Bundesstaat: Kalifornien
Höhe: 598 ü.M. bis 1.682 ü.M.
Lage: der Joshua Tree Nationalpark liegt 140 Meilen östlich von Los Angeles. Der Nordeingang befindet sich nahe der Stadt Twentynine Palms am Hwy 62, der Südeingang an der I-10 östlich von Palm Springs / Indio.
Kurzinfo
Innerhalb des relativ dicht besiedelten Südwestens von Kalifornien bildet der Joshua Tree Nationalpark mit seinen beeindruckenden Felsgruppen und seinen großartigen Beständen bizarrer Joshua Trees ein landschaftliches Juwel erster Güte. Während im Frühjahr farbenprächtig blühende Kakteen und Wildblumen unzählige Besucher in ihren Bann ziehen, locken im Winter milde Tagestemperaturen, Sonnenschein und ein griffiger, granitartiger Fels Sportkletterer aus aller Welt in den Park. Wer Lust hat, in dieser reizvollen Umgebung das Klettern einmal selbst auszuprobieren, kann an den Wochenenden an einem der Kletterkurse teilnehmen, die von den verschiedenen Veranstaltern rund um den Park angeboten werden.

Wissenswertes
Tiere
Einer der typischen Wüstenbewohnern des Joshua Tree Nationalparks ist die kleine Känguruh-Ratte, die sich ausschließlich von Pflanzensamen ernährt. Diese Samen liefern nicht nur Nahrung, sondern auch die für das Überleben notwendige Feuchtigkeit. Verstaut werden sie in riesigen Backentaschen, die als Sammelbehälter dienen und es dem Tier ermöglichen, die Zeit außerhalb des schützenden Baus ausschließlich für die nächtliche Futtersuche zu nutzen und sich nicht unnötig lange den überall lauernden Gefahren auszusetzen. Bestens an die Wüste angepasst ist auch das Black-tailed Jackrabbit, das entgegen seinem Namen nicht zu den Kaninchen, sondern zur Familie der Hasen gehört. Die Jungen werden, wie bei den Hasen üblich, bereits mit Fell geboren, die Augen weit geöffnet. Die typischen langen Ohren der Jackrabbits dienen der Wärmeregulation. Bei Kälte sammeln sie die wärmenden Sonnenstrahlen, bei Hitze geben sie überschüssige Körperwärme an die Umgebung ab. Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind die langen, kräftigen Hinterbeine, mit denen sie Sprintgeschwindigkeiten von bis zu 65 Stundenkilometern erreichen können. Gejagt werden beide Tiere, vor allem die noch hilflosen Jungen, von Raubvögeln wie dem Steinadler und größeren Säugetieren wie Bobcats und Kojoten. Zu den etwas unangenehmeren Bewohnern des Parks gehören die Tarantel, deren Bisse zwar nicht giftig, aber sehr schmerzhaft sind und die Sidewinder, eine perfekt an die Wüste angepasste Klapperschlangenart, die sich schlängelnd seitwärts bewegt und wie die meisten anderen Wüstenbewohner vorwiegend nachts auf Beutefang geht.

Der Cholla Cactus Garden im Süden des Parks
Pflanzen
Der Joshua Tree Nationalpark gliedert sich in zwei unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen, die Sonora Wüste im Süden des Parks und die etwas höher gelegene und daher kühlere Mojave Desert im Nordteil des Parks. Charakteristisch für die extrem trockene und heiße Sonora Wüste in der Umgebung von Cottonwood Spring sind der Sagebrush, ein stets vertrocknet wirkendes Gestrüpp aus der Beifuß-Familie und Kakteen wie der Teddybear Cholla und der zierliche Ocotillo-Strauch mit seinen leuchtend roten Blüten. Der Westteil des Parks gehört zur Mojave Wüste. Hier gedeihen rund um die wenigen Wasserstellen auch Kiefern und kalifornische Fächerpalmen.

Bladder Sage
Hauptattraktion und Blickfang sind jedoch die vielen bizarren Joshua Trees, denen der Park seinen Namen verdankt. Diese baumähnliche Yukka-Art, die Höhen von 12 bis 15 Metern und ein Alter von über 100 Jahren erreichen kann, bildet von März bis Mai wunderschöne hellgelbe Blütenstände. Der etwas seltsame Name der Pflanze stammt übrigens von mormonischen Siedlern, die sich durch die gen Himmel ragenden Äste an die erhobenen Hände des Propheten Joshua erinnert fühlten. Weit ältere Bestände von Joshua Trees findet man übrigens in Arizona nahe Pierce Ferry.

