Touridee USA – Die Reiseführer über den Westen Amerikas


Lake Powell

Bundesstaat: Arizona
Höhe: 1.125 ü.M.
Lage: Der größte Stausee Nordamerikas erstreckt sich von der Nordgrenze Arizonas bis weit hinein in das südliche Utah. Das Südende des Sees befindet sich am Glen Canyon Dam in der Nähe von Page, Arizona. Hite Crossing an der Einmündung von Colorado und Dirty Devil River, liegt 141 Meilen weiter nordöstlich im Canyongebiet Südutahs.

Wahweap Bay
Die Wahweap Bay in der Nähe von Page

Kurzinfo

Der Stausee mit seinen unzähligen Seitencanyons ist nicht nur ein landschaftliches Juwel ganz besonderer Güte, sondern auch eines der schönsten Wassersport- und Erholungsgebiete des gesamten Südwestens. Wer ein Hausboot, einen 18-feet Runabout, Jetskis oder Wasserski mieten oder an einer der interessanten Bootstouren oder Rundflüge teilnehmen möchte, für den ist Wahweap Marina bei Page der richtige Ort. Aber auch für all diejenigen, die lieber die Einsamkeit suchen, hat der See einiges zu bieten - bizarre Seitencanyons, sandige Traumstrände und anspruchsvolle Trekkingrouten durch eines der abwechslungsreichsten Canyon- und Wüstengebiete des Staates.


Hausboote bieten Platz für eine ganze Familie

Wissenswertes

Der Stausee Lake Powell gehört zur Glen Canyon Recreation Area, einem Erholungs- und Freizeitgebiet auf einer Fläche von nahezu einer halben Million Hektar. Östlich des Stausees liegt das ans Ufer angrenzende Navajoreservat. Der nach Lake Mead zweitgrößte Stausee Nordamerikas besitzt eine Gesamtlänge von 186 Meilen und eine Uferlänge von 1.960 Meilen (länger als die Westküste Amerikas!). Der Wasserspiegel des Sees unterliegt aufgrund der vielen zuführenden Flüsse im Laufe des Jahres Schwankungen von 6 bis 10 Metern. Seinen Namen erhielt der Stausee nach John Wesley Powell, der im 19. Jahrhundert zwei Expeditionen in dieses Gebiet durchführte.

Aktueller Hinweis

Durch die lang anhaltende Dürre im Südwesten ist der Wasserspiegel des Sees in den vergangenen Jahren so stark gesunken, dass bereits an einigen der Marinas größere Umbauten vorgenommen werden mussten. Hite Marina am Nordufer des Sees wurde inzwischen sogar vollständig stillgelegt. Die Rainbow Bridge, die man früher direkt per Boot erreichen konnte, ist inzwischen nur über einen anschließenden 1,2 Meilen langen Fußmarsch zu erreichen. Durch den extrem niedrigen Wasserpegel hat der See leider einiges von seinem landschaftlichen Reiz verloren, was sich auch in einer Einschränkung des touristischen Angebots widerspiegelt. Andererseits hat der sinkende Wasserstand auch durchaus seine positiven Seiten. Zahlreiche interessante Nebencanyons, die früher überflutet waren, können nun wieder zu Fuß erkundet werden.

Klima / Reisezeit

Mit einer durchschnittlichen Sonnenscheinquote von 78 Prozent und bis in den späten Oktober angenehm warmen Luft- und Wassertemperaturen gehört das Gebiet rund um den Lake Powell mit Recht zu den beliebtesten Erholungsgebieten des Südwestens. Die Hauptzahl der fast 3 Millionen Besucher jährlich kommt in den Sommermonaten. Aber auch an sonnigen Wochenenden im Frühjahr und Herbst ist der See Ziel vieler Wochenendausflügler aus den Städten der Umgebung. Selbst für die Einwohner des fast 280 Meilen südlich gelegenen Phoenix zählt eine Fahrt zum Lake Powell zu den durchaus machbaren Wochenendausflügen.

Im Frühjahr können allerdings von Februar bis Mai noch die gefürchteten kalten Chinook-Winde über mehrere Tage hinweg Bade- und Bootsfreuden trüben. Die Winter sind mild und trocken, nur wenige Wochen lang sinken die Nachttemperaturen unter die Null-Grad-Marke. Beste Zeit für einen Besuch sind die Monate September und Oktober mit relativ geringem Besucherandrang, einem meist strahlend blauem Himmel, viel Sonnenschein und Temperaturen, die sowohl zum Wandern als auch zum Baden einladen.

