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Chinese Wall - Davils Causeway NM

Bundesstaat: Colorado
Höhe: 2.986 ü.M. - 3.596 ü.M.
Lage: in der Flat Tops Wilderness im Nordwesten Colorados, 47 Meilen südwestlich von Steamboat Springs

Kurzinfo
Chinese Wall ist ein lang gestreckter schmaler Bergrücken, dessen Flanken auf beiden Seiten fast 500 Meter steil abfallen - nichts für Leute mit Höhenangst, denn an der schmalsten Stelle - die sich bezeichnenderweise Devils Causeway nennt, verengt sich der Weg auf weniger als einen Meter Breite. Diese äußerst schmale Felspassage ist etwa 15 Meter lang und es erfordert schon einiges an Mut und Geschick, um hier sicher und ohne Scheu vor dem Blick in die Tiefe über die kantigen und stellenweise losen Felsblöcke zu balancieren.

Devils Causeway
Dieser exponierte Felsgrat muss überquert werden

Zufahrt
Vom Highway 131, der die I-70 mit der Stadt Steamboat Springs im Norden Colorados verbindet, zweigt man in Yampa nach links ab, fährt durch den kleinen Ort hindurch bis zur Main Street und dann weiter auf der County Road 7(ausgeschildert) Richtung Süden. Die ersten 6,5 Meilen dieser Strecke sind geteert, dahinter sind es nochmals 9 Meilen auf der ungeteerten, aber auch mit PKW gut befahrbaren FR 900 bis zum Parkplatz und Trailhead am Stillwater Reservoir.

Chinese Wall - Devils Causeway Trail
Distanz: 3 Meilen one-way bis zu Devils Causeway oder 9,8 Meilen Loop
Höhenunterschied: 595 Meter
Vom Parkplatz am Stillwater Reservoir geht man geradeaus und dann auf einem schmalen Pfad immer am nördlichen Ufer des Stausees entlang über Blumenwiesen, bis man nach 0,6 Meilen zu einer Weggabel gelangt. Hier geht es nach rechts und dann bergauf durch eine offene Waldlandschaft mit zahlreichen kleinen Bergseen bis man schließlich das Ziel der Wanderung erblickt, den Bergrücken der Chinese Wall. Auch hier geht es wieder in gleichmäßiger Steigung bergauf bis man schließlich das letzte Stück des Aufstiegs vor sich hat, eine steile Flanke, an der der Weg in zahlreichen Serpentinen und einem kurzen, aber heftigen Steilanstieg empor klettert. Oben angekommen, bietet sich ein beeindruckender Rundblick auf die kargen Bergrücken und Höhenzüge der Flat Tops Wilderness.

Chinese Wall
Der schmale Felsgrat ist Teil der Chinese Wall


Gleich dahinter wartet auch schon Devils Causeway, eine relativ kurze, aber knackige Engstelle aus unregelmäßig aneinander gereihten Felsblöcken, die man nur überqueren sollte, wenn man einen sicheren Tritt besitzt und nicht unter Höhenangst leidet, denn auf beiden Seiten fällt der Hang steil ab, über 30 Meter auf der Südseite, fast 120 Meter auf der Nordseite, wobei das Gesamtgefälle bis zu den darunter liegenden Seen fast 500 Meter beträgt. Wer nicht ganz so beherzt ist, kann an dieser Stelle auch einfach nur den dramatischen Anblick auf sich wirken lassen und dann auf gleichem Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück kehren.

Flat Tops Wilderness
Blick über die Flat Tops Wilderness bis zum Stillwater Reservoir


Wer weiter wandern möchte, überquert den Grat und folgt dann auf der anderen Seite dem schmalen Pfad über den nun wieder breiter werdenden Höhenrücken mit seiner kargen, aber eindrucksvollen Tundravegetation. Der Weg führt nun wieder leicht bergab, bis man nach weiteren 2,5 Meilen zu einer Reihe übereinander gewürfelter Felsbrocken gelangt, die sich ‚Mosquito' nennt. Wer Lust auf eine weitere Klettereinlage hat, kann hier für eine Weile den Weg verlassen und die Direktvariante über die Felsen nehmen. Von oben erkennt man auch den Weg und ein Schild, an dem sich die Wege schließlich wieder trennen. Hier nimmt man den Weg, der nach Nordosten zurück zum Stillwater Reservoir führt.

Deils Causeway
Hinter der Engstelle wird der Felsrücken wieder etwas breiter


Klima und Wanderzeit
Aufgrund der Höhenlage ist die Chinese Wall oft bis ins späte Frühjahr hinein dick mit Eis und Schnee bedeckt, so dass für diese Bergwanderung nur die relativ kurze Sommerzeit von Juli bis September in Frage kommt. In dieser Zeit muss man allerdings auch verstärkt mit heftigen Nachmittagsgewittern rechnen, denen man oben auf dem exponierten Grat dann recht schutzlos ausgeliefert ist. Am besten beginnt man den Aufstieg daher am frühen Morgen, um spätestens gegen 14 Uhr wieder am Trailhead zu sein.

Übernachtung
Wer gerne in der Nähe des Trailhead übernachten möchte, findet entlang der Forest Road 900 einige kleinere Einfachcampgrounds, deren Stellplätze sich sowohl für Zelte als auch für kleinere Wohnmobile oder Pickup Camper eignen. Durch die Offenheit der Landschaft und die Höhenlage kann es hier nachts allerdings empfindlich kalt und windig werden. Eine größere Auswahl an Motels und Lodges findet man im 45 Meilen nordöstlich gelegenen Steamboat Springs. Da man sich hier in einer recht abgeschiedenen Bergregion Colorados befindet, sollte man vor einer Fahrt in die Flat Tops Wilderness auch unbedingt nochmals voll tanken. Letzte Gelegenheit dazu bietet die kleine Siedlung Yampa.

Fire Truck in Yampa

Fire Truck in Yampa
Kurzer Zwischenstopp in Yampa


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