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Silverton
Kurzinfo
Die hoch in den Rocky Mountains gelegene Goldgräbersiedlung hat sich trotz großem Touristenandrang viel von ihrem alten Wildwest-Charakter bewahrt. Ein besonderes Erlebnis sind Fahrten mit den Dampfloks der Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad von Durango nach Silverton und ein Bummel durch die staubigen Strassen und Gassen mit ihren ehemaligen Saloons, Spielhöllen, Hotels und Bars. Wer es etwas ruhiger mag, bleibt über Nacht und erkundet per Jeep die wunderschöne Bergwelt der Umgebung mit ihren zahllosen verlassenen Goldminen und Bergbaucamps.
Wissenswertes
Vor Ankunft der ersten weißen Goldsucher im Jahr 1860 gehörte das Tal in den San Juan Mountains zum Stammesgebiet der Ute-Indianer. Die mit dem Vordringen der Weißen immer zahlreicher auftretenden Konflikte veranlassten schließlich eine Gruppe von Prospektoren, die Regierung um Unterstützung zu bitten. Nach Verhandlungen mit dem Ute-Häuptling Ouray, nach dessen Namen eine Nachbarstadt Silvertons benannt ist, wurde ein Vertrag geschlossen, in dem sich die Ute verpflichteten, die weißen Goldsucher unbehelligt zu lassen.
Damit begann ein regelrechter Ansturm auf den kleinen Ort. Bereits im Jahr 1873 gab es in der Umgebung der Stadt über 1500 Claims. Doch die wirtschaftliche Blütezeit begann erst mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Durango nach Silverton, wodurch sich die Frachtkosten von 60 Dollar auf 12 Dollar pro Tonne verringerten und die Erze über das Schienennetz direkt bis Denver rollen werden konnten. Um 1912 lebten in der Umgebung von Silverton bereits 5.000 Menschen. Innerhalb von zwölf Jahren wurden 100 Tonnen Gold und 2.000 Tonnen Silber aus den Minen gefördert. In dieser Zeit entstanden auch die meisten der heute noch erhaltenen Gebäude der Stadt im viktorianischen Baustil - ein Gerichtsgebäude, zwei Gefängnisse, eine Stadthalle, ein Krankenhaus, die Carnegie Library sowie die über 40 Saloons und Bordelle entlang der berüchtigten Blair Street.
Doch schon nach kurzer Zeit endete der Boom mit dem rapiden Preisverfall für Silber und Gold. Die meisten Einwohner verließen Silverton fast über Nacht. Erst im Jahr 1950 kam wieder ein wenig Leben in die Stadt, als Hollywood in den Straßen Silvertons einige Westernfilme drehte. Anfang der 60er Jahre begann man erneut, Erz abzubauen. Allerdings waren die Zeiten inzwischen wesentlich härter geworden. Die Ausbeute war geringer, die Abbaukosten stiegen, die Erzpreise sanken. Hinzu kam ein Erdrutsch, der im Jahr 1978 die letzte große Mine flutete und mit Geröll verschüttete, so dass es zwei Jahre dauerte, bis sie wieder in Betrieb gehen konnte. 1991 wurde auch diese Mine aufgrund der niedrigen Preise für Blei und Zink endgültig geschlossen.
Zufahrt
Man erreicht Silverton über die US 550, eine serpentinenreiche, aber gut ausgebaute Pass-Straße, die von Durango aus die San Juan Mountains von Süden nach Norden durchquert. Hinter der Purgatory Ski Area klettert die Straße über zwei Pässe, den Coal Bank Pass mit 3.234 Metern und den Molas Pass mit 3.316 Metern, bevor es wiederum in Serpentinen hinunter geht nach Silverton. Die Straße wird auch im Winter weitgehend für den Verkehr freigehalten. Wer hofft, unterwegs die Dampfloks beobachten zu können, wird allerdings enttäuscht - die Eisenbahnstrecke folgt weitgehend dem Lauf des Animas River weiter im Osten.
Sehenswürdigkeiten & sights
Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad
Silverton ist Endstation der historischen Eisenbahnstrecke von Durango durch die San Juan Mountains. Wer möchte, kann die Eisenbahnfahrt durch das Tal des Animas River auch in Silverton beginnen. Angeboten werden Tagestouren ab Durango oder Silverton, Touren mit beliebig vielen Campingplätze & campgroundsen in Silverton bzw. Durango, One-way-Trips ab Silverton oder Durango und Kombitouren, bei denen jeweils eine Strecke mit dem Bus und eine Strecke mit dem Zug zurückgelegt wird.
In der Hauptsaison sollten Reservierung mindestens 30 Tage im Voraus erfolgen.
Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad Company
479 Main Ave, Durango, CO 81301
Tel. (303) 247-2733
San Juan County´s Museum
Das Museum im ehemaligen San Juan County Jail führt die Besucher durch die Eisenbahn- und Bergbaugeschichte der Stadt. Im zweiten Stock sind die im Originalzustand belassenen Gefängniszellen zu besichtigen. Das Gebäude befindet sich am Nordende der Greene Street in der Nähe des Clement Creek und ist von Memorial Day bis Labour Day täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet, danach bis Mitte Oktober von 10 bis 15 Uhr.
Historic Old Town
Rechts und links der beiden Hauptstraßen, der Blair Street und der Greene Street, sind noch viele historische Gebäude zu sehen, in denen einst die Saloons, Bars und Bordelle der Stadt untergebracht waren.