Zufahrten / Marinas

Der See ist an mehreren Stellen mit dem Auto erreichbar. Wahweap Marina mit Motels, Campgrounds, Vermietung von Hausbooten und einem großen Angebot interessanter Bootstouren befindet sich am Südende des Sees 5 Meilen westlich von Page. Auf der anderen Seite von Page, am Hwy 98 Richtung Kayenta/Monument Valley führt eine kurze Stichstraße zur Antelope Point Marina (unweit der beiden Antelope Canyons) mit Bootsvermietung und Bademöglichkeit. Am Nordende des Sees überquert der Bicentennial Scenic Byway (Hwy 95) am Zusammenfluss von Colorado und Dirty Devil River das ehemalige Nordende des Lake Powell (schöner Blick auf den See vom Hite Overlook!).

Dazwischen liegen etwa in der Mitte des Sees die beiden weniger besuchten Marinas von Bullfrog und Halls Crossing - ebenfalls mit Motels, Campgrounds, Bootsvermietung und Bootstouren -, die über eine Fähre miteinander verbunden sind. Die John Atlantic Burr Ferry befördert das ganze Jahr über mehrmals täglich Passagiere und Fahrzeuge aller Größen (d.h. auch Wohnmobile) zu einem recht günstigen Preis von einem Seeufer zum anderen. Die Überfahrt dauert etwa 25 Minuten. Von November bis März gibt es nur zwei Fährverbindungen täglich (8 Uhr und 14 Uhr ab Halls Crossing, 9 und 15 Uhr ab Bullfrog, von April bis 15. Mai verkehrt die Fähre stündlich von 8 bis 15 Uhr, von 16. Mai bis 15. September stündlich von 8 bis 19 Uhr, von 16. September bis Ende Oktober stündlich von 8 bis 17 Uhr. Wegen Reparaturarbeiten oder schlechtem Wetter mit starken Sturmböen kann die Fähre allerdings gelegentlich außer Betrieb sein. Aktuelle Auskünfte erhält man telefonisch unter 435-684-3000 (Bullfrog) bzw. unter 435-684-7000 (Halls Crossing). Man erreicht Bullfrog und Halls Crossing über den Hwy 276 (Abzweigung nach Bullfrog von der US 95 zwischen Hanksville und Hite, Abzweigung nach Halls Crossing von der US 95 in der Nähe des Natural Bridges NM).

Die Dangling Rope Marina in der Nähe der Rainbow Bridge ist nur per Boot erreichbar. Das Angebot beschränkt sich auf einen Reparaturservice, einer Tankstelle für Boote und einen kleinen Laden.

Interessantes

Glen Canyon Dam
Auf der Fahrt von Page nach Wahweap Marina überquert man mit dem Auto auf einer 200 Meter hohen Stahlbrücke den Colorado. Auf der rechten Seite erblickt man dabei den 1956 erbauten Glen Canyon Dam. Hauptzweck des Staudamms war und ist die Elektrizitätsgewinnung und die Wasserversorgung der Staaten Kalifornien, Arizona und Nevada. Bei voller Auslastung produzieren die Turbinen eine Leistung von über einer Million Kilowatt pro Tag - ausreichend für die Stromversorgung einer Großstadt mit 1,5 Millionen Einwohnern. Daneben entstand sozusagen als Nebeneffekt eines der größten Wassersport- und Freizeitgebiete des Südwestens. Oberhalb des Damms befindet sich ein Visitor Center. Hier erhält man einen Prospekt mit interessanten Erläuterungen zu Geschichte und Technik des Bauwerks. Nach einem kurzen Gang über den Damm sollte man sich noch die Zeit nehmen und mit dem Fahrstuhl bis zu den Turbinenanlagen hinunterfahren. Die Plattform im Freien gewährt einen schönen Blick auf die gewaltige Staumauer und den Colorado, der von hier aus zwischen schmalen Canyonwänden Richtung Grand Canyon fließt.

