Touridee USA – Die Reiseführer über den Westen Amerikas


Superstition Wilderness

Bundesstaat: Arizona
Höhe: 600-1.904 ü.M.
Lage: südöstlich von Phoenix/Apache Junction auf der Westseite der Superstition Mountains

Kurzinfo

Nur wenige Meilen außerhalb des Ballungszentrums Phoenix liegen die Superstition Mountains, ein riesiges Wildnisgebiet mit tief eingeschnittenen Canyons, steil in den Himmel aufragenden Felsnadeln und der typischen Pflanzenwelt der Sonora-Wüste - von Wildblumen, Paloverde Trees und stachligen Cholla Kakteen bis zu uralten und riesengroßen Saguaros. Interessante Wanderwege führen auf der Westseite dieser Berglandschaft zu einer ganzen Reihe interessanter Kletterfelsen, zur markanten Felsbastion Weavers Needle und in den Hieroglyphic Canyon, eine der beeindruckendsten und landschaftlich reizvollsten Petroglpyh Sites der Hohokam Indianer im Südwesten. Besonders schön ist diese Wanderung nach längeren Regenfällen, wenn viele der Kakteen und Wildblumen blühen und die zahlreichen Pools unterhalb der Felsen mit Wasser gefüllt sind.

Hieroglyphic Canyon
Wasserpools im Hieroglyphic Canyon

Wanderungen

Die angenehmsten Tagestemperaturen für Wanderungen in den Superstition Mountains bieten Frühjahr und Herbst. Allerdings muss man sich dann auch die Trails mit vielen anderen Besuchern teilen. Auf die Wochenenden sollte man in dieser Zeit aufgrund der Nähe zur Großstadt Phoenix besser ganz verzichten. Im Sommer wird es bereits am späten Vormittag unerträglich heiß (bis zu 50 Grad im Schatten!), so dass man sich auf die kürzeren Wanderungen beschränken und bereits kurz nach Sonnenaufgang am Trailhead sein sollte. Ausreichend Wasser und Sonnenschutz sind in dieser Jahreszeit unerlässlich. Ein richtiges Kontrastprogramm bietet der Winter, dann kann es in dieser rauen Berglandschaft nämlich ganz plötzlich bitterkalt werden. Sintflutartige Regenfälle und Schneestürme sind ebenfalls keine Seltenheit.

Hiergoglyphic Trail  
Distanz: 1,2 Meilen one-way
Höhenunterschied: 170 Meter
Trailhead: von Apache Junction fährt man auf dem Hwy 60 Richtung Südosten (Florende Jct./Globe). Nach 3 Meilen zweigt man nach links ab auf die Kings Ranch Road, nach weiteren 2,7 Meilen nach links auf die Baseline Avenue, 0,2 Meilen weiter nach rechts auf die Mohican Road, dann 0,2 Meilen weiter nach links auf die Valley View Road, die kurze Zeit später Whitetail Road heißt. Nach 0,6 Meilen biegt man rechts ab auf die Cloudview Road und fährt auf dieser noch 0,5 Meilen bis zum großen Parkplatz am Straßenende. An den meisten Abzweigungen findet man übrigens ein kleines braunes Schild mit Hiker-Symbol, so dass der richtige Weg kaum zu verfehlen ist. Der Trail beginnt auf der linken Seite des Parkplatzes bei der großen Holztafel.