Mojave Aster
Klima & Reisezeit
Hauptbesuchszeiten für den Joshua Tree Nationalpark sind Herbst und Frühjahr mit Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Besonders empfehlenswert ist die Zeit von März bis April, wenn die meisten Kakteen und Wildblumen des Parks in Blüte stehen. Allerdings kann es dann durch den hohen Besucherandrang auch schnell zu Übernachtungsengpässen kommen. Die Sommermonate Juli und August bringen extrem heiße Tagestemperaturen von über 40 Grad. Auch nachts kühlt es dann kaum ab. Erst gegen morgen werden etwas angenehmere 25 Grad erreicht. Wanderungen oder Mountainbiketouren sind bei einer solch extremen Hitze fast nicht mehr möglich. Der Park ist auch im Winter recht gut besucht, vor allem von Kletterern, denen es dann in anderen Gegenden Kaliforniens zu kalt ist. In den Wintermonaten liegen die Tagestemperaturen bei angenehmen 20-25 Grad, nachts können sie allerdings schnell unter den Gefrierpunkt sinken.

Sehenswertes
Am interessantesten ist der Nordteil des Parks mit seinen ausgedehnten Beständen an Joshua Trees, die sich dekorativ um die eindrucksvollen Felslandschaften des Parks gruppieren. Erschlossen wird dieses Gebiet von einer Parkstraße, die am Nordeingang des Parks beim Oasis Visitor Center beginnt und am Westeingang nahe des Städtchens Yukka Valley endet. Unterwegs lohnt sich der Abstecher zu Keys View, einem phantastischen Aussichtpunkt mit Blick auf das 1.500 Meter tiefer gelegene Tal des Imperial Valley und die weiße Oberfläche des Salton Sea. Bei gutem Wetter reicht der Blick von hier oben sogar bis weit hinein nach Mexiko. Entlang dieser Parkstraße liegen auch viele interessante Felsgruppen wie die Picknick Area Split Rock und die übereinandergeschachtelten riesigen Boulder der Jumbo Rocks.

Split Rock
Ein wahrer Irrgarten aus Stein befindet sich auch rund um das Hidden Valley im Zentrum des Parks. Die Felsen in diesem bei Wanderern wie bei Kletterern gleichermaßen beliebten Gebiet tragen so phantasievolle Namen wie Elephant Rock, Chimney Rock und Turtle Rock. Mit einem Geländewagen lohnt sich der 30 Kilometer lange Abstecher auf der Geology Tour Road in den Südteil des Parks.

Felsgruppe rund um den Skull Rock
Neben diesen beiden Haupteingängen gibt es auch mehrere Stichstraßen, die direkt vom Hwy 62 zwischen Twentynine Palms und Yucca Valley in den Nordteil des Parks führen. Dazu gehört die Black Canyon Road bei der Ortschaft Yukka Valley, über die man einen der beiden auch für Wohnmobile geeigneten Campgrounds des Parks erreicht. Östlich davon führt eine weitere Stichstraße in das Gebiet von Indian Cove mit schönem Zeltplatz und Zugang zu weiteren markanten Fels- und Klettergebieten. Eine weitere Zufahrt besteht schließlich unmittelbar westlich von Twentynine Palms. Hier erreicht man über die Canyon Road den Ausgangspunkt für die landschaftlich reizvolle Wanderung zur Fortynine Palm Oasis, einer Wasserstelle, umgeben von kalifornischen Fächerpalmen.
Im Südteil des Parks konzentrieren sich die Besucheraktivitäten rund um das Cottonwood Visitor Center. Hier gibt es neben einem recht komfortablen Campground auch einen hübsch angelegten Nature Trail. Über einen recht anstrengenden Wanderweg gelangt man zur 7 Meilen entfernten Lost Palms Oasis, einem landschaftlich reizvollen Canyon mit Gruppen kalifornischer Fächerpalmen. Unterwegs bietet sich die Gelegenheit für interessante Abstecher in zwei Felsencanyons mit Kletterpartien über wuchtige Felsblöcke und Steinquader. Weiter nördlich befindet sich der Cholla Cactus Garden mit dichten Beständen mannshoher Cholla Kakteen und noch ein Stück weiter der hübsch zwischen Felsen eingebettete White Tank Campground, Ausgangspunkt für die lohnende Kurzwanderung zum Arch Rock, einem sehenswerten Natursteinbogen.