Rainbow Bridge National Monument
Die Rainbow Bridge, ein gewaltiger Sandsteinbogen im Forbidding Canyon, einem Seitencanyon des Lake Powell, besitzt eine Spannweite von 84 Metern, eine Höhe von 88 Metern und einen Durchmesser von fast 13 Metern. Sie ist damit die größte Natursteinbrücke der Welt. Für die Navajo-Indianer, deren Reservatsgebiet unmittelbar an das Ostufer des Lake Powell angrenzt, ist die Rainbow Bridge schon seit Jahrhunderten ein heiliger Ort. In ihrer Sprache trägt der Felsbogen den schönen Namen ‚Nonnezoshi', Regenbogen aus Stein.

Erreichen kann man das National Monument entweder per Boot mit einer anschließenden Wanderung von 1,2 Meilen oder über einen längeren Fußmarsch durch unwegsames Wildnisgebiet. Bootstouren zur Rainbow Bridge starten täglich ab Wahweap Marina. Als Alternative kann man sich dort auch ein eigenes Boot mieten.

Lone Rock Beach
Das Gebiet liegt einige Meilen nordwestlich der Wahweap Marina an der US 89 (direkt hinter der Staatsgrenze zu Utah kurze Stichstraße Richtung See). Doch Vorsicht: das gesamte Gebiet ist ausgewiesenes ATV-Gelände mit zum Teil sehr feinem Tiefsand. Selbst wenn der Anblick des Sees sehr verlockend erscheint und andere Camper nur wenige hundert Meter entfernt am Ufer stehen - am besten ist es, man lässt das Fahrzeug zunächst am Ende der geteerten Zufahrtsstraße stehen und erkundet zu Fuß einen möglichen Fahrweg Richtung Strand. Stecken Sie erst einmal mit dem Auto fest, kommen Sie ohne fremde Hilfe nicht mehr heraus.

Defiance House Ruins
Defiance House ist eine Ruinenanlage der Anasazi, die bereits vor etwa 800 Jahren in den fruchtbaren Seitentälern des Colorado Ackerbau betrieben. Zu den Überresten gehören die von einer ehemaligen Schutzmauer umgebenen Ruinen mehrerer Puebloräume, einige Vorratskammern und eine Kiva. An der Rückseite der Felshöhle sind noch einige der ursprünglichen Felszeichnungen zu erkennen. Die Ruinen liegen im Forgotten Canyon, einem kleinen Seitencanyon des Lake Powell nordöstlich von Halls Crossing, erreichbar mit dem eigenen Boot oder per Bootstour ab Halls Crossing.

Hole in the Rock
Hole in the Rock ist eine von weißen Siedlern in den Stein gehauene Felsspalte. Mormonen versuchten hier im Winter des Jahres 1879, den Colorado zu überqueren. Mühsam mussten große Teile des Felsens abgeschlagen werden, bevor man die Planwagen und über 1500 Stück Vieh an Seilen in den Canyon hinunterlassen konnte. Die historische Stelle liegt unmittelbar südlich des Escalante Canyon und ist per Boot oder über die 50 Meilen lange Hole-in-the-Rock Road per Allradfahrzeug erreichbar (ca. 50 Meilen ab Escalante, siehe Grand Staircase Escalante NM, Utah).

Outdoor & Fun

Wassersport/Bootsvermietung
Eine Bootstour durch die zahlreichen Seitencanyons oder etwas weiter zur Rainbow Bridge gehört zu den schönsten und lohnendsten Aktivitäten am Lake Powell. Selbst im Hochsommer findet man bei Erkundungstouren mit dem eigenen Boot genug versteckte und einsame Stellen, um sich auf den Felsen zu sonnen, zu wandern und unter einem sternenklaren Himmel im Zelt zu übernachten. Bootsvermietungen befinden sich bei allen Marinas am See. Das Angebot reicht von großen Hausbooten bis zu kleineren Motorbooten verschiedener Größe und PS-Stärke. Für Tagesausflüge am besten geeignet sind die schnellen 18 oder 19 feet Runabout-Boote. Ebenfalls beliebt sind die Waverunner oder Jetskis, auf denen man allein oder zu zweit übers Wasser flitzen kann.


Hinweise
Für alle Boote ist eine Kaution in Höhe einer Tagesmiete zu hinterlegen. Rückgabe spätestens eine Stunde vor Schließung der Marina. Vor dem Start sollte man sich zunächst mit sämtlichen Vorschriften und der Bedeutung der verschiedenen Schilder und Bojen auf dem See vertraut machen. An diese Vorschriften sollte man sich im eigenen Interesse auch genau halten, denn der gesamte See wird fortwährend von Kontrollbooten beider Staaten patrouilliert. Alle Regelungen gelten übrigens auch für Kanu- oder Kajakfahrer. Wer sein eigenes Boot mitbringt, sollte wissen, dass pro Person eine Schwimmweste an Bord sein muss. Kinder unter 12 Jahren müssen diese aus Sicherheitsgründen ständig tragen. Besondere Vorsicht gilt bei Gewittern oder heftigen Stürmen, wenn die Wellen in der Mitte des Sees mehrere Meter Höhe erreichen!


