
Der Zufahrtsweg zum White Rock
Vorbereitung
Wer sich entschließt, in dieses abgelegene Gebiet zu fahren, sollte sich entsprechend vorbereiten (Wasser, Lebensmittel) und am besten auch die Ranger im BLM Office in Ely über die geplante Tour informieren. Wichtig ist vor allem ein Fahrzeug mit guter Bodenfreiheit und guten Reifen, denn die Strecke ist nicht nur sehr lang, sondern stellenweise auch recht steinig, was bei normalen PKW-Reifen schnell zu einem platten Reifen führen kann. Aber auch wer mit einem Geländewagen unterwegs ist, sollte in der Lage sein, einen Reifenwechsel selbständig durchzuführen, denn andere Besucher trifft man hier nur äußerst selten.

Rocky Mountain Bee Plant
Achten sollte man auch auf das Wetter, denn nach Regenfällen entstehen oft große Schlammlöcher, die die Zufahrtsstraße für mehrere Tage unpassierbar machen können. Zur besseren Orientierung empfiehlt sich auch die Mitnahme eines GPS-Geräts, vor allem bei Wanderungen abseits der markierten Wege. Das BLM Office in Ely befindet sich knapp 3 Meilen nordöstlich der Stadt auf der rechten Seite des Highway 93 kurz hinter der Abzweigung zum Ely Regional Airport (702 N. Industrial Way). Öffnungszeit: Mo-Fr 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

Der markante 'White Rock' ist das Wahrzeichen der Fortification Range
Zufahrt
Von Ely fährt man 27 Meilen nach Südosten bis Majores Junction (Majors Place) und zweigt dort nach Süden ab auf den Hwy 93 Richtung Pioche/Caliente. 19 Meilen südlich dieser Kreuzung zweigt nach links (Osten) eine Dirt Road ab, ausgeschildert mit ‚Atlanta'. Dies ist die Zufahrtsstraße zur Fortification Range, die White Pine County Rd. 47. Von hier sind es etwa 12 Meilen ‚graded' Dirt Road bis zur Abzweigung White Rock und noch einmal 2,5 Meilen bis zur Abzweigung Richtung Cottonwood Canyon.

Er besteht aus vulkanischem Tuff
Sehenswertes
White Rock
An einer ersten Abzweigung 1,8 Meilen ab Hwy 93 muss man sich rechts halten. Ansonsten folgt man einfach immer der Hauptpiste in südlicher Richtung. Nach etwa 10 Meilen mündet von links, von Shoshone kommend, eine ebenfalls recht breite Piste ein. Hier befindet sich auch ein Schild mit der Aufschrift ‚Atlanta 16 Meilen'. Fährt man von hier aus noch 2 Meilen weiter geradeaus, gelangt man nach insgesamt 12,2 Meilen zu einem quer über die Straße verlaufenden Viehgatter, hinter dem sich die Straße gabelt. Unmittelbar vor diesem Viehgatter zweigt nach rechts (Westen) eine recht gut befahrbare, breite Dirt Road ab, die an einem Zaun entlangführt. Dies ist die Zufahrtsstraße zum ‚White Rock' (GPS-Daten der Abzweigung N 38°39'03", W 114°25'44"). Auf ihr fährt man eine Meile, bis man zu einer kleinen Felsgruppe gelangt, vor der man sein Fahrzeug parken kann. Die restliche Meile sollte man jedoch besser zu Fuß gehen, denn der Weg wird im weiteren Verlauf immer schmaler und sandiger.

Der leuchtend weiße Fels...

... war schon immer ein markanter Orientierungspunkt
Schließlich steht man staunend vor dem ‚White Rock', einem wunderschön geformten mächtigen Felsendom aus alabasterfarbenem Tuffgestein, das im Licht der Morgensonne strahlend weiß zu leuchten beginnt - ein besonderes Erlebnis, für das es sich durchaus lohnt, vor Ort zu übernachten. Umrundet man den Fels, bieten sich immer wieder neue interessante Ausblicke und Fotomotive (GPS-Daten White Rock N 38°38'34", W 114°27'36").

Die Rückseite des 'White Rock'
Cottonwood Canyon
Zurück auf dem Hauptweg fährt man über das Viehgatter und nimmt dann an der Weggabel, die sich etwa 20 Meter dahinter befindet, die rechte Abzweigung (der Hauptweg links führt nach Atlanta, einer ehemaligen mining town). Der rechte, etwas schmalere Weg führt an einem Zaun entlang. Man folgt ihm 2,4 Meilen und zweigt dann nach rechts (Osten) auf eine weitere Dirt Road ab (GPS-Daten der Abzweigung N 38°36'56", W 114°25'31").

Die Landschaft wird dominiert von Wacholderbäumen und Salbeibüschen
Dieser Weg ist zu Beginn noch recht breit, wird aber im weiteren Verlauf zusehends schmaler. Schließlich führt er durch ein Kiefern- und Juniperwäldchen, wobei die Äste der Bäume stellenweise so weit auf den Weg ragen, dass man leicht das Auto zerkratzt. Die gleiche Gefahr besteht beim Unterboden, denn der Mittelstreifen des Wegs ist mit hohen, struppigen Salbeibüschen bewachsen. Wer also nicht gerade mit einem Jeep unterwegs ist, sollte sein Fahrzeug lieber kurz hinter der Abzweigung stehen lassen und die halbe Meile bis zur Wilderness Boundary zu Fuß gehen.

Aussichtspunkt am Ende des Cottonwood Canyon Trail
Dort beginnt nun der eigentliche Weg durch den Cottonwood Canyon. Er folgt als schmaler Jeeptrail zunächst fast eben dem mit üppigem Grün bewachsenen Bachbett des Cottonwood Creek, bis man nach einer weiteren halben Meile eine kleine Feuerstelle und den Beginn des offiziellen Trailhead erreicht (GPS-Daten Trailhead N 38°36'52", W 114°26'31"). Hier wird aus dem Jeeptrail ein schmaler Fußpfad, der nun auf der linken Seite des Cottonwood Canyon im Wald bergauf führt. In leichtem Auf und Ab gewinnt man dabei zusehends an Höhe, bis sich der Wald nach einer weiteren Mile lichtet und man auf einer kleiner Felskanzel steht.

Das Cottonwod Canyon Amphitheater
Hier bietet sich ein schöner Blick auf das riesige Amphitheater des Cottonwood Canyon und die imposanten Felsmauern oberhalb des Tals (GPS-Daten Viewpoint N 38°36'34", W 114°27'33"). Wer mit einem GPS-Gerät unterwegs ist und Lust auf ein kleines Wildnisabenteuer hat, kann von hier aus weiter in das Felslabyrinth vordringen. Der offizielle Wanderweg ist hier allerdings zu Ende. Gesamtdistanz der Wanderung ab Parkplatz: 2 Meilen one-way, ab Wilderness Boundary: 1,5 Meilen one-way, Steigung ca. 250 Höhenmeter.

Im Jagdrevier der Berglöwen
Übernachtung
Da die Fortification Range Wilderness vom BLM verwaltet wird, ist hier ‚wildes' Zelten oder Car Camping problemlos möglich. Geeignete Plätze findet man an entlang der Zufahrtswege zum White Rock bzw. zum Cottonwood Canyon.
Fotogalerie Fortification Range - White Rock
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