USA Reisetipps

Alle wichtigen Informationen von A bis Z



AAA Discount und Roadside Assistance

Die American Automobile Association oder kurz AAA (ausgesprochen Triple A) ist die Schwesterorganisation des ADAC in den USA. Wer ADAC Mitglied ist, genießt in den USA ebenfalls einige Vorzüge. Daher sollte man seine ADAC Clubkarte mit dem aufgedruckten blau-weiß-roten 'Show your card & save' Symbol immer dabei haben. Mit ihr erhält man bei einigen Motels, Campgrounds und Freizeitparks Ermäßigungen. Achten Sie einfach vor Ort auf das 'Show your card' Zeichen oder fragen Sie Mitarbeiter direkt nach Rabatten (Triple A discounts). Einige Motelketten haben auch eigene Buchungsseiten, z.B. www.bestwestern.com/aaa.

Wer 90 Tage oder weniger in den USA unterwegs ist, hat über den ADAC/AAA auch Anspruch auf eine 'BASIC Emergency Roadside Assistance'. Versichert ist dabei der Karteninhaber, nicht das Fahrzeug. Für Wohnmobile und Motorräder gilt die Roadside Assistance nicht. Die AAA Notruf-Nr. innerhalb der USA lautet 1-800-AAA-HELP (1-800-222-4357). Ausführliche Informationen unter https://www.aaa.com/PPInternational/Benefits_Intl_to_US.html.

Air Condition

Klimaanlagen (Air Condition) sind in den USA allgegenwärtig, und zwar nicht nur in den heißen Wüstenregionen, sondern auch im kühlen Bergland. Sie gehören zur Standardausstattung von Hotels, Motels, Bussen, Taxis, Mietwagen, Wohnmobilen, Supermärkten und Restaurants. Dabei sind sie oft auf sehr niedrige Temperaturen eingestellt, so dass man bei Einkäufen oder in Restaurants immer eine leichte Jacke dabei haben sollte.

Alkoholgesetze

Alkohol darf man in den USA erst ab 21 Jahren kaufen und trinken. Bier und Wein gibt es meist in den Supermärkten, Hochprozentiges dagegen nur in speziellen Liquor Stores. Utah hat die restriktivsten Alkoholgesetze. Hier erhält man in den Supermärkten entweder gar keinen Alkohol oder nur Bier mit niedrigem Alkoholgehalt. Bis auf wenige Ausnahmen (z.b. am Strip in Las Vegas) ist Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit (z.B. am Strand oder in einem Park sitzen mit der geöffneten Dose Bier in der Hand) nicht erlaubt. Selbst beim abendlichen Grillen auf Campingplätzen sollte man Wein oder Bier nicht allzu offensichtlich konsumieren.

Während der Autofahrt sollte man alkoholische Getränke zur Sicherheit immer im Kofferraum transportieren, keinesfalls geöffnet oder ungeöffnet neben dem Fahrersitz, da dies bei Verkehrskontrollen schnell zu erheblichen Problemen mit der Polizei führen kann. Fahren unter Alkohol (driving under influence = DUI) wird sehr streng bestraft und endet meist im Gefängnis. Das zulässige Limit liegt je nach Bundesstaat bei 0,5 bis 0,8 Promille. Bei auffälligem Verhalten kann auch unterhalb dieser Grenzen Trunkenheit am Steuer angenommen werden. Unter 21 Jahren gilt das Null Toleranz Gesetz, also 0,0 Promille. In den Indianerreservaten herrscht generelles Alkoholverbot. Dort kann schon der Besitz strafbar sein.

Apotheken und Medikamente

Medikamente erhält man entweder rezeptfrei (over the counter) in Super- und Drogeriemärkten (drug stores) oder auf Rezept (prescription) in Apotheken (pharmacies). Sowohl drugstores als auch pharmacies findet man meist als eigene Abteilung innerhalb großer Supermärkte. Daneben gibt es Drugstore Ketten wie Walgreens, die mit über 8000 Filialen nahezu in jeder größeren Stadt vertreten sind. Im Gegensatz zu Europa sind in den USA viele hochdosierte Vitaminpräparate, Schmerzmittel und sogar Hormone wie Melatonin frei verkäuflich. Wer als USA Reisender ständig auf spezielle Medikamente angewiesen ist und diese von zu Hause mitnehmen möchte, sollte sich dafür vom behandelnden Arzt eine Bestätigung der Verordnung auf Englisch ausstellen lassen (mit Stempel, Datum, Tel.Nr. und Unterschrift), da es sonst bei der Einreise Probleme geben kann.

ATVs

Ein beliebtes Outdoorvergnügen ist in den USA das Fahren mit sogenannten ATVs (All-Terrain Vehicles), die es in allen möglichen Größen und Varianten gibt, vom einfachen Quad bis zum 4-sitzigen Dune-Buggy. Gefahren werden diese entweder in speziellen OHV Areas (Off Highway Areas) oder abseits geteerter Straßen auf ATV- bzw. Jeeptrails. Wer als Tourist ein ATV mieten möchte, sollte vorher fragen, ob man direkt von der Vermietstation losfahren kann oder ob es einen Transportshuttle gibt, da die Amerikaner die ATVs meist selbst in ihren Pickups transportieren. Man sollte sich vom Vermieter auch unbedingt genau erklären lassen, wie das angemietete Fahrzeug funktioniert, was beim Tanken zu beachten ist und welche besonderen Vorschriften im Straßenverkehr für ATVs gelten. Danach sollte man zunächst ein kurzes Stück Probe fahren und das Fahrzeug aus- und wieder anschalten. So lassen sich etwaige technische Fragen noch vor der Tour klären. Beachten sollte man auch, dass der Tank eines ATV in der Regel nur eine Reichweite von 70 Meilen hat. Eine Alternative zur recht teuren Miete ist die Teilnahme an geführten ATV-Touren.


Fahrspaß mit dem Wildcat - Yant Flat. Utah

Bären

Schwarzbären sind nicht nur im Nordwesten der USA und Kanada, sondern auch in vielen höher gelegenen bewaldeten Bergregionen des Südwestens heimisch. Dies ist insbesondere dann zu beachten, wenn man dort längere Wanderungen unternimmt oder campen möchte. Um Kontakte zwischen Menschen und Bären auf ein Minimum zu beschränken, ist es vor allem wichtig, Lebensmittel auf Campingplätzen im Wald nie im Freien aufzubewahren, sondern entweder im abgeschlossenen Fahrzeug oder in speziell aufgestellten Bärencontainern. Das Gleiche gilt für Abfälle, für die es ebenfalls bärensichere Behälter gibt. Ist dies nicht möglich, beispielsweise bei längeren Trekkingtouren, so sollten alle Lebensmittel auf einen Baum oder einen sogenannten Bärenpfahl hochgezogen werden. Bären werden aber nicht nur durch leicht erreichbare Abfälle angelockt, sondern auch durch die abendlichen Barbecues und Lagerfeuer, die in Amerika sehr beliebt sind. Dabei denken nur die wenigsten daran, dass der Rauch der gut gewürzten Grillsteaks oft meilenweit durch die Wälder zieht und natürlich auch den umherstreifenden Bären sofort in die Nase steigt. Bärenbeobachtungen oder -spuren in der Nähe von Campingplätzen sollten umgehend den zuständigen Camphosts oder Rangern gemeldet werden.


Aufkleber an einem bärensicheren Abfallbehälter


Die Gefahr, auf Schwarzbären zu treffen, besteht grundsätzlich auch bei Wanderungen in abgelegenen Waldgebieten. Gefährlich werden diese Begegnungen jedoch meist nur dann, wenn beide Seiten plötzlich von diesem Zusammentreffen überrascht werden. Da Bären dem Menschen in der Regel von selbst aus dem Weg gehen, wenn sie sein Kommen bemerken, sollte man unterwegs ständig Geräusche machen, sei es durch lautes Sprechen, Singen oder Klatschen. Bemerkt man einen Bär von Weitem, sollte man zunächst stehen bleiben und dem Bär die Gelegenheit geben, sich zurück zu ziehen. Dabei sollte man direkten Augenkontakt meiden. Die Sicherheitsdistanz für einen Bären beträgt mindestens 200 bis 300 Meter. Versuchen Sie daher auf keinen Fall, für ein ‚interessantes' Foto näher an den Bär heranzugehen und rechnen Sie stets damit, dass ein zunächst friedlich erscheinender Bär plötzlich doch noch angreift.


Hinweisschild im Logan Canyon, Utah


Erste Anzeichen von Aggression sind das Schwenken des Kopfes, drohendes Aufeinanderschlagen der Zähne, zurückgelegte Ohren oder ein Aufrichten des Körpers. Greift ein Bär schließlich an, hat es keinen Sinn, davonzulaufen. Bären erreichen eine Sprintgeschwindigkeit von 65 km/h und verfolgen instinktiv die in ihren Augen flüchtende Beute. Vielmehr wird empfohlen, sich genauso wie beim Angriff eines Berglöwen zu verhalten und sich durch Größermachen und Drohlaute, notfalls auch durch das Werfen von Steinen oder ähnlichem so gut es geht zur Wehr zu setzen. Wer sich darüber hinaus ein Schutzmittel zulegen möchte, erhält in vielen Outdoorläden Bärenspray, das bei Angriffen von Bären schon des öfteren seine Wirksamkeit unter Beweis gestellt hat.

BLM-Gebiete (Bureau of Land Management)

Das BLM (Bureau of Land Management) ist eine Behörde, die einen Großteil der in staatlichem Besitz befindlichen Gebiete im Südwesten verwaltet. Anders als in den streng geschützten Nationalparks ist in den BLM Gebieten auch eine wirtschaftliche Nutzung erlaubt. Daneben stehen große Flächen als Freizeit- und Erholungsgebiete zur Verfügung. Zu den Aufgaben der BLM Mitarbeiter gehört hier der Unterhalt von Wegen und Straßen, die Anlage von Picnic Areas und Campingplätzen, aber auch die Vergabe von Permits. Auch einige National Monuments stehen unter der Verwaltung des BLM. Wichtig ist es auch zu wissen, dass man auf BLM Gebiet generell wild zelten kann (eine Ausnahme bilden lediglich die National Monuments), wobei man den Ort immer so verlassen sollte, wie man ihn angetroffen hat.