Arch Rock
Outdoor & Fun
Sportklettern
Joshua Tree - eines der ältesten und bekanntesten Klettergebiete der USA - ist vor allem von Spätherbst bis Frühjahr ein beliebtes Ziel von Sportkletterern aus aller Welt. Die rundlichen, abgeschliffenen Granitmonolithen erreichen zwar nur Höhen von 20 bis 30 Metern, bieten aber mit ihren ungewöhnlichen Spalten-und Rissklettereien viele interessante Routen in allen Schwierigkeitsgraden.
Die bekanntesten Klettergebiete befinden sich in der Umgebung des Hidden Valley Campground, bei Indian Cove und westlich der Jumbo Rocks. Infos zum Klettern und eine Karte über die verschiedenen Klettergebiete des Parks findet man in der kostenlosen Parkbroschüre. Wer will, kann sich am Hidden Valley Campground Sonntag morgens ab 8 Uhr beim Climbers Coffee einfinden, um dort bei einer kostenlosen Tasse Kaffee gemeinsam mit Parkrangern und anderen Kletterern aktuelle Themen zu besprechen und Erfahrungen auszutauschen. Topos und Routen findet man u.a. im Falcon Guide ‚Rock Climbing Joshua Tree' von Randy Vogel. Veranstalter in der Nähe des Joshua Tree Nationalparks bieten Kletterkurse und private Kletterführer für das Gebiet.
     
Joshua Tree ist bekannt für seine Spalten- und Rissklettereien
Uprising Adventure Guides, Inc.
1500 Gene Autry Trail
Palm Springs, CA 92264
Tel. 1-888-CLIMB-ON oder
Tel. (760) 416-5799
www.uprising.com
Vermittlung privater Kletterführer für Einzelpersonen und Kleingruppen, ein- oder zweitägige Einführungskurse ins Sportklettern, Boulderkurs sowie individuelles Techniktraining, Vorstiegskurse und Big Wall Climbing für Fortgeschrittene. Saison Anfang März bis Ende November (nicht im Juli und August).
Joshua Tree Rock Climbing School
HCR Box 3034
Joshua Tree, CA 92252
Tel. 1-800-890-4745 oder
Tel. (760) 366-4745
www.joshuatreerockclimbing.com
Einzige Kletterschule direkt vor Ort. Ein- und zweitägige Einführungskurse ins Sportklettern (Mindestalter 10 Jahre), 2-4-tägige Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene mit verschiedenen Schwerpunkten, private Kletterführer für Einzelpersonen und Kleingruppen. Das ganze Jahr über geöffnet.

Mountainbiking
Mountainbiker dürfen neben den geteerten und ungeteerten Parkstraßen seit kurzem auch zwei Trails benutzen, die eigentlich für Reiter und Wanderer gedacht sind. Dementsprechend sollte man unterwegs auch auf diese Personengruppen Rücksicht nehmen. Einer dieser Trails ist der 10 Meilen lange Berdoo / Thermal Canyon Bike Trail. Er beginnt an der Berdoo Canyon 4WD-Road (südliche Fortsetzung der Geology Tour Road) und führt durch einen rauen und landschaftlich sehr reizvollen Abschnitt der Cottonwood Mountains mit vielen tollen Aussichtspunkten. Die Tour endet an der südlichen Parkgrenze beim Thermal Canyon nahe der I-10. Wer unterwegs übernachten möchte, muss sich am Pleasant Valley Backcountry Board eintragen (zusätzlich 5 Meilen one-way). Für Biker, Reiter und Wanderer geöffnet ist der 7 Meilen lange Abschnitt des California Riding and Hiking Trail zwischen dem Backcountry Registration Board am Nordeingang und dem Twin Tank Registration Board. Die Strecke folgt weitgehend einem sandigen, ausgetrockneten Bachbett (die One-way-Tour in umgekehrter Richtung Twin Tanks - Nordeingang führt bergab und ist dadurch weniger anstrengend).