Hieroglyphic Canyon     Hieroglyphic Canyon
Felszeichnungen der Hohokam Indianer

Von dort folgt man dem gut ausgetretenen Weg ein kurzes Stück bergauf bis zu einer Weggabel. Rechts beginnt der Lost Goldmine Trail, links der Hieroglyphic Canyon Trail No. 101. Nachdem man ein Metallgatter mit Kette passiert hat, folgt man einfach immer dem schmalen Wash durch eine schöne Kakteenlandschaft bergauf in Richtung der Superstition Mountains, in deren Westflanke man schon den Einschnitt des Hieroglyphic Canyon erkennen kann. Am Eingang des Canyons angelangt, ändert sich die Vegetation. Alles wird grüner, dichter, Steineichen und große Büsche bieten willkommenen Schatten, riesige Saguaros recken ihre verwinkelten Arme in den Himmel empor. Noch ein Stück bergauf, und schon steht man vor dem felsigen ausgewaschenen Bachbett mit seinen Pools, in denen sich nach Regenfällen das Wasser sammelt, links ansteigend die Bergflanke mit ihren schroffen Felswänden und Kakteen, gleich daneben die übereinandergewürfelten dunklen Felsblöcke, übersät mit wunderschönen, gut erhaltenen Felszeichnungen, darunter viele Bighorn Schafe, die wohl früher in diesem Canyon heimisch waren. Wer mag, kann von hier aus dem Canyon noch einmal die gleiche Distanz weiter flussaufwärts folgen bis zur Superstition Ridgeline mit schönem Blick auf Weavers Needle (Höhenunterschied zusätzlich 516 Meter, der Trail ist oberhalb der Petroglyphs nicht mehr so gut erkennbar und stellenweise dicht zugewachsen).


Blick canyonaufwärts zur Superstition Ridgeline

Weavers Needle
Distanz: 2,3 Meilen one-way bis zum Fremont Saddle plus 1 Meile Loop zu Weavers Outlook Ridge
Höhenunterschied: 456 Meter
Trailhead: der Peralta Trailhead ist Ausgangpunkt mehrere Wanderwege, bietet aber auch Zugang zu den Klettergebieten in den südlichen Superstitions. Von Apache Junction fährt man auf dem Highway 60 Richtung Südosten (Florence Jct./Globe) und zweigt dann nach 8 Meilen nach links ab auf die Peralta Road (Forest Service Rd. 77) zwischen Milpost 204 und 205, eine gut befahrbare Gravel Road. Diese endet nach 8 Meilen bei einem größeren Parkplatz.

Am Peralta Trailhead beginnen mehrere Wanderwege. Der Peralta Trail (No. 102) führt über den Fremont Saddle zur Westseite von Weavers Needle, der Bluff Springs Trail (No. 235) zur Bark Canyon Wall und in den Bluff Spring Canyon, der Dutchmans Trail nach Osten in den Miners Canyon und zu Miner's Needle, der Cave Trail (No. 233) zu den Felsen The Fortress und The Labyrinth.


Uralte Saguaro Kakteen bewachen die Berghänge

Der Peralta Trail führt durch einen landschaftlich schönen Canyon in kontinuierlicher Steigung bergauf, dann über etwas steilere Serpentinen hoch zu Fremonts Saddle, einem schönen Aussichtspunkt auf die allerdings noch recht weit entfernte Weavers Needle. Einen besseren Blick bietet die Weavers Outlook Ridge, erreichbar über einen zusätzlichen Rundweg von einer Meile. Wer eine Alternative für den Rückweg sucht, zweigt beim Fremont Saddle nach links ab auf den Cave Trail (spärlich markiert!), der an einigen Kletterfelsen vorbei wieder zurückführt zum Ausgangspunkt der Tour.

Cholla Kakteen
Die für die Sonora Wüste typischen Cholla Kakteen

Übernachtung

Begrenzte Möglichkeiten für Primitive Camping bieten sich von der Zufahrtsstraße zum Peralta Trailhead an der kurzen Stichstraße Richtung Boulder Trail. Die nächstgelegenen Motels und Campgrounds befinden sich in Apache Junction, ein weiterer schöner Campingplatz im Lost Dutchman State Park am Beginn des Apache Trail (s. dort). Exklusiv übernachtet man im Gold Canyon Resort mit Golfplatz und Day Spa, 6100 Kings Ranch Road, Tel. 1-800-827-5281.

KOA Mesa-Apache Junction
Lage: von Phoenix auf dem Highway 60 Richtung Apache Junction, Exit 197, 1 Meile nach Norden auf der Tomahawk Rd.
Anzahl Plätze: 147 (119 mit full-hookup), einige Kamping Kabins
Ausstattung: Duschen, Waschmaschinen, Laden, Swimmingpool
Öffnungszeit: ganzjährig


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