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Hinweise
Für die Fahrt zur White Pocket gilt das Gleiche wie für die etwas weiter westlich gelegenen Coyote Buttes South, nur mit dem Unterschied, dass die Sandpiste, die zur White Pocket führt, noch um einiges tiefer und durchwühlter ist. Selbst wer es gewohnt ist, mit Geländewagen zu fahren, wird hier schnell an seine Grenzen kommen. Miet-SUV's sind für solche Strecken weder konzipiert noch zugelassen, zudem besteht im Schadensfall kein Versicherungsschutz. Wer es trotzdem versucht, geht also ein sehr hohes persönliches Risiko ein, das zudem noch sehr teuer werden kann. Abschleppkosten können in dieser abgelegenen Gegend gleich 1000 Dollar und mehr kosten.
Für Sandpisten geeignet sind richtige Jeeps oder ATV's, die man in Kanab tageweise mieten kann (z.B. bei Canyon Country Jeep Rental, 285 South, 100 East, Kanab, UT 84741, Tel. 435-644-8250 oder 435-899-0253). Geführte Jeeptouren in das Gebiet veranstaltet unter anderem Paria Outpost (einige Meilen westlich der Paria Contact Station am Hwy 89, Tel. 928-691-1047, Infos unter www.paria.com). Permits werden derzeit noch nicht benötigt.
Wer eine Tagestour zur White Pocket plant, sollte unbedingt daran denken, dass man für die Fahrt in dieses abgelegene Gebiet aufgrund der schwierigen Strecke mit etwa 2,5-3 Stunden reiner Fahrtzeit rechnen sollte (one-way ab Page bzw. Kanab). Wer morgens oder abends fotografieren möchte, sollte lieber vor Ort übernachten. Möglichkeiten hierzu gibt es entlang der Dirt Roads oder in der Nähe der Trailheads (Cottonwood TH bei den Coyote Buttes South bzw. White Pocket TH).
Zufahrt
Um zur White Pocket zu gelangen, wählt man zunächst die gleiche Route wie für die Coyote Buttes South. Bei der Poverty Flat Ranch angekommen, verzweigen sich dann allerdings die Wege. Nach links (Nordwesten) geht es zum Cottonwood Trailhead, nach rechts zur White Pocket. Diese äußerst zerwühlte, schwierige Tiefsandpiste führt zunächst zwischen der alten Windmühle und einigen alten Gebäuden hindurch, bergauf zu einem alten Wassertank und dann weiter Richtung Osten, später Norden, bis man nach 1,8 Meilen zu einer Umzäunung gelangt, an der der Weg einen Knick nach rechts macht. Von hier aus fährt man dann (zunächst am Zaun entlang) nochmals 2,8 Meilen Richtung Osten und schließlich weitere 1,5 Meilen nach Nordosten bis zum Trailhead, einer sandigen Fläche in der Nähe eines freistehenden Wacholderbaums. Die White Pocket, die wie eine große Felsenburg aus der Ebene emporragt, befindet sich etwa eine halbe Meile weiter westlich.
Sehenswertes & Wanderungen
Da das Gebiet der White Pocket etwas kleiner und markanter ist als das der Coyote Buttes South, fällt die Orientierung bei dieser Querfeldeinwanderung etwas leichter. Trotzdem empfiehlt es sich auch hier, ein GPS-Gerät mitzunehmen, den Standort des Fahrzeugs abzuspeichern und sich unterwegs immer wieder die Geländeformationen einzuprägen. Wasser und Sonnenschutz sollte man ebenfalls nicht vergessen.
Vom Parkplatz und Trailhead folgt man den ausgetretenen Fußspuren, die über eine mit wenigen Büschen und Wacholderbäumen bestandene Wüstenlandschaft Richtung Norden führen, wobei man die Felsenburg der White Pocket nur als westlich gelegene Orientierungsmarke, nicht als Ziel benutzt. Bereits nach 0,2 Meilen tauchen geradeaus die ersten weißen Felsgebilde auf, kleine Hoodoos, bizarr geformte Sandsteinhügel. Nur wenige Schritte weiter befindet man sich dann plötzlich in einer unglaublich farbenprächtigen und bizarren Fantasielandschaft aus roten und weißen Sandsteinfelsen, die wie Farbflächen in einem abstrakten Gemälde ineinander überlaufen und zerfließen. Geht man etwas weiter, gelangt man zu einem mächtigen, sanft ansteigenden Felsenberg, der aus lauter weißen Steinkissen besteht, dann zu einer riesigen rot-weißen Felsspirale und schließlich zu einem kleinen dunkelroten Sandsteincanyon mit weich geschwungenen Wänden, den man auch von innen erkunden kann. Verabschiedet wird man schließlich von einem kleinen Doppel-Hoodoo, der stolz auf einem Hügel thront. Dies ist allerdings nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was die White Pocket zu bieten hat, denn hinter jeder Biegung, hinter jedem Hügel wartet wieder eine neue Entdeckung, eine neue Überraschung. Für Fotografen ist die White Pocket schlichtweg ein Traum, ein schier unglaubliches Form- und Farbenparadies, in dem man Stunden damit verbringen kann, umherzustreifen und all diese wunderbaren Kunstwerke der Natur in Bildern festzuhalten.
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