Bootstouren

Wahweap Bay Paddlewheeler
Abfahrt: täglich 11 Uhr und 12.30 Uhr ab Wahweap Marina
Dauer: 1 Stunde
Die beschauliche Fahrt mit dem Schaufelraddampfer "Canyon King" führt zu schönen Aussichtspunkten im Bereich der Wahweap Bay. Als Spezialtour wird die "Canyon King Dinner Cruise" angeboten (mit oder ohne Abendessen an Bord), Abfahrtszeit bei Sonnenuntergang, Dauer der Tour etwa 2½ Stunden.

Rainbow Bridge Cruise
Abfahrt: 8 Uhr und 10 Uhr ab Wahweap Marina (1. Juni bis 31. August zusätzliche Abfahrt um 12 Uhr)
Dauer: ca. 7½ Stunden
Ganztagestour mit Fahrt durch mehrere Seitencanyons und Wanderung zur Rainbow Bridge (Gesamtdistanz 2½ Meilen)

Navajo Tapestry
Abfahrt: 9 Uhr und 13 Uhr ab Wahweap Marina (1. Juni bis 31. August zusätzliche Abfahrt um 16 Uhr)
Dauer: 3 Stunden
Relativ kurze, aber schöne Bootstour durch die Wahweap Bay zu zwei interessanten Seitencanyons (Antelope Canyon und Navajo Canyon).

Antelope Canyon (Waterside)
Abfahrt: 14.30 Uhr, 16.15 Uhr und 18.15 Uhr ab Wahweap Marina
Dauer: ca. 1½ Stunden


Mit dem Boot lassen sich auch die vielen Seitencanyons erforschen

Kajaktouren
Viele reizvolle Seitenarme und Canyons des Lake Powell sind so schmal, dass sie sich weder mit einem Hausboot noch mit einem Motorboot erkunden lassen. Eine Alternative sind Waverunner oder Jetskis bzw. für alle, die es etwas stiller mögen, die schmalen und wendigen Kajaks. Wer Kajaks selbst mieten möchte, sollte allerdings daran denken, dass es von Page aus zu den Seitencanyons derzeit keinen Transportservice gibt. Ein Transport mit dem eigenen Fahrzeug über Land ist auch nur sehr schwierig möglich, da es außer zu den Marinas kaum geteerte Zufahrtsstraßen gibt. Einzig machbare Alternative ist in diesem Fall, sich ein größeres Motor- oder gar ein Hausboot zu mieten und die Kajaks darauf in die Nähe der gewünschten Gebiete zu transportieren. Einziger Kajakvermieter in Page ist Twin Finn Diving, 811 Vista Avenue, 928-645-3114, www.twinfinn.com.

Zu den lohnenswerten Kajakzielen am Lake Powell gehören Wahweap und Lone Rock, Warm Creek Bay, Padres Bay sowie im nördlichen Bereich des Sees der lange und schmale Moqui Canyon, 1,5 bis 2 Meilen seeaufwärts von Halls Crossing, der Lost Eden Canyon, ein hübscher 3-armiger Canyon mit interessant geformten Wänden und mehreren großen Felsnischen 1 Meile flussabwärts von Halls Crossing, Annies Canyon 15 Meilen flussabwärts von Halls Crossing sowie der 35 Meilen flussabwärts gelegene Escalante Arm mit seinen vielen verzweigten Seitencanyons, Felsnischen, Steinbögen und indianischen Felszeichnungen. Die meisten der Canyons können auch noch zu Fuß weiter erkundet werden.

Wer sich den Aufwand für die Planung und Organisation einer solchen Tour ersparen möchte, kann bei mehreren Veranstaltern in Page auch geführte Kajaktouren buchen. Das Angebot reicht von halb- und ganztägigen Ausflügen bis zu mehrtägigen Expeditionen. Anbieter sind Kayak Powell, Tel. 1-888-854-7862 (nur von März bis Oktober), Halbtages-, und Tagestouren, mehrtägige Touren (2-4 Tage), www.kayakpowell.com, Hidden Canyon Kayak, nur mehrtägige Touren (4-6 Tage), www.hiddencanyonkayak.com, Lake Powell Tours (Halbtages-, Ganztages- und Übernachtungstour), www.lakepowelltours.net.