Unterwegs im BLM-Gebiet - San Ysidro Trials Area, New Mexico


Einreise und ESTA

Für die Einreise in die USA benötigt man einen maschinenlesbaren Reisepass, der noch mindestens bis einschließlich des Tags der Ausreise gültig sein muss. Europäische Staatsangehörige kommen bei einem Aufenthalt von max. 90 Tagen (3 Monaten) in den Genuss des sogenannten Visa Waiver Programms (VWP), das die Einreise zu touristischen Zwecken ohne Visum erlaubt. Wer länger bleiben möchte, muss ein Visum beantragen. Wer ab 1. März 2011 in den Irak, den Sudan, nach Iran, Syrien, Libyen, Somalia oder den Jemen eingereist ist oder sich dort aufgehalten hat, muss ebenfalls ein Visum beantragen. Das Gleiche gilt für alle, die neben der deutschen, österreichischen oder Schweizer Staatsangehörigkeit noch die iranische, irakische, sudanesische oder syrische Staatsangehörigkeit besitzen. Eine weitere Voraussetzung für die Teilnahme am Visa Waiver Program ist der Nachweis eines Rückreisetickets. Auf diese Weise soll schon zu Beginn sichergestellt sein, dass eine Rückreise ins Heimatland erfolgen kann.

Für das Visa Waiver Programm muss man online ein sogenannten ESTA-Formular ausfüllen, und zwar spätestens 72 Stunden vor Abflug, besser früher. Hat man das Formular ausgefüllt und die entsprechende Gebühr per Kreditkarte oder Paypal bezahlt, erhält man eine Reisegenehmigung, die 2 Jahre lang gültig ist. Wer innerhalb dieser 2 Jahre einen neuen Reisepass bekommt, braucht auch eine neue ESTA Genehmigung. Am besten druckt man sich diese aus und nimmt sie mit. Ausführliche Infos zu ESTA findet man unter https://www.urlaubsguru.de/lexikon/esta/.

Daneben sind die Fluggesellschaften gesetzlich dazu verpflichtet, Daten der Passagiere an die zuständige US-Behörde weiterzugeben. Dies erfolgt über ein sogenanntes APIS-Formular (Advanced Passenger Information System), auf dem neben den Passdaten auch die Kontaktadresse des ersten Hotels in den USA oder der Mietwagenstation anzugeben ist. Je nach Airline ist die Abgabe der benötigten Daten bereits im Voraus online möglich. Alternativ kann man sich das APIS-Formular selbst ausdrucken und ausfüllen, um es beim Check-In am Flughafen abzugeben.

Während des Flugs wird an alle Reisende ein Zollformular verteilt, das man ausfüllen muss. Nach der Landung muss man dann durch die Immigration Control, wobei sich je nach Flugaufkommen längere Warteschlangen bilden können. Ist man an der Reihe, wird der Pass und die elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) überprüft. Oft werden auch kurze Fragen zum Grund der Reise und zur geplanten Länge gestellt. Danach werden von allen Fingern beider Hände Fingerabdrücke genommen und ein digitales Portraitfoto angefertigt. Zum Schluss erhält man einen Einreisestempel im Reisepass mit der Angabe, bis wann man spätestens wieder ausreisen muss. Den Beamten der Immigration sollte man stets mit Freundlichkeit und Respekt begegnen, da diese die Einreise auch verweigern können.

Hat man sein Gepäck vom Gepäckband geholt, geht man damit zum Zöllner und übergibt diesem das ausgefüllte Zollformular. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass man keine landwirtschaftlichen Produkte wie Milch, Käse, Fleisch- oder Fischprodukte, belegte Brote, Gemüse oder Obst in den Koffern hat, da diese nicht eingeführt werden dürfen (siehe Zollvorschriften).

Elektrogeräte

Die Stromspannung in den USA beträgt generell 110 Volt. Elektrische Geräte, die Sie in den USA benutzen möchten, sollten also einen Schalter besitzen, mit dem man auf diese Spannung umstellen kann. Darüber hinaus benötigt man einen Adapter für die amerikanischen Steckdosen. Dafür eignen sich die sogenannten Weltreisestecker, die man allerdings mitbringen sollte, da man sie in den USA so gut wie nicht erhält. Es gibt auch einfache Adapter, die auf der einen Seite den Euroanschluss und auf der anderen den US Anschluss haben. Der Wechselstrom hat in den USA eine Frequenz von 60 Hz und nicht von 50 Hz wie bei uns. Prüfen Sie vor der Reise an den Etiketten Ihrer Geräte, ob sie dafür geeignet sind. Das Aufladen der Akkus von Laptops oder Handys geht ohne Probleme. In den Autos gibt es die gleichen 12V Autostecker wie bei uns.

Feiertage und Ferienzeiten

1. Januar
Neujahrstag

3. Montag im Februar
Washington's Geburtstag

Freitag vor Ostern
Karfreitag

letzter Montag im Mai
Memorial Day

4. Juli
Unabhängigkeitstag

1.Montag im September
Labour Day

2. Montag im Oktober
Columbus Day

11. November
Veterans Day

4. Donnerstag im November
Thanksgiving Day

25. Dezember
Weihnachten

Einige Staaten haben zusätzliche Feiertage. Museen und Banken sind an Feiertagen häufig geschlossen. Hauptferienzeit der Amerikaner, insbesondere der Familien mit Kindern, sind die Sommerferien. Diese beginnen an Memorial Day (letzter Montag im Mai) und enden an Labour Day (1. Montag im September). Da die meisten Amerikaner sowohl Memorial Day als auch Labour Day für ein verlängertes Wochenende nutzen, sollte man sich als Besucher darauf einstellen, dass an diesen Wochenenden alle Parks, Freizeiteinrichtungen und Campingplätze stark überfüllt sind.

Weitere wichtige Ferienzeiten sind Weihnachten bis Neujahr und die sogenannte Spring-Break, eine ein-bis zweiwöchige Pause für Studenten (Semesterferien), die in den Zeitraum von Ende Februar bis Mitte April fällt. Generell stehen den Amerikanern viel weniger bezahlte Urlaubstage zu als den meisten Europäern (im Durchschnitt 15 Tage). Die Dauer ist nicht gesetzlich geregelt. Sie hängt hauptsächlich vom Arbeitgeber ab und von der Anzahl der Beschäftigungsjahre.

Flüge

Grundsätzlich wird empfohlen, bei Flügen in die USA aufgrund der gründlichen Sicherheitskontrollen mindestens 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Zum Security Check gehört dabei ein Durchleuchten des Handgepäcks, wobei Laptops, Kameras etc. der Hülle entnommen und in eine separate Box gelegt werden müssen. Das Gleiche gilt für am Körper getragene Gegenstände wie Uhren, Gürtel und Schuhe. Für die Personenkontrolle werden mittlerweile an immer mehr Flughäfen Bodyscanner eingesetzt, die nicht nur Metall, sondern auch Sprengstoff und andere Gegenstände am Körper erkennen können.

Zu den Städten, die von Europa aus direkt, also Nonstop angeflogen werden, gehören Denver, Los Angeles, San Francisco und Las Vegas, bei manchen Airlines auch San Diego, Phoenix und Salt Lake City. Dabei liegt die reine Flugzeit bei etwa 11 Stunden (eine Stunde weniger auf dem Rückflug). Eine gute und stets aktuelle Übersicht aller Nonstop-Flüge in die USA findet man unter https://www.usa-travelcenter.de. Da Nonstop-Flüge sehr begehrt sind, sollte man diese so frühzeitig wie möglich buchen.

Bei Flügen mit einem Zwischenstopp innerhalb der USA sollte man darauf achten, dass man genug Umsteigezeit zwischen den Flügen hat, da immer am ersten Flughafen, den man in den USA betritt, die Einreiseformalitäten zu erledigen sind (Koffer vom Gepäckband holen, Zoll, Immigration).


Über dem Lake Mead - Landeanflug Las Vegas


Führerschein

Für das Anmieten eines Fahrzeugs in den USA genügt der nationale EU-einheitliche Führerschein im Scheckkartenformat. Der internationale Führerschein erleichtert zwar unter Umständen bei Verkehrskontrollen oder Unfällen den Beamten die Verständigung, ist aber nicht unbedingt notwendig. Da es in den Vereinigten Staaten keinen Personalausweis gibt, wird der Führerschein (driver's license) dort auch zum Nachweis der Identität verwendet. Wird man daher in Motels, im Supermarkt oder am Mietwagenschalter nach der ID gefragt, kann man einfach seinen Führerschein vorzeigen. Manchmal wird man auch gefragt, wie lange der Führerschein gültig ist (in den USA haben Führerscheine eine bestimmte Gültigkeitsdauer). Dann genügt, wenn man sagt, dass im Herkunftsland Führerscheine unbegrenzt gültig sind.

Geld und Kreditkarten

Hauptzahlungsmittel ist in den USA die Kreditkarte. Wer noch keine hat, sollte sich also für einen USA Urlaub unbedingt eine zulegen. Man benötigt sie für die Hinterlegung der Kaution beim Mietwagen und zum Einchecken im Hotel oder Motel. Auch bei Erkrankungen wird sie als Zahlungsmittel für Arzt- oder Krankenhausrechnungen akzeptiert. Daneben kann man sie überall für Einkäufe, zum Bezahlen der Rechnungen in Restaurants und beim Tanken verwenden. Am meisten verbreitet sind MasterCard und VisaCard. American Express und Diners werden nicht überall akzeptiert. Bei einigen Kreditkarten sind in der Jahresgebühr auch zusätzliche Versicherungsleistungen enthalten. Hier lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter. Des weiteren sollte man seine Kreditkartenbank vor der Abreise über den geplanten Zeitraum seiner USA Reise informieren, da es bei manchen Reisenden während des Urlaubs schon zu Sperrungen kam.

Als weiteres Zahlungsmittel, vor allem zum Tanken und zum Abheben von Bargeld am Automaten, kann man daneben eine EC-Karte mitnehmen. Auf dieser muss allerdings das Maestro Zeichen aufgedruckt sein, was nicht bei allen Banken bzw. EC Karten der Fall ist. Die Bezahlung am Tank-oder Geldautomaten erfolgt dann wie zu Hause über die Eingabe der persönlichen PIN. Auch hier sollte man die Hausbank über die geplante USA Reise informieren und nach dem Limit für Bargeldabhebungen im Ausland fragen.

