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Die reizvolle Kleinstadt Ajo nördlich des Organ Pipe National Monument bezaubert durch ihr mexikanisches Flair. Sehenswert ist die große Plaza im Stadtzentrum mit ihren lauschigen Arkadengängen und einer großen Parkanlage sowie die hübsche weiße Kirche im spanischen Kolonialstil genau gegenüber, die fotogen von großen Palmen umrahmt wird.
Lage: Die Kleinstadt Ajo befindet sich im Süden Arizonas, 13 Meilen nördlich des Organ Pipe Cactus National Monument.
Wissenswertes
Der Name der Stadt geht zurück auf ein Wort der Papago Indianer, die die in dieser Gegend vorkommenden Kupfererze als roten Farbstoff für die Körper- und Gesichtsbemalung verwendeten. Die erste spanische Kupfermine in der Region entstand 1750. Der Stollen, der im 60-Grad Winkel hinunter in die Erde führte, war alle 3 Meter mit Baumstämmen gesichert, um ein Abrutschen des Erdreichs zu verhindern. Das abgebaute Erz wurde von Männern in großen Ledertragen auf dem Rücken nach oben geschleppt.
Mit Gründung der Ajo Copper Company enstand in Ajo 1854 die erste Kupfermine Arizonas. Zu dieser Zeit wurde das Erz mit Mauleseln nach Yuma transportiert, wo es auf dem Colorado flußabwärts weiter verschifft wurde. Über Kap Horn gelangte es schließlich per Boot bis nach Swansea in Wales zu den dortigen Schmelzanlagen. Ein großer Erfolg war das Unternehmen allerdings nicht. Zudem hatten die wenigen Einwohner der Stadt ständig mit Wasserknappheit zu kämpfen.
Erst 1911, als es durch die Entwicklung neuer technischer Verfahren einfacher wurde, das Erz aus dem Gestein zu lösen, begann sich der Kupferabbau in Ajo auch ökonomisch zu lohnen. Mit der Gründung der New Cornelia Copper Company und dem Bau von Schmelzanlagen und Brunnen für die Wasserversorgung wuchs die Bevölkerungszahl der Stadt fast über Nacht von knapp 50 auf über 5.000 Einwohner. Die Mine, die während ihrer wirtschaftlichen Blütezeit über 1.000 Menschen beschäftigte, wurde erst 1986 geschlossen.
Sehenswürdigkeiten & sights
Ajo Historical Museum
Lage: 161 Mission Street
Zufahrt: Vom Hwy 85 rechts abbiegen auf LaMina, dann wieder rechts abbiegen auf die Indian Village Road Rd., am Mine Overlook vorbei bis zu einer Weggabel, dort der ungeteerten Mission Street folgen bis zum Museum.
Das kleine Museum, untergebracht in der ehemaligen St. Catherine's Indian Mission besteht aus zwei Räumen, angefüllt mit alten Fotos aus der Stadtgeschichte, Cowboy-Utensilien, Navajo-Rugs, Pfelspitzen, Edelsteinen, Mineralien und einer interessanten Sammlung alter United States-Flaggen. Öffnungszeit: im Winter 13-16 Uhr, im Sommer nur nach Anmeldung, Tel. 520-387-7105.
Die Plaza
Hauptattraktion von Ajo ist die wunderschöne, 1917 erbaute Plaza, die mit ihrer großen Rasenfläche und den vielen Palmen eindeutig an das nahegelegene Mexiko erinnert. Markant ist vor allem das ehemalige Train Depot. Unter den lauschigen Arkadengängen befinden sich neben einem Post Office auch mehrere kleine Läden und Restaurants - alles in allem der perfekte Orte für eine erholsame Mittagspause oder eine geruhsame Siesta. Genau gegenüber der Plaza befindet sich eine sehr sehenswerte weiße Kirche, erbaut im spanischen Kolonialstil.
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