Wasserspaß einmal anders - mit dem Fahhrrad durch den See radeln

FloatTrips auf dem Colorado
Eine weitere Möglichkeit sind Kajaktouren durch die gewundenen Canyons des Colorado River auf dem 15 Meilen langen Flussabschnitt vom Glen Canyon Dam bis Lee's Ferry. Je nach Wasserstand und Fließgeschwindigkeit des Colorado wird daraus entweder eine schnelle Bootstour oder ein gemütlicher Float Trip. Die einzig mögliche Einlass-Stelle für Boote befindet sich bei Lee's Ferry, von dort muss man die Kajaks zunächst flussaufwärts bis zum Damm ziehen lassen, bevor die eigentliche Tour beginnt. Unterwegs gibt es die Möglichkeit, auf einem der 6 Einfachcampsites in Ufernähe zu übernachten.

Kommerzielle Float Trips mit großen motorisierten Raftbooten veranstaltet Colorado River Discovery, www.raftthecanyon.com. Treffpunkt ist in Page, 130 6th Avenue. Die Float Trips selbst beginnen am Glen Canyon Dam und enden bei Lee's Ferry. Der Rücktransport erfolgt per Van. Touren 1. März bis 30. November (1.- 31. März Beginn um 11 Uhr, Rückkehr gegen 16.30 Uhr, 1.-30. April Beginn 7 Uhr und 11 Uhr, 1. Mai bis 30. September Beginn 7 Uhr und 13 Uhr, 1. Oktober bis 30. Nov. Beginn 11 Uhr). Nähere Infos tel. unter 1-888-522-6644.

Angeln
Wer mit dem Boot unterwegs ist und sich sein Abendessen ab und zu selbst fangen möchte, benötigt hierfür eine Angellizenz. Die mitten durch den See verlaufende Staatsgrenze macht die Sache jedoch noch etwas komplizierter, denn im Bereich der Wahweap Bay und flussabwärts bis Lees Ferry benötigt man eine Lizenz des Staates Arizona, für den restlichen Teil des Sees eine Lizenz des Staates Utah. Allerdings besteht die Möglichkeit, über eine Zusatzgebühr gleich die Lizenz für den jeweils anderen Staat mitzuerwerben. Genehmigungen erhält man in den Marinas und in den Städten rund um den See. Einige Fischarten im Lake Powell sind geschützt. Erkundigen Sie sich deshalb vorher auf jeden Fall nach den gültigen Vorschriften.

Beach Access
Östlich des Glen Canyon Dam führt eine kurze ungeteerte Stichstraße zu ‚The Chain', einem felsigen Ufergebiet des Lake Powell. Der See ist an dieser Stelle relativ tief, Schwimmen daher nicht ganz ungefährlich. Einen weiteren Zugang zum See mit Bademöglichkeit gibt es bei den Slickrockfelsen westlich der Antelope Point Marina. Die Straße dorthin zweigt einige Meilen östlich von Page gegenüber dem Upper Antelope Canyon vom Highway 98 nach Norden ab.

Wanderungen & Trekkingtouren

Rund um Page gibt es eine ganze Reihe schöner Wandermöglichkeiten - vom kurzen Abstecher zu interessanten Viewpoints über mehrstündige Wanderungen durch tief eingeschnittene Canyons bis zum anspruchsvollen mehrtägigen Backpacking Trip in abgelegene Wildnisgebiete. Glen Canyon Dam Overlook
Trailhead: am Hwy 89 1,5 Meilen südlich des Carl Hayden Visitor Center auf den Scenic View Drive abzweigen, Parkplatz am Ende dieser Straße
Distanz: 142 Meter one-way bis zum Viewpoint
Der Aussichtspunkt bietet einen schönen Blick vom Staudamm Richtung Süden auf den tief unten fließenden Colorado und die Schlucht des Glen Canyon.