Daneben sollte man auch etwas Bargeld in Scheinen mitnehmen. Dieses gibt es in 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar Noten, wobei zum Bezahlen max. 50 Dollar Noten verwendet werden sollten. An Münzen gibt es 1, 5, 10, 25 und 50 Cent sowie 1 Dollar (selten). 25 Cent-Stücke (quarters) braucht man häufig zum Wäsche waschen in Waschsalons (laundry) und für Car-Wash Anlagen, wobei dort auch häufig Wechselautomaten zur Verfügung stehen, die Dollarnoten nehmen und in Quarter wechseln. Daneben braucht man kleinere Bargeldbeträge zwischen 3 und 18 Dollar auch immer wieder für die besonders in der Nebensaison üblichen Self-Pay-Stations in Recreation oder Day-Use Areas, an gebührenpflichtigen Trailheads oder einfachen Campgrounds. Wer an geführten Ausflügen und Touren teilnimmt, braucht ebenfalls kleinere Bargeldbeträge, um das übliche Trinkgeld für den Guide zu bezahlen.

Die früher häufig als sicheres Zahlungsmittel verwendeten American Express Reiseschecks werden in den USA inzwischen nicht mehr akzeptiert.

Gepäckvorschriften

Für das Handgepäck gelten die Höchstmaße von 56 x 45 x 25 cm und abhängig von der Airline ein Maximalgewicht von 5-8 kg. Ist zusätzlich ein 'Personal Item' erlaubt, gilt für dieses das Höchstmaß von max. 30 x 40 x 10 cm. Das kann z.B. eine Handtasche oder eine Laptoptasche sein. Für aufzugebende Koffer oder Reisetaschen gilt eine maximale Größe von 158 cm (Breite + Höhe + Tiefe) und ein max. Gewicht von 23 kg. In der Regel ist 1 Gepäckstück im Flugpreis enthalten. Die Zusatzgebühren für weitere Gepäckstücke schwanken je nach Airline.

Beim Security Check am Flughafen dürfen im Handgepäck keine gefährlichen Gegenstände (Feuerzeuge, Scheren, Nagelclipser, Messer) sein. Flüssigkeiten (auch Cremes, Parfüm, Zahnpasta) nur in einem Behälter mit max. 100 ml. Alle Flüssigkeiten müssen in einem einzigen verschließbaren Plastikbeutel mit einer Größe von 0,9 Litern transportiert werden. Getränke jeder Art dürfen nicht durch die Security. Man kann sie aber danach wieder kaufen. Für den Flug benötigte Babynahrung ist erlaubt. Erlaubt sind auch weiterhin Notebooks, Kameras und andere elektronische Geräte im Handgepäck. Diese müssen jedoch funktionsfähig, also aufgeladen sein und bei der Sicherheitskontrolle der Hülle entnommen und separat in eine Box gelegt werden.

Da verschlossene Gepäckstücke im Verdachtsfall durch die TSA (Transportation Security Administration) zu Kontrollzwecken aufgebrochen werden dürfen, sollte man sein aufzugebendes Gepäck entweder ohne Schloss aufgeben oder man kauft sich ein spezielles TSA Schloss.

Hotels und Motels

Während Hotels fast nur im Zentrum von Großstädten anzutreffen sind, findet man Motels in allen größeren und kleineren Orten. Hier liegen sie meist dicht nebeneinander an den großen Einfallstraßen (bei Großstädten auch an den Interstates), nur sehr selten etwas abseits davon. Dadurch ist man nachts oft erheblichem Straßenlärm ausgesetzt, was sich dadurch etwas abmildern lässt, dass man die Fenster schließt und die Aircondition anstellt. Daneben kann man auch direkt beim Einchecken darum bitten, ein Zimmer möglichst weit weg von der Straße zu bekommen.

Die meisten Motels gehören in den USA mittlerweile zu einer großen Motelkette wie Best Western, Quality Inn, Days Inn oder Super 8. Frühstück ist bei den Motels im Preis inbegriffen. Allerdings ist es oft sehr spartanisch und man muss sich selbst bedienen (Kaffee, Toast, Muffins, Apfel/Banane). Wer gerne gut und ausgiebig frühstückt, geht daher lieber gleich in einen Diner oder in ein Café. Die besten Tipps dazu erhält man an der Rezeption des Motels.

Ausgestattet sind die amerikanischen Motels entweder mit einem oder zwei Queensize-Betten (1,52m breit) oder einem Kingsize-Bett (1,93m breit). Dabei ist der Preis pro Zimmer zu bezahlen, nicht pro Person. Als Einzelreisender zahlt man daher immer den vollen Preis des Doppelzimmers. Ausgesprochene Einzelzimmer gibt es nur sehr selten. Zur weiteren Ausstattung der Motels gehört daneben meist ein Kaffeekocher, eine Mikrowelle, ein Bügelbrett mit Bügeleisen und ein elektrischer Fön, gelegentlich auch ein Kühlschrank. Parken kann man direkt vor dem Motelzimmer.

Daneben gibt es vor allem in ländlichen Regionen auch privat geführte Bed & Breakfast Unterkünfte sowie Guest Ranches und Lodges, die neben Zimmern auch diverse Freizeitaktivitäten anbieten. Während man in großen Städten in der Regel auch kurzfristig ein Motelzimmer bekommt, sollte man Unterkünfte innerhalb von Nationalparks oder in deren näherer Umgebung unbedingt lange im Voraus reservieren. Ob ein Motel noch freie Zimmer hat oder nicht, erkennt man an dem Leuchtschild 'Vacancy / No Vacancy'.

Indian Reservations

In den USA gibt es insgesamt 218 Indianerreservate, die meisten davon im Süd- und Nordwesten des Landes. Das größte und bekannteste unter ihnen ist das Reservat der Navajos mit etwa 250.000 Einwohnern, das einen großen Teil Arizonas einnimmt und bis nach Utah und New Mexico reicht. Das Reservatsgebiet ist stets Privatland des Stammes. Wer hier wandern oder zelten will, braucht ein entsprechendes Permit der Stammesregierung. Manche Gebiete sind für Fremde gesperrt oder dürfen nur mit einem Führer betreten werden (z.B. Hopi Reservation, Canyon de Chelly, Ute Mountain Tribal Park). Auf Festen oder bei zeremoniellen Tänzen gilt oft Film- und Fotografierverbot. Fragen Sie daher unbedingt vorher bei den Veranstaltern, was erlaubt ist. Im Gespräch oder bei persönlichen Begegnungen verhalten sich die meisten Indianer in bestimmten Situationen anders als Amerikaner oder Europäer. Direkter Augenkontakt gilt als unhöflich, ebenso lautes und aufdringliches Reden. Händeschütteln und Umarmungen sind nur engsten Familienmitgliedern vorbehalten. Erwartet wird Höflichkeit, Respekt und Zurückhaltung. Besonders sehenswert sind die Indian Powwows, große Festveranstaltungen, bei denen traditionelle indianische Tänze aufgeführt werden.

Ausführliche Infos zu Indian Powwows


Navajo im Monument Valley, Arizona


Wichtige Indian Reservations im Südwesten
Ácoma Indian Reservation, New Mexico
Jemez Pueblo, New Mexico
Jicarilla Apache Nation, New Mexico
Havasupai Indian Reservation, Arizona
Hopi Indian Reservation, Arizona
Hualapai Indian Reservation, Arizona
Mescalero Apache Reservation, Arizona
Navajo Nation (Canyon de Chelly, Monument Valley, Navajo National Monument, Arizona)
San Carlos Apache Indian Reservation, Arizona
Taos Pueblo, New Mexico
Tigua Indian Reservation, Texas
White Mountain Apache Reservation, Arizona
Zuni Pueblo, New Mexico

Landkarten

Für die Reiseplanung zu Hause und als zusätzliche Orientierungshilfe vor Ort sollte man sich rechtzeitig gute und übersichtliche Straßenkarten besorgen. Empfehlenswert sind vor allem die Topo Recreational Maps von GTR Mapping, die man in den USA an vielen Tankstellenshops kaufen kann, allerdings immer nur für den Bundesstaat, in dem man sich gerade befindet. Wer sich die Karten bereits hier zulegen möchte, kann diese online bestellen, entweder als Einzelkarten oder als preiswertes USA Kartenset. Eine Karte für Kalifornien gibt es von GTR Mapping allerdings nicht. Empfehlenswert ist auch die Karte 'AAA Guide To Indian Country', eine Übersichtskarte über den Südwesten (ebenfalls ohne Kalifornien). Einfache, kostenlose Straßenkarten gibt es auch vom ADAC.

Bestellung Topo Recreational Maps von GTR Mapping


Maße

In den USA gilt in den meisten Bereichen das angloamerikanische Maß-System. So werden Wohnmobil-Längen und Durchfahrtshöhen von Tunnels in ft. (feet) angegeben, Entfernungen und die Geschwindigkeitsanzeige auf dem Tacho in Meilen. Benzinpreise gelten nicht pro Liter, sondern pro 'gallon'. Anstelle des Benzinverbrauchs gibt man in den USA an, wie viele Meilen man mit einer Gallone Benzin fahren kann (mileage). Auch beim Schuhkauf gelten andere Größenmaße, diese unterscheiden sich für Männer und Frauen.

Längenmaße
1 inch = 2,54 cm
1 foot = 30,48 cm
1 yard = 91,44 cm
1 mile = 1,61 km

Flächenmaße
1 square foot = 0,09 m2
1 square yard = 0,836 m2
1 acre = 0,404 ha
1 square mile = 2,59 km2

Hohlmaße
1 fl.oz = 29,5 ml
1 quart = 0,946 l
1 gallon = 3,785 l
1 barrel = 42 gallons = 158,98 l

Gewicht
1 ounce (oz) = 28,35 g
1 pound (lb) = 453,59 g

Luftdruck
1 psi = 0,07 bar
1 bar = 14,5 psi

Schuhgrößen Damen

Europa
36
37
38
39
40
41
USA

6
7


9

Schuhgrößen Herren

Europa
40
41
42
43
44
45
USA


9
10
10½
11

Mietwagen

Die meisten Besucher, die eine individuelle Rundreise durch den Südwesten planen, entscheiden sich für einen Mietwagen und Übernachtungen in Motels oder auf Campingplätzen. Der Hauptvorteil gegenüber einem Wohnmobil besteht darin, dass man mit einem Mietwagen überall schnell einen Parkplatz findet und dass die Benzinkosten wesentlich geringer sind. Zudem kann man Gegenden besuchen, die mit einem Wohnmobil nicht erreichbar sind. Fahren mit dem Mietwagen ist denkbar einfach, da so gut wie alle Fahrzeuge Automatic-Schaltungen besitzen und die Bedienung meist selbsterklärend ist.