Eine blühende Desert Bell
Backcountry Roads
Wer genügend Zeit mitbringt und mit einem Mountainbike oder einem Geländewagen unterwegs ist, kann abseits der Hauptstraßen und der Besuchermengen die vielen abgelegenen Wüsten- und Canyonlandschaften des Joshua Tree Nationalparks erkunden. Karten, Wegbeschreibungen und Infos über den aktuellen Zustand der einzelnen Dirt Roads erhält man bei den Parkrangern. Die bekannteste dieser Touren ist die Geology Tour Road. Sie zweigt zwei Meilen westlich des Jumbo Rocks Campground von der Parkstraße nach Süden ab. Nach 5,4 Meilen auf dieser holprigen und sandigen Piste erreicht man Squaw Tank, wo sich eine 6 Meilen lange Rundtour durch das Pleasant Valley anschließt. Entlang dieser Rundtour beginnt übrigens der oben erwähnte Berdoo / Thermal Canyon Bike Trail. Ebenfalls lohnend ist die 3,8 Meilen lange und am Ende recht steile Dirt Road von der Covington Flats Picnic Area auf den Gipfel des Eureka Peak (1.682 ü.M.) mit herrlichem Panoramablick auf Palm Springs, die St. Jacinto Mountains und das Morongo Basin.
Wanderungen & Trekkingtouren
Wer die Schönheit dieses Parks wirklich kennenlernen will, sollte nicht nur die Parkstraßen und Viewpoints abfahren, sondern sich auch die Zeit nehmen, zu wandern. Besonders attraktiv wirkt die Landschaft im Frühjahr, wenn viele Kakteen und Wildblumen in voller Blüte stehen und bunte Farbtupfer zwischen die grauen Felsen setzen. Neben einer ganzen Reihe kurzer Nature Trails gibt es viele längere Wanderwege durch die verschiedenen Gebiete und Vegetationszonen des Parks. Interessant ist es auch, eine Weile den Kletterern zuzuschauen und ein bisschen selbst in dem Gewirr von Felsblöcken umherzukraxeln.
Skull Rock
Trailhead: im Gebiet der Jumbo Rocks direkt an der Parkstraße (Park Blvd.) oder am Loop E des Jumbo Rock Campgrounds
Distanz: 1.7 Meilen langer Rundweg
Am schnellsten erreicht man den Skull Rock von einem Parkplatz, der sich direkt gegenüber dieser Felsgruppe an der Parkstraße befindet. Ein weiterer möglicher Startpunkt befindet sich am Loop E des Jumbo Rock Campground. Die Felsgruppe selbst wird von einem schmalen Fußpfad umrundet. Besonders schön ist diese Wanderung im Frühjahr, wenn rund um die Felsen zahlreiche Kakteen und Wildblumen blühen.

High View
Trailhead: am Black Rock Canyon Campground
Distanz: 1,3 Meilen hin und zurück
Der gut ausgebaute Weg führt mäßig steil bergauf zu einem schönen Aussichtspunkt auf das Yucca Valley und Mt. San Gorgonio.
Ryan Mountain Trail
Trailhead: Ryan Mountain Parkplatz oder Sheep Pass Campground
Distanz: 1,5 Meilen one-way
Der mäßig anstrengende Wanderweg führt auf den 1.664 Meter hohen Gipfel des Mountain Ryan. Von oben bieten sich beeindruckende Blicke auf das Queen, Lost Horse und Pleasant Valley.
49 Palm Oasis
Trailhead: Parkplatz am Ende der Canyon Road (westlich von Twentynine Palms führt eine kurze Stichstraße vom Hwy 62 nach Süden in den Park)
Distanz: 1,5 Meilen one-way
Wanderung zu einer der wenigen Wasserstellen des Parks. Durch die konstante Feuchtigkeit innerhalb der Oase gedeihen hier auch kalifornische Fächerpalmen.
Lost Horse Mine/ Mountain Trail
Trailhead: Keys View Road, unterwegs 1,2 Meilen langen Stichstraße zum Parkplatz
Distanz: 2 Meilen one-way
Recht anstrengende Wanderung zur ehemaligen Ten-Stamp Mill und zum Gipfel des Lost Horse Mountain auf 1.583 Metern Höhe.
Arch Rock Nature Trail   
Trailhead: kleiner Parkplatz bei Campsite No.9 des White Tank Campground
Distanz: Rundweg von 0,3 Meilen
Ein hübscher Nature Trail führt vom Campingplatz durch ein offenes Wüstengebiet mit schönen Granitfelsen zum Arch Rock, einem weich geschwungenen und sehr fotogenen Natursteinbogen mit einer Höhe von fast 10 Metern.