Hanging Garden
Trailhead: auf der Ostseite des Staudamms zweigt 0,4 km östlich der Glen Canyon Bridge eine kurze Stichstraße von 450 Meter ab zu einem Parkplatz
Distanz: 1 Meile round-trip
Der kurze Wanderweg führt zu einer Quelle, umgeben von hängenden Gärten, einer kleinen Wüstenoase auf einem Felsplateau hoch über dem Lake Powell.

Horseshoe Bend
Blick vom Aussichtspunkt Horseshoe Bend auf den Colorado

Horseshoe Bend    
Trailhead: am Highway 89 etwa 1 Meile südlich von Page bei Milemarker 545, kurze ausgeschilderte Stichstraße zum Parkplatz
Distanz: 0,4 Meilen one-way
Eine der schönsten und lohnendsten Kurzwanderungen in der Umgebung von Page führt vom Parkplatz über einen Hügel und dann über einen sandigen Trail hinunter zu einem spektakulären Aussichtspunkt auf den Colorado, der sich an dieser Stelle wie ein smaragdgrünes dunkles Band in einer großen Schleife um einen gewaltigen Felsvorsprung windet. Für gute Fotoaufnahmen dieses beeindruckenden Panoramas benötigt man ein Weitwinkelobjektiv, beste Tageszeit ist der späte Vormittag, wenn der Canyon nicht mehr im Schatten liegt. Nachmittag bis Abend sind aufgrund des Gegenlichts weniger geeignet. Vorsicht, wenn Kinder dabei sind: an den ungesicherten Felskanten geht es steil bergab!

Longnose Leopard Lizard
Longnose Leopard Lizard

Blue Pools Arch & Slot Canyon
Trailhead: am Highway 89, etwa 4 Meilen nördlich der Staatsgrenze Arizona/Utah zweigt man zwischen Milepost 3 und 4 auf eine unmarkierte Dirt Road nach links ab (10,3 Meilen ab Carl Hayden Visitor Center). Man fährt die kurze Strecke bis zum Metallgitter, öffnet und schließt es wieder und parkt direkt dahinter.
Distanz: jeweils 1 Meile one-way
Für den Slot Canyon benötigt man ein ca. 30 Meter langes Seil und Abseilkenntnisse! Vom Parkplatz such man sich einen Weg nach rechts hinunter in den Canyon unterhalb des Highway. Es folgen einige schöne Narrows und dann einige 3 bis 6 Meter tiefe Felsabstürze, die man am sichersten mit Hilfe des mitgebrachten Seils überwinden kann. Am letzten 15 Meter tiefen Dropp-Off befindet sich eine eingerichtete Abseilstelle mit Haken. Dahinter weitet sich der Canyon wieder. Man wendet sich nach links und sucht sich oberhalb des Canyons einen Weg zurück zum Fahrzeug.

Um zum Blue Pools Arch zu gelangen, folgt man vom Fahrzeug dem sandigen Wash etwa eine Meile nach Süden und klettert dann bergauf bis zur Einmündung einer Dirt Road. Man folgt dieser Dirt Road um eine Kurve und erblickt dann oberhalb den Steinbogen.

Bucktank Draw & Birthday Arch
Trailhead: am Highway 89 parkt man 17,3 Meilen nordwestlich des Carl Hayden Visitor Center (bei Milemarker 9¾) das Fahrzeug auf der linken (südlichen) Straßenseite am westlichen Ende des Metallgatters.
Distanz: 1,5 Meilen one-way
Von der Straße folgt man sandigen Abhang durch das Gatter hinunter in den Wash. Nach etwa ¾ Meile erkennt man Richtung Westen etwas versteckt in den Felswänden den Birthday Arch. Man wandert über losen Sand ½ bis ¾ Meile bergauf, dann über loses Geröll bis man direkt unter dem Steinbogen steht. Auf der Canyonseite gegenüber befindet sich ein kurzer Slot Canyon, dem man ebenfalls einen Besuch abstatten sollte.