Wichtig ist, dass man einen Mietwagen bereits von zu Hause aus bucht, da es nur dann die für die USA notwendigen Versicherungspakete gibt. Wichtig ist für Mietwagen in den USA insbesondere die erweiterte Haftpflichtversicherung, da die gesetzlichen Deckungssummen oft erschreckend niedrig sind und die Vollkasko (CDW = Collision Damage Waiver). Für Fahrer unter 25 Jahren, Zweitfahrer und Einwegmieten fallen je nach Vermieter und Bundesstaat unterschiedliche Zusatzgebühren an.

Ausführliche Informationen zu Mietwagenversicherungen finden Sie unter
https://www.billiger-mietwagen.de/faq/mietwagen-versicherungen.html.

Buchen kann man entweder über Vergleichsportale wie billiger-mietwagen.de oder direkt über die Internetseiten der großen Mietwagenfirmen (Alamo, AVIS, Hertz, Sixt). Alamo hat gegenüber den anderen Mietwagenfirmen den Vorteil, dass es an den meisten Mietstationen vor Ort eine Choiceline gibt. Dies bedeutet, dass man sich für die jeweils gebuchte Fahrzeugkategorie aus einer ganzen Reihe von Fahrzeugen eines auswählen kann. Die anderen Vermieter bieten diese Option nicht an. Hier muss man das Fahrzeug nehmen, das man zugeteilt bekommt.

Für das Anmieten vor Ort benötigt man den nationalen Führerschein und eine gültige Kreditkarte. Bitte denken Sie daran, dass für die Anmietung eine Kaution zu entrichten ist. Ihr Kreditkartenvolumen sollte dementsprechend gedeckt sein. Der Tank ist bei der Übernahme in der Regel voll. Genau so gibt man ihn auch wieder zurück. Alternativ kann man bei Anmietung eine Tankfüllung bezahlen und das Fahrzeug dann mit leerem Tank zurückgeben.

Die Rückgabe selbst ist denkbar einfach und unkompliziert. Man fährt an der Rückgabestation den Schildern des eigenen Vermieters folgend vor bis zu den Parkreihen und lädt dann das Gepäck aus. Alles andere erledigen die Mitarbeiter vor Ort, die meist gleich zur Stelle sind und den Tachostand ablesen. Von ihnen erhält man auch eine ausgedruckte Quittung.

Am praktischsten für eine individuelle Rundreise durch den Südwesten der USA sind SUVs. Dabei reicht für eine Person inklusive Gepäck ein Midsize SUV, für 2-3 Personen empfiehlt sich wegen des größeren Stauraums ein Standard-SUV. Bei Standard-SUVs kann man die umgeklappte Rückbank auch für spontane Übernachtungen im Freien als Schlafgelegenheit nutzen.


Standard SUV - Unterwegs im Red Rock Canyon, Nevada


Wer in den USA direkt vor Ort für spezielle Ausflüge einen Jeep oder ein anderes Fahrzeug mieten möchte, sollte unbedingt darauf achten, eine zusätzliche CDW (Vollkasko-) Versicherung abzuschließen, da diese nicht automatisch im Mietpreis enthalten ist. Grund ist, dass die KFZ-Versicherungen, die die Amerikaner selbst haben, immer personenbezogen sind, also automatisch auch für Mietfahrzeuge gelten. Europäer müssen diese aber separat abschließen. Das Gleiche gilt für die erweiterte Haftpflichtversicherung, die die Jeepvermieter aber in der Regel nicht anbieten. Hier besorgt man sich am besten schon zu Hause eine entsprechende Zusatzversicherung. Diese sogenannte Traveller Police wird vom ADAC und verschiedenen Versicherungsunternehmen angeboten.

National Forests und National Grasslands

Das National Forest System umfasst ein Gebiet von 77,3 Millionen Hektar Land. Das entspricht 8,5 Prozent der gesamten Fläche der USA beziehungsweise einer Fläche von der Größe des Bundesstaates Texas. Diese wiederum teilt sich auf in 155 National Forests und 20 National Grasslands. Interessant sind für Naturliebhaber vor allem die meist wunderschön mitten im Wald gelegenen Campingplätze. Auf größeren Campingplätzen oder zur Hauptsaison werden manche dieser Campgrounds von einem sogenannten Campground Host geleitet, der in einem eigenen Wohnmobil vor Ort nach dem Rechten sieht, bei Fragen hilfreich zur Seite steht und nebenbei auch die korrekte Registrierung und Bezahlung der Camping-Gebühren kontrolliert. Unterschieden wird in sogenannte Primitive Sites (Feuerstellen, Plumpsklo, kein Frischwasser) und Developed Sites bzw. RV-Sites. Bei den letzteren sollte man an den Komfort allerdings keine besonderen Ansprüche stellen. Frischwasserpumpen, einfache Toiletten, manchmal Solarduschen (selten), dazu Frischwasser-, Abwasser, manchmal auch Elektrizitätsanschlüsse für Wohnmobile - mehr sollte man nicht erwarten. Dafür genießt man hier Ruhe und Natur pur. Einige National Forest Campground können reserviert werden, für die Mehrheit gilt aber first come, first serve. Noch ein Tipp: wer ein bisschen Abenteuerlust mitbringt, kann innerhalb der National Forests auch wild zelten. Hier ist es im Gegensatz zu den meisten anderen staatlichen oder privaten Gebieten der USA erlaubt. Allerdings sollte man sich naturbewusst verhalten und keine Spuren, geschweige denn Abfall jeglicher Art hinterlassen.

Navigation

Für die Navigation vor Ort, insbesondere in den amerikanischen Großstädten, ist ein Navi eine große Hilfe. Von den meisten Mietwagenfirmen wird es als Zusatzausstattung angeboten. Wer sich die hohen Kosten dafür sparen möchte, kann auch sein zu Hause verwendetes Navi in die USA mitnehmen und sich zuvor eine USA Karte darauf laden. Dies hat gleichzeitig den Vorteil, dass man die Anweisungen in deutscher Sprache erhält. Empfehlenswert sind hier insbesondere die Gräte von Garmin sowie deren Kartenmaterial.

Inzwischen wird zur Navigation in den USA häufig auch das Smartphone oder Tablet mit einer entsprechenden App genutzt. Sehr gut und kostenlos ist die Google Maps Software, mit der man sich beliebig viele Regionen auf das Smartphone laden kann, vorausgesetzt der Speicher reicht. Ausführliche Infos hierzu findet man unter https://www.reisen-fotografie.de/navigation-usa/.

Wer sich die Orientierung vor Ort zusätzlich erleichtern möchte, kann sich bereits zu Hause in Google Maps die einzelnen Tages- oder Fahretappen planen und die gewünschten Kartenausschnitte mit den markierten Sehenswürdigkeiten und Routen ausdrucken.

Nationalparks

Unter staatlicher Nationalparkverwaltung stehen neben den großen Nationalparks auch noch eine Vielzahl kleinerer National Monuments, National Historic Parks oder National Preserves. Sie alle wurden eingerichtet, um einzigartige und erhaltenswerte Landschaften, Naturwunder oder archäologische Stätten zu schützen. Da sich die Eintrittsgebühren im Verlauf der Reise jedoch zu einer ganz schönen Summe addieren können, besorgt man sich am besten gleich im ersten Park den America the Beautiful Pass, der ein Jahr lang zum Eintritt in alle diese Parks berechtigt. Nicht zum Nationalparksystem gehören die State Parks, die eine separate Tages- oder Übernachtungsgebühr verlangen.

In jedem National Park oder National Monument befindet sich mindestens ein Besucherzentrum (Visitor Center) mit einem kleinen Museum, Ausstellungen, Filmvorführung und Buchladen. Näheres über Sehenswürdigkeiten, Übernachtung, Parkvorschriften und Wandermöglichkeiten erfährt man aus den kostenlosen Parkbroschüren oder direkt bei den zuständigen Parkrangern. In den Sommermonaten umfasst das Angebot für Besucher auch Vorträge am Lagerfeuer (campfire programs), Führungen oder Gruppenwanderungen.

Durch die größeren Parks führen eine oder mehrere Aussichtsstraßen (Scenic Drives) mit Parkplätzen und Haltebuchten (View Points) an den sehenswertesten Stellen. Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, findet meist viele schöne Wanderwege und in größeren Parks auch interessante Möglichkeiten für mehrtägige Trekkingtouren in abgelegenere Wildnisgebiete. Hierfür benötigen Sie allerdings in der Regel ein backcountry permit der Parkranger.

Die ausführlichsten und aktuellsten Informationen zu den einzelnen Nationalparks erhält man unter www.nps.gov.

Polizei

Berüchtigt in Amerika ist die sogenannte Highway Patrol, die besonders auf den Autobahnen (Interstates) ständig nach Schnellfahrern und Rasern auf der Suche ist. Oft sind die weißen Fahrzeuge mit ihrem blauroten Blinklicht und der durchdringenden Sirene im Mittelstreifen hinter Büschen oder an unübersichtlichen Einfahrten versteckt. Wer anhalten soll, wird nicht etwa überholt, sondern von hinten durch Blinklicht und/oder Sirene aufgefordert, rechts auf den Standstreifen zu fahren und anzuhalten. In diesem Fall sollte man auf jeden Fall stehenbleiben und im Auto abwarten, bis die Polizisten aussteigen und erklären, was sie zu beanstanden haben. Dabei sollte man die Hände gut sichtbar am Steuer lassen und nicht irgendwo herumkramen, da dieses Verhalten von den Beamten schnell als Griff nach der Waffe interpretiert wird. Erst wenn man aufgefordert wird, darf man Führerschein, Reisepass und Mietwagenpapiere suchen und vorzeigen.

Generell gilt, dass Polizeifahrzeuge in der Öffentlichkeit wesentlich präsenter sind als hierzulande, vor allem in den Großstädten. Dies gilt auch für die Sheriffs kleinerer Gemeinden, die regelmäßig die Straßen der Umgebung patrouillieren. Ausländischen Besuchern gegenüber sind die 'Cops' in der Regel sehr höflich, hilfsbereit und freundlich. Alkoholisierten Fahrern, Dränglern und Rasern gegenüber sind sie allerdings unerbittlich. Hat man einen Strafzettel (ticket) kassiert, zahlt man dieses per Überweisung und keinesfalls sofort in bar, da dies als Bestechungsversuch gewertet wird.

Poyson Ivy / Poison Oak

Beim Aufenthalt im Freien, besonders bei Wanderungen, sollte man Berührungen mit Blattpflanzen möglichst meiden, denn in den USA gibt es einige Exemplare, deren Gift schwerste Hautreizungen und -ausschläge hervorrufen können. Dies sind Poison Oak, Poison Ivy und Sumac, die in allen Bundesstaaten außer Alaska und Hawaii anzutreffen sind. Poison Oak trifft man vor allem in den Staaten der Westküste. Besondere Vorsicht ist vor allem deswegen geboten, da die unscheinbaren grünen Rank- und Kletterpflanzen nur sehr schwer zu identifizieren sind. Einziges charakteristisches Merkmal sind die dreizackigen grünen Blätter.