Kurzwanderung zum Arch Rock
Pine City Trail
Trailhead: am Pine City Backcountry Board (nördlich der Abzweigung zur Geology Tour Road)
Distanz: 1,5 Meilen one-way
Benötigte Zeit: 2-3 Stunden
Der Weg führt in ein abgelegenes Gebiet mit großen Felsblöcken und Kiefernbäumen. Hier lassen sich recht gut Vögel und Dickhornschafe beobachten.
Lost Palm Oasis
Trailhead: beim Parkplatz Cottonwood Spring in der Nähe des Cottonwood Visitor Center im Süden des Parks
Distanz: 4 Meilen one-way
Steigung: 150 Meter
Der landschaftlich sehr reizvolle und abwechslungsreiche Wanderweg führt zunächst durch einen Canyon gleichmäßig ansteigend bergauf, später dann relativ eben durch ein schönes, von Felsblöcken übersätes Wüstengebiet zu einer Oase mit über 100 kalifornischen Fächerpalmen. Charakteristisch für das Gebiet sind die vielen schmalen ‚washes', in deren Nähe im Frühjahr (Hauptsaison März/April) viele unterschiedliche Kakteen- und Wildblumenarten blühen. Unterwegs hat man auch schöne Fernblicke auf den Salton Sea und die Jacumba Mountains im 80 Meilen entfernten Mexiko.

Desert Globemallow
Backcountry Touren
Für Wanderungen abseits der Hauptwanderwege in den abgelegenen Wildnisgebieten des Joshua Tree Nationalparks gelten eine Reihe von Sicherheits- und Verhaltensvorschriften. Bei mehrtägigen Touren sollte man sich unbedingt entsprechend vorbereiten und das Vorhaben zunächst mit den Parkrangern durchsprechen. Verzichten sollte man auf anstrengende Wanderungen auf jeden Fall in den Sommermonaten Juli und August. Wichtigste Grundregel ist, immer ausreichend Wasser mitzunehmen, und zwar 1 Gallone pro Person und Tag bei Tagestouren, 2 Gallonen bei Mehrtagestouren. Wer unterwegs eine Übernachtung plant, muss sich an einem der Backcountry Boards eintragen. Autos, die nachts nicht an einem der Campgrounds oder an einem dieser Registrierungsboards abgestellt sind, können abgeschleppt werden!
Der Zeltplatz muss auf jeden Fall mindestens 1 Meile von jeder Straße und 500 Fuß (ca. 150 Meter) von jedem Wanderweg entfernt sein. Selbstverständlich sollte man Platz genauso sauber verlassen, wie man ihn angetroffen hat. Ausgetrocknete Flussbetten sollte man wegen der Gefahr von Flash Floods unbedingt meiden. Offene Feuer sind im gesamten Hinterland verboten.
Aufgrund fehlender Wegmarkierungen und der Unübersichtlichkeit des Geländes sollte man eine topographische Karte des jeweiligen Gebietes besitzen und gut mit einem Kompass umgehen können. Achten Sie auch auf entsprechende Kleidung. In der Wüste sind Temperaturschwankungen von 20 Grad zwischen Tag und Nacht keine Seltenheit.

Aussicht von Keys View auf das Imperial Valley
Übernachtung
Während der Hauptbesuchszeiten des Joshua Tree Nationalparks im Frühjahr und Herbst kann es innerhalb und außerhalb des Parks schnell zu Übernachtungsengpässen kommen. Dies gilt insbesondere für die zentral gelegenen Campingplätze des Parks sowie für die günstigeren Motels in Twentynine Palms in der Nähe des Westeingangs. Man sollte also rechtzeitig anrufen und reservieren. Alternativ kann man auch im etwas teureren Palm Springs übernachten und von dort einen Tagesausflug zum Nationalpark unternehmen. Auskunft zu Übernachtungsmöglichkeiten erhält man bei den lokalen Chambers of Commerce (Indio Tel. 760-347-0676, Joshua Tree Tel. 760-366-3723, Palm Springs Tel. 760-325-1577, Twentynine Palms Tel. 760-367-3445 und Yucca Valley Tel. 760-365-6323).
Campingplätze
Innerhalb des Parks gibt es insgesamt 9 Campingplätze, die meisten davon auf first-come, first-serve Basis. Während der Hauptreisezeit sollte man also möglichst früh nach einem geeigneten Übernachtungsplatz Ausschau halten und diesen bis spätestens Mittag belegt haben. Die beiden einzigen Plätze mit kostenloser telefonischer Reservierungsmöglichkeit sind Indian Cove und Black Rock Canyon (Tel. 1-800-365-2267). Frischwasser gibt es nur an den drei kostenpflichtigen Campgrounds des Parks, und zwar im Black Rock Canyon südlich von Yukka Springs, am Cottonwood Campground in der Nähe des Südeingangs und in der Nähe des Indian Cove Campground westlich von Twentynine Palms. Die anderen Campingplätze des Joshua Tree Nationalparks sind kostenlos. Allerdings muss man dort sein Wasser selbst mitbringen. Duschen und zentrale Dumpstations für Camper und Wohnmobile gibt es nur an den Campgrounds Black Rock Canyon und Cottonwood. Sogenanntes Backcountry Camping, also Zelten außerhalb der Campgrounds ist abseits der Hauptstraßen möglich. Allerdings benötigt man hierfür ein kostenloses Permit der Parkranger. Landschaftlich besonders attraktiv sind die Campgrounds Mount Ryan, Indian Cove und Jumbo Rocks.