Outdoor & Fun
Gold Mine Tour
Unweit von Silverton kann eine inzwischen stillgelegte Goldmine besichtigt werden. Die Gold Mine Tour dauert etwa eine Stunde. Zufahrt ab Silverton: knapp 5 Meilen östlich auf dem Hwy 110 (Greene Street) Richtung Howardsville, dann rechts auf die County Road 4 Richtung Cunningham Gulch, bei der Abzweigung links. Öffnungszeit: Memorial Day bis zum ersten Oktoberwochenende. Tourbeginn ist jede halbe Stunde von 9-18 Uhr im Juli und August, sonst jede Stunde von 10-17 Uhr (warme Kleidung nicht vergessen!).
Reiten
In der Nähe des "Bahnhofs" gibt es einen Reitstall für kurze Reittouren in die Umgebung.
Jeeptouren
Wer mag, kann von Silverton aus Jeeptouren zu den nahegelegenen Geisterstädten der Rocky Mountains unternehmen (Vermieter z.B. Triangle Jeep Rentals, 864 Greene Street, Rent-A-Jeep bei der Conoco Tankstelle oder die Jeepvermietung beim Silverton Lakes Campground 1. Mai-15. Okt.). Geführte Jeeptouren zwischen einem halben Tag und einem Tag Dauer veranstaltet San Juan Tours & Trading Company (im Whistle Shop, 1333 Greene St.).
Eine besonders schöne 4WD-Backcountry-Tour ist der 65 Meilen lange Alpine Loop von Silverton über Lake City nach Ouray mit Überquerung zweier Gebirgspässe (Engineer und Cinnamon). Dieser Backcountry Scenic Byway führt zu vielen verlassenen Erzschächten und Bergbaucamps - darunter Animas Fork, eine der besterhaltenen ghost towns und einst Endstation einer eigenen Bahnlinie zum Abtransport der Erze. Die Straße ist nur von Juli bis Oktober geöffnet. Eine ebenso interessante, aber nicht ganz ungefährliche Strecke mit vielen schmalen Serpentinen, führt von Silverton über den 3.570 Meter hohen Ophir Pass nach Ophir südlich von Telluride. Eine weitere 4WD-Route beginnt am Hwy 550, etwa 5 Meilen nördlich von Silverton. Die Abzweigung ist zwar unmarkiert, beginnt aber genau gegenüber dem Hinweisschild zum Red Mountain Summit. Die Strecke darf nur in einer Richtung, und zwar von Silverton nach Telluride, befahren werden. Sie führt über den Black Bear Pass zu zwei schönen Wasserfällen, den Bridal Veil und den Ingram Falls. Westlich der Wasserfälle geht es in steilen Serpentinen hinunter zur geteerten Straße nach Telluride.
Ausführliche Informationen über Veranstaltungen, Wanderwege, Jeeptouren und die Geschichte von Silverton beinhaltet der Silverton Free Vacation Guide, den man überall in der Stadt kostenlos erhält. Broschüren über 4WD-Strecken und topographische Karten erhält man bei Outdoor World in der Greene Street.
Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails
Zwischen Durango und Silverton sowie rund um Silverton gibt es unzählige Möglichkeiten für kurze Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails oder längere Trekkingtouren durch die Bergwelt der San Juan Mountains. Zu beachten ist allerdings, dass in über 3.000 Metern Höhe nach kalten, schneereichen Wintern noch bis in die erste Juliwoche! Schnee liegen kann. Zur Zeit der Schneeschmelze können Schlamm und reißende Gebirgsbäche an manchen Orten die Wege unpassierbar machen.
Die beste Zeit für Wanderungen, Wandern - hikes & hiking trails ist die kurze Zeit von Mitte Juli bis Ende September. Dann kommt man auch in den Genus, die alpine Tundra in voller Blüte zu erleben. Bereits Anfang Oktober ist aber schon wieder mit Schneefällen und extrem kalten Nächten zu rechnen. Etwas südlich von Silverton liegt die Weminuche Wilderness, größtes Wildnisgebiet des Staates. Schöne Wanderwege durch diese Landschaft beginnen am Ende der Cunningham Gulch Road und am Vallecito Lake. Weitere Trailheads liegen entlang der Eisenbahnstrecke zwischen Durango und Silverton bei Needleton. In den jeweiligen Railroad Depots kann man im Voraus vereinbaren, dass der Zug an einem der Haltepunkte anhält, um Wanderer aus- oder einsteigen zu lassen. Weitere Auskünfte über interessante Wandertouren und Campingplätze & campgroundssmöglichkeiten beim Animas Ranger District Office des NF-Service, 701 Camino del Río in Durango.
Veranstaltungen
Ende Juni
Jubilee Folk Festival mit Schwerpunkt auf Bluegrass und Folk Music
Mitte August
Hardrockers Holiday Mining Celebration
und Great Western Rocky Mountain Brass Band Festival
Campingplätze & campgrounds
Silverton Lakes
Zufahrt: ½ Meile nördlich an der Kreuzung mit dem Hwy 110, in der Nähe des Animas River
Anzahl Plätze: 100
(50 mit full hookup)
Ausstattung: Waschmaschinen, Laden, Jeepverleih
Öffnungszeit: 1. Mai-15. Okt.
Molas Lake
Zufahrt: 5 Meilen südlich von Silverton an der US 550 (Höhe: 3.196 m)
Anzahl Plätze: 60
Ausstattung: zentrale Dumpstation, Waschmaschinen, Laden, Möglichkeit zum Schwimmen und Bootfahren, Angeln und Reiten
Öffnungszeit: 1. Juni-15. Sept.
South Mineral NF
Zufahrt: auf dem Hwy 550 4 Meilen nach Norden, dann 3 Meilen westlich auf der Forest Service Rd. 2585
Anzahl Plätze: 23
Ausstattung: Toiletten
Öffnungszeit: 15.Juni-15.Sept.
Adresse
Silverton Chamber of Commerce
P.O.Box 565, 717 Greene St., Silverton, CO 81433, Tel. (303) 387-5654
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