Verantwortlich für die Hautreizungen ist das Pflanzenöl Urushiol, das in den Blättern, Stängeln und Wurzeln der Pflanze enthalten ist, selbst an längst abgestorbenen und vertrockneten Holz- und Pflanzenteilen. Bei Berührung haftet es sofort an Haut, Kleidungsstücken, Tierhaaren oder Gegenständen und verdunstet auch nicht. Es dauert dann etwa 30 Minuten, bis sich das Öl mit der Haut chemisch verbunden hat. Die ersten Anzeichen einer allergischen Hautreaktion treten jedoch meist erst nach einigen Stunden, manchmal sogar erst nach Tagen auf. Dann ist es für eine wirksame Gegenbehandlung bereits zu spät. Bei einer allergischen Hautreaktion fängt sich die Haut an den betroffenen Stellen zunächst an, zu röten. Später entstehen große rote Flecken, die teuflisch brennen und jucken. Je nach persönlicher Empfindlichkeit und der Dauer des Kontakts kann dieser Ausschlag mehrere Wochen andauern.

Hat man den Hautkontakt rechtzeitig, das heißt innerhalb von 10 bis 20 Minuten festgestellt, sollte man die betroffenen Hautstellen oder Gegenstände möglichst umgehend mit heißem Wasser und Seife gut abwaschen. Treten bereits die Zeichen eines Hautausschlags auf, ist dies schon zu spät. In diesem Fall hilft nur eines - abwarten, möglichst lockere Kleidung tragen und an den betroffenen Stellen möglichst nicht kratzen, auch wenn es noch so brennt und juckt, denn dies kann den Ausschlag verschlimmern. Bilden sich im Verlauf der Erkrankung Pusteln und Bläschen, sollte man diese niemals aufkratzen, denn dies kann zu einer Blutvergiftung führen. Zur Abklärung der Allergie kann man auch einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen, wo man meist Antibiotika, Cortison-Medikamente und Salben verschrieben bekommt. Diese haben allerdings keinen nennenswerten Einfluss auf den Verlauf der Krankheit. Besonders gefährlich ist das Einatmen des Pflanzenöls beim Verbrennen von trockenen Pflanzenteilen. Das Öl haftet an den sensiblen Schleimhäuten der Lunge und kann dort zu schweren Atembeschwerden führen.

Ausführliche Infos und Fotos unter http://www.poison-ivy.org/identify-poison-ivy-poison-oak

Restaurants

Neben den typischen Fastfood-Ketten wie McDonalds, Burger King, KFC und Taco Bell gibt es in den USA auch gehobene Restaurantketten, in denen man hervorragend speisen kann. Dazu gehören beispielsweise Red Lobster, Texas Roadhouse und Olive Garden. Daneben findet man vor allem in den Innenstädten der Großstädten noch zahlreiche internationale Spezialitätenrestaurants.

Hauptmahlzeit ist in den USA das Dinner (Abendessen), das von 18 bis 21 Uhr serviert wird. Später sollte man nicht ausgehen, denn viele Restaurants schließen bereits um 22 Uhr. Lunch, also das Mittagessen, fällt in den USA in der Regel weniger üppig aus. In den Restaurants wird es von etwa 11.30 Uhr bis 16 Uhr serviert. Dabei gilt eine spezielle Lunch-Speisekarte. Wenn man gefragt wird, was man trinken möchte, kann man anstelle eines normalen Getränks oder zusätzlich ein großes Glas (Leitungs-)Wasser bestellen. Dieses ist in den USA immer kostenlos. Offene Getränke werden in den USA übrigens fast immer zusammen mit einer Unmenge Eiswürfel serviert. Will man das nicht, muss man das gleich bei der Bestellung sagen (no ice, please).

Frühstück erhält man in Fastfood- oder Restaurant-Ketten, Dinern oder Cafés. Es besteht in der Regel aus Omelettes oder Eiern in verschiedenen Variationen mit knusprigem Speck (bacon) oder Schinken (ham), dazu hashbrowns, das sind Rösti, also geriebene und gebratene Kartoffeln, gebutterte Toastscheiben mit Marmelade und Kaffee oder Orangensaft- damit lässt sich schon bis zum Abend durchhalten. Bestellt man Eier, muss man sagen, wie viele und in welcher Form man diese möchte. Rühreier heißen 'scrambled eggs' und Spiegeleier nennt man 'sunnyside up'. Sind die Spiegeleier nochmals kurz gewendet, heißt das 'overeasy'. Hart oder weich gekochte Eier sind nicht üblich. Wer es lieber süß möchte, kann zum Frühstück auch Pancakes mit Ahornsirup bestellen.

Eine Besonderheit der Restaurants sollte man auf jeden Fall kennen. Sofern es sich nicht um ein Selbstbedienungsrestaurant handelt, wartet der Gast am Eingang, bis die Bedienung kommt und einen Tisch zuweist. Sie können sich auch zunächst am Eingang die Speisekarte zeigen lassen (menu), diese in aller Ruhe durchlesen und dann entscheiden, ob Sie in diesem Restaurant speisen möchten oder nicht. Die Bedienungen sind sehr freundlich und erkundigen sich während des Essens regelmäßig, ob Sie noch etwas wünschen und ob alles in Ordnung ist. Dies entspricht zum einen der amerikanischen Servicementalität, andererseits ist es aber auch wirtschaftlich notwendig, denn meist erhalten sie gar keinen oder nur einen sehr geringen Grundlohn und müssen vom Trinkgeld leben, dessen Höhe sich nach der Qualität des Service richtet.

Nach dem Essen erhält der Gast die Rechnung, in die noch kein Trinkgeld eingerechnet ist. Man lässt dieses entweder bar auf dem Tisch liegen (üblich sind 15 Prozent, bei sehr gutem Service auch bis zu 18 oder 20 Prozent) und bezahlt die eigentliche Rechnung beim Hinausgehen an der Kasse. Bei Bezahlung mit Kreditkarte trägt man den Trinkgeldbetrag sowie die Gesamtsumme auf dem ausgedruckten Beleg nachträglich von Hand ein und gibt anschließend den unterschriebenen Beleg zurück.

Schlangen

Auch wenn es im Südwesten zahlreiche (auch giftige) Schlangenarten gibt, sind Begegnungen mit ihnen doch relativ selten. Dennoch sollte man wissen, wo und wann man sie am ehesten trifft und wie man sich im Notfall richtig verhält. Weiterlesen

State Parks und Recreation Areas

In den USA gibt es insgesamt 1.869 State Parks, über 250 davon allein im Südwesten und Nordwesten des Landes. Sie stehen unter der Verwaltung der einzelnen Staaten und umfassen schöne Naturlandschaften oder schützenswerte archäologisch-historische Stätten. Sie sind zwar etwas kleiner als ihre großen Brüder, die Nationalparks und National Monuments, bieten aber in der Regel schöne Erholungs-, Freizeit- und Übernachtungsmöglichkeiten. Bei den Recreation Areas unterscheidet man National Recreation Areas (NRA) und State Recreation Areas (SRA). Im Vordergrund steht hier nicht der Naturschutz, sondern der Aufenthalt in der Natur, Erholung und Freizeitgestaltung.


Goblin Valley State Park, Utah


State Parks und Recreation Areas sind meist getrennt in sogenannte Day-Use Areas und Overnight- oder Camping-Areas, wobei nicht alle Parks Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Man nennt diese dann 'day-use only'. Eintrittsgebühren werden allerdings für beide Bereiche verlangt, wobei die Campinggebühr jeweils auch die Tagesgebühr mit einschließt. Man muss sich also vor Einfahrt in den Park entscheiden, was man dort möchte. In den Day-Use Areas gibt es meist schöne Picknickplätze mit Bänken, Tischen und Grills. Größere Parks besitzen oft zusätzlich ein gut ausgebautes Netz an Wanderwegen.

Für die Campingplätze in den State Parks gibt es inzwischen ein Online-Reservierungssystem, das man auch unbedingt nutzen sollte. Für Schnellentschlossene gibt es meist nur wenige first come, first serve Stellplätze, die besonders zur Hauptreisezeit sehr schnell vergeben sind. Checkout Time ist in der Regel 14 Uhr, die maximale Aufenthaltsdauer auf einem Campingplatz beträgt 14 Tage. Man kann auch ein Annual Permit erwerben, das dann ein Jahr lang zum Eintritt in alle State Parks dieses Bundesstaates berechtigt. Ob sich das bei einer Rundreise durch mehrere Staaten wirklich lohnt, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden.

Offizielle State Park Websites der einzelnen Staaten

Arizona - azstateparks.com
Colorado - cpw.state.co.us
Kalifornien - www.parks.ca.gov
Nevada - parks.nv.gov
New Mexico - www.emnrd.state.nm.us/SPD/
Texas - https://tpwd.texas.gov/state-parks/
Utah - https://stateparks.utah.gov/


Straßensystem

Hauptverkehrsadern des Landes sind die Interstates, auch Freeways genannt. Sie entsprechen unseren Autobahnen. Interstates, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen, haben ungerade Nummern, von der I-5 an der Pazifikküste bis zur I-95 an der Atlantikküste. Interstates, die in Ost-West-Richtung verlaufen, haben gerade Nummern, von der I-8 und I-10 an der mexikanischen Grenze bis zur I-94 an der kanadischen Grenze. Die einzelnen Ausfahrten an den Interstates nennt man Exit, ergänzt durch eine Nummer, also z.B. Exit 27. Dabei sind die Exits nicht einfach fortlaufend durchnummeriert, sondern die Nummer steht für die Entfernung in Meilen ab Beginn dieser Interstate. Überquert man die Grenze eines Bundesstaats, beginnt die Nummerierung wieder bei 0. Achtung: Ausfahrten sind nicht immer nur rechts, sondern können auch links sein. Beachten sollte man auch, dass die rechte Spur gerade in Städten oft schnell selbst zur Ausfahrt wird. Dies erkennt man an den Schildern 'This lane must exit' oder 'Exit only'. Daher sollte man prinzipiell immer in der Mitte fahren und erst dann nach rechts wechseln, wenn man tatsächlich abfahren will. Bei Interstate-Auffahrten ist es auch wichtig, vorher zu wissen, in welche Himmelsrichtung man fahren will. Grund ist, dass als Richtung keine Ortsziele angegeben sind, sondern Angaben wie I-70 West oder I-70 East.

