nördlichen Zentrum des vom Chaco Canyon ausgehenden Straßensystems. Eine dieser Straßen führt bis zu den Aztec Ruins in der Nähe von Farmington. Vorbei an einer alten Steintreppe gelangt man zurück zum Canyonrand. Von hier oben genießt man den wohl besten Blick auf die riesigen Anlagen von Pueblo Bonito und Chetro Ketl. Wer weniger Zeit hat, kann den Weg verkürzen. Nach dem Aufstieg wandert man einfach immer entlang dem Canyonrand bis zu den Stellen, von denen man die beiden Ruinen im Tal sehen kann (2,5 Meilen hin und zurück, siehe Foto Seite 67).
Peñasco Blanco Trail
Distanz: 4,4 Meilen (7 Kilometer)
Steigung: 49 Meter
Benötigte Zeit: 3-4 Stunden
Der Weg beginnt am Ende der Stichstraße, die nach Norden aus dem Chaco Canyon herausführt, beim Haltepunkt Casa Chiquita. Er folgt einer alten Wagenroute, die einstmals hinunter in den Chaco Wash führte. Nach einer Meile erreicht man einen Felsen mit Petroglyphen und Felszeichnungen von Navajos und Spaniern. Von hier aus sieht man schon die Ruinen von Penasco Blanco. Kurz vorher führt ein lohnender Abstecher von ½ Meile zum Piktograph ‚Supernova'. Man nimmt an, dass diese Felszeichnung die Supernova darstellt, die im Jahr 1054 stattfand und vom Chaco aus wohl sehr gut zu sehen war. Die Ruinen von Peñasco Blanco, an denen sieben Generationen bauten, sind bis heute noch nicht ausgegraben und zählen zu den ältesten Siedlungen des Chaco. Dreimal brannte die Anlage ab. Dreimal wurde sie wieder aufgebaut.
Tsin Kletsin Trail
Distanz: 3 Meilen (5 Kilometer)
Steigung: 166 Meter
Benötigte Zeit: 2-3 Stunden
Die Wanderung beginnt beim Parkplatz zur Casa Rinconda und führt zu den nur teilweise freigelegten Ruinen von Tsin Kletsin auf dem südlichen Plateau oberhalb des Chaco Canyon. Während des kurzen, aber steilen Anstiegs muss man übrigens durch einen sehr schmalen Felsspalt, so dass man unter Umständen an dieser Stelle schon wieder umkehren muss. Oben auf dem Canyonrand angelangt, bietet sich ein schöner Blick hinunter ins Tal auf die Casa Rinconada und auf die Puebloanlage New Alto auf dem Canyonplateau gegenüber. Ein schmaler Pfad führt von hier durch trockenes flaches Buschland mit vereinzelten kleinen Wacholderbäumen in etwa einer halben Stunde zu den Ruinen von Tsin Kletsin. Für den Rückweg kann man entweder dem Loop weiter folgen und am Talboden zum Parkplatz zurückwandern, oder man kehrt einfach auf dem gleichen Weg wieder zum Ausgangspunkt der Tour zurück.
Wijiji Trail
Distanz: 3 Meilen (5 Kilometer)
Steigung: keine
Benötigte Zeit: 2-3 Stunden
Einziger auch für Fahrräder zugelassener Weg im Park. Er beginnt etwa 100 Meter östlich des Campgrounds, besitzt keinerlei Steigungen, ist aber nach Regenfällen aufgrund des lehmhaltigen Bodens der schlammigste unter den Wanderwegen. Die Canyons östlich des Chaco und die Wijiji-Mesa waren zwischen 1700 und 1946 von Navajos bewohnt, die von der Schafzucht lebten und zunächst unter den Raubzügen der Ute-Indianer, später unter den Gebietsansprüchen spanischer Konquistadoren, der U.S.Armee und weißer Siedler zu leiden hatten. Die Ruinen von Wijiji am Ende des Trails sind noch nicht ausgegraben. An der Felswand hinter den Ruinen erkennt man einige Felszeichnungen.
Chaco Canyon Campingplätze & campgrounds
Gallo Wash Campground
Lage: etwa eine Meile östlich des Visitor Center, geteerte Zufahrtsstraße
Anzahl Plätze: 46 (max. 30 Fuß)
Ausstattung: Toiletten, aber keine Duschen, zentrale dump station vorhanden, Frischwasser kann beim Visitor Center aufgefüllt werden
Öffnungszeit: ganzjährig
Der Gallo Wash Campground liegt idyllisch von hohen Felsen eingerahmt in der Nähe des Osteingangs. Da er nur über wenige Stellplätze verfügt, sollte man in der Hauptreisezeit möglichst früh ankommen, um sich einen Platz zu reservieren. Zur Ausstattung gehören Einfachtoiletten und eine zentrale Dumpstelle für Wohnmobile. Trinkwasser kann beim Visitor Center aufgefüllt werden. Vor der Fahrt in den Chaco Canyon sollte man übrigens alle Vorräte auffüllen und noch einmal voll tanken, denn im Park gibt es weder Läden noch Tankstellen. Denken Sie daran - die nächste Stadt ist 60 Meilen entfernt!
Chaco Canyon Adresse
Chaco Culture National Historic Park
Star Route 4, Box 6500
Bloomfield, NM 87413
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