Wiregrass Canyon
Trailhead: Von Page kommend fährt man auf dem Hwy 89 nach Nordwesten bis Big Water und zweigt dort zwischen Milepost 7 und 8 nach rechts ab (Schild Big Water City). Nach weiteren 0,3 Meilen biegt man nach rechts ab (Schild: Glen Canyon National Recreation Area - State Highway 12) auf die ungeteerte Rd. 230 (Smokey Mtn. Road) und fährt auf dieser 4,6 Meilen bis zur Wiregrass Canyon Backcountry Use Area. Achtung: die bei trockenem Wetter auch von PKW befahrbare Dirt Road kann bei Regen und Nässe selbst von Allradfahrzeugen nicht mehr befahren werden!
Distanz: 3 Meilen one-way
Von der Parking Area folgt man immer dem Wash und Canyon bis zum 3 Meilen entfernten Lake Powell. Unterwegs muss man des öfteren Felsabstürze und Dryfalls umgehen, wobei diese Nebenpfade oft durch Steinmännchen markiert sind. Nach etwa 1 Meile kommt man an einem kleinen Natursteinbogen vorbei, dann an balancierende Felsen und einigen kleineren Steinbögen hoch oben in der Felswand und schließlich kurz vor Erreichen des Lake Powell nochmals an einem zweiten Steinbogen. Achtung: innerhalb des Canyons kann es im Hochsommer durch den fehlenden Schatten unerträglich heiß werden. Aus diesem Grund sollte man eine Wanderung durch den Wiregrass Canyon in dieser Jahreszeit bereits sehr früh am Morgen beginnen.

Wanderung zur Rainbow Bridge
Distanz ab Navajo Mountain bzw. Cha Canyon Trailhead: 14 Meilen one-way Distanz ab Rainbow Lodge Site Trailhead: 13 Meilen one-way Eine der interessantesten Wanderungen im Bereich des Lake Powell führt durch das Reservat der Navajos zur Rainbow Bridge, dem größten Natursteinbogen der Welt. Die Zufahrt zu den beiden Trailheads ist allerdings nur mit geländegängigen Fahrzeugen machbar, denn beide Strecken werden unterwegs zusehends schlechter und schwieriger zu befahren. Auf der Fahrt von Page Richtung Kayenta zweigt man nach etwa 52 Meilen von der US 98 nach Nordosten ab auf die Indian Route 16. Nach 32 Meilen auf dieser Dirt Road erreicht man hinter dem Inscription House Trading Post eine Weggabelung. Um zum Rainbow Lodge Trailhead zu gelangen, nimmt man hier die linke Abzweigung und folgt dem Weg weitere sechs Meilen bis zu den Rainbow Lodge Ruins. Für die Zufahrt zum Navajo Mountain Trailhead nimmt man an der Weggabelung die rechte Abzweigung, folgt dieser 6½ Meilen bis zum Navajo Mountain Trading Post, fährt an der Kreuzung weiter geradeaus bis zu einem Steindamm, überquert diesen und nimmt nach einer ½ Meile die Abzweigung nach links, die nach weiteren 1½ Meilen am Trailhead endet. Lassen Sie an den Parkplätzen keine Wertsachen im Auto zurück und schließen Sie das Fahrzug gut ab.

Entlang beider Wanderwege gibt es ausgewiesene Übernachtungsstellen, allerdings nicht in unmittelbarer Nähe der Rainbow Bridge. Am besten zeltet man eine halbe Meile östlich des Felsenbogens beim Echo Camp. Beste Wanderzeiten sind von April bis Anfang Juni und von September bis Oktober. Im Sommer sind Teile der Strecke flash-flood gefährdet. Da beide Trails nicht markiert sind, benötigt man entsprechende topographische Karten. Die notwendigen Hiking und Camping Permits erhält man auf schriftliche Anforderung mindestens 6 Wochen im voraus oder direkt vor Ort bei:

Navajo Parks and Recreation Department
P.O. Box 9000
Window Rock, AZ 86515
Tel. 928-871-6647 oder 928-871-6635
Lage: zwischen Navajo Nation Museum und dem Window Rock Post Office in Window Rock Öffnungszeit: Mo-Fr 8-17 Uhr

Cameron Visitor Center
P.O. Box 459
Cameron, AZ 86020
Tel. 928-679-2303
Lage: an der Kreuzung von Highway 89 und Highway 64 in Cameron
Öffnungszeit: Mo-Fr 8-17 Uhr

Beide Permits erhält man auch beim Tickethäuschen zum Upper Antelope Canyon in der Nähe von Page (April bis Oktober 8-17 Uhr) oder beim Antelope Canyon Navajo Tribal Park Office, Tel. 928-698-2808 oder 928-698-3360. Das Büro befindet sich in LeChee beim LeChee Chapter House, 7 Meilen südlich von Page an der Navajo Route 20 (Mo-Fr 8-17 Uhr).