Federal Highways sind Schnellstraßen, die auch durch Ortschaften verlaufen, z.B. US Highway 40, abgekürzt US 40. Innerhalb der Städte wird aus der Bezeichnung dann meistens die Main Street. Highway ist übrigens eine sehr allgemeine Bezeichnung für Straßen aller Art. Dies kann sogar eine ungeteerte Nebenstrecke sein.

Supermärkte

Zu den großen Supermarktketten in den USA gehören Alberton's, Safeway, Fry's und Smith's. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere, regionale Ketten. Wer Vollwert- oder Naturkost bevorzugt, findet in den größeren Städten auch eigene Health Food Stores. In den überall verbreiteten Läden der Walmart-Kette gibt es neben einer großen Lebensmittelabteilung auch Haushaltswaren, technische Gräte, Kleidung und Freizeitartikel. Wer seine Lebensmittel oder Getränke unterwegs kühlen möchte, erhält bei Walmart auch Kühlboxen in verschiedenen Größen. Abgepacktes Eis für die Kühlboxen gibt es an Tankstellen und in jedem Supermarkt.

Für die großen Supermärkte gilt, dass das Angebot an Lebensmitteln vergleichbar ist mit dem europäischen, vor allem bei Frischwaren wie Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse. Unterschiede gibt es hauptsächlich bei den Packungsgrößen (vieles gibt es nur in XXL) und beim Brot. Hier gibt es neben abgepacktem Toastbrot und dunklem Pumpernickel auch frisch gebackene Brötchen, Baguette und Spezialitätenbrote wie Ciabatta. Frisch gebackenes Brot erhält man allerdings anders als bei uns erst gegen Abend. Die größte Auswahl an Lebensmitteln findet man in der Regel in den Supermärkten der großen Städte und in ausgesprochenen Touristenorten. Wer mit dem Zelt oder Camper unterwegs ist, sollte sich also hier ausgiebig mit Vorräten eindecken. In vielen Supermärkten gibt es daneben auch leckere Grillhähnchen und eine Theke mit Salaten und warmen Snacks oder einfachen Mahlzeiten zum Mitnehmen. Am Ausgang gibt es neben den normalen Kassen meist noch eine Express Lane (10 Items or Less) und eine oder mehrere Selbstbedienungsreihen, an denen man seine Waren selbst scannt und per Karte bezahlt.

Tageszeit und Datum

Die Tageszeit wird in den USA immer mit dem Zusatz AM (für Vormittag) und PM (für Nachmittag) angegeben. 9 AM bedeutet also 9 Uhr, 9 PM dagegen 21 Uhr. Für 12 Uhr mittags sagt man 'noon', für 24 Uhr 'midnight'. Das Datum wird in den USA immer in der Form MM/DD/YY angegeben, d.h. die Monatsangabe kommt als Erstes, dann der Tag und dann das Jahr.

Tankstellen

In manchen abgelegenen Regionen des Südwestens, vor allem in den endlosen Weiten Nevadas, sind Tankstellen (gas stations) rar gesät. Hier weisen oft Schilder am Straßenrand darauf hin ('Next Service 100 Miles'). Diese Schilder sollte man ernst nehmen und jede Gelegenheit nutzen, um voll zu tanken. In den großen Städten ist das Benzin meist wesentlich günstiger als außerhalb. Deswegen gilt auch hier, rechtzeitig vor großen Überlandstrecken nochmals voll tanken. Damit kann man sehr viel Geld sparen. Bei der Kalkulation des Spritverbrauchs sollte man auch daran denken, dass eine eingeschaltete Air Condition immer zusätzlich Benzin verbraucht.

Der Benzinpreis wird in den USA nicht pro Liter, sondern pro Gallone angegeben (1 gallon = 3,78 Liter). An Benzinsorten gibt es Regular, Plus und Premium, was in etwa mit unseren Benzinsorten vergleichbar ist. Die meisten Mietwagen kommen mit Regular aus. Zur Sicherheit sollte man jedoch auf den Tankdeckel schauen. Diesel ist bei Mietwagen unüblich und wird nur an extra grünen Zapfsäulen angeboten.

Der Tankvorgang selbst läuft so ab, dass man die Kreditkarte oder EC-Maestrokarte einschiebt und wieder heraus zieht. Danach wird man gefragt 'Debit or Credit'?. Bei einer EC-Maestrokarte wählt man hier Debit aus und gibt danach die PIN ein. Bei Kreditkarten wird man dagegen oft nach dem 'ZIP Code' (der amerikanischen PLZ) gefragt. Gibt man hier keinen in den USA gültigen ZIP Code ein, kann es sein, dass die Kreditkarte nicht akzeptiert wird. Als Notlösung kann man es mit 5 x Null oder einem beliebigen USA ZIP Code versuchen. Aber auch das hilft nicht immer.

In diesem Fall gibt es noch die Möglichkeit der Barzahlung. Dazu bezahlt man vor dem Tanken an der Kasse einen beliebigen Betrag in bar und gibt die Zapfsäulen-Nummer an. Diese Zapfsäule wird dann zum Tanken freigeschaltet, bis der Betrag erreicht ist. Will man voll tanken, kann man auch einen höheren Betrag vorstrecken und bekommt dann nach dem Tanken das Restgeld an der Kasse zurück. Die Kreditkarte zum Tanken an der Kasse zu hinterlegen, wird aus Sicherheitsgründen nicht mehr empfohlen.

Die Tankdeckel an den Mietwagen sind meist verschlossen und müssen über einen Hebel am Fußboden in der Nähe des Fahrersitzes geöffnet werden. Da es immer nur einen Zapfhahn für alle Benzinsorten gibt, muss man anschließend die gewünschte Benzinsorte per Druck auf den entsprechenden Knopf auswählen. Dann entnimmt man den Zapfhahn und legt den zugehörigen Hebel um. Erst dann kann man tanken. Nach dem Tanken erfolgt das Zurücklegen des Hebels automatisch durch das Einhängen des Zapfhahns.

Telefonieren und Handy-Nutzung

In den USA haben die meisten Tourveranstalter, Motels und Campingplätze eine für den Anrufer kostenlose Toll-Free-Nummer, über die man anrufen oder Reservierungen vornehmen kann. Diese Tollfree-Nummern beginnen in der Regel mit 1-800-, eine Vorwahl ist nicht nötig. Die regulären Telefonnummern bestehen aus einem dreistelligen Area Code (Vorwahl), gefolgt von der 7-stelligen Rufnummer. Dabei unterscheidet man 'local calls' und 'long-distance-calls'. Bei Gesprächen ins Ausland (international calls) stellt man noch die Ländervorwahl voran. Dies ist für Deutschland die +49, für Österreich die +43 und für die Schweiz die +41. Danach wählt man die Ortsvorwahl ohne die Null und die Rufnummer. Zentrale Notrufnummer innerhalb der USA ist die 911.

Möchte man öffentliche Telefone oder das Telefon im Motel/Hotel für Telefonate nutzen, sollte man sich unbedingt eine Prepaid Calling Card zulegen. Diese erhält man für unterschiedliche Dollar-Beträge an Tankstellen und in Supermärkten. Achten Sie jedoch beim Kauf darauf, dass möglichst wenig Gesprächsminuten als Grundgebühr abgezogen werden! Die Anweisung für die Handhabung findet man auf der Rückseite. Die Karten können über eine Hotline-Nummer gegen Belastung der Kreditkarte jederzeit wieder aufgeladen werden.

Das direkte Telefonieren mit dem Telefon im Hotel- oder Motelzimmern ist zwar einfach (in der Regel 1 vorwählen und dann die Rufnummer), meist aber sehr teuer. So kostet beispielsweise ein inneramerikanischer Long Distance Call schon bis zu 9 $ Grundgebühr, ohne dass man auch nur eine Sekunde telefoniert hat.

Für Mobiltelefone verwendet man in den USA nicht den Begriff Handy, sondern Cellphone. Wichtig ist dabei zu wissen, dass nur wenige der hierzulande üblichen Handys auch in den USA funktionieren. Hierfür müssen sie den in den USA üblichen Mobilfunk-Standard unterstützen. Dies gilt beispielsweise für Triband-Handys, die GSM 900/1800/1900 beherrschen. Dualband-Handys sind in den USA nur dann einsetzbar, wenn sie GSM 900/1900 bzw. GSM 1800/1900 unterstützen. Üblich ist bei uns allerdings die Kombination GSM 900/1800. Auch sogenannte Quadband-Handys sind einsetzbar.

Hat man ein passendes Handy, muss man sich noch entscheiden, ob man Roaming nutzen oder lieber eine spezielle USA SIM Karte erwerben möchte. Roaming-Gebühren deutscher Festnetzbetreiber und ihrer Kooperationspartner sind in der Regel sehr teuer. Günstiger sind Prepaid SIM Karten mit begrenzter Laufzeit und Telefonie-Flat, wie z.B. die USA SIM Prepaid Karte, oder die Prepaid SIM Karte im AT&T Netz. Diese Karten funktionieren allerdings nicht mit Prepaid-Handys, deren SIM-Lock-Sperre noch nicht abgelaufen ist. Für den Fall, dass man das Handy verliert, sollte man sich vor der Reise die Nummer zum Sperren der SIM-Karte notieren. Eine Alternative zur Nutzung des eigenen Handys ist das Mieten eines Mobiltelefons als Zusatzleistung zum Mietwagen.

Wichtig ist auch zu wissen, dass man mit dem Handy außerhalb größerer Städte, vor allem aber in abgelegenen Wildnisgebieten keinen Empfang mehr hat. Hier funktioniert auch keine Notfallnummer mehr. Wer längere Wildnistouren plant, sollte sich daher überlegen, ein Gerät wie z.B. den SPOT Satellite Messenger zu kaufen, mit dem man im Notfall über Satellit ein Hilfesignal senden kann (siehe Artikel über Wildniswanderungen).

Trinkgelder

Im Restaurant ein großzügiges Trinkgeld zu geben (tip), ist in den USA üblich und für die Bedienungen essentiell notwendig, da sie nur einen geringen Grundlohn erhalten. Das absolute Minimum sind dabei 10 Prozent, 15 Prozent ist Standard. Bei sehr gutem Service gibt man 18 bis 20 Prozent. Nach dem Essen erhält der Gast die Rechnung, in die noch kein Trinkgeld eingerechnet ist. Man lässt dieses entweder auf dem Tisch liegen und bezahlt die eigentliche Rechnung beim Hinausgehen an der Kasse. Bei Bezahlung mit Kreditkarte trägt man den Trinkgeldbetrag sowie die Gesamtsumme auf dem ausgedruckten Beleg nachträglich von Hand ein und gibt dann den unterschriebenen Beleg zurück.

