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Wissenswertes
Heilig war das Gebiet mit den farbigen Felsen und den wundersamen Sandstein-Lehm-Figuren schon immer den hier lebenden Navajo-Indianern. Für sie waren die Bistis ein Ort, an dem sie ihre Toten bestatten und die farbige Erde für ihre Sandbilder sammeln konnten. In ihrer Sprache bedeutet Bis-ta-hi soviel wie unwirtliches Land, ein damals wie heute zutreffender Begriff, denn lange Zeit galten die farbigen Bisti Badlands als unbesiedelbar und wirtschaftlich nutzlos. Dies änderte sich erst mit der Entdeckung großer und leicht abzubauender Kohlevorkommen in der gesamten Region südlich von Farmington. Die einzigartigen Naturwunder der Bisti Badlands entgingen glücklicherweise einer kommerziellen Nutzung. Sie wurden im Jahr 1984 durch den San Juan Basin Wilderness Protection Act unter Schutz gestellt.
Zufahrt
Eine dritte Variante ist die Anfahrt zur Bisti Wilderness über die ungeteerte Indian Route 7500, eine 25 Meilen lange Verbindungsstrecke zwischen dem Highway 550 und der NM 371. Vorteil dieser Route ist, dass man unterwegs gleich noch einen Abstecher in die De-na-zin Wilderness unternehmen kann.
Nachteil ist die Abgeschiedenheit und Länge der Strecke. Wer hier unterwegs ist, sollte sich deshalb im Notfall (z.B. Reifenpanne) auch selbst helfen können. Wer die Route wählen möchte, zweigt 25 Meilen südlich von Bloomfield beim Huerfano Trading Post vom Highway 550 nach rechts (Westen) auf eine relativ breite Dirt Road ab, die Indian Route 7500. Von hier aus sind es 11,3 Meilen bis zum Trailhead am Rande der De-na-zin Wilderness Area. Nochmals 10,3 Meilen weiter durchquert man eine interessante kleine Badlands Area mit roten Felsen, weißgrauen Hügeln und schwarzbraunen Steinen, die allerdings keinen besonderen Namen trägt.
Weitere 3,3 Meilen westlich dieser Mini-Badlands erreicht man schließlich die Einmündung in die geteerte NM 371. Hier biegt man nun nach rechts ab und folgt dem Hwy 371 noch 7,5 Meilen nach Norden bis zur oben bereits erwähnten Abzweigung Richtung Bisti Wilderness (Achtung: bereits vorher zweigt etwa in Höhe des Milemarker 63 eine weitere Dirt Road ab, die mit ‚Bisti Wilderness Access 7 Miles' ausgeschildert ist. Dieser Abzweigung noch NICHT folgen!).
Wanderungen in der Bisti Wilderness
Ein weiteres gutes Hilfsmittel ist ein GPS-Gerät, das dabei hilft, bestimmte Punkte schneller zu finden, Entfernungen zu berechnen und auf schnellstem Weg wieder den Rückweg zum Fahrzeug zu finden. Allerdings sollte man sich auch bei Nutzung eines GPS-Geräts nicht nur an die vorgegebenen Routen anderer halten, denn es macht einfach Spaß, in diesem riesigen Felsenwunderland selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Zudem lassen sich die Bistis auch ohne GPS-Gerät erkunden. Man muss dann einfach nur ein bisschen besser aufpassen, wo man hingeht und sich markante Orientierungspunkte in der Landschaft suchen, anhand derer man wieder den Rückweg findet. Nützlich ist auch ein kleines Notizbüchlein, in dem man sich eine Skizze des gegangenen Weges einzeichnen kann. Im Folgenden sind einige Wegvarianten beschrieben, die allerdings nur grobe Anhaltspunkte für eigene Erkundungstouren darstellen sollen.
Hier kann man noch ein Stück weiter nach Norden gehen Richtung Stonewings, oder man wendet sich gleich nach rechts und gelangt dann nach etwa 0,4 Meilen zu den fast weißen Vanilla Hoodoos. Nach diesem Abstecher ins nördliche Gebiet der Bisti Wilderness gilt es nun, von diesen etwas höher gelegenen Hügelketten aus einen guten Abstieg hinunter ins Bachbett des Alamo Wash zu finden, um von dort aus dann den Rückweg zum Fahrzeug anzutreten oder die Wanderung zu einer großen Rundtour durch den Süden der Bistis Badlands auszudehnen. Ein guter Punkt für einen solchen Abstieg befindet sich knapp 0,2 Meilen südwestlich der Vanilla Hoodoos. Geht man unten im Hauptwash angekommen nach links (Osten), erreicht man nach etwa einer halben Meile den kleinen, schwarzbraunen Bisti Arch (siehe Südtour).
Wanderung im Süden der Bisti Wilderness
Zurück im Alamo Wash wandert man weiter im breiten Bachbett gen Osten, bis man nach etwa einer Meile den kleinen, aber sehenswerten Bisti Arch erreicht. Von hier aus ist es jetzt nur noch ein Katzensprung Richtung Südosten zu den Cracked Eggs (auch Egg Factory genannt), einem weiten Tal, angefüllt mit großen, rundlichen Steinen, die aussehen wie aufgeplatzte urzeitliche Rieseneier, aus denen jeden Moment kleine Dinosaurier krabbeln könnten.
Geht man um die Felswand nördlich der Cracked Eggs herum, wartet dort bereits eine weitere nette Überraschung, ein großer versteinerter Baumstamm. Hier wird die Landschaft nun richtig interessant, denn nur knapp hundert Meter weiter südöstlich beginnt die Hoodoo-City, ein ganzes Labyrinth kleiner Seitentäler mit verwinkelten Gassen, angefüllt mit großen, schlanken Säulen aus weißgrauem Sandstein, in denen es richtig Spaß macht, umherzustreifen und auf Entdeckungstour zu gehen.
Von hier sind es dann nur noch 0,4 Meilen bis zu Eagles Nest, einer Felsformation, die wie ein hoch gelegener Adlerhorst aussieht und von einigen weiteren Hoodoos umgeben ist. Damit hat man gleichzeitig den Endpunkt der Südtour erreicht. Geht man von hier aus auf direktem Weg durch den Alamo Wash zurück, ist man nach knapp 3 Meilen wieder zurück am Fahrzeug.
Wer etwas stressfreier wandern und mehr Zeit für Erkundungstouren und zum Fotografieren haben möchte, kann in der Bisti Wilderness auch unter freiem Sternenhimmel übernachten, vorausgesetzt, man verlässt diesen wunderschönen Ort so unberührt und naturbelassen, wie man ihn vorgefunden hat. Zudem gelten für den gesamten Bereich der Bisti Wilderness strenge Naturschutzrichtlinien, an die man sich unbedingt halten sollte, einfach um diese einzigartigen fragilen Naturgebilde auch noch für die nächsten Generationen zu erhalten. So ist es nicht erlaubt, Feuer zu machen, auf Lehmfiguren zu klettern, sie zu beschädigen, Fossilien oder versteinertes Holz zu sammeln und das Gebiet mit Mountainbikes oder Motorfahrzeugen zu erkunden. Die GPS-Daten zur Bisti Wilderness finden Sie auf der   Vollversion   dieses Reiseführers
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