Sonnenuntergang am Indian Cove Campground
Indian Cove Campground
Höhenlage: 973 ü.M.
Lage: 10 Meilen westlich des Oasis Visitor Center über die Indian Cove Access Road
Infostellen: Rangerstation, Backcountry Registrierung
Anzahl Plätze: 101
Ausstattung: chemische Toiletten, Feuerstellen und Picknicktische, Trinkwasser bei der Ranger Station
Öffnungszeit: ganzjährig
Belle Campground
Höhenlage: 1.155 ü.M.
Lage: 2 Meilen südlich der Kreuzung Pinto Basin Road und Park Boulevard
Anzahl Plätze: 18
Ausstattung: Picknicktische und Feuerstellen (Feuerholz selbst mitbringen!)
Öffnungszeit: ganzjährig
Black Rock Campground
Höhenlage: 1.216 ü.M.
Lage: im äußersten Westteil des Parks südlich der Ortschaft Yukka Valley, vom Oasis Visitor Center 28 Meilen nach Westen, dann nach Süden abzweigen auf die Joshua Lane
Infostellen: Rangerstation, Visitor Center und Backcountry Registrierung
Anzahl Plätze: 100
Ausstattung: Trinkwasser, Duschen, Toiletten, Dumpstation, Picknicktische, Feuerstellen
Öffnungszeit: ganzjährig
Ryan Campground
Höhenlage: 1.307 ü.M.
Lage: an der Kreuzung Utah Trail und Quail Springs Road (Park Boulevard)
Anzahl Plätze: 31 sowie ein separates Horse Camp
Ausstattung: chemische Toiletten, Feuerstellen und Picknicktische
Öffnungszeit: ganzjährig
Hidden Valley
Höhenlage: 1.276 ü.M.
Lage: 20 Meilen südöstlich der West Entrance Station am Park Boulevard
Anzahl Plätze: 39
Ausstattung: chemische Toiletten, Picknicktische, Feuerstellen
Öffnungszeit: ganzjährig
Jumbo Rocks
Höhenlage: 1.3376 ü.M.
Lage: am Utah Trail in der Nähe des Sheep Pass 11 Meilen südwestlich des Oasis Visitor Centers
Anzahl Plätze: 125
Ausstattung: chemische Toiletten, Picknicktische und Feuerstellen
Öffnungszeit: ganzjährig
Cottonwood Campground
Höhenlage: 912 ü.M.
Lage: in der Nähe des Südeingangs beim Cottonwood Visitor Center
Anzahl Plätze: 62
Ausstattung: Trinkwasser, Duschen, Toiletten. Dumpstation, Feuerstellen, Picknicktische
Öffnungszeit: ganzjährig
White Tank Campground
Höhenlage: 1.155 ü.M.
Lage: an der Pinto Basin Road zwischen nördlichem und südlichem Parkeingang
Anzahl Plätze: 15 zwischen Granitfelsen eingebettete Stellplätze (max. Fahrzeuglänge 25 Fuß)
Ausstattung: Picknicktische, Feuerstellen, Einfachtoiletten
Öffnungszeit: ganzjährig
Adresse
Superintendent
Joshua Tree National Park
74485 National Park Drive
Twentynine Palms, CA 92277-3597
Tel. (760) 367-5500
www.nps.gov/jotr


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