Tipping von 5 bis 10 Dollar für den Guide wird auch bei geführten Ausflügen und Tagestouren erwartet, selbst in den Nationalparks bei von Rangern geführten Touren (z.B. Fiery Furnace im Arches Nationalpark). Ist man sich unsicher, kann man sich einfach am Verhalten der Amerikaner orientieren. In den besseren Hotels und Motels gibt man bei mehrtägigen Aufenthalten auch dem Zimmermädchen ein Trinkgeld (in einem verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift 'Tip'). Bekommt man die Koffer aufs Zimmer getragen, sollte man dem Angestellten pro Gepäckstück 1-2 Dollar Trinkgeld geben.

Unfall / Pannen

Zentrale Notruf-Nummer in den USA ist die 911.

Hat man mit dem Auto eine technische Panne, fährt man umgehend auf den nächsten Parkplatz und ruft von dort per Telefon die Roadside Assistance der Autovermietung an. Diese gibt dann je nach Sachlage Anweisungen, was weiter zu tun ist. Einige Autovermieter bieten bei Anmietung gegen eine Zusatzgebühr auch eine erweiterte Roadside Assistance an. Hier sollte man genau prüfen, was diese leistet und ob man sie benötigt. Wer ADAC Mitglied ist, kann bei Pannen auch die Notruf-Nr. des AAA anrufen (s. oben). Schafft man es nicht mehr zu einem Parkplatz, fährt man rechts an den Straßenrand, schaltet die Warnblinkanlage ein und öffnet dann die Kofferhaube. Das signalisiert Vorbeifahrenden, dass man eine Panne hat und Hilfe benötigt. Ist man in einem Gebiet unterwegs, in dem man keinen Handyempfang hat, kann man andere Personen bitten, Hilfe zu organisieren. Hat man eine Reifenpanne, kann man auch versuchen, selbst den Reifen zu wechseln. Voraussetzung ist natürlich, dass das Auto mit einem Ersatzrad und Werkzeug ausgestattet ist.


Reifenwechsel in der Wildnis - Lexington Canyon, Nevada


Bei Unfällen gilt: Unfallstelle absichern, Warnblinklichtanlage einschalten, die Namen von Beteiligten, Zeugen und die Fahrzeugnummern aufschreiben und die Polizei über die Notruf-Nr. 911 benachrichtigen. Danach sollte man mit Fotoapparat oder Handykamera alles fotografieren, was die Unfallsituation dokumentiert. Dem Polizeibeamten gegenüber muss man Führerschein und Fahrzeugpapiere zeigen und Fragen zu persönlicher Adresse, Geburtsdatum und genauem Unfallhergang beantworten. Ist der Unfallbericht (accident report) fertig, lässt man sich eine Kopie geben. Anschließend muss man umgehend den Autovermieter informieren.

Bei Personenschäden sind die meisten Amerikaner übrigens nicht bereit, Erste Hilfe zu leisten. Das liegt an den horrenden Schadensersatzsummen, die verunglückten Opfern häufig wegen falscher Unfallhilfe bei Gericht zuerkannt werden. Aus diesem Grund sollte man auch sehr zurückhaltend sein, selbst Erste Hilfe zu leisten. Hat man bei dem Unfall eine Verletzung erlitten, sollte man umgehend einen Arzt oder eine Klinik aufsuchen und sich alle Beschwerden ausführlich dokumentieren lassen. Dies ist wichtig für eventuelle spätere Schmerzensgeldforderungen. Sind die Verletzungen ernsthafter, wird von der Polizei sofort die Ambulanz gerufen.

Eine ausführliche Anleitung zum richtigen Verhalten bei Verkehrsunfällen in den USA finden Sie im Internet unter http://www.urbanthier.de/verkehrsunfall-usa-amerika.html. Am besten druckt man sich diese aus und legt sie ins Handschuhfach des Mietwagens.

Umweltschutz

Umweltschutz ist in den USA etwas widersprüchlich. Auf der einen Seite wird durch Einwegverpackungen und Plastikgeschirr sehr viel unnötiger Müll produziert, andererseits gibt es sehr strenge Maßnahmen und Gesetze, die achtloses Wegwerfen von Müll verhindern und die Umwelt sauber halten sollen. So stehen überall in den Städten und Nationalparks Abfallbehälter oder Papierkörbe, ebenso auf den Campingplätzen. Für die wiederverwertbaren Aluminiumdosen gibt es oft eigene Sammelbehälter mit der Aufschrift: "cans only". Strengstens verboten ist es, Müll oder Abfall aus dem Auto zu werfen. Entsprechende Hinweistafeln (z.B. '$ 1000 Fine for Littering') findet man entlang der Highways in regelmäßigen Abständen. Die Strafgebühren sind also extrem hoch. Eben sowenig ist es erlaubt, Abwasser außer an den dafür vorgesehenen Stellen aus dem Wohnmobil abzulassen. Für diesen Zweck gibt es eigene Abwasseranschlüsse an den Stellplätzen der Campgrounds oder zentrale 'dumpstations'.

In den Nationalparks überwachen Parkranger die Einhaltung der strengen Umweltschutzvorschriften. Mit Informationsbroschüren, Hinweistafeln, Vorträgen und geführten Touren versuchen sie, Besucher für naturgerechtes und umweltschützendes Verhalten zu sensibilisieren. In manchen Parks gibt es auch spezielle Vorschriften, an die man sich unbedingt halten sollte (Sammeln von Feuerholz, offenes Feuer, geschützte Pflanzen etc.).

Weniger genau nimmt man es in Amerika dagegen beim Wasser- und Energiesparen. Klimaanlagen, Eiswürfel im Getränk, Swimmingpools, künstliche Teiche und die ständige Bewässerung von Feldern gehören ebenso zum American Way of Life wie der Spaß am Motorboot- und Autofahren. Nur langsam beginnt man inzwischen, sich über diese Verschwendung von Ressourcen Gedanken zu machen.

Verkehrsregeln

In den USA sind beim Autofahren einige Vorschriften und Regelungen anders als bei uns. So ist es an Kreuzungen generell erlaubt, bei einer roten Ampel rechts abzubiegen. Allerdings muss man kurz anhalten und schauen, ob alles frei ist. Ist Rechtsabbiegen verboten, erkennt man dies am Schild 'No Right on Red'.

Kreuzungen ohne Ampel haben oft an jeder Zufahrt ein Stoppschild. Hier gilt, dass man immer nacheinander in der Reihe der Ankunft weiterfahren darf. Man muss also ein bisschen aufpassen, wer schon vorher da war. Oft steht an solchen Kreuzungen auch ein Hinweisschild mit der Aufschrift '4 Way' oder 'All Way'.

Wenn ein gelber Schulbus direkt vor einem anhält und blinkt, um Schüler ein- oder aussteigen zu lassen, muss man unbedingt anhalten und warten, bis er weiterfährt. Auf keinen Fall darf man überholen. Achtung: auch auf der Gegenfahrbahn muss man anhalten, darf also nicht am Schulbus vorbeifahren!

Besondere Vorsicht ist in der Nähe von Schulen geboten. Hier gilt in der Regel eine Höchstgeschwindigkeit von 15 mph, allerdings nur an Schultagen, und zwar eine halbe Stunde vor Schulbeginn bis eine halbe Stunde nach Schulende. In den meisten Schulbezirken weisen gelbe, blinkende Ampeln darauf hin, wann man langsam fahren muss. Bei Unfällen mit Kindern hat übrigens grundsätzlich der Autofahrer Schuld.

Vor Hydranten und 3 Meter links und rechts davon gilt ein absolutes Halteverbot. Es wird sofort abgeschleppt. Das Gleiche gilt für Bushaltestellen und Ausfahrten. Daneben ist es üblich, Bordsteine farblich zu markieren. Dabei bedeutet Rot ein absolutes Halteverbot und Gelb Ladezone.

Auf den Interstates (Autobahnen) darf links und rechts überholt werden. Da sich die rechte Spur oft direkt in eine 'Exit Lane' verwandelt, fährt man bei mehreren Spuren in der Regel solange in der Mitte, bis man die Interstate verlassen möchte. Die Höchstgeschwindigkeiten variieren von Bundesstaat zu Bundesstaat und werden mit Schildern angezeigt. Sie liegen innerorts meist bei 25-30 mph, bei 65mph auf Landstraßen und bei 65 bis 85 mph auf Interstates. Auf manchen Highway-Abschnitten gibt es links eine besonders gekennzeichnete 'Car Pool Lane'. Hier dürfen ausschließlich Fahrgemeinschaften (mind. 2 oder 3 Personen) fahren.

Um den Verkehrsfluss zu steuern, gibt es an den Auffahrten zu Interstates bzw. Freeways gelegentlich Ampeln. Ist diese Rot, muss man warten. Bei Grün darf man weiterfahren. Manchmal gibt es ein zusätzliches Schild mit der Aufschrift 'One Car Per Green*. Dann darf bei Grün immer nur ein Fahrzeug fahren. Danach schaltet die Ampel gleich wieder auf Rot.

In allen Bundesstaaten gilt Anschnallpflicht. Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht allein im Auto gelassen werden. Rauchen im Auto mit Kindern unter 21 Jahren wird bestraft. Die Nutzung von Handys ist während der Fahrt verboten.

Da es im Südwesten sehr viele Wildtiere gibt, sollte man außerhalb von Städten in der Dämmerung und nachts immer besonders vorsichtig und vor allem nicht zu schnell fahren.


Vorsicht, Bären kreuzen - Straßenschild am Mount Lemmon Highway, Arizona


Versicherungen

Das amerikanische Gesundheitswesen ist weltweit eines der besten, allerdings ist es auch extrem teuer. Die wichtigste Versicherung bei einer USA-Reise ist daher eine private Auslandskrankenversicherung, da sowohl gesetzliche wie private Krankenversicherungen weder die hohen Arzt- und Krankenhauskosten noch die Kosten für einen eventuell notwendigen Rücktransport übernehmen. Sehr günstig erhält man solch eine Auslands-Krankenversicherung über den ADAC. Die Police ist ein Jahr gültig, der Versicherungsschutz wird aber immer nur für die ersten 45 Tage einer Reise gewährt. Wer eine längere Reise plant, sollte sich daher nach einer Alternative umsehen. Achtung: bei manchen Auslandsreiseversicherungen gilt ein Höchstalter.