Wer über ein zweites Fahrzeug verfügt, kann auch bis zur Rainbow Bridge wandern und dann mit den organisierten Bootstouren zur Wahweap Marina zurückkehren (vorher absprechen!). Man spart sich damit den langen und anstrengenden Rückweg, der meist bergauf führt. Eine genaue Wegbeschreibung erhält man vom National Park Service, Glen Canyon NRA, P.O. Box 1507, Page, AZ 86040, Tel. 928-608-6404. Zusätzlich sollte man sich unbedingt die entsprechenden Topomaps besorgen!


Hite Marina am Nordufer des Lake Powell

Übernachtung

Oberhalb der Wahweap Marina liegt die komfortable Wahweap Lodge mit Restaurant, beheiztem Swimmingpool und schönem Blick auf die Hausboote in der Wahweap Bay sowie das einfachere Lake Powell Motel. Bei Bullfrog befindet sich die schön auf einer Anhöhe gelegene Bullfrog's Defiance House Lodge mit Restaurant. Mit dem Auto erreichbare Einfachcampgrounds befinden sich am Nordende des Sees bei Hite (auf den Felsen am Ufer östlich der Brücke über den Colorado) sowie am Lone Rock Beach westlich von Page (wegen Tiefsand und ATV-Gelände unbedingt auf der geteerten Straße bleiben!).

Wildes Campen ist entlang dem Seeufer im gesamten Gebiet der Glen Canyon NRA erlaubt, allerdings mit zwei Einschränkungen: im Umkreis von einer Meile im Bereich der Marinas und in der Nähe der Rainbow Bridge. Voraussetzung ist auch die Mitnahme einer tragbaren Toilette, falls auf dem gemieteten Boot keine vorhanden ist. Wer mit dem Boot unterwegs ist, sollte während der Nacht stets in Ufernähe ankern, da plötzlich aufkommende Winde in der Mitte des Sees riesige Wellen verursachen und Boote zum Kentern bringen können.

Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit, die viele der Amerikaner ersichtlich der Übernachtung auf dem Lande vorziehen, ist die Anmietung eines Hausboots. So ein schwimmendes Wohnmobil bietet Schlafplätze für 10-12 Personen. Die Preise sind allerdings entsprechend hoch! Zur Erkundung der Seitencanyons sind diese Schiffe allerdings nicht geeignet. Die meisten von ihnen liegen fest verankert im Gebiet der Wahweap Bay. Tagesausflüge unternimmt man dann mit dem eigenen oder ebenfalls angemieteten kleinen und schnellen Motorboot. Reservierung im Voraus ist unbedingt erforderlich. Die Bezahlung muss spätestens 45 Tage vor Übernahme des Hausboots erfolgen.
Nähere Infos mit aktuellen Preisen unter www.lakepowell.com.

RV Wahweap/Lake Powell
Lage: westlich der Wahweap Marina, allerdings recht weit vom See entfernt
Anzahl Plätze: 123 (alle mit full hook-up)
Ausstattung: Duschen,Picknicktische, Grillstellen, Propangas, Waschmaschinen, Laden, Restaurant, Swimmingpool und Jacuzzi der Wahweap Lodge können mitbenutzt werden
Öffnungszeit: ganzjährig

CG Page Lake Powell
Zufahrt: am Hwy 98 1 Meile östlich von Page
Anzahl Plätze: 100 (42 mit full hook-up)
Ausstattung: zentrale Dumpstation, Duschen, Laden, Swimmingpool
Öffnungszeit: ganzjährig

Bullfrog Developed Camping / Painted Hills RV Park
Lage: an der Bullfrog Marina (Check-In bei der Defiance House Lodge)
Anzahl Plätze: 24 (alle full hook-up), separater Einfach-Campground mit weiteren 78 Stellplätzen
Ausstattung: Picknicktische, Grillstellen, Duschen, ½ Meile entfernt Laden und Waschmaschinen
Öffnungszeit: ganzjährig

Halls Crossing Developed Camping / Village Center
Lage: an der Halls Crossing Marina (Check-In beim Village Store)
Anzahl Plätze: 32 (alle full hook-up), separater Einfach-Campground mit weiteren 63 Stellplätzen
Ausstattung: Picknicktische, Grillstellen, Duschen, ½ Meile entfernt Tankstelle, Laden und Waschmaschinen
Öffnungszeit: ganzjährig

Adresse

National Park Service
Glen Canyon National Recreation Area
P.O. Box 1507, Page, AZ 86040


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