Wäsche waschen

In den USA gibt es nahezu in jeder Stadt eine oder mehrere öffentliche Waschsalons (laundry), in denen man seine Wäsche waschen kann. Münz-Waschmaschinen und -trockner findet man darüber hinaus auch auf vielen Campingplätzen und bei einigen Motels. Zum Service der Waschsalons gehört meist auch ein Automat mit Waschmitteln und ein Geldwechselautomat, da die meisten Waschmaschinen und Trockner nur mit 25-Cent-Stücken (quarters) funktionieren. Dafür gibt es ein Schubfach, in das die Münzen eingelegt werden. Zum Starten schiebt man das Fach mit den Münzen hinein und zieht es dann gleich wieder heraus. Bei den Trocknern gibt es einen Startknopf. Zum Transportieren der Wäsche gibt es große, rollende Waschkörbe, zum Zusammenfalten Tische.

Wilderness Areas

Der Wilderness Act von 1964 stellt zahlreiche Wildnisgebiete im Westen der USA als Designated Wilderness Areas unter den Schutz des Staates. Ziel ist, die Natur in diesen Gebieten weitgehend sich selbst zu überlassen und die Eingriffe des Menschen auf ein Minimum zu begrenzen. Damit soll Besuchern ein Erlebnis von Einsamkeit und ursprünglicher Natur ermöglicht werden, das man in den großen und bekannten Nationalparks kaum noch findet.

Besonders beliebt sind diese Wilderness Areas daher für ausgedehnte Wanderungen oder mehrtägige Trekkingtouren mit dem Zelt (backpacking). Denken Sie aber daran - in den Wildnisgebieten sind Sie tatsächlich vollkommen auf sich allein gestellt. Die Besucherzahlen sind sehr gering und die Gebiete werden auch von den zuständigen Rangern nur sehr sporadisch aufgesucht. Geteerte Straßen, Parkplätze, Trinkwasserstellen, Toiletten oder Campingplätze gibt es nicht. Die manchmal vorhandenen Primitive Campsites bestehen oft nur aus einem schönen Stückchen Natur mit einer Feuerstelle. Die Benutzung von Motorfahrzeugen oder Mountainbikes ist generell nicht erlaubt - auch nicht für die Ranger. Im Notfall kann es also mehrere Tage dauern, bis Hilfe eintrifft. Zur Sicherheit muss sich deshalb auch jeder Besucher an der sogenannten Wilderness Boundary in eine Liste eintragen und beim Verlassen des Gebiets wieder austragen. Diese Listen werden von den Rangern in regelmäßigen Zeitabständen kontrolliert. Verlassen sollte man sich aber darauf nicht.


Big Rocks Wilderness, Nevada


Wohnmobile und Camper

Rundreisen durch die USA mit dem gemieteten Wohnmobil (auch RV = 'recreational vehicle' genannt) sind trotz gestiegener Benzinpreise und Campingplatzgebühren immer noch beliebt, vor allem bei Familien mit Kindern. Kühlschrank und Staufächer erlauben es, größere Vorratsmengen an Lebensmitteln und Getränken einzukaufen, so dass man spontan jederzeit anhalten kann, um eine Mahlzeit oder eine Tasse Kaffee zuzubereiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man draußen in der freien Natur mit allem Komfort - von der Toilette bis zur eigenen Heizung - übernachten kann. Hinzu kommt, dass man in den USA überall auf das Reisen mit dem Wohnmobil eingestellt ist. Das gilt nicht nur für die RV Parks, sondern auch für die meisten anderen Campingplätze, die in der Regel eigene Wohnmobilstellplätze haben, inklusive Elektrizitäts-, Frischwasser- und Abwasseranschluss (full-hookup). Eine Besonderheit der RV Parks sind die drivethru-Stellplätze, in die man ohne zu rangieren vorwärts hinein- und wieder hinausfahren kann. Einfachere Campingplätze haben meist eine zentrale Dumpstation für Abwasser, kombiniert mit einem Trinkwasseranschluss. Den Propangastank für das Kochen und die Heizung kann man auf den Campingplätzen nachfüllen lassen.

Nachteil ist insbesondere bei sehr großen Wohnmobilen das umständliche Rangieren in den Innenstädten und die oft mangelnde Parkplatzauswahl, insbesondere an den Viewpoints innerhalb der Parks. Manche schönen Gebiete oder Campingplätze sind mit einem großen Wohnmobil gar nicht erreichbar oder für Fahrzeuge, die eine bestimmte Länge überschreiten, gesperrt. Dies gilt insbesondere für steile, enge und kurvige Strecken. Dies sollte man bei der Auswahl der Größe des Wohnmobils unbedingt berücksichtigen, ebenso den Spritverbrauch. Ein weiterer Nachteil von Wohnmobilen ist, dass man etwa alle zwei bis drei Tage die Frischwassertanks auffüllen und die Abwassertanks leeren muss, was vor allem für empfindliche Nasen eine ziemliche Zumutung ist.

Wer nur zu zweit unterwegs ist, für den sind Pickup-Camper eine gute Alternative zum Wohnmobil. Sie bieten nahezu den gleichen Komfort, sind aber robuster, zugstärker, wendiger und einfacher zu fahren. Ein weiterer Vorteil ist, dass Fahrerkabine und Wohnräume durch eine Wand getrennt sind. Die meisten Vermieter behalten sich allerdings vor, bei Überbuchung größere Ersatzfahrzeuge anzubieten. Daher kann es passieren, dass man statt des gebuchten T-19 Pickup-Campers mit einem 21 oder 23 Fuß Wohnmobil vorlieb nehmen muss.

Neu ist von Best Time RV die Kombination Jeep Wrangler und Trailer, die von https://www.cu-camper.com/de/ unter anderem von Las Vegas aus angeboten wird. Vorteil ist, dass man den Wohnwagen am Campingplatz abstellen und die Umgebung dann mit dem Jeep erkunden kann.

Hier noch ein paar Tipps. Lassen Sie sich vom Vermieter alle technischen Details des Fahrzeugs genau erklären, ebenso die Funktionsweise von Klimaanlage, Generator, Heizung, Kühlschrank, Herd usw. Bei der Übernahme müssen Sie ein Protokoll unterzeichnen, das den aktuellen Kilometerstand (odometer) und ev. bereits vorhandene Mängel am Fahrzeug dokumentiert. Schauen Sie sich das Fahrzeug innen und außen genauestens an, bevor Sie unterschreiben, sonst macht man Sie bei Rückgabe für Schäden haftbar, die Sie gar nicht verursacht haben.

Prüfen Sie darüber hinaus bereits an Ort und Stelle, ob alle Lichtschalter und Geräte wie Ventilator, Heizung oder Kühlschrank funktionieren, alle Moskitonetze in Ordnung sind und die Fenster und Türen richtig schließen. Benzin-, Propangas- und Frischwassertanks sind bei Übergabe gefüllt. Bei Rückgabe sollte Benzin aufgefüllt sein, bei Propangas wird dies nicht verlangt. Der Abwassertank muss jedoch unbedingt geleert sein. Das Fahrzeug muss sauber übergeben werden, da sonst recht hohe Reinigungsgebühren anfallen können.

Erkundigen Sie sich auch nach der genauen Fahrzeughöhe. Manche Tankstelleneinfahrten oder Autowaschanlagen sind zu niedrig für die Fahrzeuge und bei Schäden an der teuren Klimaanlage oder am Dach haftet weder die CDW- noch die teure VIP-Versicherung. Prüfen Sie unterwegs regelmäßig Kühlwasser- und Ölstand, Reifendruck sowie die Anzeigen für Batterie, Frischwasser- und Abwassertank. Sperrige Koffer und Reisetaschen kann man bei einer Rundreise bis zur Rückkehr in der Vermietstation deponieren. Das spart Platz im Wohnmobil. Gute Dienste leisten auch eine einfache Wasserwaage und einige flache Unterlegbretter, die man sich unterwegs besorgen sollte, denn die meisten Stellplätze der einfacheren Campgrounds sind nicht besonders eben.

Zeitzonen / Sommerzeit

In Kalifornien und Nevada gilt die Pacific Time (MEZ - 8), in Utah, Colorado, Arizona und New Mexico die Mountain Standard Time (MEZ - 7) und in Texas die Central Time (MEZ - 6). Die Sommerzeit (Daylight Saving Time) beginnt am zweiten Sonntag im März um zwei Uhr morgens und endet am ersten Sonntag im November um zwei Uhr morgens. Keine Sommerzeit gibt es in Arizona (mit der Ausnahme der Navajo Nation Reservation, die auf Sommerzeit umstellt). Damit gilt in Arizona im Sommer die gleiche Zeit wie in Kalifornien und Nevada.

Ziffern

In den USA wird die 1 nur als senkrechter Strich geschrieben, also ohne Häkchen. Mit Häkchen gilt es als 7. Das ist vor allem beim Eintragen von Trinkgeldbeträgen auf Restaurantrechnungen zu beachten! Null wird übrigens nicht Zero gesprochen, sondern wie der Buchstabe 'o'.

Zollvorschriften

In die USA dürfen keine frischen Lebensmittel wie Wurst- oder Fleischwaren, Milchprodukte, Obst oder Gemüse eingeführt werden. Das gilt auch für in Folie abgepackte Waren wie Käse oder Schinken. Auch belegte Brötchen müssen spätestens im Flieger verzehrt werden. Für Pflanzen, Samen und andere landwirtschaftliche Produkte besteht ebenfalls ein Importverbot. Zur Kontrolle sind an manchen Flughäfen sogar Spürhunde im Einsatz. Erlaubt sind dagegen Kaffee, Schokolade, Süßigkeiten, Gewürze, Kuchen, Müsliriegel und Cornflakes. Eine vollständige Liste findet man unter https://www.usa-reisetipps.net/einreise-usa/einfuhr-lebensmittel-usa

Geschenke dürfen nur bis zu einem Warenwert von max. 100 US Dollar eingeführt werden. Bargeld über 10.000 US Dollar muss bei der Einreise auf dem Zollformular deklariert werden. Medikamente dürfen nur in der benötigten Menge eingeführt werden. Zusätzlich sollte man den Beipackzettel und eine unterschriebene Verordnung des Arztes auf Englisch dabei haben. Einfuhr von Alkohol ist erst ab 21 Jahren erlaubt. Dabei ist 1 Liter zollfrei. Ausführliche Infos zu den Einfuhrbestimmungen für Geld, Lebensmittel und Medikamente findet man unter https://www.einreiseusa.net/einfuhrbestimmungen/


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